Sonntag, 9. März 2014

Elisabeths Geschichten: Das alte Gartentor

E. Brune © H. Brune
Ein kunstvoll gestaltetes, schmiedeeisernes und weiß gestrichenes Gartentor befand sich hinten im Garten. Direkt vor dem Komposthaufen stand es. Zwei gemauerte und verputzte Säulen bildeten den Rahmen. Sie hatten ihre Krone längst verloren und boten ein trostloses Bild. Ein Eichenbaumsämling, den niemand ausgerissen oder verpflanzt hatte, war inzwischen zu einem recht ordentlichen Baum herangewachsen. Er stand nahe der Gartenpforte, zu nahe, denn ein Teil des Baumes umwuchs bereits die unteren Metallstäbe. Früher führte ein von zwei Buchsbaumreihen gesäumter Weg von einer Seitentür der Deele bis zu dieser Pforte. 

Hinter der Pforte befand sich das sogenannte Pottstück. Der hauseigene Gemüsegarten. Dieses Gemüsestück besaß eine beträchtliche Größe, galt es doch viele Menschen auf dem Hof zu versorgen. Früher lies sich nicht alles so leicht kaufen wie heute. Rechts und links des wohl 40 Meter langen Gartenweges erstreckten sich je 2-3 Meter breite Staudenrabatten. In diesen Staudenrabatten standen in regelmäßigen Abständen halbhohe Sauerkirschbäumchen. Ein traumhafter Anblick zur Blütezeit.

Meine Schwiegermutter hatte diese Anlage geplant und angelegt. Als unsere Kinder zur Welt kamen schob sie sie unermüdlich im Kinderwagen diesen Weg auf und ab. Bis zum Tor fuhr sie und wieder zurück, durch ihr blühendes Paradies und genoss es wohl auch selbst. Alle Kinder zeigen Spaß an der Botanik, vielleicht wurde damals der Keim dazu gelegt. Später, als die Kräfte der Oma nachließen, die Kinder größer wurden und ich alleine für vieles zuständig war, ließ sich dieser Teil des Gartens nicht mehr von mir pflegen. Wir rodeten ihn leider. Allein das zurückschneiden der Stauden im Herbst dauerte Tage. Heute würde man einmal mit der Motorsense darüber gehen und es wäre in nicht mal einem halben Tag getan. Manchmal denke ich voll Wehmut an die vielen wunderbaren Stauden zurück. Ich erinnere mich an gesunde, üppige Pfingstrosen, mit dicht gefüllten, fast purpurfarbenen Blütenköpfen.

Mein jetziger Garten, neu gestaltet, gefällt mir durchaus. Viele Rosen blühen in ihm. Das alte Gartentor hat seit kurzem einen besondern Platz darin gefunden. Zwei mächtige alte Eichenpfähle wurden im richtigen Abstand zu einander in die Erde gegraben. Das Tor mit Hilfe einer Motorsäge aus dem Baum herausgesägt und mit Halterungen an den Pfählen befestigt. Eine alte Kette ersetzt das fehlende Schloss. Zwei Buchsbaumkugeln pflanzte ich rechts und links davon ebenso zwei Rosensträucher. Einmal die Strauchrose "Westerland", eine orange blühende Kordes Züchtung aus dem Jahr 1969, dazu die samtig purpurrot erstrahlende "William Shakespeare", eine David Austin Züchtung aus dem Jahr 2000. Einige Stauden vervollständigen das Idyll.

Wenn der Sommer kommt und alles blüht, wird es ein Stück Gartentraum im Garten seien. Einen Strauss von William Shakespeare Rosen mit ihrem intensiven edlem Duft, brachte ich einmal einer erblindeten Bekannten. Wenn sie die Rosen auch nicht sehen konnte, so dachte ich kann sie sich doch an ihrem warmen Duft erfreuen. So kam es dann auch, sie mochte ihr Gesicht gar nicht mehr aus dem Strauss herausheben.

"Je schöner ein Garten ist, desto mehr schöne Plätze für Rosen ergeben sich von selbst."
-Karl Förster

Samstag, 8. März 2014

Der Garten wird wieder bunt

Erst war es nur das Weiß der Schneeglöckchen, aber jetzt erscheinen mit jedem Tag mehr Farben im Garten. Krokusse, Kornellkirsche, Christrose, Veilchen und Lungenkraut bringen Blau, Geld und Rosa mit.


Und wenn es am Wochenende so warm wird, wie es uns versprochen wurde, dann könnten wir vielleicht auch schon die ersten Narzissen sehen.

Montag, 24. Februar 2014

Elisabeths Geschichten: Tore

E. Brune © H. Brune
Vor sehr vielen Jahren brachte ich mir von einem Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber, dieser historischen, unter Denkmalschutz stehenden Stadt, ein gerahmtes Bild mit, das einen altertümlichen Hauseingang zeigt. Ein Tor fast, zu dem ein paar klobige Steinstufen hinaufführen.

Über dem Tor ist eine kunstvoll gearbeitete, schmiedeeiserne Laterne angebracht. Bei Dunkelheit angezündet, erhellt sie die Umgebung und sorgt für einen sicheren Gang. Ein sicherer Weg ist etwas sehr angenehmes im Leben.

Dieses Bild nun hängt in meinem Büro. So, dass ich es von meinem Platz am Schreibtisch aus sehen kann. Jeden Tag sehe ich es und gerate ins Nachdenken, jetzt am Jahresende. Durch wie viele Tore bin ich im übertragenen Sinne gegangen, oft freudig mit hohen Erwartungen, die sich nicht immer erfüllten. Obwohl mich das Neue, das hinter jedem Tor wartet, sehr lockte. Oft scheinbar gezwungen, ängstlich und besorgt und es ging besser als ich dachte.

Auch in meinem Garten liebe ich Tore.  Es gibt Rosenbögen, Clematis- und Hopfenbögen, und auch einen Glyzinienbogen. Oft sind Bäume so gepflanzt, dass sie im Laufe der Zeit selber Tore bilden. Und jedes Tor führt zu einem anderen Gartenteil.

Zum neuen Jahr, ein weiteres Tor auf dem Lebensweg, alles, alles Gute und nur angenehme Überraschungen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Der ganze Garten ist voller Schneeglöckchen

Nachdem der Winter, der kein Winter war, nun offenbar dem Ende entgegen geht beginnt die große Zeit der Schneeglöckchen in unserem Garten.


An allen Ecken haben sie ihre kleinen, weißen Blüten schon geöffnet und an einem sonnigen Tag, wie er uns heute offenbar erwartet, werden sie in ihrer ganzen Pracht zu bewundern sein. Ein kurzes Schauspiel, aber ein wunderschönes.

Samstag, 1. Februar 2014

Elisabeths Gartengeschichten: Spatzenfreude

E. Brune © H. Brune
Seit einigen Jahren hat die Spatzenpopulation wieder zugenommen, auch in unserem Garten. In früheren Jahren konnten sie eine wahre Plage seien. Sie pickten den Bauern das Korn von der Tenne und wurden entsprechend verfolgt. Ich erinnere mich an ein Frühjahr, in dem sie in wahren Heerscharen über die treibenden Knospen der Forsythiensträucher herfielen und diese vertilgten. Mit der Frühjahrsblüte war es danach vorbei.

Spatzen sind übrigens auch Insektenfresser. Aber im Grunde war keiner traurig, das die Spatzen fast verschwanden. in den Sanierungsgebieten der Großstädte fast bis zu 70%. Für die Auslösung dieser Dezimierung werden verschiedene Faktoren ins Feld geführt. Inzwischen steht er auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Dort werden gefährdete Brutvögel Deutschlands aufgeführt.

Der Spatz ist ein Kulturfolger. Geschätzt wird, das er seit 10000 Jahren die Nähe der Menschen sucht. Aber jetzt sind sie wieder da. Fröhlich und lärmend stöbern sie in den Sträuchern herum. An Regentagen sind sie leiser, man nimmt sie fast gar nicht wahr. Doch mit einem mal ist ein Gezeter ohne gleichen vor der Terrassentür zu hören. Ja was ist denn jetzt los? Die Terrasse wurde vor einigen Jahren überdacht. Das neue Dach wurde größer, als die Terrasse breit war. Der Rasen ging an der Stelle zurück, denn der Regen erreichte ihn nicht mehr. Diesen trockenen Sandstreifen hatten die Spatzen jetzt entdeckt. Unter großem Lärmen scharrten sie kleine Mulden, puderten sich mit dem Sand ein und genossen es sichtlich. Die kleinen Mulden sind immer noch zu sehen. Das Pudern vertreibt die Parasiten, unter denen auch Vögel leiden. Seine Begeisterung für diese Staubbäder hat ihm die Bezeichnung ‘Dreckspatz’ eingebracht.

Sonntag, 5. Januar 2014

Unsere Winterpause 2014 endet am 1. Februar!

Unsere jährliche Winterpause dauert in diesem Jahr genau bis zum Ende das Januars. Am Samstag, dem 1. Februar 2014, haben wir ab 11 Uhr wieder normal geöffnet.

Samstag, 21. Dezember 2013

Öffnungszeiten über Weihnachten und den Jahreswechsel 2013/14

Bis Sonntag, den 22.12.2013, sind wir zu unseren regulären Öffnungszeiten für Sie da.

Während der Weihnachtsfeiertage am 24., 25. und 26. haben wir geschlossen.

Wieder geöffnet haben wir am Freitag, dem 27.12., ab 14 Uhr, sowie am Samstag, dem 28., und am Sonntag, dem 29.12.2013, jeweils ab 11 Uhr.

Am Neujahrstag haben wir geschlossen.

Am ersten Wochenende des Jahres 2014, also vom 2. bis zum 5.1.2014, haben wir zu unseren normalen Zeiten geöffnet, danach beginnt unsere jährliche Winterpause im Januar.

Wir wünschen allen unseren Gästen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Montag, 24. Juni 2013

So viele Edelrosen

Das Wetter ist gerade wunderlich: Auf eine plötzliche Hitzewelle mit mehr als 30° folgen sofort Tage mit sehr kühlen Temperaturen und viel, viel Regen. Unser Garten scheint das allerdings gut aufzunehmen, denn in den letzten Tagen sind die meisten unserer Edelrosen aufgeblüht.


Wer also einmal richtig viele Rosen sehen möchte, der sollte in den nächsten Wochen einmal vorbei kommen. In unserem Blog findet man in der 'Rosen Kategorie' mehr als 80 Einträge, die einen großen Teil der Rosen zeigen, die man bei uns finden kann. Viel Spaß beim Durchklicken:) 

Samstag, 15. Juni 2013

Elisabeths Gartengeschichten: Das Pfingstveilchen

E. Brune © H. Brune Carl von Linné, ein schwedischer Naturforscher, brachte ein allgemein gültiges Ordnungssystem in die Pflanzenwelt. Er ordnete alle Pflanzen ein und gab ihnen einen verbindlichen Namen. Das ist richtig und wichtig für die Wissenschaft und das internationale Geschäft. Interessant aber und von Herzen kommend sind die volkstümlichen Namen, die die Menschen ihnen gegeben haben.

So hatte ich kürzlich zu einem Kräutervortrag ein Veilchen mitgenommen um auch etwas zum Zeigen zu haben. Das weissblühende Veilchen "Albiflora" war es. Es ist grossblütig und kompaktwachsend. "Ach, da ist ja ein Pfingstveilchen!" rief ein Zuhörer. Den Namen hatte ich noch nie gehört. Doch wie gut passte er zu der zum Pfingstfest blühenden Pflanze.

Es gibt eine ganze Reihe von Pfingstveilchen, wie ich dem Veilchenkatalog der Staudengärtnerei Jürgen Peters entnehmen konnte. Seiner Frau Susanne liegen die Veilchen besonders am Herzen. Zu den Pfingstveilchen gehört auch "Freckles". Dessen weisse Blüten sind mit hunderten blauer Pünktchen übersäet. Beides sind amerikanische Arten. Ihr gemeinsames Merkmal sind stark verdickte Rhizome. Sie lieben Feuchtigkeit, obwohl Freckles bei uns gut mit Trockenheit zurecht kommt.

Beide Pflanzen habe ich vor Jahren bei einer Bio-Bäuerin gekauft. Sie haben sich ausserordentlich gut vermehrt in meinem Garten. Besonders die starkwüchsige Freckles muss im Zaum gehalten werden. Sie eignet sich gut als Bodendecker und hatte die Albiflora fast untergekriegt. Das wäre wirklich schade gewesen. Eine Gartenfreundin brachte mir im frühen Frühjahr, zur Schneeglöckchenzeit, einen Klumpen Rhizome vorbei. Dadurch wurde ich wieder auf meine "Weissen"aufmerksam.

Zur Blütezeit habe ich sie zusammengesucht und vor ein neu angelegtes Beet kleinwüchsiger, rotblühender Rhododendron gepflanzt, die zur gleichen Zeit blühen. Beide Sorten duften leider nicht. Wahre Duftwolken dagegen, verströmt Viola Odorata, das Duftveilchen. Das wohlduftende Märzveilchen. Bei gutem Wetter trägt uns der Wind den Duft viele Meter entgegen.

Es wachsen noch 3 weitere Veilchensorten bei uns, deren Namen habe ich aber noch nicht herausgefunden. In der Kräuterheilkunde wird das Kraut des Märzveilchens, als Tee zubereitet, innerlich und äusserlich gegen Hautkrankheiten angewendet. Als Mittel gegen Bronchitis und Keuchhusten soll es hilfreich seien.

Das Veilchen war übrigens die Wappenblume Napoleons. Es soll die Lieblingsblume Kaiserin Josephines gewesen seien. Früher vermittelte man geheime  Botschachften durch die Blumensprache. In der Blumensprache sagt es:

Ich gestehe Dir meine geheime Liebe. Unsere Liebe soll unser Geheimnis seien.

Freitag, 14. Juni 2013

Die Ramblerrosen legen los

Vor dem Café und auf dem Café(dach) haben die großen Ramblerrosen die ersten Blüten geöffnet. Jetzt wird die Blütenpracht mit jedem Tag ein Stückchen zunehmen, bis die Rosen die Wipfel der sie stützenden Bäume erreicht haben.

Leider ist dieses Schauspiel nur von kurzer Dauer und wiederholt sich auch nicht mehr in diesem Jahr, da die Ramblerrosen keine zweite Blütephasen haben.

Samstag, 8. Juni 2013

Elisabeths Gartengeschichten: Campanula, Glockenblume

E. Brune © H. Brune Seit dem letzten Jahr versuche ich eine Campanula Sammlung aufzubauen. Ich habe schon 50 verschiedene Arten zusammen. Die Mindestzahl der vom Netzwerk Pflanzensammlung geforderten Menge. Ich habe einen Ausflug nach Ütersen zu dem Campanula Züchter Jürgen Peters gemacht, um einige seiner Raritäten zu erwerben. Die Gärtnerei hatte kurz zuvor einige besondre Verkaufstage gehabt, deshalb war nicht mehr alles vorrätig. Doch ich konnte noch eine schöne Ausbeute mitnehmen.

Voll Freude pflanzte ich alles in meine Beete und freute mich an dem Anblick. Doch nichts ist vollkommen. In den folgenden Wochen kam eine Pilzerkrankung über viele Pflanzen.Ich wollte nicht dagegen spritzen und dachte, es soll wohl nicht so schlimm werden. Aber es wurde schlimm und ich habe einige Verluste hinnehmen müssen.

Auch unsere zahlreichen Wühlmäuse, deren die Katzen nicht Herr werden, sorgten für Ausfälle. Die eine oder andere fiel dem Winter zum Opfer. Doch die, die alles überstanden haben, wachsen jetzt prächtig heran und bald werden sie blühen.

Besonders liebe ich die Punctata Arten, mit ihren prächtigen Glocken, und was noch wichtig ist für mich, ihre Eigenschaft sich durch die Bildung von Ausläufern gut zu vermehren. Im Mai diesen Jahres habe ich einige Pflanzen von 2 Versandgärtnereien schicken lassen. Ich hätte sie einen Monat früher ordern sollen. Durch den langen Winter irritiert, habe ich lange gezögert. 

Übrigens pflanze ich nach dem Mondkalender und kann auf positive Resultate zurückblicken. Nach dem Verpassen der Pflanztermine im April wurden neue Pflanztage erst in der 20sten Kalenderwoche angezeigt. So kamen auch die Pflanzen erst spät bei mir an. Der 'konvetionelle' Pflanzenzuchtbetrieb hatte alle Blütentriebe zurückgeschnitten und die Pflanzen wirkten kümmerlich. Der Bio Betieb schickte die Campanula fein säuberlich zwischen Strohlagen mit den Blütenrispen. Sie sind gut angewachsen und öffnen bald ihre Knospen. Im Laufe des Jahres wird sich zeigen welche Pflanzen letzten Endes besser zurecht kommen. 

Ein weitere Problem ist die Beschriftung. Das Problem ist ein der Witterung standhaltendes Schreibmaterial zu finden. Doch auch das wird sich lösen lassen. In der Blumensprache sagen die Glockenblumen: Ich will für immer eins mit dir seien, unsere Herzen schlagen im gleichen Takt.

Wer sich für Pflanzensammlungen interessiert: Hier geht es zur Homepage des Netzwerks.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Die große Clematisblüte

Die unserem Garten gedeihen viele Clematispflanzen und nun stehen die meisten in der Blüte. Eine der größten ist dabei die Clematis montana, die hier zu sehen ist:


Aber es gibt noch viele weitere Sorten. Auch der Blauregen, der schon vor Jahren den First des Haupthauses erreicht hat, hat noch seine großen Blütendolden, die dicht an dicht vom Himmel hängen.

Samstag, 1. Juni 2013

Elisabeths Gartengeschichten: Salbei

E. Brune © H. Brune Haben sie sich schon einmal mit Salbei befasst? Die Pflanze von der es heisst: "Wie kann ein Mensch sterben, wenn Salbei in seinem Garten wächst?"

Salvia Officinales, die Pflanze mit den grau grünen Blättern, der echte Salbei, dürfte den meisten bekannt sein. Die Heilpflanze mit dem aromatischem Duft wird als Tee eingesetzt zu Spülungen und um Entzündungen im Mund und Rachenbereich zu heilen. In der Homöopathie stellt man aus den frischen Blättern ein schweisshemmendes Mittel her, das dann tropfenweise eingenommen wird.

Als Gewürz in der Küche ist es vielseitig einsetzbar. Sie können auch die Blätter mit Stiel - in Eierkuchenteig getaucht - in heissem Fett ausbacken, mit Zucker und Zimt bestreuen und als leckere Salbeimäuse geniessen. Ein ganzes Gartenbeet lässt sich mit den verschiedenen Salbeisorten interessant gestalten, z. B. mit dem hellen Goldsalbei neben den dunklen Purpursalbei gesetzt.

Vor kurzem habe ich den Apfelsalbei entdeckt, ein hellgrünes Gewächs, das einen frischen, intensiven Duft nach Äpfeln ausströmt. Es ist wirklich verblüffend. Oder nehmen sie den Salbei Tricolor, der schon allein durch die drei Farben, die er in jedem Blatt aufweist, ein Hingucker ist.

Mein Interesse ist geweckt und ich werde nach weiteren Sorten Ausschau halten. Salbei ist - der heimische Wiesensalbei ausgenommen - ein Mittelmeergewächs. Der Wiesensalbei wird medizinisch nicht genutzt, da sein Anteil an ätherischen Ölen zu gering ist. Daneben gibt es noch den Ziersalbei, der nur auf Blüte gezüchtet wurde.

Salbeizweige lassen sich im Sommer gut trocknen. Aufbewahrt werden sie in gut veschließbaren Dosen, damit die ätherischen Öle, die Heilkräfte enthalten, nicht verfliegen. Die Pflanzen sollen winterfest seien, da sie aber aus warmen Ländern kommen, ist bei tiefen Minusgraden ein Kälteschutz ratsam.

Sonntag, 19. Mai 2013

Öffnungszeiten an Pfingsten

Auch in diesem Jahr haben wir am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Und es lohnt sich mal wieder vorbei zu schauen: 


Gerade jetzt blühen die jungen Kastanienbäume an der Hofeinfahrt und an der Caféterrasse. Unter dem frischen Grün der großen Blätter kommt bei etwas Sonne sofort ein richtiges Frühlingsgefühl auf.

Montag, 6. Mai 2013

So viele Narzissen

Was wäre der Frühling ohne die vielen Narzissen, die ihn mit ihrer Blüte über lange Zeit begleiten? Angefangen von den Mininarzissen, die noch fast im Schnee blühten, bis hin zu Dichternarzissen, die in unserem Garten den Schlußpunkt setzen, können wir und unsere Besucher viele Wochen die frischen Blüten genießen.


Mittwoch, 1. Mai 2013

Am 1. Mai haben wir geöffnet

Unser Café ist heute, am 1. Mai 2013, ab 11 Uhr geöffnet. Und das Wetter sieht vielversprechend aus:)


Sonntag, 28. April 2013

Wenn erst die Obstbäume wieder blühen

Zu kaum einer Zeit kann man in unseren Breiten mehr Blüten sehen, als zur Zeit der Obstbaumblüte. Bald beginnt diese schöne Zeit wieder:

Schon kann man die ersten wilden Kirschen sehen, die an den Waldrändern ihre weißen Blütenkugeln zeigen. Bei uns im Garten hat auch eine verwilderte Kirsche schon begonnen und nicht lange, dann werden auch die Äpfel, Birnen und ganz am Ende die Quitten nachziehen.

Samstag, 27. April 2013

Elisabeths Geschichten: Die Gartenkatze

E. Brune © H. Brune
Die rote Katze ist wieder da. Meine Gartenkatze.

in den ganzen letzten Wochen lies sie sich nicht blicken. Dabei bekam sie doch jeden Morgen ein Schälchen mich von mir auf der Terrasse. Während der Frostperiode gefror die Milch schon zu Eis, bevor die Katze sie aufschlecken konnte.

Also blieb sie weg und hielt sich lieber im warmen Stall auf. Cornelia, die Bäuerin, versorgte sie dort mit leckeren Katzendosenfutter. Außerdem lässt sich auf einem Bauernhof immer noch mal das eine oder andere Mäuschen fangen. Mäuse sind bekanntlich das ideale Katzenfutter.

Die Rote kam auf diese Weise recht gut durch den Winter. Aber siehe da, kaum sind die Temperaturen aus dem Frostbereich heraus, lässt sich die Katze wieder auf der Terrasse blicken. Doch was ist das? Sie trinkt die Milch nicht mehr die ich ihr hinstelle.

Ja was will sie dann?

Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, das sie auf mich wartet. Sie weis, dass ich bei Plusstemperaturen in der Regel im Garten arbeite und ihrer Meinung nach ist es jetzt wieder soweit. Sie liebt es mich auf Schritt und Tritt im Garten zu begleiten. Unermüdlich läuft sie mit.

Bleibe ich einmal länger an einer Stelle stehen, streicht sie um meine Beine herum. Gehe ich für ihren Geschmack zu schnell weiter schlägt sie schon mal mit der Pfote zu und ich bekomme ihre ausgefahrenen Krallen schmerzhaft zu spüren.

Ist doch klar, sagt mein Mann, eine Liebe ohne Schmerzen gibt es nicht.

Sonntag, 21. April 2013

Die Natur holt alles wieder auf

Auch wenn es morgens in den letzten beiden Tagen noch einmal recht frisch war: Die warmen Temperaturen, die dann spätestens ab Mittag herrschen, haben der Natur ganz gewaltig auf die Sprünge geholfen. Schon bald wird die Verzögerung, die der lange Winter verursacht hat, wieder aufgeholt sein.


Das bedeutet aber auch, dass sich gerade die Blühzeiten aller möglichen Frühlingsblüher stark konzentrieren und viel schneller aufeinander folgen als in anderen Jahren. Ein Beispiel ist unsere schöne, weiße Magnolie: Sie hat gestern schon die ersten Knospen geöffnet. Spätestens am nächsten Wochenende dürfte sie in voller Blüte stehen. Wenn man in unserem Blog nach 'Magnolie' sucht kann man übrigens einen interessanten Vergleich mit den Blühzeiten in früheren Jahren ziehen. Wir sind in diesem Jahr wirklich spät dran.

Samstag, 20. April 2013

Elisabeths Geschichten: Der Mittelspecht

E. Brune © H. Brune
In diesem Winter hielt sich zum ersten Mal ein Buntspecht dauerhaft in unserem Garten auf, als häufiger Gast an unseren Futterstellen. Ein sogenannter Mittelspecht. Er liegt in seiner Größe zwischen den kleinsten und grössten Spechten.

Ich war richtig stolz, als ich ihn am Futternetz erblickte. Minutenlang hing er da und holte mit seinem kräftigen Schnabel Brocken auf Brocken aus dem Netz heraus.

Der Mittelspecht gilt als stark gefährdet. Zum Überleben braucht er ein Netzwerk von Eichenwäldern,das er immer weniger vorfindet. Bei uns im Umkreis scheint er noch häufig vorzukommen. Immer wieder wird von ihm berichtet.

In unserem Garten gibt es einiges an Unterholz, an Büschen und Sträuchern, die zudem reichlich Beeren und Früchte tragen, die den Singvögeln als Nahrung dienen. Entsprechend viele gefiederte Gäste brauchen im Winter, bei Frost, Eis und Schnee, meine Unterstützung um überleben zu können.

Damit mir das Füttern nicht allzu sehr das Portemonnaie leert habe ich eine Spezial Futtermischung erdacht, die nahrhaft und leicht herzustellen ist: Ich nehme eine 1 kg schwere Stange Frittierfett, erhitze diese in einem großen Topf bis alles Fett geschmolzen ist und rühre 4 Tüten Haferflocken a 500 Gramm unter.

Nach dem Erkalten der Masse gebe ich einen Teil in unsere beiden Futterhäuschen, mit dem Rest fülle ich leere Zitronen- oder Zwiebelnetze und hänge sie in die Bäume. Zweimal diese Menge verfüttere ich innerhalb einer Woche und das, obwohl die Vögel auch am Cafe und oben im Haus auf dem Balkon gefüttert werden.

An so ein Netz hängt sich der Mittelspecht. Dabei fliegt er das Netz nicht direkt an, sondern läuft blitzschnell den Baumstamm in Spiralen hoch, bis er am Netz angelangt ist. Zeitweise waren sogar zwei Spechte vor Ort. Nun hoffe ich, dass es ein Pärchen ist und dass sie bei uns im Garten brüten und kleine Spechtkinder großziehen.