Aber trotzdem: am nächsten Wochenende soll doch bitte wieder die Sonne scheinen:)
Hier finden Sie Neuigkeiten und Infos zum Hof Brune und dem Café im Kräutergarten in Borgholzhausen. Die Homepage befindet sich hier: http://www.hof-brune.de
Montag, 16. August 2010
Die große Wäsche
Aber trotzdem: am nächsten Wochenende soll doch bitte wieder die Sonne scheinen:)
Sonntag, 15. August 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Sommerregen
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. Diese Geschichte ist schon vor ein paar Wochen entstanden, passt aber gut zum heute angekündigten Regenwetter:
15mm hat es geregnet in der letzten Nacht. Dadurch sind die Pflanzen trotz hoher Temperaturen erst Mal für eine Woche mit Wasser versorgt. Trotz Unwetterwarnung für den hiesigen Bereich muss der Regen sehr sanft und ruhig
gefallen seien. Denn ich wurde von ihm nicht geweckt. Unsere Nachbarorte kamen nicht so glimpflich davon.
Im Garten blieben alle Blumen aufrecht stehen. Die großblättrigen Iris, die zur Zeit mit ihren schweren Blütenkronen regelrecht protzen, hatte ich vorsorglich an feste Stäbe gebunden, so geschah ihnen nichts. Auf der Landpartie des Schlosses Bückeburg 2010 verlangte der ausstellende Gärtner 20 Euro
für ein solches Prachtexemplar mit nur einer Blüte.Die kleinen Vogeltränken in den Beeten füllte der Regen bis zum Überlaufen. Die Kohlmeisen entdeckten sie am frühen Morgen sofort und nahmen ein ausgiebiges Bad. Sie spritzten und plantschten derart, das Wassertropfen, im Sonnenlicht aufspritzend, nach allen
Seiten stoben.![]()
Ein Bild von Lebensfreude pur.
Vor ein paar Jahren las ich einen Bericht über wissenschaftliche Untersuchungen, in denen Tieren die Fähigkeit zu Gefühlen abgesprochen wurde. Diese Wissenschaftler hätten nur einmal unsere fröhlichen Meisen sehen sollen, sie wären auf der Stelle eines Besseren belehrt worden. Nach ihrem Bad starteten sie mit noch unordentlichen Federkleid, voller Tatendrang, in den Morgen zu ihrem Blattlausfrühstück.
Donnerstag, 12. August 2010
Nachtschwärmer
Es ist immer wieder spannend mit der Kamera auch mal Nachts in den Garten zu gehen. Zum einen sehen die Blüten im Blitzlicht manchmal ganz anders aus als bei natürlichem Licht. Und man kann ungewöhnliche Gartengäste überraschen und beobachten:
Hier sieht man zum Beispiel einen Nachtschmetterling auf einer der Rosen an der Einfahrt. Um was für eine Art es sich dabei handelt konnten wir leider nicht bestimmen. Irgendwie sehen alle diese nachtaktiven Falter gleich aus, so lange sie ihre Flügel bedeckt halten:)
Montag, 9. August 2010
Hmmm, Himbeeren
Allmählich nähern wir uns wieder Jahreszeit, in welcher der Garten nicht nur Augenfreunden bietet sondern auch Gaumenschmaus. Zwar gab es schon Kirschen, aber die sind bei uns in diesem Jahr eher spärlich ausgefallen. Allerdings scheinen wir da nicht allein zu sein.
Nun kommen aber mit den Himbeeren wieder leckere rote Früchte ins Ernteeimerchen. Der gerade fallende Regen hilft ihnen zwar nicht beim Gewinn der ersehnten Süße, aber er war trotzdem dringend notwendig.
Wenn es so bleibt und noch ein paar Tage Sonne gibt können wir am kommenden Wochenende bestimmt die ersten Himbeertorten machen:)
Samstag, 7. August 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Schmetterlinge sind Frühaufsteher
Es war an einem dieser sehr heißen Tage und Nächte, auf die noch heißere Tage folgten. Ende Juni war es, am sehr frühen Morgen, ich hatte schon eine gute Zeitlang wach gelegen. Ein früh diesen Tag bevorstehender Arzttermin beschäftigte mich.
In dem beginnenden Morgen drehte ich ohne Absicht meinen Kopf nach links und sah aus dem Fenster. Es wahr ganz windstill, trotzdem schwebte ein weißes Blütenblatt der New Dawn hoch durch die Luft. Nein, kein Blütenblatt flog da, ein weißer Schmetterling taumelte durch die Lüfte. Einen braunen hätte ich auf die Entfernung gar nicht gesehen.
Ich war verblüfft, sieht man die Schmetterlinge meistens erst in der Mittagssonne fliegen oder die Flügel auseinander geklappt, sich sonnen.
Aber um 5 Uhr morgens schon unterwegs zu sein, da schlafen die Blumen doch noch. Die Blumen, die Quellen seiner Nahrung, die Nektarspenderinnen. Aber vielleicht genügt es ihm ja fürs Erste, seinen Durst an einem Tautropfen zu stillen.
Ich hatte den Stift schon aus der Hand gelegt und das Blatt Papier bereits zur Seite geschoben, da kam mir ein Gedanke, sind Schmetterlinge nicht das Symbol des wiederkehrenden Lebens?
Mittwoch, 4. August 2010
Äpfel im Pelz
Vermutlich gibt es in jedem Café bestimmte Fragen, die immer wieder gestellt werden. Und damit meinen wir nicht die Frage welche Torten wir denn heute im Angebot haben. Diese Fragen sind vermutlich ein Teil des Charakters eines Ortes und gehören einfach dazu.
In unserem ersten Café war es zum Beispiel die Frage nach dem Stillen Örtchen, das eigentlich ganz einfach zu finden, ja geradezu offensichtlich war, aber trotzdem so oft gesucht wurde, dass die entsprechende Antwort unter den Angestellten schon eine Art running gag war.
Auch in unserem heutigen Café gibt es solche Fragen, manche davon sind sogar jahreszeitlich bedingt. Eine dieser Fragen hat nun wieder Saison und zwar die nach den merkwürdigen pelzigen Äpfeln an unserem Caféparkplatz:
Wir beantworten diese Frage jetzt und hier nicht. Wenn Sie die Antwort wissen möchten, so fragen Sie uns doch direkt vor Ort:)
Sonntag, 1. August 2010
Die Minze übernimmt
In bestimmten Beeten scheint es so zu sein, dass einzelne Pflanzen gerne mal die Regie übernehmen und alle anderen Blumen und Kräuter verdrängen wollen. Eines dieser Beete liegt direkt an der Caféterrasse. In diesem Jahr ist es mal wieder die Minze, die hier in verschiedenen Sorten wächst.
Vor einiger Zeit hatten wir schon einmal mit einer Minzflut zu kämpfen und waren daher vorgewarnt. Diesmal haben wir rechtzeitig einen Teil der Pflanzen entfernt. Der aus dem Blättern selbst hergestellt Tee hat sich in den letzten Jahren immer als sehr lecker und intensiv erwiesen.
Trotz unseres Jätens sind aber immer noch viele Minzepflanzen übrig geblieben, nicht ohne Grund setzen manche die Minze im Garten mit Giersch und anderen Wucherpflanzen gleich. Wir hingegen erfreuen uns an den zarten Blüten, die nun überall hervorkommen.
Donnerstag, 29. Juli 2010
Die Welt ist eine Kugeldistel
Wie in fast jedem Jahr beginnt die Blüte der Kugeldisteln jetzt gegen Ende Juli / Anfang August. Nun füllen sich die stacheligen Kugeln nach und nach von oben nach unten mit Blüten. Wie ein blauer Igel mit gesträubten Stacheln. Und wie in jedem Jahr ziehen sie am Tage große Zahlen von Hummeln und Bienen an.
Wenn die Hummeln so über die Blüten krabbeln und die Kugeln umrunden bekommt man manchmal den kurzen Eindruck von Weltreisenden, die in kürzester Zeit den Globus umrunden. Fast wie getriebene Geschäftsreisende, die hastig die Erde umfliegen. Aber dann wacht man wieder auf und ist in seinem Garten und alles ist entspannt und gut:)
Mittwoch, 28. Juli 2010
Nur zu Besuch
Am Wochenende gelangen uns ein paar unscharfe Bilder eines kleinen schnepfenartigen Vogels, der wir bisher nur beim erschreckten Auffliegen kurz zu Gesicht bekamen:
Der Vogel sitzt hier am Ufer unseres Feuerlöschteiches und ist eifrig – aber unauffällig – damit beschäftigt den Gewässerrand abzusuchen. Irgendwie ähnlich einer großen Bachstelze. Wenn er auffliegt sieht man die leuchtend weiße Unterseite:
Indem wir unsere Bestimmungsbücher und das in der Familie vorhandenen ornithologische Potential nutzten kamen wir zur Lösung: Es handelt sich hier um einen Flussuferläufer. Auch eine Nachfrage bei der Biologischen Station Bielefeld/Gütersloh bestätigte unsere Bestimmung.
Dieser Vogel ist offenbar gar nicht so selten, laut der Wikipedia und unseren Bestimmungsbüchern kommt er in ganz Mitteleuropa vor. Aber da er so unauffällig ist bekommt man ihn selten zu sehen, da ist sein markanter Ruf schon deutlich eher zu bemerken. Den Winter verbringt dieser Langzieher dann im Mittelmeerraum und in Afrika.
Montag, 26. Juli 2010
Die Heiligenhafenrose
Unter den Kastanien am Café zeigt jetzt eine Rose ihre Blüte, die uns besonders ans Herz gewachsen ist. Nicht weil sie zu den besonders spektakulären Sorten in unserem Garten zählt, sondern weil sie eine spezielle Geschichte hat:
Auch während unserer jährlichen Winterurlaube an der Ostsee im Städtchen Heiligenhafen müssen wir jeden Morgen früh mit dem Hund unsere Runden drehen. Oft landet man dabei an abgelegenen Stellen und auf Wegen, die die meisten Urlauber nicht finden. Diese Wege – oder eher Trampelpfade - sind dann auch nicht so geputzt und werden von den Einheimischen zum Beispiel für die Ablagerung ihrer Gartenabfälle genutzt.
Im tiefsten Winter stießen wir an einer solchen wilden Kompoststelle auf eine kleine blühende Rose. Was für ein Anblick die kleine rosa Knospe im Schnee bot. Da es sowieso unser letzter Urlaubstag war und wir nicht glaubten, dass das Röschen auf Dauer in seiner frostigen Umgebung würde überstehen können zogen wir es aus dem Boden, was ganz leicht und ohne Schäden an den feinen Wurzeln gelang.
Nach einer Reise von 400km bei uns angelangt haben wir es zunächst im Haus gelassen und dann im Frühjahr ausgepflanzt. Nun wächst die Heiligenhafenrose schon einige Jahre bei uns. Die ersten Jahre fiel sie weiterhin durch eine Blüte zu merkwürdigen Jahreszeiten auf. So also ob sie irgendwie aus dem natürlichen Takt geraten sei. Inzwischen hat sich das aber ausgeglichen.
Dienstag, 20. Juli 2010
Die nur in der Nacht blühenden
In unserem Garten – aber in noch größere Anzahl an den Wegesrändern – blühen in der Abenddämmerung die Nachtkerzen auf. Sie öffnen dabei ihre Blüten in erstaunlich kurzer Zeit. Die großen gelben Teller wirken so, als sei die Sonne nicht hinter dem Horizont verschwunden, sondern in vielen kleinen Abbildern auf die Stängel der Nachtkerzen gesprungen.
Der Wikipediaartikel zur Nachtkerze enthält einige interessante Dinge: So ist diese Pflanze gar kein einheimisches Gewächs, sondern wurde erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa eingeführt. Und während wir schon lange wussten, dass das Nachtkerzenöl hilfreich bei bestimmten Hauterkrankungen ist, waren wir noch nicht auf die Idee gekommen, dass man die dicken Wurzeln essen könnte. Ob sie wirklich so schmecken wie der alternative Name Schinkenwurz es nahelegt?
Donnerstag, 15. Juli 2010
Die Winden begrüßen den Morgen
Nicht nur der Mohn öffnet seine Blüten in den ersten Stunden nach Sonnenaufgang, auch bei den Ackerwinden kann man nun gut beobachten, wie sie auf Licht reagieren. In der Nacht schließen sie ihre Kelchblüten:
Aber nur eine Stunde nach Sonnenaufgang haben sie sich meist schon komplett geöffnet:
Überall kann man die Ackerwinden nun sehen, manchmal auch zusammen mit den noch deutlich größeren Zaunwinden. An den Ackerrändern ranken sie an den reifen Getreidehalmen empor. Bis dann der Mähdrescher kommt.
Samstag, 10. Juli 2010
Rosen, so viele Rosen
Trotz (oder wegen?) der großen Hitze ist unser Garten jetzt voll mit blühenden Edelrosen. Diese kleine Fotosammlung haben wir heute morgen geschossen, als es noch nicht so warm war:
Auch wenn die Blüten bei mehr als 30° oft schnell welk werden, so kommen doch immer wieder ganz schnell neue hinterher. Ein höchst erfreulicher Anblick. Und den Duft nicht zu vergessen!
Donnerstag, 8. Juli 2010
Der Geste neigt die Ähren
Wenn man heute durch die Getreidefelder wandert sieht man wie die Geste ihre Ähren immer tiefer hängen lässt. Das hat nichts mit der gestrigen Niederlage gegen Spanien zu tun: Die Gerste hat die Teigreife fast abgeschlossen und je weiter die Reifung fortschreitet, desto stärker knicken die Ähren:
Da für die kommenden Tage wieder große Hitze angesagt ist könnte es tatsächlich sein, dass wir die ersten Mähdrescher schon an diesem Wochenende dabei beobachten können, wie sie in enorme Staubwolken gehüllt über die gelben Äcker ziehen. Vor allem falls der Wetterbericht für die kommende Woche Regen und Gewitter vorhersagen sollte gibt es bestimmt viele Landwirte, die lieber etwas höhere Trockungskosten in Kauf nehmen an statt zu riskieren, dass die im Moment noch wunderbar aufrecht stehenden Getreidehalme nach einem schweren Regen wie platzgewalzt zurück bleiben.
Mittwoch, 7. Juli 2010
Jetzt stellen sich die Schmetterlinge ein
Bis vor wenigen Tagen hatten wir den Eindruck ein eher schmetterlingsarmes Jahr zu erleben. Allgemein schien es wenig Insekten zu geben, was in Bezug auf Fliegen und Mücken auch seine Vorteile hatte.
Mit der Hitzewelle der letzten Tage scheint sich dies aber sehr schnell zu normalisieren. Wir konnten zum Beispiel am vergangenen Wochenende erstmals wirklich viele Falter beobachten, wenn auch noch nicht in unserem Garten: Wie bereits schon früher bemerkt waren es insbesondere die wilden Kratzdisteln welche wie ein Magnet auf die Schmetterlinge zu wirken schienen. In wenigen Minuten konnten wir an einer einzigen Stelle gleich sechs verschiedene Arten beobachten und auch vor die Kameralinse bekommen:
Im Uhrzeigersinn sieht man hier einen Kohlweißling, einen Dickkopffalter (vermutlich ein Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter), ein Großes Ochsenauge, einen Kleinen Fuchs sowie einen Jakobskrautbären. In der Mitte schließlich thront ein Kleiner Feuerfalter auf einer Kamillenblüte.
Hoffentlich kommen die bunten Sommervögel bald auch in größeren Scharen zu uns in den Garten.
Montag, 5. Juli 2010
Marshmallows essen oder Eibisch bewundern
Im Bett an der Caféterrasse gedeiht der Eibisch auch in diesem Jahr wieder prächtig und hat inzwischen mehr als Hüfthöhe erreicht. Nicht mehr lange und er wird wieder seine typischen Malvenblüten zeigen, aber auch jetzt ist sein sattes leicht grau mattiertes Grün schon eine Augenweide.
Und wieder stellen wir uns wie in den vergangen Jahren die Frage, ob wir nun doch endlich einmal die Süßigkeit Marschmallow daraus herstellen sollen. Ob wohl unsere Kommentatorin vom vergangenen Jahr ihr Versprechen wahr gemacht und ein Eibischbeet angelegt hat?
Sonntag, 4. Juli 2010
Wo sind eigentlich die Phacelia Felder geblieben?
Erinnern Sie sich noch? So vor ca. 15 Jahren tauchten mit einem Male überall Äcker auf, die nach der Getreideernte mit tiefblauen Pflanzen bestellt wurden. Diese Pflanzen waren Phacelia. Sie wurden nicht geerntet, sondern sollten den Ackerboden verbessern - also als sogenannte Gründüngung dienen - und gleichzeitig das nachwachsende Unkraut im Zaum halten und über den Winter die Krume vor Erosion schützen.
Nun blüht die Phacelia in der Nähe unseres Hofe auf einem von den Jägern angelegten Wildacker und lockt alle möglichen Insekten an, hier im Bild sieht man eine Hummel, die schon vor Sonnenaufgang eifrig mit der Nahrungssuche befasst ist:
Erst bei diesem Anblick fiel uns ein, dass die blauen Felder ja schon seit vielen Jahren wieder verschwunden sind. Wir hatten uns bis dahin noch nie Gedanken gemacht, warum man sie nicht mehr sieht. Aber wozu hat man Familienmitglieder mit landwirtschaftlicher Fachausbildung, die einem eine solche Frage unmittelbar beantworten können?
Nach Auskunft unserer Expertin hat sich die Phacelia insbesondere deshalb nicht durchgesetzt, weil sie mit ihren eher dünnen Blättern das Unkraut wohl doch nicht richtig kurz halten konnte. Das schnelle Verschwinden nach wenigen Jahren ist wohl ein Zeichen dafür, dass diese Ansicht entweder an vielen Stellen gewonnen wurde, oder sie wurde sehr stark von den entsprechenden landwirtschaftlichen Beratern propagiert.
Schade eigentlich, der Anblick war im Spätsommer immer hochwillkommen, und die anderen Namen der Phacelia – Bienenweide und Bienenfreund – deuten auch auf ihre Bedeutung für die honigsammelnden Insekten hin.
Samstag, 3. Juli 2010
Manche Rose übertreibt
Beim morgendlichen Fotorundgang durch den Garten fiel uns heute ein großer abgeknickter Zweig an der Rose Moonlight auf. Offenbar hat es die Rose bei der Blütenbildung so sehr übertrieben, dass sie ihre eigene Last nicht mehr (er)tragen konnte. Und dabei stehen uns die angekündigten Unwetter doch noch bevor. Wir haben dann versucht das Beste daraus zu machen:
So haben wir wenigstens eine schöne Tischdeko, für die wir sonst unsere Rosen nicht so häufig opfern:)
Freitag, 2. Juli 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Kohlmeisen
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Geschichte geht es um die Singvögel, die unseren und andere Gärten bevölkern:
Im Sommer nehmen wir sie kaum wahr, die munteren Gesellen, die so fleißig unseren Garten von Raupen und Blattläusen befreien. Im Winter sehen wir sie leicht und oft.
Sie turnen im kahlen Geäst herum, suchen in den Fensternischen nach Spinnen und Käfern und bevölkern unsere Futterplätze. Im beginnenden Frühjahr machen uns ihre Zizibe - Zizibe Rufe darauf aufmerksam, das die kalte Jahreszeit bald vorbei ist.
Diese hübschen, nützlichen Vögel brauchen natürlich Nistplätze. Dabei scheuen sie auch nicht vor ungewöhnlichen Orten zurück. Christinas Mann hat hinter der Garage, an einem überdachten Platz, 4 Autoreifen mit Felgen übereinander gestapelt und gerade diese hielten die Meiseneltern für den idealen Nistplatz. Durch die Felgenöffnungen flogen sie hinein und bauten aus Moos, Halmen und Haaren ein kleines weiches Nestchen.
Es dauerte nicht lange und sieben Eier lagen im Versteck. Sieben Eier sind für eine kleine Vogelmutter ganz schön viel, um sie zu bebrüten. Nach der üblichen Brutzeit ertönte aus sieben Vogelbabykehlen der Schrei nach Futter. Dieses Schreien hörten nicht nur die Vogeleltern nein, es hörten auch die Katzen aus Nachbars Garten. In der Nacht kamen sie geschlichen und angelten mit langen Pfoten und spitzen Krallen nach den Meisenkindern. Leider konnten sie zwei erwischen.
Christina sah am andern Morgen die Bescherung mit Entsetzen. Seitdem deckt sie tagsüber die beiden hinteren Löcher, unter die sie das Nest geschoben hat, zu. Am Abend für die Nacht auch die beiden vorderen. Des Morgens, wenn sie die Vogelkinderstube aufsucht, um Abdeckung fortzunehmen, warten die Vogeleltern bereits mit aufmerksamen Augen und Futter im Schnabel im nächsten Baum.
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Auf diese Weise sind fünf süße Meisenkinder groß geworden. Mein Gartenfreund, der in einer Siedlung mit wunderhübschen Gärten wohnt, erzählt, dass bei ihm wenig Singvögel zusehen sind. Katzen, Elstern und Krähen räubern die Nester aus. Leider stehen die räuberischen Vögel unter Schutz. Vielleicht sollte man mal eine Nistbaukasten Aktion starten. In Nistkästen sind die Vögel sicher.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Die Entenrettung
Zur Zeit scheint die Zeit der Entenrettungen zu sein, fast jeden Tag findet man im Internet Berichte von heldenhaften Polizisten und Feuerwehrleuten, die jungen Entenfamilien, die sich in unmöglichen Situationen befinden, in die Freiheit helfen. Hier zum Beispiel der Bericht einer Entenrettung von der Autobahn A1. Manchmal hat man fast den Verdacht die Entenmütter suchten sich bewusst Verstecke für ihr Gelege, bei denen sie auf menschliche Hilfe für nach Nachwuchs angewiesen sind. So brüten an der Universität Bielefeld seit Jahren Enten in den abgeschlossenen Innenhöfen, wo sie jedes Mal mit samt den Kleinen eingefangen und herausgetragen werden müssen.
Seit gestern können wir uns jedenfalls auch Entenretter nennen, und das kam so: Als wir abends noch Einkäufe am Café ausluden hörte man vom Teich das typische aufgeregte Piepsen von Entenjungen, die sich zu weit von der Mutter entfernt haben. Nun ist das zunächst nicht weiter ungewöhnlich, die kleinen neugieren Kerlchen geraten halt manchmal auf ihren Exkursionen einen Moment in Panik, wenn sie die Mutter nicht sofort wieder finden.
Hier war das Gepiepse aber viel lauter und wollte überhaupt nicht mehr enden. Neugierig geworden schauten wir uns das Geschehen einmal an: Auf den ersten Blick war nur eine Ente mit zwei Jungen zu erkennen, die aufgeregt hin und her schwamm. Schließlich entdeckten wir den Grund für den Tumult: neun (9!) der Jungen waren in den kleinen Schacht gefallen, durch den das Wasser den Teich verlässt:
In den Schacht fällt das Wasser über einen Miniturwasserfall etwa 30 Zentimeter. Ob die entdeckungslustigen Entchen einfach mal ausprobieren wollten was es da unten zu sehen gibt? Jedenfalls kamen sie nicht wieder aus eigener Kraft heraus und so mussten wir sie befreien. Die kleinen Flaumbälle ließen sich nicht gerne packen und waren während des kurzen Transports wie paralysiert. Aber sobald sie Wasser unter sich spürten und merkten, dass sie frei waren zogen sie wie kleine Schnellboote mit voller Geschwindigkeit von dannen.
Und sofort zeigte sich auch die Treue der Entenmutter, die sich zwar vor uns zurück gezogen hatte, auf das Piepsen der Kleinen aber sofort wieder auftauchte, so dass alle Jungen wieder zu ihr fanden. Am Ende war dann die zwölfköpfige Entenfamilie glücklich vereint.