Freitag, 23. Oktober 2009

Die neue Landlust ist im Laden

Ab sofort gibt es die November/Dezember Ausgabe der Landlust in unserem Laden. Sie ist thematisch schon weitgehend auf den Spätherbst und Winter sowie das sich bereits am Ereignishorizont abzeichnende Weihnachtsfest abgestimmt. Das Titelblatt zeigt einen prächtigen Kaltblüter bei Holzrückarbeiten. Weihnachtsgeschenke © H. BruneAuf dieser Landlustseite werden die einzelnen Themen kurz angerissen. 

Apropos Weihnachten: Es gibt bereits die ersten Weihnachtsartikel im Laden. Zum Beispiel die Gildeengel.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Halloween und Kürbis(rezepte)

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es den Abend vor Allerheiligen, der in den letzten Jahren eine ganz neue Bedeutung bekommen hat:

Halloween und Kürbis – Sie gehören einfach zusammen. Aus Amerika vor Jahren zu uns herübergekommen hat es sich inzwischen fest eingebürgert und besonders die Kinder haben E. Brune © H. BruneSpaß daran, lustige Gesichter oder Fratzen in die ausgehöhlten Kürbisse zu schneiden.

In meiner Kindheit gab es Kürbisse nicht, zumindest nicht in meinem Umkreis, kurz nach dem 2. Weltkrieg geboren, lernte ich sie erst später kennen. Die auf den Höfen untergebrachten Heimatvertriebenen pachteten etwas Land und bauten sie an.

Aber auf dem Lande aufgewachsen, hatten auch wir Ideen, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Wir suchten vom Feld die allerdicksten Runkelrüben und höhlten dies mit Hilfe eines Löffels aus, vorher entfernten wir mit einem scharfen Messen oben die Blätter und unten die Wurzeln. Die Schnitzelchen und Blätter bekamen die Kühe zu fressen.

Aus dem ausgehobenen Kürbisfleisch dagegen lassen sich für uns leckere Speisen zubereiten:

Rezept für Kürbissuppe

Kürbisfleisch würfeln

1 Zwiebel schälen, fein hacken, zusammen mit einem Esslöffel Butter andünsten

1/2 Liter Gemüsebrühe zugeben, den Kürbis garen und pürieren

Mit Salz, Zucker, Essig und Pfeffer abschmecken

Ein Schuss süße Sahne und 2 Esslöffel gehackter Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie runden den Geschmack ab

Die Suppe wieder erhitzen und mit gerösteten Weißbrotwürfeln servieren

Pesto aus Kürbiskernen

Auch die Kürbiskerne müssen nicht weggeworfen werden. Sie können sich in ein gesundes Pesto verwandeln:

125 gr Kürbiskerne

2 Knoblauchzehen

1 Teil mittelscharfer Senf

125 gr Kürbiskern- oder Olivenöl

Alle Zutaten im Mixer zu einer feinen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Gläser füllen und verschließen. Pesto hält sich länger, wenn über der Masse eine Ölschicht schwimmt.

Einige Beispiele für wahrhaft furchterregende Kürbisschnitzereien kann man sich auf Home-Designing.com ansehen (in Englisch) . Dort sind auch wunderbar die aktuellen Einflüsse der Pop- und Internetkultur zu sehen: selbst der berüchtigte Twitter ‘Failwhale’ hat seinen Kürbis bekommen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

16.11.2009: VHS Veranstaltung ‘Diabetes – was kann ich tun?’ im Café im Kräutergarten

Am Montag, dem 16.11.2009, findet im Café im © Petra LinnenbrüggerKräutergarten die letzte Veranstaltung zu Gesundheitsthemen im Jahr 2009 mit Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger statt. Bei dieser Veranstaltung der Volkshochschule (VHS) wird es um das Thema

‘Diabetes – was kann ich tun’

gehen. Aus der Kursbeschreibung der VHS stammt folgender Text:

Was bringt den Stoffwechsel so aus dem Gleichgewicht, dass er mit Übergewicht, Diabetes mellitus, Gicht u. ä. Erkrankungen reagiert? Welchen Einfluss kann der Patient selbst nehmen mit Bewegung, Ernährungs- und Trinkgewohnheiten, um dem Kreislauf von Übergewicht und Erkrankung zu entkommen und welche Hilfe kann die Behandlung mit Heilpflanzenessenzen, Schüssler-Salzen, Vitaminen und Mineralien bieten?

Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung erfolgt über die VHS. Eine Telefonnummer sowie die genauen Kosten und Organisationshinweise finden Sie in dieser Seite der VHS zum Kurs.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Jetzt ist Zorro schon vier Jahre im Café!

Jetzt sind schon vier Jahre vergangen seit wir unseren Caféhund Zorro aus dem Bergischen zu uns geholt haben. Ganze acht Wochen war er damals alt. Zu diesem Jubiläum zeigen wir einen kleinen Film, der wenige Wochen später von dem kleinen Rabauken aufgenommen wurde. Schon als kleiner Mops hatte er es faustdick hinter den Ohren:

Ach ja: wenn Sie noch ein anderes Filmchen mit dem kleinen Pummel sehen möchten: Im letzten Jahr hatten wir zu seinem Dreijährigen den allerersten Film gezeigt, den wir mit Zorro drehten.

Montag, 19. Oktober 2009

Auf den Silberpfaden des Herbstes

Eines der Dinge, die den Herbst unter allen Jahreszeiten so einmalig machen, sind die unzählbar vielen Spinnenweben, Spinnenweben auf Wiese © H. Brune die in dieser Zeit geradezu allgegenwärtig sind.

Besonders beeindruckend ist es immer wieder zu sehen mit welcher Geschwindigkeit die kleinen Weberinnen frisch gemähte Wiesen und sogar die reine Erde neu bestellter Äcker mit ihren Silberfäden überziehen. Oft scheint nur eine Nacht notwendig zu sein um viele Hektar einzuhüllen.

Dieses Bild haben wir gestern Nachmittag gemacht, nachdem die Sonne den Hochnebel endlich vertrieben hatte. Es zeigt eine Wiese, die erst vor einigen Tagen gemäht wurde. Das Licht der tief stehenden Sonne spiegelt sich in unzähligen Spinnenweben, die von Grashalm zu Grashalm gespannt wurden. Sieht es nicht aus wie ein silberner Pfad, der direkt in die Sonne führt? Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Ein neues Rosenbeet für unseren wühlmausverseuchten Garten

Gestern haben wir mal wieder ein weiteres Rosenbeet in unserem Garten angelegt. Da über die umliegenden Wiesen leider immer wiederDas Werkzeug © H. Brune Wühlmäuse einwandern, die auch vor den Wurzeln der Edelrosen nicht halt machen, müssen wir eine solche Neupflanzung immer etwas aufwendiger gestalten. Da es vielleicht auch andere interessiert, wie wir dabei vorgegangen sind, wollen wir die einzelnen Schritte in diesem Blogeintrag beschreiben. Unser Hund Zorro wird uns dabei begleiten.

Phase 1 – Die Vorbereitungen: Beet ausmessen und anzeichnen

Damit wir beim eigentlichen Ausheben des Beets ungebremst den Spaten schwingen können, Beet anzeichnen © H. Bruneohne dass dabei das Beet Formen und Ausdehnungen annimmt, die so nie geplant waren, lohnt es sich ein paar Minuten in das Ausmessen und Anzeichnen zu investieren.

In unserem Fall soll das Beet kreisrund werden und genau zwei Meter im Durchmesser haben. Wir brauchen also einen Zollstock und legen ihn auf den Rasen. Den Beetumriss zeichnen wir mit etwas Mehl ins Gras. Auch die Rosen, in unserem Fall sind es 10, können schon einmal Probeliegen, damit wir überprüfen können, ob das wohl alles so hinhaut.

Schritt 2 – Die Knochenarbeit: Grassoden entfernen und Tiefenlockerung

Nach diesem Vorbereitungsschritt geht es an die harte Arbeit: Da unser Beet in die Rasenfläche integriert ist müssen Wühlender Hund © H. Brune zunächst die Grassoden entfernt werden. Das Werkzeug haben wir schon herangeschafft: einen ordentlichen Spaten, eine Schubkarre und eine Forke. Wozu die Forke? Dazu kommen wir gleich.

Zunächst stechen wir mit dem Spaten entlang der angezeichneten Beetgrenzen den Rasen ein. Innerhalb dieser Grenzen können wir uns dann im Weiteren austoben. Und falls man einen Hundegehilfen hat wie wir, so kann dieser schon einmal entlang dieser Linie anfangen uns zu ‘unterstützen’.Fertig ausgehobenes Beet © H. Brune

Wir hingegen nehmen den Spaten und stechen die Grassoden aus. Und nun kommt die Forke ins Spiel: damit wir nicht den ganzen guten Mutterboden verlieren (und auch nicht so viel Wegkarren müssen) verwenden wir die Forke um von den Soden die Erde abzuschütteln. Meist gelingt dies gut und es bleibt nur eine Halm- und Wurzelmasse übrig, die in die Schubkarre kommt. Für unser 2-Meter-Beet mussten wir so nur 2 Karren voll Aushub abfahren.

Nachdem das Gras entfernt ist stechen wir die gesamte Fläche noch einmal spatentief um, damit der Boden schön locker wird. Ein merkwürdiger Effekt ist dabei, dass man danach fast immer einen kleinen Erdhügel in seinem neuen Beet zu haben scheint, obwohl doch Material entfernt wurde.

Phase 3 – Die Feinarbeit: Löcher für die Rosen ausheben

In das so wunderbar vorbereitete neue Beet können wir nun bereits die Löcher für die zu pflanzenden Rosen graben.Pflanzlöcher © H. Brune Wir machen dabei im ersten Durchgang nur kleine Mulden, die sich leicht wieder zuschütten lassen, falls unser Augenmaß noch nicht perfekt war. Erst wenn alles passt werden die richtigen Löcher ausgehoben.

In unserem Fall haben wir einen Ring von 8 gleichmäßig verteilten Pflanzstellen gegraben und die verbleibenden beiden Rosen in der Mitte positioniert. Die Löcher sind in unserem Fall etwas mehr als spatentief geworden.

Phase 4 – Der Wühlmausschutz: Maschendraht schneiden und platzieren

Bevor es an die eigentliche Pflanzung geht müssen wir nun, da wir den Wühlmäusen ihr Futter nicht gönnen,Hund mit Handschuh © H. Brune uns um den Schutz der Rosenwurzeln kümmern. Dieser Schritt ist nicht wirklich kompliziert oder anstrengend, erfordert aber etwas Geduld und braucht seine Zeit. Ganz wichtig sind dabei ein paar Arbeitshandschuhe (die man sich vom Hundegehilfen nicht stehlen lassen darf).

Der Wurzelschutz besteht aus einem selbst gefertigten Drahtnetz. Dazu nehmen wir Maschendraht, den man bei der Genossenschaft kaufen kann. Er wird dort als Kükendraht bezeichnet. Wichtig ist, dass die Maschen nicht zu groß sind. Bei uns waren es ca. 10mm, wobei die Maschen sechseckig sind. Der Draht ist auf einer Rolle und wir müssen nun Stücke davon abschneiden. Das ist der Teil, der die meiste Zeit kostet. Wir nehmen eine Kneifzange und müssen nun die vielen kleinen Maschen durchtrennen.Einbringen des Wurzelschutzes © H. Brune

Wenn wir endlich unsere viereckigen Drahtstücke haben geht es wieder zum Beet und die Drahtrechtecke müssen in die schon gegrabenen Löcher eingepasst werden. Man kann hier einfach den Draht auf das entsprechende Loch legen und dann mit den Spaten hineindrücken. Da dabei immer etwas Erde mit hinein fällt ist es gut, wenn man die Löcher schon etwas tiefer als eigentlich notwendig gegraben hat. Mit etwas Geschick kann man allein mit dem Spaten den Draht so im Pflanzloch positionieren, dass er nach alle Seiten dicht ist. Das ist wichtig, da die Wühlmäuse jede Lücke finden werden.

Phase 5: Jetzt wird endlich gepflanzt

Nun sind wir fast am Ziel und es kommt der Teil, wo wir die Berührung mit der Erde, die wir vermeiden konnten, Rosenpflanzung © H. Brune suchen müssen. Im Beet haben wir nun 10 Pflanzlöcher, alle mit selbstgefertigten Drahtkörben ausgestattet. In jeden Korb kommt nun eine Rose, deren Wurzeln wir vorher etwas getrimmt haben.

Um die Rosenwurzeln geben wir so viel Erde, dass der Korb ca. zu 3/4 ausgefüllt ist und biegen dann den Maschendraht so, dass er die Wurzeln auch von oben schützt. Im Idealfall bildet der Maschendraht am Ende einen Ball, der die Wurzel komplett umgibt und aus dem oben nur die Rosentriebe herausragen.

Zum Abschluss bedecken wir den Korb noch von Außen mit Erde, so dass kein Teil mehr zu sehen ist. Um die Fertige Pflanzung © H. Brune unvermeidlichen Luftlöcher zu schließen sollte dann noch etwas Wasser auf die frischen Pflanzungen gegeben werden, selbst wenn es wie im Moment eigentlich nass genug ist.

Damit sind wir fertig! Und können mit gutem Grund annehmen, dass es den Wühlmäusen nicht gelingen wird, unsere mit viel Mühe angelegte neue Rosenpflanzung zu stören.

Und welche Rosen wir gepflanzt haben? Das wird mal wieder noch nicht verraten. Wir wollen ja auch im nächsten Jahr noch etwas haben, über das wir in unserem Blog schreiben können.

Samstag, 17. Oktober 2009

Der Oldendorfer Bauernladen unterwegs – Kloster Dalheim

An diesem Wochenende finden Sie unseren Oldendorfer Bauernladen auf dem Herbstmarkt des Kloster Dalheim. Dort bieten wir insbesondere unser Steinofenbrot und den westfälischen Kastenpickert an.

Das Kloster Dalheim gehört zur Stadt Lichtenau, liegt am südlichen Rande des Eggegebirges und hat sogar einen eigenen Eintrag in der Wikipedia. Weitere Informationen zur Anreise, zu den Öffnungszeiten und den Eintrittskosten finden Sie auf der Internetseite des LWL.

Freitag, 16. Oktober 2009

Der Apfel in seiner schönsten Form – Bratapfelnachmittage vor dem Kachelofen

Passend zur Jahreszeit bieten wir jetzt wieder für Gruppen Bratapfelveranstaltungen am Nachmittag oder Abend in unserem Café an. Wir heizen unseren Kachelofen ein und reichen leckeren Gewürzkuchen zu den Äpfeln.Äpfel © H. Brune

Rufen Sie uns an für weitere Informationen und Terminvereinbarungen: Kontakt. Und lesen Sie vorher Elisabeths Gartengeschichte über Bratäpfel.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia)

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es um eine unangenehme Überraschung, die uns das Füttern der Singvögel im Winter beschert hat:

Ambrosia - Der Neubürger in unseren Gärten, noch wenig verbreitet, man hört und liest von ihm, aber fühlt sich nicht betroffen. E. Brune © H. BruneDoch plötzlich ist er da, er unerwünschte Gast.

Ich kannte ihn nicht und achtete nicht auf ihn. Warum sollte er sich ausgerechnet bei uns ansiedeln. So dachte ich.

Doch so nach und nach erhebt sich aus einem der Blumenkübel ein anmutiges Gewächs, wird größer und immer größer und beginnt Blütenrispen auszubilden.

“Kerstin, was hast Du denn da für eine schöne Pflanze gesetzt?” - “Die habe ich nicht gepflanzt, sie ist von selbst gewachsen.” -  “Sie ist von selbst gewachsen?”

Ich werde hellhörig. Dieser Topf stand doch in der Nähe des Vogelfutterhäuschens, den ganzen Winter über. Ich nehme die Pflanze genauer in Augenschein. Sie hat Ähnlichkeit mit unserem heimischen Beifußkraut, ist es aber nicht.

Nun wird Henning beauftragt in seinen Die Pflanze am Vogelhäuschen © H. BrunePflanzenbüchern nachzuschlagen. Aber sie ist nicht aufgeführt. Aufgeführt sind nur heimische Pflanzen.

Eine Ausgabe des ‘LSV kompakt – Magazin für Sicherheit und Gesundheit’ bestätigt dann aber meinen bereits gehegten Verdacht, dass sich bei der inzwischen mehr als einen Meter hohen Pflanze um die Beifuß-Ambrosie handelt.

Die Ambrosia, wie sie auch genannt wird, ist einer der sogenannten Neophyten, eine Neu-Pflanze in unserer heimischen Natur und eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen, da sie als einer der stärksten bekannten Allergieauslöser gilt.

Ich mache kurzen Prozess und entsorge sie, bevor sie Samen bilden kann.

Weitere Informationsquellen zur Ambrosia sind neben der Wikipedia auch die InfoPage Beifuß-Ambrosie. Dort gibt es auch eine besondere Seite zu Untersuchungen von Vogelfutter auf Verunreinigungen mit Ambrosiasaat.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Im Sauerland ist der Herbst schon weiter

Bei unserem gestrigen Kurztripp ins Sauerland bei Warstein konnten wir die Zeit auch für Spaziergänge durch den Wald in Warstein © H. Brune weitläufigen Naturpark Arnsberger Wald nutzen. Und nach unserem Eindruck ist der Herbst dort schon ein Stückchen weiter fortgeschritten als in unserem Teutoburger Wald. Im Bild sieht man zum Beispiel Winterlinden, die schon komplett gelb verfärbt sind. Auch die Ahornbäume, Haseln und viele Sträucher haben bereits buntes Laub. Aber bald ist es bei uns bestimmt auch so weit, vor allem mit den jetzigen Frostnächten.

Montag, 12. Oktober 2009

Ein neues Bilderrätsel

Nachdem unser letztes Gartenbilderrätsel offenbar  zu schwierig war möchten wir es diesmal mit einem BildBilderrätsel © H. Brune versuchen, dass vielleicht nicht ganz so selten ist.

In dem Bild sehen Sie einen Ausschnitt einer Pflanze, über die wir auch in den letzten Wochen in unserem Blog berichtet haben. Wenn Sie Lust haben es zu Raten, schicken Sie uns die Antwort als Kommentar im Blog, über Twitter oder per eMail. Oder kommen Sie vorbei. Wir freuen uns:)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Der Sinn des (Insekten-)Lebens

Obwohl man vielleicht erwarten könnte, dass mit dem Einbruch des schlechten Herbstwetters ein Verschwinden all der lästigen Insekten einher gehen würde Langer Heinrich mit im Spinnennetz gefangenen Blattläusen H. Brune (sozusagen als kleine Kompensation) konnte wir in den gestrigen Regenpausen ein reges Treiben der kleinen geflügelten Plagegeister in unserem Garten beobachten. Neben einigen Mückenschwärmen scheint auch noch einmal eine neue (letzte?) Generation von Blattläusen auszuschwärmen.

Angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit und dem schlechter werdenden Wetter fragt man sich unwillkürlich, warum die Natur so handelt? Werden doch die Blattläuse wohl unweigerlich verhungern, da die Pflanzen kaum noch neue Triebe bilden, an denen sich die kleinen Parasiten nähren könnten (nicht das wir ihnen das nicht gönnen würden, nachdem sie auch in diesem Jahr unseren Rosen wieder sehr zugesetzt haben).

Oder ist die letzte Blattlausgeneration selbst nur Futter, und sichert einigen der sich im Altweibersommer explosionsartig vermehrenden Spinnen noch ein kurzes Überleben? Wenn man sich unseren Langen Heinrich so ansieht kann man jedenfalls auf diese Idee kommen. Die Blüten des Heinrichs scheinen sich sehr gut für den Bau von kleinen Netzen zu eignen (siehe unsere Blogmeldung zum tanzenden Tau vom letzten Jahr) und gestern hat die sich hinter den Blütenblättern versteckende Weberin reiche Beute gemacht.

Samstag, 10. Oktober 2009

Sonnenblumen und Bienen

Vor ca. 2 Wochen hatten wir in unserem Blog von der Rückkehr der Sonnenblumen berichtet, die jetzt auf vielen Äckern als Zwischenfrüchte wachsen.Bienen und Sonnenblumen © H. Brune Gestern kamen wir noch einmal bei schönstem Herbstwetter an dem gleichen Acker an den Hängen des Teutoburger Waldes vorbei.

Zwar hatten die Sonnenblumen ganz offensichtlich auch unter dem schweren Regen gelitten (siehe z. B. die entsprechende Meldung des Mindener Tageblatts) und wirkten im wahrsten Sinne des Wortes etwas geknickt, aber trotzdem machten sie ihrem Namen ‘Sonnen’blume alle Ehre.

Seit unserem letzten Besuch hat ein Imker einige Kisten mit Bienenschwärmen an den Ackerrand gestellt. Bei der Bemalung der Kisten hat man sich offenbar von farbenfrohen Blüten inspirieren lassen und um die Einfluglöcher herum wurde noch ein besonderer Farbkreis gemalt. Ob das den Bienen die Rückkehr erleichtern soll?

Die Honigsammlerinnen waren jedenfalls gestern sehr aktiv und an den Bienenstöcken herrschte reger Verkehr. Auf den Sonnenblumenblüten sah man manchmal dick mit gelben Pollen bestäubte Vertreterinnen, die sich den Nektar friedlich mit einigen viel größeren Hummeln und letzten Schmetterlingen wie den Tagpfauenaugen teilten.

Heute hingegen werden die Bienen wohl nicht fliegen können: zu kalt, grau und regnerisch ist es jetzt. Wer mehr über die Honigbiene erfahren möchte, dem sei der sehr umfangreiche Artikel in der Wikipedia über die Westliche Honigbiene ans Herz gelegt.

Freitag, 9. Oktober 2009

Die Clematis Puschel

Auch die späten Sorten der Clematis (Waldrebe) verblühen allmählich, übrig bleiben die Samenstände, Clematis © H. Brune die bei einigen Sorten wie wild zerwuschelte Haarschöpfe aussehen.

In unserem Garten gibt es neben den Hortensien und Silbertalern eigentlich nicht viele andere Pflanzen, die nach dem Verblühen einen so interessanten Anblick bieten.

Leider kann man die Samen nicht gut in Trockengestecken oder ähnlichem verwenden, da sie schnell zerfallen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichte: Mit Kastanien, Eicheln und Bucheckern basteln

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Für die heutige Geschichte hat sie sich davon inspirieren lassen, das unsere kleine Blogmeldung ‘Basteln mit Kastanien’ zur Zeit unser beliebtester Bloginhalt ist:

Jetzt fallen sie wieder von den Bäumen,die glänzenden Kastanien, die braunen Bucheckern und die gelblichen Eicheln, mit allen lässt sich herrlich basteln. Tierfiguren zum Beispiel:

E. Brune © H. BruneMit einem spitzen Gegenstand Löcher in die Kastanien bohren, so dass ein Streichholz hinein passt. Streichhölzer oder Zahnstocher sind die Verbindungsteile. Wir brauchen sie um Figuren zu basteln. Eine andere Möglichkeit ist, die Früchte mit einer Heißklebepistole aneinander zu kleben. Hier einige Bastelvorschläge:

Basteln mit Kastanien © E. Brune

Auch Bucheckern gibt es in diesem Jahr reichlich. Früher wurden sie gesammelt, zur Ölmühle gebracht und Öl daraus gepresst. Man kann die harte Schale mit den Fingern abknibbeln und den schmackhaften Kern verspeisen. Mit den Bucheckernhülsen, holzige blütenähnliche Teile, lassen sich dekorative Kränze stecken oder kleben. Im Bastelgeschäft Unterlagen besorgen. Diese Kränze halten jahrelang.

Auf dem Lande aufgewachsen, sind mir Kastanienbäume von Kindheit an vertraut. Die mächtigen Baumriesen erregten meine Bewunderung und ich liebe noch heute die weißen Blütenlichter, mit denen sie  sich im Frühjahr schmücken. Für mich waren sie immer etwas Besonderes und so habe ich sie später in meinen Garten geholt. Vier Bäume vor gut 30 Jahren gepflanzt, sind prächtig gewachsen und stehen direkt neben dem Café.

Es gibt Kastanienbäume mit roten Blütenständen, die Esskastanien. Geheimnisvolle Bäume für uns Kinder, denn in unseren Breiten sind sie weitgehend unbekannt, in Süddeutschland dagegen häufiger zu finden.

Die Eltern einer Mitschülerin besaßen nun einen dieser geheimnisvollen Bäume und sie brachte gelegentlich eine Handvoll Esskastanien mit in die Schule. Wir anderen standen stauend darum herum. Einmal bekam ich eine geschenkt. Was für eine Kostbarkeit, bis heute unvergessen.

PS: Es liegen noch Kastanien und Bucheckern unter den Bäumen, wer möchte darf sie aufsammeln.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Im Herbst fallen nicht nur die Nüsse und Kastanien

Neben den Walnüssen und Kastanien fallen nun auch noch andere Dinge von den Bäumen, und zwar Vogelnester! Von den jetzt einsetzenden Herbststürmen aus den Ästen geschüttelt und am Boden weitergerollt finden wir sie morgens manchmal direktVogelnest © H. Brune vor der Haustür oder dem Café. So wie dieses Nest.

Während man sich normalerweise von Nestern fernhält hat man nun eine schöne Gelegenheit sich die Baukünste der Singvögel einmal im Detail anzusehen. Singvogelnester sind meist viel kunstvoller als die einfachen Aststapel, auf welchen etwa Tauben ihre Eier ablegen (manchmal vergebens).

Besonders interessant ist es immer wieder zu sehen, was alles für den Nestbau verwendet wird. Normal ist es auf unserem Bauernhof, dass viele lange Haare von den Kühen und Pferden verwendet werden. In diesem Fall hat der Vogel (den wir leider nicht bestimmen können) aber in den Nestrand auch eine Hortensienblüten vom vergangenen Jahr eingewebt. Dazu kommen Moos zur Polsterung und viele kleine Äste, die zu einem Kranz geflochten wurden. Mal sehen, ob wir noch weitere kleine Kunstwerke finden werden….

Dienstag, 6. Oktober 2009

Die Astern fühlen sich wohl

Trotz des schwindenden Sommers scheinen sich die Herbstastern weiter sehr wohl zu fühlen.Astern im Herbst © H. Brune Die bis zu eineinhalb Meter hohen Pflanzen öffnen munter immer neue weiße Blüten und bieten insbesondere den Bienen noch eine späte Nahrungsquelle im Garten.

Auf Hof und Garten wachsen sie bei uns an mehreren Stellen, so z. B. in dem Rosenbeet an der Einfahrt neben Rose de Resht, The Fairy und Gertrude Jekyll. Insbesondere mit der immer noch blühenden und etwas langsam wuchernden Rose ‘The Fairy’ haben sich dort die Astern verquickt. An einigen Stellen sieht man jetzt die rosa Rosenblüten zwischen den weißen Asternblüten hervorschauen. Vielleicht reichen sie sich die Hand, für die Übergabe vom Sommer zum Herbst?

Montag, 5. Oktober 2009

Der erste Frost nach dem Sommer

Der heutige Morgenspaziergang mit unserem Hund Zorro bot eine Überraschung: Den ersten Frost auf den Gräsern.

Als wir um 6 Uhr das warme  Haus verließen war die Sonne hinter dem Teutoburger Wald noch nicht einmal mit einer zarten Röte zu sehen. Statt dessen traten wir hinaus in eine helle und sternenklare Vollmondnacht. Die Kälte und die Klarheit der Nacht erweckten bereits wieder eine Art Sehnsucht Frost auf Mais © H. Brunenach frostigen Winternächten, in denen die Sterne über dem Schnee blinken.

Im Laufe unserer ca. einstündigen Runde stieg dann aber die Sonne so weit empor, dass der Mond wieder ganz klein und blass wurde und von den Sternen nur mehr der Morgenstern zu sehen war. Am Ende unseres Gangs waren wir nun in der nahen Thielheide, die sich in den letzten Jahren immer wieder als eine Art ‘Kälteloch’ erwiesen hat. Und hier sahen wir tatsächlich die kahlen Maisäcker wie auch die hohen Gräser der Wildflächen dick mit Reif überzogen.

Im Bild oben sieht man einige Maispflanzen, die dem Feldhäcksler offenbar entgangen und nun den Fasanen eine willkommene Speise sind. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern, dann sehen Sie die kleinen Eisstäbchen, die sich über die Blätter ziehen.

Aber eine der schönen Seiten des Spätsommers bzw. des Herbstes ist es ja, dass man morgens durch Eis stapfen, aber am Nachmittag mit einem Kaffee noch draußen in der Sonne sitzen kann:)

Samstag, 3. Oktober 2009

Stadtführungen mit dem Rad im Borgholzhausener Umland

Gästen unseres Cafés bieten wir ab sofort als Service die Möglichkeit an, über uns eine Führung per Rad im Borgholzhausener Umland zu buchen. Ansichten aus Borgholzhausen © H. Brune Unsere Heimatstadt am und im Teutoburger Wald hat viele interessante Ort auch außerhalb des Stadtkerns, die Sie bei dieser Radwanderung kennen lernen werden. Start der Stadt-, bzw. in diesem Fall eher Landführung, ist der Bahnhof Borgholzhausen. An der Route der ca. 2.5 Stunden langen Tour liegen u. a. eine Wassermühle, ein Schloss und der sogn. ‘Salzpütt’. Die Tour endet mit der Einkehr in unserem Café im Kräutergarten, welches nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt liegt.

Alle Daten, wie Sie uns erreichen können, finden Sie in unserer Kontaktseite. Dort finden Sie auch Hinweise zur Anreise mit der Bahn, bitte beachten Sie insbesondere die Hinweise des Bahnunternehmens zur Mitnahme von Fahrrädern.

Freitag, 2. Oktober 2009

Eine reiche Walnussernte bringt der Herbst

Nachdem schon die Kastanien begonnen haben unseren Caféparkplatz mit ihren Früchten zu beregnen hat auch der WalnussbaumWalnuss © H. Brune in den letzten Tagen begonnen seine Last abzuwerfen. Nach ersten einzelnen Nüssen, die oft noch den Autoreifen zermalmt wurden, fallen jetzt richtige Mengen, so dass wir schon ein paar Körbchen voll auf den Kachelofen zum Trocken stellen konnten.

Nach unserem Eindruck fällt die Walnussernte in diesem Jahr recht gut aus. Unser jetzt ca. 25 jähriger Baum scheint die Trockenheit gut überstanden zu haben, auch wenn der Anteil kleiner Nüsse möglicherweise etwas größer ist als in früheren Jahren. Unser Eichhörchenbesucher hat sich übrigens nicht wieder eingestellt, dabei stehen neben der Walnuss auch noch 3 große Haselnusssträucher, die ebenfalls reif und reich besetzt sind.

Im Laufe der Zeit haben wir für das Café einige Rezepte mit Walnüssen gesammelt, damit wir unsere Früchte nutzen  können. Auch wenn diese Torten nicht zu unserem Standardrepertoire gehören sind doch einige Überraschungserfolge darunter: so wurde im Sommer die eher säuerliche Walnuss-Schmand-Torte von vielen unserer Gäste sehr gelobt. Wenn nur das Knacken der Nüsse nicht so mühselig wäre….