Mittwoch, 18. November 2009

Öffnungszeiten des Cafés über Weihnachten, Silvester und Neujahr

Kerze © H. Brune In diesem Jahr wird unser Café am Jahresende zu folgenden Zeiten geöffnet sein:

  • Bis zum Sonntag, dem 20.12.2009, gelten die normalen Öffnungszeiten.
  • Über die Weihnachtsfeiertage und auch am darauf folgenden Sonntag, dem 27.12.2009, haben wir komplett geschlossen.
  • An Silvester (Donnertag) und am Neujahrstag (Freitag) haben wir jeweils von 14-18 Uhr geöffnet.
  • Am ersten Wochenende im neuen Jahr (2.1. und 3.1.2010) haben wir von 11-18 Uhr geöffnet.
  • Danach machen wir unsere jährliche Winterpause und schließen das Café den Januar über, bis wir am Donnerstag, dem 28.01.2010, wieder normal für Sie geöffnet haben.

Wir freuen uns auf ihren Besuch! Der Schlussverkauf im Laden geht übrigens bis zum Jahresende 2009 weiter.

Dienstag, 17. November 2009

Ausverkauf im Laden: Kerzen und Weihnachtszubehör

Der Räumungsverkauf in unserem Oldendorfer Bauernladen hat begonnen! Passend zur unaufhaltsam näher rückenden Advents- und Weihnachtszeit finden Sie darunter auch Kerzen und anderes Zubehör für dunkle Wintertage und die Weihnachtszeit:

Kerzen © H. Brune

Montag, 16. November 2009

Der Feuerdorn

Schon vor ein paar Wochen hatten wir über das Pfaffenhütchen gebloggt, einem Strauch, der erst im Herbst so richtig zu farblicher Hochform aufläuft. Beeren des Feuerdorns © H. Brune Auch der Feuerdorn, um den es heute gehen wird, ist trotz seiner recht üppigen weißen Blüte im Frühjahr zum Jahresende hin deutlich attraktiver: er ist nun über und über mit orange-roten Beeren besetzt.

Die Früchte haben eine Form die Äpfeln nicht unähnlich ist, der Feuerdorn als Rosengewächs (Rosaceae) ist auch weitläufig mit dem Apfelbaum verwandt. Noch näher ist laut der Wikipedia allerdings die Verwandtschaft zu den Cotoneastern. Diese kleinen Sträucher tragen jetzt ebenfalls Früchte, fallen dabei aber bei weitem nicht so stark ins Auge wie ihre großen Brüder.

Der Feuerdorn ist dabei nicht nur ein Schmuck im Garten, er ist auch für unsere Singvögel attraktiv: Zum einen bieten die Beeren Nahrung bis weit in den Winter hinein. Genauso wichtig ist aber vermutlich der Schutzaspekt: In den mit langen Dornen besetzten Zweigen sind die Vogel gut vor Katzen und anderen Räubern geschützt, die ihnen nachstellen. Da wir immer einige Hofkatzen haben ist es gut, wenn wir im Garten den Vögeln auch einige Plätze anbieten können, wo sie vor ihnen sicher sind.

Sonntag, 15. November 2009

Ausverkauf im Laden: Gusseiserne Glocken

Der Räumungsverkauf in unserem Oldendorfer Bauernladen hat begonnen! Sie finden bei uns auch noch die wunderschönen gusseisernen Türglocken mit den Tiermotiven:

Gusseiserne Türglocken © H. Brune

Haben Hunde eigentlich ein Gedächtnis?

Für die Hundebesitzer unter uns ist das eine merkwürdige Frage, aber sie wurde uns in leicht abgewandelter Form vor kurzem auf einer kleinen Feier gestellt, zu der wir unseren Caféhund Zorro mitgenommen hatten. Und wie beweist man Nicht-Hundebesitzern, dass der kleine Liebling tatsächlich ähnlich wie ein Mensch Wissen über lange Zeiträume speichern und wieder anwenden kann (vor allen wenn der kleine Liebling diesen Menschen, die ihn sehr mögen, bei den eher seltenen Begegnungen scheinbar immer mit nicht mehr Interesse begegnet als Leuten, die er zum ersten Mal sieht)?Zorro © H. Brune

Ein Weg kann natürlich der Verweis auf ‘Wunderhunde’ sein wie den Border-Collie Rico, der mit seinem Auftritt bei ‘Wetter, dass..?’ berühmt wurde und dem als einem von ganz wenigen Hunden ein eigener Artikel in der Wikipedia zugestanden wurde. Aber bei dieser Argumentation können die Nicht-Hundebesitzer natürlich immer glauben hier handele es sich um eine Ausnahme und der sie ignorierende kleine Liebling sei vielleicht nicht ganz so begabt.

Da bleibt dann eigentlich nur der Weg über die Anekdoten zu gehen, die jeder Hundbesitzer über seinen kleinen Liebling erzählen kann. Selbst wenn die Nicht-Hundebesitzer danach immer noch nicht überzeugt sind hat man doch meist einigen Gesprächsstoff. Im Fall von Zorro können wir natürlich immer auf die Stammgäste verweisen, die der Hund offensichtlich erkennt und besonders schätzt. Oder auf Verwandte, die wir nur alle paar Monate sehen, welche von Zorro aber äußerst enthusiastisch begrüßt werden. Oder den Tierarzt, der nach einem einzigen schmerzhaften Erlebnis bis heute sehr ‘unbeliebt’ bei dem Hund ist. Auch der Briefträger, der sich alle Hunde mit Leckerchen gewogen macht ist so ein Beispiel. Noch beeindruckender fanden wir in dieser Hinsicht allerdings ein Erlebnis, welches wir gestern hatten:

Beim einem ausgedehnten Spaziergang Anfang April in diesem  Jahr kamen wir mit Zorro an einem einsamen Gehöft am Rand des Zorro und die große Rüden © H. Brune Teutoburger Walds vorbei. Dort begegneten wir den beiden Hofhunden. Der kleinere war ein ausgewachsener Ridgebackrüde, der größere ein irischer Wolfshund und auch ein Rüde. Die beiden mussten Zorro erst einmal ‘abnehmen’, bevor er weitergehen konnte. Für Zorro war das offenbar ein einschneidendes Erlebnis, selbst wenn er nach bestandener Prüfung meinte sich den beiden Großen anschließen und mit ihnen auf ihren Hof laufen zu müssen.

Wir sind in den kommenden Monaten nur selten an dieser Stelle vorbei gekommen und den beiden Hunden auch nicht wieder begegnet. Als wir aber gestern in die Nähe des Hofes kamen hörte man einen der Hunde bellen und die Besitzerin rufen. Und hier zeigte sich sofort das sehr gute Gedächtnis von Zorro: Obwohl wir noch 200m entfernt waren drehte unser kleiner Liebling auf dem Absatz um und floh. Aber so richtig. Ohne sich auch nur einmal umzusehen. Und machte erst wieder Halt nachdem er ca. 500m und einen umgepflügten Acker hinter sich gebracht hatte. Wenn das kein Beweis ist, dass Hunde sich mindestens ein halbes Jahr später noch an eine Begebenheit erinnern können, was dann?

Samstag, 14. November 2009

Ausverkauf im Laden: Krippen

Der Räumungsverkauf in unserem Oldendorfer Bauernladen hat begonnen! Von unseren früheren Krippenausstellungen gehen nun auch einige Exemplare in den Ausverkauf mit ein. Es sind ganz unterschiedliche Krippen dabei:

Krippen © H. Brune

Freitag, 13. November 2009

Herbstlaub: Die Berberitze

Ein Strauch im Garten erreicht erst in diesen Wochen den jährlichen Höhepunkt seiner Attraktivität: Laub der Berberitze im Herbst © H. Brune Die Berberitze. Dieser wehrhafte Dornstrauch färbt jetzt seine dunkelgrünen Blätter in geld-orange-rot und ist damit jetzt deutlich bunter als in seiner eher unauffälligen Blüte im Frühjahr.

In der Wikipedia findet man eine ganze Reihe von interessanten Informationen über die Berberitze. So ist ihre heute eher geringe Verbreitung wohl darauf zurück zu führen, dass dieser Strauch als Zwischenwirt eines das Getreide schädigenden Pilzes ist. Die Bauern begriffen die Berberitze daher ebenfalls als schädlich und zerstörten viele Sträucher.

Auf der anderen Seite sind laut der Wikipedia die  Früchte essbar und sehr vitaminreich. Sie werden in verschiedenen Regionen Europas zum Würzen verwendet, aber auch zu Marmelade verarbeitet.

Wir hatten bisher nur einen Berberitzenstrauch im Garten, allerdings ein recht prächtiges Exemplar. Nun haben wir zwei Ableger gefunden, die wir an Stellen verpflanzt haben, an denen sie sich ausbreiten können. Die nächsten Jahre werden den Erfolg zeigen.

Donnerstag, 12. November 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Florian der Rasenmäher

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es um die Pflege unserer großen Rasenflächen:

Ein Großteil unseres Garten- und Hofgeländes besteht aus Rasenflächen. Regelmäßig und E. Brune © H. Bruneordentlich gemäht sind sie ein erfreulicher Anblick. Aber das Mähen muss erst einmal getan werden.

Lange Zeit hatten wir dafür einen Schüler, dem das Fahren Spaß machte. Er mähte jedoch nicht nur den Rasen, sondern auch die Blumen ab.

Also wurde Kerstin gebeten künftig für einen korrekten Rasenschnitt zu sorgen. Kerstin sagte auch zu, aber mit der Regelmäßigkeit haperte es: ihr taten die armen Gänseblümchen leid, die den Rasen im Sommer in ein weißes Blütenmeer verwandeln.

Schließlich erbarmte sich mein Mann, der mein Gejammere wohl nicht mehr mit anhören konnte. Zuverlässig brummte der Rasenmäher nun Woche für Woche durch den Garten. Ich war froh und glücklich. Inzwischen wuchs Enkel Florian heran und im Alter von 11 Jahren übergab Opa ihm den Rasenmäher.

Florian, der Opas Geschicklichkeit geerbt hat, kam auch ohne Probleme mit dem selbstfahrenden Aufsitzmäher zurecht. Auf dem Hofgelände, wo nichts im Wege stand, klappte alles tadellos.

Während der Erntezeit im Sommer hatte Opa oft Trecker und Mähdrescher zu fahren und vertraute Florian nun auch den Rasen im Garten an. Hier standen nun Bänke und Tische, die Florian in großzügigem Abstand umfuhr.

Auch über den Rasen hängende Blumen schonte er, das Gras darunter aber ebenfalls. Dazu meinte er noch auf mich nicht hören zu müssen. Schließlich nahm Opa sich die Zeit ihn richtig anzulernen. Nachdem ich ihn noch darauf hingewiesen hatte, dass nur ordentliche Arbeit Geld einbringt, wurde es besser.

Florian hatte nun regelmäßige Einnahmen und gab das Geld mit beiden Händen aus. Seine Mutter sprach vom Sparen, aber auf dem Ohr hörte er nicht, wozu auch, es kam ja regelmäßig Nachschub.

Bis die Mutter eines Tages sagte: “Im Winter wächst der Rasen aber nicht.”

Dieses lange Gesicht von Florian, daran hatte er nicht gedacht.

“Nach dem Winter kommt der Frühling und dann wächst der Rasen wieder.”, tröstete ich ihn.

Den Rasenmähermann haben wir schon früher einmal in unserem Blog mit Bild gezeigt.

Mittwoch, 11. November 2009

Dienstag, 10. November 2009

Wie verarbeitet man eigentlich Quitten?

Wie wir bei Twitter berichtet hatten, war die letzte Woche  bei uns der Quittenernte gewidmet. Reife Quitte im Herbstlaub © H. BruneDie Quitten schließen für uns die Obsternte ab, auch wenn noch einzelne Äpfel an den Bäumen hängen.  Da uns unsere Gäste immer wieder fragen, was man denn mit Quitten machen würde (vorher kommt meist die Frage, um was für Früchte es sich bei den merkwürdigen Gebilden an unserem Parkplatz handelt), wollen wir eine kleine Anleitung zur Verarbeitung geben.

Wann sollte man die Quitten ernten?

Die wichtigste Frage ist zunächst die nach dem richtigen Zeitpunkt für die Ernte. Quittenernte © H. Brune Wir waren in diesem Jahr fasst zu spät dran, aber grundsätzlich kann man mit der Ernte warten, bis sich die Blätter zumindest teilweise in ihren Herbstfarben präsentieren. Auch die Früchte selbst dürfen nicht mehr grün sein. Ein gutes Zeichen ist es auch, wenn die Quitten beim Pflücken einfach am Stil abknicken und nicht mehr zäh am Baum hängen bleiben wollen. Auf der anderen Seite kann man bei den Quitten nicht wie bei Äpfeln oder Birnen so lange warten, bis die Früchte weich werden: eine Quitte wird erst weich wenn sie faulig ist und dann ist es zu spät.

Vorbereiten der Verarbeitung: Entfernen des Quittenflaums

Nachdem wir in unserem Fall eine Schubkarre voll mit goldenen Früchten geerntet haben kommt ein wichtiger Quitten mit und ohne Flaum © H. Brune Zwischenschritt vor der Verarbeitung in der Küche: Das Entfernen des Flaums oder Pelzes von den Quitten. Dieser Pelz, der die Quittenfrucht am deutlichsten von Äpfel, Birne oder gar kleinen Kürbissen unterscheidet, enthält viele Bitterstoffe.

Das Entfernen geht sehr einfach mit einem eher groben Tuch, mit welchem man die Früchte abrubbelt. Wir haben diese Arbeit nicht in der Küche erledigt sondern noch im Garten. So kann man das Tuch häufiger einmal ausschütteln und hat die Flusen nicht in der ganzen Küche verteilt. Im Bild sieht man das Ergebnis: die rechte Quitte hat noch ihren natürlichen Flaum, die linke hingegen ist glänzend poliert und gesäubert (klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern).

Raspeln der Quitten und Entsaften….

Für die weitere Verarbeitung der Quitten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Raspeln der Quitten © H. Brune Wir haben in den letzten Jahren mit den Entsaften gute Erfahrungen gemacht. Es ist vielleicht etwas aufwändiger, aber man kann auf diese Weise auch mit größeren Quittenernten fertig werden. Damit der Entsafter mit den eher trockenen Quitten arbeiten kann zerkleinern wir die Früchte mit einer normalen Haushaltsraspel. Dabei muss man ganz genau auf seine Finger aufpassen! Eine Moment der Unachtsamkeit und schon hat man seine Macken.

Wir schälen die Früchte dabei nicht, sondern verarbeiten die kompletten Quitten bis auf das Kerngehäuse. Entsaften der Quitten © H. Brune Man braucht bei dieser Art der Aufbereitung ein Messer nur um schlechte Stellen zu  entfernen, alles andere macht die Raspel. Sobald man genug Quittenklein zusammen hat startet der erste Entsaftungsgang. Nach etwas längerer Zeit als man es von saftigeren Früchten gewohnt ist beginnt dann der Quittenextrakt zu fließen und kann abgefüllt werden.

Wir haben in diesem Fall nicht sofort mit der Verarbeitung z. B. zu Gelee begonnen, sondern den Saft zunächst in saubere Flaschen gefüllt. Dort kann er ein paar Tage lagern und wird jetzt nach und nach eingekocht.

…oder Vierteln und Kochen?

Eine andere Methode, die möglicherweise noch schneller ist, ist das Kochen. Quittenextrakt © H. Brune Hierzu werden die Früchte nur in Viertel geschnitten und dann in einem großen Topf mit Wasser gekocht bis sie weich sind. Danach lässt man die Masse über Nacht abkühlen und seiht sie anschließend durch ein Tuch ab. Im Vergleich zum Raspeln und Entsaften fällt hier weniger Arbeit (die vermutlich auch noch weniger verletzungsträchtig ist) beim Zerkleinern der Früchte an.

Was machen mit dem Quittenextrakt?

Auf welche Weise man seinen Quittenextrakt auch gewonnen hat, er stellt die Basis dar für die verschiedenen Produkte aus der Quitte. Mit etwas Gelierzucker machen wir Gelee. Aus klarem Schnaps, der zusammen mit etwas Extrakt über Quittenstückchen gegossen wird, produzieren wird Aufgesetzen. Und vermischt mit viel Zucker wird ein Sirup daraus.

Noch nicht genug von der Quitte?

Das Internet bietet natürlich auch zu den Quitten jede Menge Informationen. Hier seien nur drei ausgewählte Links genannt:

Montag, 9. November 2009

Herbstzeit – Wir harken uns ein Laublabyrinth

Je weiter der Herbst voran schreitet, desto mehr Blätter fallen. Auf unserem Hof haben die beiden Linden ihr jetzt sonnengelbes Laub fast vollständig verloren (ein schöner Kontrast zu Zorros schwarzem Pelz) Zorro im Lindenlaub © H. Bruneund die Blätter der Haselnüsse am Caféparkplatz liegen schon komplett als große Lappen im Gras. Etwas zögerlicher sind noch die Kastanien, deren von den Miniermotten geschundenes Blattwerk erstaunlich zäh an den Zweigen hängt.

Trotzdem steht uns das ‘Schlimmste’ noch mehr oder weniger bevor: Der Laubfall der beiden großen Blutbuchen im Hauptgarten! Diese mächtigen Bäume fangen gerade erst damit an, ihre schön rot-braun-gelb verfärbten Blätter auf den Rasen regnen zu lassen. Eine Eigenschaft unseres Geländes ist dabei, dass der Wind meist so steht, dass die Blätter in den Garten geweht werden, an statt auf die angrenzenden Wiesen.

Gestern haben wir zum ersten Mal den Rasen geharkt und schon kleine Wälle aus Laub aufgetürmt. Laublabyrinth © H. BruneAllerdings sieht man den beiden Buchen bisher nicht an, dass ihnen schon Blätter fehlen.  Damit das Laubharken nicht so langweilig ist haben wir ein kleines Labyrinth aus dem Laub geharkt.

In den nächsten Tagen und Wochen werden diese Wälle immer höher werden und einen interessanten Anblick bieten. Und manchmal haben sie sogar den Vorteil, dass die vom Wind getriebenen Blätter schon daran liegen bleiben und sich nicht mehr bis in die fernsten Gartenecken verteilen.

Donnerstag, 5. November 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Westfälischer Kastenpickert

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es um eine Speise, die es wirklich nur in Ostwestfalen gibt:

Eine herbstliche Spezialität ist der westfälische Kastenpickert. Es gibt ihn nur in unserer Region, dem Ravensberger Land. In den heutigen Kreisen Gütersloh, Bielefeld, Paderborn, Herford, E. Brune © H. Bruneauch das Mindener Gebiet ist einbezogen und der Kreis Lippe.

In wirtschaftlichen Notzeiten, dem 18. Jahrhundert, soll er erfunden worden sein. Von den Leinewebern, so will es die Legende. Diese besaßen in der Regel ein Stück Land und mit dem Ertrag der Kartoffelernte konnten sie ihre oft großen Familien sättigen, besser als mit reinem Getreideanbau.

Pickert, also urspünglich ein arme Leute Essen, ist seit langem in allen Bevölkerungsschichten bekannt und beliebt, weil absolut lecker. Bewährt hat sich bis heute unter anderem der Kastenpickert. Eine etwas aufwendigere Pickertart. Darum gehen die meisten Leute heute Pickertessen, anstatt ihn selber herzustellen.

Ursprünglich, so kenne ich es aus meiner Kindheit, wurde der Pickert nur im Herbst gebacken. Wenn die ersten Kartoffeln aus der Erde waren konnte es losgehen. Besonders große und dicke Kartoffeln, die sogenannten ‘Pickertkartoffeln’, wurden geschält und gerieben. Die großen Kartoffeln hatten den Vorteil, dass die Finger nicht so schnell in Berührung mit der Reibe kamen. Mehlige Kartoffelsorten sind Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Bei uns war Oma zuständig für das Pickertbacken.

Wenn wir dann alle beim Herannahen der Dämmerung müde und ein wenig frösterig vom Feld ins Haus kamen hatte Oma schon die Pfanne auf dem Herd und  dicke Scheiben wurden vom Pickert geschnitten und im heißen Fett gebacken. Dazu gab es goldgelbe Butter und leckeres Rübenkraut. Milchkannenweise holte man es damals von der Zuckerrübenfabrik in Lage. Eine preiswerte und gesunde Süßigkeit. Heißer Kaffee, tassenweise getrunken, half den Pickert besser zu vertragen und machte uns wieder munter. Gut durchgewärmt und satt gingen wir an die Stallarbeit, denn das Vieh wartete bereits auf uns.

Sehr leckeren hausgemachten Pickert gibt es im “Café im Kräutergarten” ganzjährig zu essen. Von Kerstin sorgfältig gebacken. Das Pickertrezept, ob mit oder ohne Rosinen, wird hier nicht verraten. Gruppen können allerdings ein Pickerbackseminar bei uns besuchen.

Weitere Informationen zu Pickertessen im Café finden Sie hier.

Dienstag, 3. November 2009

Der Oldendorfer Bauernladen schließt zum Jahresende – Der Räumungsverkauf beginnt am 12.11.2009

Jetzt ist es offiziell: Elisabeth Brune wird ihren Oldendorfer Bauernladen Ende des Jahres 2009 nach fast zwei Jahrzehnten schließen.

Ganz wichtig: Das Café im Kräutergarten wird natürlich weiter betrieben und nach der Schließung des Ladens etwas mehr Platz haben. Auch gibt es weiterhin Veranstaltungen und Führungen in unserem Garten.

Angebote im Laden © H. Brune Ab dem 12. November beginnt der Räumungsverkauf! Geöffnet ist dann jeweils von Donnerstag bis Samstag zu den Öffnungszeiten des Cafés. Was können Sie im Räumungsverkauf erwerben? Unter anderem

  • Weihnachtskrippen
  • Fredesloher Töpferwaren
  • Tischdecken
  • Mode

Neben reduzierter Ware gibt es aber auch noch aktuelle Herbst- und Winterartikel. Wir werden in den nächsten Tagen in unserem Blog immer wieder Beispiele für einzelne Angebote zeigen.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Bratäpfel

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es um Kindheitserlebnisse, die unvergesslich sind:

Jetzt kommt wieder die Zeit der Bratäpfel. Sie gehören einfach zum Herbst dazu. Allein bei dem Klang des Wortes läuft mir das Wasser im Mund zusammen. ErinnE. Brune © H. Bruneerungen an meine Kindheit kommen hoch.

Meine Großmutter  hat oft im Backofen des Küchenherdes, der sogenannten Kochmaschine, Bratäpfel für uns gebacken. Dieser Ofen, ständig mit Holz gefüttert, beheizte zugleich die ganze Küche. Das Knacken des Holzes und der Feuerschein, der beim Nachlegen durch die geöffnete Herdtür auf den Küchenboden fiel, schaffden eine gemütliche, anheimelnde Atmosphäre. Bei niedrigen Temperaturen schmorten die Äpfel langsam vor sich hin, bis sie bräunlich verfärbt und gar waren.

Wir Kinder saßen indessen mit baumelnden Beinen auf der langen Küchenbank aus Holz und harrten der Dinge, während uns ein verführerischer Duft in die Nase stieg. Der ausgetreten Saft der Äpfel, durch seinen Zuckergehalt karamellisiert, brachte ein zusätzliches Geschmackserlebnis. Oh, wie wir es genossen!

Kerstins Bratäpfel dagegen sind ganz anders, aber nicht minder köstlich. Sie nimmt Boskopäpfel – ein gewissen Säuregehalt verbessert das Aroma – sticht das Kerngehäuse aus und füllt das entstandene Loch mit ihrer eigenen speziellen Rezeptur.

Den so vorbereiteten Apfel gart sie und serviert ihn mit einer leckeren Vanillesauce und selbstgebackenem Gewürzkuchen.

Weitere Informationen zu den Bratapfelessen im Café finden Sie hier.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Mitten in der Pilzzeit – Im Wald und im Garten

Der trockene Sommer hat sie etwas hinausgezögert, aber mit dem Regen hat dann doch die Pilz’blüte’ im Wald, aber auch im Garten, eingesetzt. Pilze © H. Brune Überall sieht man nun die typischen Hüte zwischen Blättern, auf Baumstämmen, im Rasen und sogar auf abgeernteten Getreidefeldern.

Und in jedem Jahr stellt es wieder eine Überraschung dar, wie schnell und wie vielfältig diese Pflanzen plötzlich in Erscheinung treten. Aber sind Pilze überhaupt Pflanzen? In der Wikipedia findet man heute folgende Aussage dazu:

Nachdem Pilze wegen ihrer sesshaften Lebensweise lange dem Reich der Pflanzen zugeordnet wurden, gelten sie heute aufgrund ihrer physiologischen und genetischen Eigenschaften als eigenes Reich und enger mit Tieren als Pflanzen verwandt.

Auch wenn es einem zunächst merkwürdig vorkommt, dass Pilze eher Tiere sein sollen, so halten sie doch noch ganz andere Überraschungen bereit. So soll das größte Lebewesen der Erde ebenfalls ein Pilz sein!

Falls man die Absicht hat diese Naturprodukte für den eigenen Speiseplan zu nutzen ist aber ein entsprechendes Fachwissen unbedingt erforderlich. Eines der schönsten Bücher für den Pilzsammler ist unserer Meinung nach ‘Pilze des Waldes’ von Gottfried Amann (z. B. bei Amazon zu finden). Es ist zwar nicht das umfangreichste Werk, enthält aber wunderschöne Illustrationen (leider nicht alle in Farbe), eine ungewöhnliche Art des Seitenaufbaus und eine interessante sprachwissenschaftliche Herleitung der unterschiedlichen Bezeichnungen für Pilze, denen man in Deutschland begegnen kann.

Montag, 26. Oktober 2009

Herbstlaub – Der Ginkgo

In der Mitte unseres Gartens wächst seit einigen Jahren ein Ginkgo Baum. Er ist immer noch recht klein, kaum höher als zwei Meter, und diesem Jahr hat er auch nur kurze Triebe gebildet. Ginkgo im Herbst © H. Brune Die meiste Zeit des Jahres wird er daher vermutlich von den meisten Besuchern übersehen, ziehen doch die Rosen in den anderen Beeten die Blicke viel stärker auf sich.

Jetzt im Herbst ist allerdings seine Stunde gekommen: Während der Rest des Gartens nach und nach farbloser wird färbt sich der Ginkgo nun gold-gelb und zieht die Blicke auf sich. Die unverwechselbaren Blätter hängen noch fast vollzählig am Baum und scheinen auch noch nicht so rasch fallen zu wollen.

In der Wikipedia findet sich übrigens ein sehr ausführlicher Artikel über diesen Baum, der auch als lebendes Fossil bezeichnet wird.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Pickert essen – Pickert machen – Pickert kennenlernen

Mit dem Herbst beginnt auch wieder die schöne Zeit des Pickertessens. Unsere regionale Spezialität ist ja eigentlich eine Speise der Bauern, die in der kalten Jahreszeit zur Kaffeezeit mit Rübenkraut und Marmelade gegessen wurde. Zumindest der westfälische Kastenpickert.

Und auch wenn der Pickert nur in einer kleinen Region bekannt ist, die sich im wesentlichen auf Ostwestfalen beschränkt, so ist doch kein Gebiet zu klein um nicht noch weiter unterteilt zu werden: So haben die Lipper ihren lippischen Pickert, der eher eine Bürgerspeise war und damit etwas reichhaltiger ist, dann gibt es auch noch Lappen- und Speckpickert und schließlich Püfferchen, die eine Art kleine Variante des lippischen Pickerts sind.Pickertzutaten © H. Brune

Alle Pickertvarianten haben aber neben der Grundzutat geriebene Kartoffeln eines gemein: am besten schmecken sie in Gesellschaft. Im Café im Kräutergarten haben wir zwar das ganze Jahr über unseren hausgemachten westfälischen Kastenpickert in der Karte, aber gerade jetzt bieten sich Pickertessen für Gruppen ganz besonders an.

Die interessante Geschichte des Pickerts kann Ihnen Elisabeth Brune dabei auf Wunsch in einem Vortrag im Anschluss an das Essen näher bringen. So wird zum Beispiel die Frage geklärt, woher der Begriff ‘Pickert’ überhaupt kommt. Bitte fragen Sie nach dem Pickertvortrag.

Als drittes Angebot können Sie bei uns auch lernen, wie man den westfälischen Kastenpickert selbst herstellt. Bei dieser mehrstündigen Veranstaltung unter Anleitung von Elisabeth Brune werden alle Schritte von der Vorbereitung der Grundzutaten über die eigentliche Zubereitung bis hin zum Backen absolviert.

Freitag, 23. Oktober 2009

Die neue Landlust ist im Laden

Ab sofort gibt es die November/Dezember Ausgabe der Landlust in unserem Laden. Sie ist thematisch schon weitgehend auf den Spätherbst und Winter sowie das sich bereits am Ereignishorizont abzeichnende Weihnachtsfest abgestimmt. Das Titelblatt zeigt einen prächtigen Kaltblüter bei Holzrückarbeiten. Weihnachtsgeschenke © H. BruneAuf dieser Landlustseite werden die einzelnen Themen kurz angerissen. 

Apropos Weihnachten: Es gibt bereits die ersten Weihnachtsartikel im Laden. Zum Beispiel die Gildeengel.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Halloween und Kürbis(rezepte)

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es den Abend vor Allerheiligen, der in den letzten Jahren eine ganz neue Bedeutung bekommen hat:

Halloween und Kürbis – Sie gehören einfach zusammen. Aus Amerika vor Jahren zu uns herübergekommen hat es sich inzwischen fest eingebürgert und besonders die Kinder haben E. Brune © H. BruneSpaß daran, lustige Gesichter oder Fratzen in die ausgehöhlten Kürbisse zu schneiden.

In meiner Kindheit gab es Kürbisse nicht, zumindest nicht in meinem Umkreis, kurz nach dem 2. Weltkrieg geboren, lernte ich sie erst später kennen. Die auf den Höfen untergebrachten Heimatvertriebenen pachteten etwas Land und bauten sie an.

Aber auf dem Lande aufgewachsen, hatten auch wir Ideen, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Wir suchten vom Feld die allerdicksten Runkelrüben und höhlten dies mit Hilfe eines Löffels aus, vorher entfernten wir mit einem scharfen Messen oben die Blätter und unten die Wurzeln. Die Schnitzelchen und Blätter bekamen die Kühe zu fressen.

Aus dem ausgehobenen Kürbisfleisch dagegen lassen sich für uns leckere Speisen zubereiten:

Rezept für Kürbissuppe

Kürbisfleisch würfeln

1 Zwiebel schälen, fein hacken, zusammen mit einem Esslöffel Butter andünsten

1/2 Liter Gemüsebrühe zugeben, den Kürbis garen und pürieren

Mit Salz, Zucker, Essig und Pfeffer abschmecken

Ein Schuss süße Sahne und 2 Esslöffel gehackter Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie runden den Geschmack ab

Die Suppe wieder erhitzen und mit gerösteten Weißbrotwürfeln servieren

Pesto aus Kürbiskernen

Auch die Kürbiskerne müssen nicht weggeworfen werden. Sie können sich in ein gesundes Pesto verwandeln:

125 gr Kürbiskerne

2 Knoblauchzehen

1 Teil mittelscharfer Senf

125 gr Kürbiskern- oder Olivenöl

Alle Zutaten im Mixer zu einer feinen Masse verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Gläser füllen und verschließen. Pesto hält sich länger, wenn über der Masse eine Ölschicht schwimmt.

Einige Beispiele für wahrhaft furchterregende Kürbisschnitzereien kann man sich auf Home-Designing.com ansehen (in Englisch) . Dort sind auch wunderbar die aktuellen Einflüsse der Pop- und Internetkultur zu sehen: selbst der berüchtigte Twitter ‘Failwhale’ hat seinen Kürbis bekommen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

16.11.2009: VHS Veranstaltung ‘Diabetes – was kann ich tun?’ im Café im Kräutergarten

Am Montag, dem 16.11.2009, findet im Café im © Petra LinnenbrüggerKräutergarten die letzte Veranstaltung zu Gesundheitsthemen im Jahr 2009 mit Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger statt. Bei dieser Veranstaltung der Volkshochschule (VHS) wird es um das Thema

‘Diabetes – was kann ich tun’

gehen. Aus der Kursbeschreibung der VHS stammt folgender Text:

Was bringt den Stoffwechsel so aus dem Gleichgewicht, dass er mit Übergewicht, Diabetes mellitus, Gicht u. ä. Erkrankungen reagiert? Welchen Einfluss kann der Patient selbst nehmen mit Bewegung, Ernährungs- und Trinkgewohnheiten, um dem Kreislauf von Übergewicht und Erkrankung zu entkommen und welche Hilfe kann die Behandlung mit Heilpflanzenessenzen, Schüssler-Salzen, Vitaminen und Mineralien bieten?

Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung erfolgt über die VHS. Eine Telefonnummer sowie die genauen Kosten und Organisationshinweise finden Sie in dieser Seite der VHS zum Kurs.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Jetzt ist Zorro schon vier Jahre im Café!

Jetzt sind schon vier Jahre vergangen seit wir unseren Caféhund Zorro aus dem Bergischen zu uns geholt haben. Ganze acht Wochen war er damals alt. Zu diesem Jubiläum zeigen wir einen kleinen Film, der wenige Wochen später von dem kleinen Rabauken aufgenommen wurde. Schon als kleiner Mops hatte er es faustdick hinter den Ohren:

Ach ja: wenn Sie noch ein anderes Filmchen mit dem kleinen Pummel sehen möchten: Im letzten Jahr hatten wir zu seinem Dreijährigen den allerersten Film gezeigt, den wir mit Zorro drehten.

Montag, 19. Oktober 2009

Auf den Silberpfaden des Herbstes

Eines der Dinge, die den Herbst unter allen Jahreszeiten so einmalig machen, sind die unzählbar vielen Spinnenweben, Spinnenweben auf Wiese © H. Brune die in dieser Zeit geradezu allgegenwärtig sind.

Besonders beeindruckend ist es immer wieder zu sehen mit welcher Geschwindigkeit die kleinen Weberinnen frisch gemähte Wiesen und sogar die reine Erde neu bestellter Äcker mit ihren Silberfäden überziehen. Oft scheint nur eine Nacht notwendig zu sein um viele Hektar einzuhüllen.

Dieses Bild haben wir gestern Nachmittag gemacht, nachdem die Sonne den Hochnebel endlich vertrieben hatte. Es zeigt eine Wiese, die erst vor einigen Tagen gemäht wurde. Das Licht der tief stehenden Sonne spiegelt sich in unzähligen Spinnenweben, die von Grashalm zu Grashalm gespannt wurden. Sieht es nicht aus wie ein silberner Pfad, der direkt in die Sonne führt? Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Ein neues Rosenbeet für unseren wühlmausverseuchten Garten

Gestern haben wir mal wieder ein weiteres Rosenbeet in unserem Garten angelegt. Da über die umliegenden Wiesen leider immer wiederDas Werkzeug © H. Brune Wühlmäuse einwandern, die auch vor den Wurzeln der Edelrosen nicht halt machen, müssen wir eine solche Neupflanzung immer etwas aufwendiger gestalten. Da es vielleicht auch andere interessiert, wie wir dabei vorgegangen sind, wollen wir die einzelnen Schritte in diesem Blogeintrag beschreiben. Unser Hund Zorro wird uns dabei begleiten.

Phase 1 – Die Vorbereitungen: Beet ausmessen und anzeichnen

Damit wir beim eigentlichen Ausheben des Beets ungebremst den Spaten schwingen können, Beet anzeichnen © H. Bruneohne dass dabei das Beet Formen und Ausdehnungen annimmt, die so nie geplant waren, lohnt es sich ein paar Minuten in das Ausmessen und Anzeichnen zu investieren.

In unserem Fall soll das Beet kreisrund werden und genau zwei Meter im Durchmesser haben. Wir brauchen also einen Zollstock und legen ihn auf den Rasen. Den Beetumriss zeichnen wir mit etwas Mehl ins Gras. Auch die Rosen, in unserem Fall sind es 10, können schon einmal Probeliegen, damit wir überprüfen können, ob das wohl alles so hinhaut.

Schritt 2 – Die Knochenarbeit: Grassoden entfernen und Tiefenlockerung

Nach diesem Vorbereitungsschritt geht es an die harte Arbeit: Da unser Beet in die Rasenfläche integriert ist müssen Wühlender Hund © H. Brune zunächst die Grassoden entfernt werden. Das Werkzeug haben wir schon herangeschafft: einen ordentlichen Spaten, eine Schubkarre und eine Forke. Wozu die Forke? Dazu kommen wir gleich.

Zunächst stechen wir mit dem Spaten entlang der angezeichneten Beetgrenzen den Rasen ein. Innerhalb dieser Grenzen können wir uns dann im Weiteren austoben. Und falls man einen Hundegehilfen hat wie wir, so kann dieser schon einmal entlang dieser Linie anfangen uns zu ‘unterstützen’.Fertig ausgehobenes Beet © H. Brune

Wir hingegen nehmen den Spaten und stechen die Grassoden aus. Und nun kommt die Forke ins Spiel: damit wir nicht den ganzen guten Mutterboden verlieren (und auch nicht so viel Wegkarren müssen) verwenden wir die Forke um von den Soden die Erde abzuschütteln. Meist gelingt dies gut und es bleibt nur eine Halm- und Wurzelmasse übrig, die in die Schubkarre kommt. Für unser 2-Meter-Beet mussten wir so nur 2 Karren voll Aushub abfahren.

Nachdem das Gras entfernt ist stechen wir die gesamte Fläche noch einmal spatentief um, damit der Boden schön locker wird. Ein merkwürdiger Effekt ist dabei, dass man danach fast immer einen kleinen Erdhügel in seinem neuen Beet zu haben scheint, obwohl doch Material entfernt wurde.

Phase 3 – Die Feinarbeit: Löcher für die Rosen ausheben

In das so wunderbar vorbereitete neue Beet können wir nun bereits die Löcher für die zu pflanzenden Rosen graben.Pflanzlöcher © H. Brune Wir machen dabei im ersten Durchgang nur kleine Mulden, die sich leicht wieder zuschütten lassen, falls unser Augenmaß noch nicht perfekt war. Erst wenn alles passt werden die richtigen Löcher ausgehoben.

In unserem Fall haben wir einen Ring von 8 gleichmäßig verteilten Pflanzstellen gegraben und die verbleibenden beiden Rosen in der Mitte positioniert. Die Löcher sind in unserem Fall etwas mehr als spatentief geworden.

Phase 4 – Der Wühlmausschutz: Maschendraht schneiden und platzieren

Bevor es an die eigentliche Pflanzung geht müssen wir nun, da wir den Wühlmäusen ihr Futter nicht gönnen,Hund mit Handschuh © H. Brune uns um den Schutz der Rosenwurzeln kümmern. Dieser Schritt ist nicht wirklich kompliziert oder anstrengend, erfordert aber etwas Geduld und braucht seine Zeit. Ganz wichtig sind dabei ein paar Arbeitshandschuhe (die man sich vom Hundegehilfen nicht stehlen lassen darf).

Der Wurzelschutz besteht aus einem selbst gefertigten Drahtnetz. Dazu nehmen wir Maschendraht, den man bei der Genossenschaft kaufen kann. Er wird dort als Kükendraht bezeichnet. Wichtig ist, dass die Maschen nicht zu groß sind. Bei uns waren es ca. 10mm, wobei die Maschen sechseckig sind. Der Draht ist auf einer Rolle und wir müssen nun Stücke davon abschneiden. Das ist der Teil, der die meiste Zeit kostet. Wir nehmen eine Kneifzange und müssen nun die vielen kleinen Maschen durchtrennen.Einbringen des Wurzelschutzes © H. Brune

Wenn wir endlich unsere viereckigen Drahtstücke haben geht es wieder zum Beet und die Drahtrechtecke müssen in die schon gegrabenen Löcher eingepasst werden. Man kann hier einfach den Draht auf das entsprechende Loch legen und dann mit den Spaten hineindrücken. Da dabei immer etwas Erde mit hinein fällt ist es gut, wenn man die Löcher schon etwas tiefer als eigentlich notwendig gegraben hat. Mit etwas Geschick kann man allein mit dem Spaten den Draht so im Pflanzloch positionieren, dass er nach alle Seiten dicht ist. Das ist wichtig, da die Wühlmäuse jede Lücke finden werden.

Phase 5: Jetzt wird endlich gepflanzt

Nun sind wir fast am Ziel und es kommt der Teil, wo wir die Berührung mit der Erde, die wir vermeiden konnten, Rosenpflanzung © H. Brune suchen müssen. Im Beet haben wir nun 10 Pflanzlöcher, alle mit selbstgefertigten Drahtkörben ausgestattet. In jeden Korb kommt nun eine Rose, deren Wurzeln wir vorher etwas getrimmt haben.

Um die Rosenwurzeln geben wir so viel Erde, dass der Korb ca. zu 3/4 ausgefüllt ist und biegen dann den Maschendraht so, dass er die Wurzeln auch von oben schützt. Im Idealfall bildet der Maschendraht am Ende einen Ball, der die Wurzel komplett umgibt und aus dem oben nur die Rosentriebe herausragen.

Zum Abschluss bedecken wir den Korb noch von Außen mit Erde, so dass kein Teil mehr zu sehen ist. Um die Fertige Pflanzung © H. Brune unvermeidlichen Luftlöcher zu schließen sollte dann noch etwas Wasser auf die frischen Pflanzungen gegeben werden, selbst wenn es wie im Moment eigentlich nass genug ist.

Damit sind wir fertig! Und können mit gutem Grund annehmen, dass es den Wühlmäusen nicht gelingen wird, unsere mit viel Mühe angelegte neue Rosenpflanzung zu stören.

Und welche Rosen wir gepflanzt haben? Das wird mal wieder noch nicht verraten. Wir wollen ja auch im nächsten Jahr noch etwas haben, über das wir in unserem Blog schreiben können.

Samstag, 17. Oktober 2009

Der Oldendorfer Bauernladen unterwegs – Kloster Dalheim

An diesem Wochenende finden Sie unseren Oldendorfer Bauernladen auf dem Herbstmarkt des Kloster Dalheim. Dort bieten wir insbesondere unser Steinofenbrot und den westfälischen Kastenpickert an.

Das Kloster Dalheim gehört zur Stadt Lichtenau, liegt am südlichen Rande des Eggegebirges und hat sogar einen eigenen Eintrag in der Wikipedia. Weitere Informationen zur Anreise, zu den Öffnungszeiten und den Eintrittskosten finden Sie auf der Internetseite des LWL.

Freitag, 16. Oktober 2009

Der Apfel in seiner schönsten Form – Bratapfelnachmittage vor dem Kachelofen

Passend zur Jahreszeit bieten wir jetzt wieder für Gruppen Bratapfelveranstaltungen am Nachmittag oder Abend in unserem Café an. Wir heizen unseren Kachelofen ein und reichen leckeren Gewürzkuchen zu den Äpfeln.Äpfel © H. Brune

Rufen Sie uns an für weitere Informationen und Terminvereinbarungen: Kontakt. Und lesen Sie vorher Elisabeths Gartengeschichte über Bratäpfel.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia)

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. In der heutigen Geschichte geht es um eine unangenehme Überraschung, die uns das Füttern der Singvögel im Winter beschert hat:

Ambrosia - Der Neubürger in unseren Gärten, noch wenig verbreitet, man hört und liest von ihm, aber fühlt sich nicht betroffen. E. Brune © H. BruneDoch plötzlich ist er da, er unerwünschte Gast.

Ich kannte ihn nicht und achtete nicht auf ihn. Warum sollte er sich ausgerechnet bei uns ansiedeln. So dachte ich.

Doch so nach und nach erhebt sich aus einem der Blumenkübel ein anmutiges Gewächs, wird größer und immer größer und beginnt Blütenrispen auszubilden.

“Kerstin, was hast Du denn da für eine schöne Pflanze gesetzt?” - “Die habe ich nicht gepflanzt, sie ist von selbst gewachsen.” -  “Sie ist von selbst gewachsen?”

Ich werde hellhörig. Dieser Topf stand doch in der Nähe des Vogelfutterhäuschens, den ganzen Winter über. Ich nehme die Pflanze genauer in Augenschein. Sie hat Ähnlichkeit mit unserem heimischen Beifußkraut, ist es aber nicht.

Nun wird Henning beauftragt in seinen Die Pflanze am Vogelhäuschen © H. BrunePflanzenbüchern nachzuschlagen. Aber sie ist nicht aufgeführt. Aufgeführt sind nur heimische Pflanzen.

Eine Ausgabe des ‘LSV kompakt – Magazin für Sicherheit und Gesundheit’ bestätigt dann aber meinen bereits gehegten Verdacht, dass sich bei der inzwischen mehr als einen Meter hohen Pflanze um die Beifuß-Ambrosie handelt.

Die Ambrosia, wie sie auch genannt wird, ist einer der sogenannten Neophyten, eine Neu-Pflanze in unserer heimischen Natur und eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen, da sie als einer der stärksten bekannten Allergieauslöser gilt.

Ich mache kurzen Prozess und entsorge sie, bevor sie Samen bilden kann.

Weitere Informationsquellen zur Ambrosia sind neben der Wikipedia auch die InfoPage Beifuß-Ambrosie. Dort gibt es auch eine besondere Seite zu Untersuchungen von Vogelfutter auf Verunreinigungen mit Ambrosiasaat.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Im Sauerland ist der Herbst schon weiter

Bei unserem gestrigen Kurztripp ins Sauerland bei Warstein konnten wir die Zeit auch für Spaziergänge durch den Wald in Warstein © H. Brune weitläufigen Naturpark Arnsberger Wald nutzen. Und nach unserem Eindruck ist der Herbst dort schon ein Stückchen weiter fortgeschritten als in unserem Teutoburger Wald. Im Bild sieht man zum Beispiel Winterlinden, die schon komplett gelb verfärbt sind. Auch die Ahornbäume, Haseln und viele Sträucher haben bereits buntes Laub. Aber bald ist es bei uns bestimmt auch so weit, vor allem mit den jetzigen Frostnächten.

Montag, 12. Oktober 2009

Ein neues Bilderrätsel

Nachdem unser letztes Gartenbilderrätsel offenbar  zu schwierig war möchten wir es diesmal mit einem BildBilderrätsel © H. Brune versuchen, dass vielleicht nicht ganz so selten ist.

In dem Bild sehen Sie einen Ausschnitt einer Pflanze, über die wir auch in den letzten Wochen in unserem Blog berichtet haben. Wenn Sie Lust haben es zu Raten, schicken Sie uns die Antwort als Kommentar im Blog, über Twitter oder per eMail. Oder kommen Sie vorbei. Wir freuen uns:)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Der Sinn des (Insekten-)Lebens

Obwohl man vielleicht erwarten könnte, dass mit dem Einbruch des schlechten Herbstwetters ein Verschwinden all der lästigen Insekten einher gehen würde Langer Heinrich mit im Spinnennetz gefangenen Blattläusen H. Brune (sozusagen als kleine Kompensation) konnte wir in den gestrigen Regenpausen ein reges Treiben der kleinen geflügelten Plagegeister in unserem Garten beobachten. Neben einigen Mückenschwärmen scheint auch noch einmal eine neue (letzte?) Generation von Blattläusen auszuschwärmen.

Angesichts der fortgeschrittenen Jahreszeit und dem schlechter werdenden Wetter fragt man sich unwillkürlich, warum die Natur so handelt? Werden doch die Blattläuse wohl unweigerlich verhungern, da die Pflanzen kaum noch neue Triebe bilden, an denen sich die kleinen Parasiten nähren könnten (nicht das wir ihnen das nicht gönnen würden, nachdem sie auch in diesem Jahr unseren Rosen wieder sehr zugesetzt haben).

Oder ist die letzte Blattlausgeneration selbst nur Futter, und sichert einigen der sich im Altweibersommer explosionsartig vermehrenden Spinnen noch ein kurzes Überleben? Wenn man sich unseren Langen Heinrich so ansieht kann man jedenfalls auf diese Idee kommen. Die Blüten des Heinrichs scheinen sich sehr gut für den Bau von kleinen Netzen zu eignen (siehe unsere Blogmeldung zum tanzenden Tau vom letzten Jahr) und gestern hat die sich hinter den Blütenblättern versteckende Weberin reiche Beute gemacht.

Samstag, 10. Oktober 2009

Sonnenblumen und Bienen

Vor ca. 2 Wochen hatten wir in unserem Blog von der Rückkehr der Sonnenblumen berichtet, die jetzt auf vielen Äckern als Zwischenfrüchte wachsen.Bienen und Sonnenblumen © H. Brune Gestern kamen wir noch einmal bei schönstem Herbstwetter an dem gleichen Acker an den Hängen des Teutoburger Waldes vorbei.

Zwar hatten die Sonnenblumen ganz offensichtlich auch unter dem schweren Regen gelitten (siehe z. B. die entsprechende Meldung des Mindener Tageblatts) und wirkten im wahrsten Sinne des Wortes etwas geknickt, aber trotzdem machten sie ihrem Namen ‘Sonnen’blume alle Ehre.

Seit unserem letzten Besuch hat ein Imker einige Kisten mit Bienenschwärmen an den Ackerrand gestellt. Bei der Bemalung der Kisten hat man sich offenbar von farbenfrohen Blüten inspirieren lassen und um die Einfluglöcher herum wurde noch ein besonderer Farbkreis gemalt. Ob das den Bienen die Rückkehr erleichtern soll?

Die Honigsammlerinnen waren jedenfalls gestern sehr aktiv und an den Bienenstöcken herrschte reger Verkehr. Auf den Sonnenblumenblüten sah man manchmal dick mit gelben Pollen bestäubte Vertreterinnen, die sich den Nektar friedlich mit einigen viel größeren Hummeln und letzten Schmetterlingen wie den Tagpfauenaugen teilten.

Heute hingegen werden die Bienen wohl nicht fliegen können: zu kalt, grau und regnerisch ist es jetzt. Wer mehr über die Honigbiene erfahren möchte, dem sei der sehr umfangreiche Artikel in der Wikipedia über die Westliche Honigbiene ans Herz gelegt.

Freitag, 9. Oktober 2009

Die Clematis Puschel

Auch die späten Sorten der Clematis (Waldrebe) verblühen allmählich, übrig bleiben die Samenstände, Clematis © H. Brune die bei einigen Sorten wie wild zerwuschelte Haarschöpfe aussehen.

In unserem Garten gibt es neben den Hortensien und Silbertalern eigentlich nicht viele andere Pflanzen, die nach dem Verblühen einen so interessanten Anblick bieten.

Leider kann man die Samen nicht gut in Trockengestecken oder ähnlichem verwenden, da sie schnell zerfallen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichte: Mit Kastanien, Eicheln und Bucheckern basteln

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Für die heutige Geschichte hat sie sich davon inspirieren lassen, das unsere kleine Blogmeldung ‘Basteln mit Kastanien’ zur Zeit unser beliebtester Bloginhalt ist:

Jetzt fallen sie wieder von den Bäumen,die glänzenden Kastanien, die braunen Bucheckern und die gelblichen Eicheln, mit allen lässt sich herrlich basteln. Tierfiguren zum Beispiel:

E. Brune © H. BruneMit einem spitzen Gegenstand Löcher in die Kastanien bohren, so dass ein Streichholz hinein passt. Streichhölzer oder Zahnstocher sind die Verbindungsteile. Wir brauchen sie um Figuren zu basteln. Eine andere Möglichkeit ist, die Früchte mit einer Heißklebepistole aneinander zu kleben. Hier einige Bastelvorschläge:

Basteln mit Kastanien © E. Brune

Auch Bucheckern gibt es in diesem Jahr reichlich. Früher wurden sie gesammelt, zur Ölmühle gebracht und Öl daraus gepresst. Man kann die harte Schale mit den Fingern abknibbeln und den schmackhaften Kern verspeisen. Mit den Bucheckernhülsen, holzige blütenähnliche Teile, lassen sich dekorative Kränze stecken oder kleben. Im Bastelgeschäft Unterlagen besorgen. Diese Kränze halten jahrelang.

Auf dem Lande aufgewachsen, sind mir Kastanienbäume von Kindheit an vertraut. Die mächtigen Baumriesen erregten meine Bewunderung und ich liebe noch heute die weißen Blütenlichter, mit denen sie  sich im Frühjahr schmücken. Für mich waren sie immer etwas Besonderes und so habe ich sie später in meinen Garten geholt. Vier Bäume vor gut 30 Jahren gepflanzt, sind prächtig gewachsen und stehen direkt neben dem Café.

Es gibt Kastanienbäume mit roten Blütenständen, die Esskastanien. Geheimnisvolle Bäume für uns Kinder, denn in unseren Breiten sind sie weitgehend unbekannt, in Süddeutschland dagegen häufiger zu finden.

Die Eltern einer Mitschülerin besaßen nun einen dieser geheimnisvollen Bäume und sie brachte gelegentlich eine Handvoll Esskastanien mit in die Schule. Wir anderen standen stauend darum herum. Einmal bekam ich eine geschenkt. Was für eine Kostbarkeit, bis heute unvergessen.

PS: Es liegen noch Kastanien und Bucheckern unter den Bäumen, wer möchte darf sie aufsammeln.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Im Herbst fallen nicht nur die Nüsse und Kastanien

Neben den Walnüssen und Kastanien fallen nun auch noch andere Dinge von den Bäumen, und zwar Vogelnester! Von den jetzt einsetzenden Herbststürmen aus den Ästen geschüttelt und am Boden weitergerollt finden wir sie morgens manchmal direktVogelnest © H. Brune vor der Haustür oder dem Café. So wie dieses Nest.

Während man sich normalerweise von Nestern fernhält hat man nun eine schöne Gelegenheit sich die Baukünste der Singvögel einmal im Detail anzusehen. Singvogelnester sind meist viel kunstvoller als die einfachen Aststapel, auf welchen etwa Tauben ihre Eier ablegen (manchmal vergebens).

Besonders interessant ist es immer wieder zu sehen, was alles für den Nestbau verwendet wird. Normal ist es auf unserem Bauernhof, dass viele lange Haare von den Kühen und Pferden verwendet werden. In diesem Fall hat der Vogel (den wir leider nicht bestimmen können) aber in den Nestrand auch eine Hortensienblüten vom vergangenen Jahr eingewebt. Dazu kommen Moos zur Polsterung und viele kleine Äste, die zu einem Kranz geflochten wurden. Mal sehen, ob wir noch weitere kleine Kunstwerke finden werden….

Dienstag, 6. Oktober 2009

Die Astern fühlen sich wohl

Trotz des schwindenden Sommers scheinen sich die Herbstastern weiter sehr wohl zu fühlen.Astern im Herbst © H. Brune Die bis zu eineinhalb Meter hohen Pflanzen öffnen munter immer neue weiße Blüten und bieten insbesondere den Bienen noch eine späte Nahrungsquelle im Garten.

Auf Hof und Garten wachsen sie bei uns an mehreren Stellen, so z. B. in dem Rosenbeet an der Einfahrt neben Rose de Resht, The Fairy und Gertrude Jekyll. Insbesondere mit der immer noch blühenden und etwas langsam wuchernden Rose ‘The Fairy’ haben sich dort die Astern verquickt. An einigen Stellen sieht man jetzt die rosa Rosenblüten zwischen den weißen Asternblüten hervorschauen. Vielleicht reichen sie sich die Hand, für die Übergabe vom Sommer zum Herbst?

Montag, 5. Oktober 2009

Der erste Frost nach dem Sommer

Der heutige Morgenspaziergang mit unserem Hund Zorro bot eine Überraschung: Den ersten Frost auf den Gräsern.

Als wir um 6 Uhr das warme  Haus verließen war die Sonne hinter dem Teutoburger Wald noch nicht einmal mit einer zarten Röte zu sehen. Statt dessen traten wir hinaus in eine helle und sternenklare Vollmondnacht. Die Kälte und die Klarheit der Nacht erweckten bereits wieder eine Art Sehnsucht Frost auf Mais © H. Brunenach frostigen Winternächten, in denen die Sterne über dem Schnee blinken.

Im Laufe unserer ca. einstündigen Runde stieg dann aber die Sonne so weit empor, dass der Mond wieder ganz klein und blass wurde und von den Sternen nur mehr der Morgenstern zu sehen war. Am Ende unseres Gangs waren wir nun in der nahen Thielheide, die sich in den letzten Jahren immer wieder als eine Art ‘Kälteloch’ erwiesen hat. Und hier sahen wir tatsächlich die kahlen Maisäcker wie auch die hohen Gräser der Wildflächen dick mit Reif überzogen.

Im Bild oben sieht man einige Maispflanzen, die dem Feldhäcksler offenbar entgangen und nun den Fasanen eine willkommene Speise sind. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern, dann sehen Sie die kleinen Eisstäbchen, die sich über die Blätter ziehen.

Aber eine der schönen Seiten des Spätsommers bzw. des Herbstes ist es ja, dass man morgens durch Eis stapfen, aber am Nachmittag mit einem Kaffee noch draußen in der Sonne sitzen kann:)