Donnerstag, 17. Juni 2010

Das Geheimnis der Tigerraupen gelüftet

Schon seit einigen Jahren waren uns immer wieder besonders auffällige Raupen vor die Kameralinse gekommen, die im Frühsommer massenhaft am wild wachsenden Jakobs-Greiskraut auftauchen. Raupen des Blutbären © H. Brune

Sie sind schwarz-gelb geringelt - also getigert - und scheinen keine große Furcht vor gefräßigen Vögeln zu haben. Entsprechend ihrer Hauptnahrungspflanze wird sie als Jakobskrautbär bezeichnet.

Ihre wespenartige Zeichnung soll wohl schon von weitem auf ihre Giftigkeit hinweisen: diesen Schutz erwerben die Raupen laut der Wikipedia dabei erst durch die Aufnahme des Jakobskrauts.

Wo ist nun das Geheimnis? Nun, schon einige Jahre lang versuchten wir den zu der Raupe gehörenden Falter einmal zu erblicken. Bei der großen Zahl von Raupen hätten man annehmen können, dass dies nicht so schwer ist.

Tatsächlich hatten wir aber bisher kein Glück, denn die Raupen verpuppen sich am Ende ihrer Entwicklung und kriechen in den Boden. Blutbär © H. BruneErst im Frühjahr des folgenden Jahres kommen sie hervor und entfalten sich.

Und vor ein paar Tagen kamen wir zu genau so einem Moment zu einer der Brachflächen, an denen seit Jahren viel Greiskraut wächst. Und endlich haben wir das fehlende Stück in der Entwicklungskette beobachten können:

Im Bild ist einer der Falter zu sehen, wie er gerade seine Flügel aufspannt und dabei von der Morgensonne gewärmt wird. Die tiefroten Flecken haben ihm übrigens den alternativen Namen Blutbär eingetragen. Wobei man bei einem Blutbären vermutlich im ersten Moment an etwas deutlich größeres und gefährlicheres denkt.

Fall abgeschlossen:)

Mittwoch, 16. Juni 2010

Der Riesenmohn blüht

In unserem Garten blühen drei unterschiedliche Mohnsorten. Nach dem frühen Islandmohn und vor dem Klatschmohn kommt der Riesenmohn. Vermutlich hat er einen anderen Namen, aber auf Grund der enormen Größe seiner Blüten passt die Bezeichnung:)

Riesenmohn © H. Brune Schön ist an dieser Mohnsorte auch die vergleichweise lange Haltbarkeit der Blüten: während die Blüten bei den meisten Arten schon nach einem Tag wieder zerfallen hat man hier deutlich länger Freude.

Sonntag, 13. Juni 2010

Die Edelrosen kommen

Die Blüte der Edelrosen startet jetzt in unserem Garten. Schon blühen Constanze Spry (im Bild zu sehen) und die Cantalooprose, dazu kommen Nelkenrosen, Hechtrose und inzwischen tausende Blüten der großen Ramblerrosen. Bei der Geschwindigkeit, in der sich gerade neue Blüten öffnen, kann es nicht mehr lange dauern, bis auch die anderen Sorten nachziehen.
Rose Constanze Spry H. Brune

Elisabeths Gartengeschichten: Marienblümchen

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

In jeder Nacht, in der Dunkelheit, gehen die Engel über die Erde. Sie gehen und schauen ob alles in Ordnung, Ruhe und Frieden ist. Und überall wo sie in der freien Natur oder in den Gärten, auf ein Marienblümchen treffen, küssen sie es. E. Brune © H. Brune

Das Marienblümchen mit seinem weissen Blütenkranz, schimmert sanft in der Nacht und die Engel mit ihren Engelaugen übersehen sowiso nichts.

Also die Engel schenken dem Marienblümchen einen Kuss. Aus lauter Freude darüber, errötet das Blümlein leicht und ein Hauch dieses Errötens bleibt an seinen Blütenspitzen zurück. So kommt es das jedes neue Marienblümchen diese rosa Spitzen zeigen kann,

Marienblümchen, auch Gänseblümchen genannt, bevölkern unsern Rasen. Ich weiß, auf einen ordentlichen englischen Rasen gehören keine Gänseblümchen. Ich kenne einen Gartenbesitzer, der sie in seinem Garten mit der Pinzette auszupft. Er verjagt sogar die Amseln, weil sie auf der Jagd nach Engerlingen seinen Garten zu sehr lüpfen. Aber ich liebe sie. Marienblümchen © H. Brune

Unser Rasen ist sowieso nicht englisch. Wühlmausgänge und Maulwurfshügel führten zu leicht unterschiedlichen Höhenverhältnissen. In dem Schatten der hohen Blutbuchen hat sich Moos angesiedelt. Nach den Gänseblümchen und auch mit ihnen, blüht gelb der kriechende Hahnenfuß. Sie schaffen das trotz Rasenmäher.

Das hört sich jetzt alles nach Wildnis und Unkraut an und doch strömt gerade dieser Rasen eine unbändige Freude aus. Im Sonnenschein strahlen die Marienblümchen um die Wette. Fast blendet das leuchtende der Sonne zugewandte Weiß, den Blick. Alles vermittelt Kraft und Stärke und Lebenslust.

Es tut einfach gut, von einem geschütztem Plätzchen aus, dieses Leuchten und Strahlen in sich hineinfließen zu lassen. Versuchen sie es einfach einmal.

Freitag, 11. Juni 2010

Lückenschluss nach 20 Jahren

Vor mehr als  zwei Jahrzehnten haben wir auf dem Hof an der Stelle, an der damals noch die Hofmauer und –grenze verlief zwei Blutbuchen neu angepflanzt. Sie sind langsam gewachsen, sogar ein Autounfall auf der Versmolder Straße, die ursprünglich noch direkt am Hof entlang führte und bei dem einer der beiden Bäume wortwörtlich platt gemacht wurde hat sie letztlich nicht aufhalten können.

Und nun ist es so weit: Die eine Rotbuche ‘reicht sich die Hand’ mit der ebenfalls noch relativ jungen Eiche auf der anderen Seite des Hofplatzes:

Blutbuche und Eiche © H. Brune Und hier der Lückenschluss noch einmal im Detail:

Blutbuche und Eiche © H. BruneWeiter so, unsere Bäume!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Jetzt geht sie los, die Blüte der großen Ramblerrosen

Heute Abend haben sich die ersten Blüten an unseren Ramblerrosen geöffnet! Bisher sind es nur wenige Dutzend Exemplare die sich auch nur an den Pflanzen mit der stärksten Sonneneinstrahlung finden. Aber damit ist nun die Zeit der Ramblerrosenblüte auf unserem Hof offiziell eröffnet.
Ramblerrose © H. Brune Nun werden die Blüten bis zu einer Woche brauchen um sich an der größten Rose gegenüber dem Café bis in die Spitze hinauf zu arbeiten, etwas später kommen dann auch schattiger stehende Exemplare wie das auf der Terrasse hinzu.
Die volle Blüte dauert dann vielleicht auch ungefähr eine Woche, bevor – mal schnell und mal langsamer – das Verblühen beginnt. Wer dieses Ereignis noch nie bei uns gesehen hat sollte versuchen in diesem Jahr einmal vorbei zu schauen. Es lohnt sich wirklich.

Dienstag, 8. Juni 2010

Einer für alle – alle für einen!

Über dem Eingang zu unserer Caféterrasse wuchert jetzt wieder der Hopfen. Hopfenranken © H. BruneEin echtes Wachstumswunder, denn seit wir ihn im April zuletzt im Blog erwähnt haben hat er mindestens 3.5 Meter lange Triebe entwickelt. 

Diese greifen nach jedem Halt um sich in die Höhe zu winden. Und wenn es keinen Halt gibt, dann tun sich einfach mehrere Ranken zusammen und schaffen es so auch weite Strecken zu überwinden.

Sie halten also zusammen wie die drei Musketiere und sehen diese drei Ranken nicht ein wenig so aus wie drei gekreuzte Klingen? Von daher: ‘Einer für alle – alle für einen!’

Spielereien mit Gartenbildern

Haben Sie das auch schon mal erlebt? Wenn man eine Sache sehr lange macht läuft man immer Gefahr ihr irgendwann einmal überdrüssig zu werden. So zum Beispiel die Gartenfotografie, bei der man nach einigen Jahren und einigen tausend Bildern gelegentlich den Eindruck bekommt eigentlich alles schon einmal abgelichtet zu haben. Da hilft dann auch eine neue Kamera oder ein anderes Objektiv wenig wenn es immer nur darum geht ein noch perfekteres Bild zu machen. Also warum nicht mal den umgekehrten Weg gehen und die Imperfektion suchen?

© H. Brune In diesem Fall sieht das so aus, dass wir eine neue App für unser Smartphone installieren, welche dann die mit der Handykamera aufgenommenen Bilder mit einem Retrolook versieht.

© H. BruneDie künstliche Unschärfe, die Schwärzungen und die wie angefressen wirkenden Ränder erzeugen einen ungewöhnlichen Eindruck, der manchmal scheinbar den Kern des Motives noch besser hervorbringt als ein gestochen scharfes Bild.

© H. Brune Damit gewinnt dann der Kameragang durch den Garten wieder einen ganz neuen Reiz der in der Überraschung liegt, wie ein altgewohntes Motiv wohl jetzt wirken wird.

© H. BruneWenn Sie es auch einmal ausprobieren wollen: Wir haben die Android App Retro Camera verwendet. Aber es gibt bestimmt noch jede Menge andere Apps.

Montag, 7. Juni 2010

Willkommen im Duftgarten

Auch wenn der gestrige – hochwillkommene! – Regen die Luft abgekühlt und damit das Blumenwachstum wieder etwas ausgebremst hat: unser Garten ist zur Zeit eine Art kleiner Duftgarten, da nun drei Pflanzen in voller Blüte stehen, die ihr Aroma in ganz besonders hoher Intensität verströmen. Da wäre zum Ersten die Kartoffelrose:
Kartoffelrose © H. Brune Sie wächst mit vielen Exemplaren an der Elisabethallee und verwandelt diese in eine Art Dufttunnel, da sich der Rosengeruch in dem von dichten Sträuchern begrenzten Weg stark konzentriert.
Zwischen Café und Elisabethallee gelegen blüht nun auch der erste Jasmin:
Jasmin mit Landkärtchen © H. Brune Dieser eine Strauch schafft es ganz alleine den Cafévorplatz und den Parkplatz mit seinem Duft zu überziehen. In eine paar Tagen werden im Garten noch weitere Sträucher einer späteren Sorte dazu stoßen. Der Jasmin lockt viele Hummeln und Bienen an und manchmal – wie im Bild zu sehen – sogar Schmetterlinge wie das Landkärtchen.
Die dritte nun blühende Duftpflanze ist schließlich die Nachtviole:
Nachviole mit Schmetterlingen © H. Brune Sie wächst in großer Zahl in den Beeten auf dem ganzen Gelände und verströmt insbesondere gegen Abend – daher auch der Name – ihren irgendwie an exotische Gewürze erinnernden Duft. Auch sie zieht Schmetterlinge, wie man im Bild sehen kann.
Übrigens: kommt es Ihnen auch so vor, als ob wir in diesem Jahr noch nicht wirklich viele Schmetterlinge beobachten konnten?

Sonntag, 6. Juni 2010

Die große Zeit der Lilien beginnt

Mit den Sommertemperaturen kommt auch eine rasante Entwicklung um Garten: überall blüht es plötzlich und die Auswahl für unser Blog fällt schon fast schwer. Da allerdings die vielen Lilien ganz besonders hervortreten wollen wir sie heute in den Vordergrund stellen. In den Beeten öffnen sich jetzt ganz unterschiedliche Sorten, von ‘normal’ großen und gefärbten bis hin zu gewaltigen Exemplaren mit ungewöhnlichen Farbkombinationen. Hier eine kleine Auswahl der Knospen, die wir gestern fotografieren konnten:

Lilienknopsen © H. Brune

Freitag, 4. Juni 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Pusteblumen

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

In der frühen, sehr frühen Morgendämmerung, gehe ich zum Briefkasten um die Zeitung zu holen. Auf Strümpfen gehe ich, die Steine des Weges sind trocken, so wenig hat es getaut in dieser Nacht.E. Brune © H. Brune

Sie sind trocken, obwohl der Wetterbericht immer wieder von Deutschland überquerenden Regenbändern spricht. Bei uns hat keines gequert, obgleich bei unserem leichten Boden, können wir gut ein paar Schauerbänder brauchen.

Falls es jemand interessiert, warum ich so früh aufstehe, am Freitagmorgen, ich stehe so früh auf, weil ich an diesem Tag Brot für Kerstins Cafe backe.

Vor Beginn der Arbeit ermuntere ich mich mit einer Tasse Kaffee und etwas Zeitungslektüre. Ich bin süchtig nach dem Fortsetzungsroman, fast geniere ich mich es zu gestehen.

Nach der langen Vorgeschichte komme ich zu dem was ich eigentlich erzählen will. Ich öffne die Haustür, atme tief die frische, duftende Morgenluft ein, trete auf die Terrasse hinaus, blicke nach links und ein zauberhaftes Bild eröffnet sich mir.

Auf dem kleinen Rasen im Abendgarten, ist ein größeres ovales Rasenstück seit Wochen nicht gemäht worden. Es wurde nicht gemäht, damit die frühen Narzissen die dort geblüht haben, in Ruhe ihre Blätter ausreifen und ihre Zwiebeln Kraft für das Blühen im nächsten Jahr sammeln können. Pusteblumen © H. Brune

Natürlich wachsen und blühen dort auch Löwenzahnpflanzen, da mein Garten naturnah geführt wird. Aus den Löwenzahnblüten entwickeln sich Pusteblumen und ebendiese schienen sich abgesprochen haben, alle auf einmal ihre Pusteblumenköpfe zu zeigen.

Steil aufgerichtet standen die Stängel und hielten zu Dutzenden ihre filigranen Bälle ins zögernde Morgenlicht. Ein märchenhafter Anblick der mich fröhlich auf den Tag einstimmte.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Nicht verpassen: Die Blüte der großen Ramblerrosen

Jetzt stehen sie wieder in den Startlöchern, die gewaltigen Ramblerrosen, die auf unserem Hof an mehreren Stellen prächtig gedeien. Sei es das mindestens 8 Meter hohe Exemplar in den Kiefern gegenüber über dem Café, sei es der Rosenpilz direkt auf der Caféterrasse oder die vielen Exemplare in den Büschen an der Elisabeth Allee: Alle sind voller Knospen, die mit dem nun wärmer werdenden Wetter schnell wachsen.
Knospen der Ramblerrose Im vergangenen Jahr war die Blüte Ende Mai/Anfang Juni bereits in vollem Gange und wenig später schon beendet. Das ist der Nachteil dieser gewaltigen Blütenpracht: ihre kurze Dauer. In diesem Jahr wird die Blüte aber wohl erst Mitte Juni ihren Höhepunkt erreichen. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

Dienstag, 1. Juni 2010

Regenmantel? Frauenmantel

Den gestrigen Montag hatte sich das Wetter mal wieder für einen ordentlichen westfälischen Landregen reserviert. Und so regnete es von morgens bis abends mehr oder weniger durch, fast ununterbrochen fiel ein feiner Nieselregen vom Himmel.Frauenmantel © H. Brune

Am Abend aber drang dann doch die Sonne wieder durch und brachte an der Hofeinfahrt den Fleck mit Frauenmantel zum Strahlen. Warum insbesondere den Frauenmantel?

Nun, der Frauenmantel, der wie so vieles im Garten zu den Rosengewächsen (Rosaceae) gehört, scheidet bei hoher Luftfeuchtigkeit an seinen Blatträndern Wassertropfen aus. Und bei Regen wird der Effekt noch verstärkt, so dass die Pflanzen im Sonnenuntergang ein einziges glitzerndes Wassertropfenmeer waren.

Der Frauenmantel hat daher im Volksmund auch viele Namen, die sich auf sein wetteranzeigendes Verhalten beziehen, wie Taublatt oder Taumantel.

Montag, 31. Mai 2010

Wie im Taubenschlag

Eine Art von Vögeln, die sich bei uns ebenfalls sehr wohl zu fühlen scheint, sind die Ringeltauben. Diese größte heimische Wildtaube ist eigentlich immer schon mit einigen Exemplaren auf unserem Hof anzutreffen gewesen.Ringeltaube © H. Brune

Wenn man nun vor unserem Café sitzt kann man die eifrigen Nestbauaktivitäten der Tauben beobachten.

Immer wieder fliegen sie zu der Trauerbirke am Teich und suchen nach passenden Reisern für ihr – man muss es so sagen – wenig kunstvolles Nest.

Birken scheinen beim Nestbau ganz besonders beliebig zu sein, lassen sich ihre langen und elastischen Äste doch gut ineinander flechten. Vielleicht sind die Birken damit ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Ringeltauben bei uns halten. Das Nest ist in diesem Jahr allerdings nicht direkt auf der Caféterrasse, sondern etwas versteckter und höher gelegen.Ringeltaube © H. Brune

Ein weiterer Grund, warum sich die Tauben so wohlfühlen, ist vermutlich der Teich. Gerne nimmt man hier gemeinsam ein Bad und putzt sich danach ausgiebig, entweder in den Ästen der großen Kiefern, oder wieder auf der Trauerbirke, deren nackte Astrücken ideale Sitzplätze zu sein scheinen.

Und schließlich gibt es auf dem Hof ja auch immer mal irgendwelche heruntergefallenen Körner zu picken. Dies ist vielleicht der letzte Grund, warum die großen grauen Flieger so standorttreu sind.

Sonntag, 30. Mai 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Akelei

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Die geheimnisvolle Blume hat mich schon als Kind fasziniert. Sie wuchs im Garten meiner Mutter, einer Bäuerin. Obwohl sie keinen typischen Bauerngarten besaß von der Aufteilung her, wuchsen doch viele Bauerngartenstauden in ihm. E. Brune © H. Brune

Als Kind habe ich oft vor dieser Pflanze gestanden und die ungewöhnlich geformten Blüten in tiefem  Blau betrachtet. Heute gibt es Züchtungen in den Farben weis, gelb, rot und blau, wobei immer neue Varianten auftauchen. Auch der Steingartenliebhaber findet kleinwüchsige Formen.

Die ausgefallene Blütenform hat zu verschiedenen Bezeichnungen im Volksmund geführt, wie Schlotterhose, Elfenhandschuh, Venuswagen, 5 Vögel beieinander. Mit etwas Phantasie lassen sich 5 Tauben mit ausgebreiten Flügen erkennen, die im Kreis zusammensitzend, einander die Köpfe zuwenden. Der Name Columbine rührt daher und dadurch ist sie als Blume des Heiligen Geistes bekannt geworden.

Die Standortfrage ist leicht geklärt. Sie verträgt Sonne als auch Halbschatten und ist ideal geeignet für den lichten Gehölzbereich. Da sie vorwiegend von Hummeln bestäubt wird, zieht sie diese possierlichen Insekten in den Garten. Akelei H. Brune

Die auch wild vorkommende Pflanze ist ein Hahnenfußgewächs, daher giftig und steht unter Schutz. Sie gehört zu den hypoallergenen Pflanzen, das heißt, weder Heuschnupfen durch Pollenflug noch Hautreizungen durch Berührungen treten auf. Sie sät sich selber aus und trotzt dadurch ihrer Kurzlebigkeit als Staude.

Akeleien sind ausgezeichnete Schnittblumen. Mit ihren nickenden Köpfen und dem Blattwerk erfreuen sie lange in der Vase.

Sie waren ein Zeichen Freyas, der Göttin der Liebe. Später wurden sie ein Attribut Marias, und Jesus Christus. Wie so oft, übertrug man auch hier heidnische Symbole auf die christliche Geschichte.

Sehr bekannt ist das Albrecht Dürer zugeschriebene Aquarell "Akelei". Es zeigt die ursprüngliche, noch nicht durch Zucht veränderte Pflanze.

In der Blumensprache heißt es: Sei mutig, vergiss deine Scheu.

Samstag, 29. Mai 2010

Die ersten Erdbeeren

Seit ein paar Tagen stehen sie wieder an der Straße: Die Verkaufsbuden der örtlichen Erdbeerbauern. Oft in direkter Nachbarschaft zu den schon einige Wochen offenen Spargelbuden, so dass man sich in einem Rutsch mit diesen beiden saisonalen Köstlichkeiten eindecken kann. Wunderbar!

Erdbeeren © H. Brune

Auf die ersten Erdbeeren mussten wir in diesem Jahr lange warten, auch hier hat sich die kühle Witterung ausgewirkt, wie überall in der Natur. Gestern haben wir dann aber endlich frische Früchte erworben können. Zu einem recht stolzen Preis, aber was soll’s.

Im Geschmack sind die Erdbeeren schon recht gut, auch wenn man ihnen die fehlenden Sonne anmerkt. Die spannende Frage ist jetzt: werden wir uns zurückhalten können und die roten Kuller für eine leckere Erdbeer-Joghurt-Torte verarbeiten, oder essen wir sie gleich selbst aus dem Schälchen!?

Donnerstag, 27. Mai 2010

Der Himmel hängt voller Glyzinien

Auch in diesem Jahr blüht unser großer Blauregen bis zum First des Haupthauses. Höher hinaus geht es nicht mehr, da die sich dem Himmel noch weiter entgegen reckenden Triebe keine neuen Haltepunkte mehr finden können. Glyzinie © H. BruneDabei sollen sie laut der Wikipedia bis zu 30 Meter hoch werden können.

Auch an der Blüte der Glyzinie kann man gut den Vergleich zum Vegetationsfortschritt im vergangenen Jahr ziehen: Damals haben wir über diese Ereignis fast einen Monat früher berichtet.

Der Blauregen gehört wie übrigens auch der Goldregen zu den Schmetterlingsblütlern. Und wie der Goldregen ist auch die Glyzinie giftig.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Vogelkonzerte

Das Frühjahr ist zugleich die große Zeit der gefiederten Sänger. Wenn man jetzt im Garten sitzt – aber auch beim frühmorgendlichen Spaziergang im Wald – hört man die vielfältigen und manchmal überraschend lauten Melodien der Singvögel. Im Bild sieht man einen Buchfinken, der am Wochenende auf dem Dach des Cafés seiner Sangesfreude aus voller Brust ihren Lauf lies.

Singender Buchfink © H. Brune

Dienstag, 25. Mai 2010

Die Kastanienfresser sind wieder da

Unsere großen Kastanien an der Hofeinfahrt und am Café stehen gerade in voller Blüte und zeigen ihre frischen grünen Blätter. Die starken Äste ließen sich auch von den sehr Kastanien im Frühlingssturm © H. Brune kräftigen Winden am Abend des Pfingstmontags nicht brechen, selbst wenn die Bäume ziemlich gezaust wurden.

Der Sturm zeigte uns aber auch den seit einigen Jahren bei uns einfallenden Kastanienfeind, von dem wir in jedem Jahr vergeblich hoffen, dass er den Winter nicht überlebt haben möge: Die Rosskastanienminiermotte.

Dieser nur wenige Millimeter große Kleinschmetterling sorgt mit seinen gefräßigen minierenden Larven dafür, Rosskastanienminiermotte © H. Brunedass die prächtigen Kastanien schon ab Ende Juni von braunen Blättern übersät sind. Kein schöner Anblick, auch wenn es die Bäume bisher nicht wirklich zu schädigen zu scheint. Und der Sturm sorgte dafür, dass sich die Miniermotten in den Windschatten der Baumstämme zurück zogen, wo wir sie fotografieren und danach so weit möglich zerquetschen konnten. Leider sind es viel zu viele um ihnen auf diese Weise tatsächlich beikommen zu können.

Weiterhin scheint es keine Kastanienblatt © H. Brunewirklich wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten zu geben, zumindest wenn man wie wir den Einsatz von chemischen Spritzmitteln nicht in Betracht zieht.

Von daher müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass auch in diesem Jahr unsere Kastanien wieder leider müssen. Aber im Moment können wir uns noch von den großen Blatthänden im leuchtenden Frühjahrslicht erfreuen. Und das werden wir genießen.

Der erste Schnitt ist im Trockenen

Auch in der Landwirtschaft merkt man den bisher eher kühlen Jahresverlauf: Die Bauern in unserer Gegend haben erst jetzt den ersten Grasschnitt von den Wiesen eingefahren, während es in den vergangenen Jahren oft schon am 1. Mai los ging.

Grasschwade © H. Brune

Sonntag, 23. Mai 2010

Die ersten Rosen erblühen in unserem Garten

Wie in jedem Jahr wird die Rosensaison in unserem Garten wieder von der Dünenrose eröffnet. Die Rosa spinosissima ist laut der Wikipedia eine der ältesten kultivierten Rosen, hat dabei aber ihren Wildcharakter ganz eindeutig behalten.Dünenrose © H. Brune

Die Bibernellrose – wie sie auch genannt wird – verströmt aus ihren kurzlebigen aber zahlreichen Blüten einen intensiven Duft. Leider wird die kurze Lebensdauer der Blüten noch durch kleine schwarze Käfer verkürzt, die offenbar die gleichen sind, die man auch häufig in Narzissen findet, und die wohl schon auf die ersten Rosen gewartet haben.

Gegen die kleinen Tierchen helfen der Rose ihre besonders stacheligen Äste leider auch nicht.

Samstag, 22. Mai 2010

Jetzt ist unser Blog zwei Jahre alt!

In dieser Woche feiert unser Blog seinen zweiten Geburtstag. Und wir sind glücklich, dass wir es auch in den letzten 12 Monaten meist geschafft haben, jeden Tag eine neue Geschichte zu veröffentlichen. Insgesamt finden sich jetzt schon mehr als 600 Einträge in unserem Blog. Zeit ein kleines Fazit zu ziehen:)

Bilder alt und neu

In der folgenden Kollage findet sich eine kleine Auswahl der Bilder, die wir im zweiten Blogjahr veröffentlicht haben:Bilder des Hof-Brune-Blogs © H. Brune

Da die Bilder ein so wesentlicher Bestandteil unserer Internetseite sind war es eine wesentliche Änderung, dass im Laufe des Jahres immer mehr Fotos aus einer neuen Kamera kamen. Diese Kamera eröffnete zwar ganz neue Möglichkeiten zum Beispiel bei der Abbildung von kleinen und schnellen Motiven (wie etwa Vögel), aber wir mussten uns erst an die andere Farbdarstellung gewöhnen, die uns doch im Vergleich viel blasser erschien. Heute kommen alle Bilder aus der neuen Nikon.

Ein Jahr Cafétwitter

Zu unserem einjährigen Bloggeburtstag gründeten wir  ein neues Twitterkonto, über das wir in den letzten Monaten kleine Meldungen und viele Fotos veröffentlichten. Dort haben wir heute schon mehr als 100 sogenannte Followers, die uns immer wieder interessantes Feedback geben. Deutlich mehr als zuvor über die Kommentarfunktion des Blogs hereinkam. Twitter und unser Blog ergänzen sich nach einem Jahr sehr gut.

Alte und neue Blogkategorien

Unser Blog wurde von Anfang an durch verschiedene Kategorien gegliedert, um Beiträge zum gleichen Thema zusammen zu fassen. Hier hat es in den vergangenen Monaten auch ein paar Änderungen gegeben:

So wird die Laden-Kategorie heute nicht mehr verwendet, dafür gibt es als neue Kategorien ‘Aktuell’ um gerade besonders wichtige Hinweise zu bündeln, ‘Vögel’ zur  Kombination der erst seit dem vergangenen Winter mit der neuen Kamera möglichen Beiträge zur heimischen Singvogelwelt und ‘Elisabeths Geschichten’: Hier finden sich alle (Garten-)Geschichten von Elisabeth Brune, eine Serie, die wir im vergangenen Sommer gestartet haben.

Wir sind gespannt, wie sich unser Blog in seinem 3. Jahr entwickeln wird!

Freitag, 21. Mai 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Salomonssiegel

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Seit einiger Zeit wächst in dem lichten Wäldchen bei uns eine Salomonssiegelstaude. Sie scheint sich dort wohl zu fühlen, denn sie gedeiht prächtig.E. Brune © H. Brune

Salomonssiegel sind Maiglöckchen, Liliengewächse. Andere Bezeichnungen für sie: Weißwurz, Springwurz. Sie liebt halbschattige, lichte Trockenwälder und ist hier und da in der freien Natur anzutreffen. Ich weis es nicht, vermute aber, dass sie unter Naturschutz steht.

Auffällig sind die anmutig gebogenen Blattstiele, von denen rechts und links breite Blätter abgehen. Die weißgrünen Blüten sind allgemein unscheinbar und unter den Blättern versteckt.

Es gibt verschiedene Sorten: Die vielblütige Polygonatum multiflora. Diese wächst bei uns, gut 60cm hoch werdend. Die wohlriechende oder echte Weißwurz, Polygonatum odoratum, ist etwas niedriger im Wuchs, ca. 40 cm hoch und die seltenste. Salomonssiegel © H. Brune

Es gibt Sorten mit panaschierten (gestreiften) Blättern, aufrecht stehende mit schmalen Blättern, so dass die Blüten besser sichtbar sind. Für mich liegt der Zauber des Salomonsiegel in seinen geschwungenen Blattrispen.

Die Pflanze enthält herzwirksame Inhaltsstoffe, wird aber nicht in der Herzmedizin verwandet.

Mythos: Dem Volksglauben nach soll es die Springwurz seien, die geheime, verschlossene Türen zu unendlichen, unterirdischen Schätzen öffnet und in Trocken Zeiten Quellen, sogar aus Felsgestein, entspringen lässt.

Namensgeber ist übrigens der sagenhafte, biblische König Salomon. Der abgestorbene Stängel hinterlässt auf dem Wurzelstock eine runde wulstige Narbe, die dem Siegel des Königs ähneln soll.

In der Blumensprache: Das höchste und tiefste Gefühl für mich ist, dass ich von dir weis.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Die gelben Blütenbälle der Ranunkelsträucher

Ein besonders treuer Blüher im Garten ist der Ranunkelstrauch. Nicht nur in seiner jetzt beginnenden Hauptblütezeit zeigt er seinen dicken gelben Blütenbälle, Ranunkelstrauch © H. Bruneauch noch viele weitere Wochen und Monate hindurch kann man immer wieder zumindest mit einzelnen Blüten rechnen und im Spätsommer gibt es noch einmal eine zweite Hauptblüte.

Der Strauch, der auch Goldröschen oder Kerrie genannt wird, gehört zu den Rosengewächsen (wie etwa auch der Apfelbaum) und kommt laut der Wikipedia ursprünglich aus Ostasien. Er breitet sich im Garten über Ausläufer im Boden gerne aus. Wenn man ihn also nicht gerade dazu einsetzt Lücken zu schließen muss man dem Ranunkelstrauch gelegentlich energisch Einhalt gebieten, damit er sich nicht zu viel Fläche aneignet.

Dienstag, 18. Mai 2010

Die Clematis Montana ist angekommen

Jetzt beginnt die Blüte der Clematissorten in unserem Garten. Eine der ersten ist eine Clematis Montana, die an einem eigenen großen Bogen rankt. Clematis © H. Brune

In vergangenen Jahr konnten wir hier von einer schönen Dreifachblüte berichten, die aus der Clematis, der Glyzinie und einer zweiten Clematis in einer nahe stehenden Eberesche bestand.

Leider gehört die zweite Clematis zu den zahlreichen Opfern dieses Winters in unserem Garten. Zwar kommen jetzt doch wieder junge Triebe von unten heran, aber es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis sie wieder die ursprüngliche Größe erreicht.

Interessant ist an dieser Stelle auch wieder der Vergleich des Vegetationsfortschritts: Im letzten Jahr war diese Blüte bereits Anfang Mai zu beobachten. Wir sind jetzt also wieder ca. 14 Tage zurück.

Montag, 17. Mai 2010

Vogelnachwuchs

In unserem Garten kann man wie in jedem Frühjahr auch jetzt viele viele Singvögel beobachten. Die Balz- und Paarungszeit ist bei vielen Arten offenbar schon vorbei und es gibt den ersten Nachwuchs!

Kohlmeise mit Raupe © H. BruneGestern bemerkten wir zum Beispiel im Apfelbaum am Café zwei Kohlmeisen, die immer wieder im Baum herum hüpften und dabei offensichtlich meist etwas im Schnabel hatten. Auch kann man nun ein fast ununterbrochenes aufgeregtes Piepsen hören, welches direkt aus der Wand des Cafés zu kommen scheint.

Mit etwas Geduld konnten wir dann die folgenden Beobachtungen machen:

Startende Kohlmeise © H. BruneDas Kohlmeisenpärchen hat offenbar an einem der Fenster eine Lücke im Putz gefunden und in der Dämmschicht sein Nest untergebracht und erfolgreich Junge ausgebrütet. Nun kommen die beiden im Minutentakt (manchmal sogar noch häufiger) zum Nest und liefern Raupen ab. Uns war gar nicht klar, dass wir schon wieder so viele davon im Garten haben.

Auf dem Weg zu ihrem Nest sind die Meisen sehr vorsichtig: nie fliegen sie es direkt an sondern nehmen immer einen Umweg durch den Baum und arbeiten sich dann über viele Zwischenstationen (= Äste) heran. Wenn sie ihre Speisen abgeliefert haben starten sie sofort aus dem Schatten und verschwinden so schnell wie möglich. Hoffentlich lohnt sich ihre Vorsicht und die Hofkatzen werden nicht auf sie aufmerksam.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Nach dem Apfel kommt der Zierapfel

Seit einigen Tagen steht an unserer Caféterrasse auch der Zierapfel in voller Blüte. Wenn wir in unser Blog vom letzten Jahr sehen, so scheint sich die Blüte in diesem Jahr um wenigstens eine Woche verzögert zu haben. Es ist ja auch wirklich kalt und ungemütlich hier in Borgholzhausen.Zierapfelblüte © H. Brune

Der Zierapfel ist auch immer etwas später dran als der Apfelbaum am Café, der ja schon vor zwei Wochen so weit war. Später im Jahr trägt er dann kleine rote Früchte, die uns als Kindern immer verboten wurden, da sie giftig seien. Allerdings findet man im Internet Seite wie botanikus.de, auf denen dies bestritten wird. Da müssen wir uns – wenn die Erntezeit ansteht – doch mal genauer kundig machen!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Salat vom Wegesrand

Jetzt ist eine gute Zeit um die tägliche Portion frischen grünen Salats bei Spaziergang aufzupeppen. Es blüht nämlich überall die Knoblauchsrauke. Knoblauchsrauke © H. Brune

Ähnlich wie der gerade blühende Bärlauch hat auch sie ein Knoblaucharoma, allerdings kann sie nicht ganz so vielfältig verarbeiten. Abgesehen von Salaten kann man sie auch gut Gerichten wie den italienischen Tramezzini verwenden.

PS: Die Knoblauchsrauke wird wirklich so geschrieben und nicht etwa Knoblauchrauke:)

Sonntag, 9. Mai 2010

Die Sumpfdotterblume rettet uns über diesen indifferenten Tag

Der heutige Muttertag war in Bezug auf das Wetter nicht wirklich ein Highlight: Den ganzen Tag über schien sich die Natur nicht entscheiden zu können, ob sie jetzt die Sonne richtig scheinen lässt oder ob es gleich Regen oder gar Gewitter geben soll. Sumpfdotterblume © H. Brune

Da ist es gut im Garten – oder in diesem Fall besser im Teich – leuchtende Frühlingsblüten zu haben, die einen an die Farbe der Sonne erinnern.

Vor einigen Jahren haben wir einen Wurzelstock einer Sumpfdotterblume ans Ufer gesetzt und tatsächlich ist die Pflanze in den vergangenen Jahren prächtig gewachsen.

In dem Wikipediaartikel gibt es einiges Interessantes über die Dotterblume zu lesen: so wurde sie trotz einer leichten Giftigkeit früher auch als Lebensmittel verarbeitet und aus den Blütenknospen sogenannte Deutsche Kapern produziert.

Samstag, 8. Mai 2010

Jetzt ist der Garten blau

Eigentlich veranstalten wir unseren Garten in Blau ja immer zur Blüte der Krokusse. Dabei ist unser Garten jetzt noch viel blauer, da das Vergissmeinnicht in dicken Polstern an vielen Stellen blüht.
Vergissmeinnicht mit Narzisse © H. Brune
An der Einfahrt sieht man jetzt auch eine besondere Variante: Das kaukasische Vergissmeinnicht, welches einzelne, tiefblaue Blüten hat.

Freitag, 7. Mai 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Die Maiglöckchen

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es auch um unerfüllte Gartenträume:

Eine meiner Lieblingsblumen, neben der Rose, der Königin der Blumen, ist das bezaubernde Maiglöckchen. Die einfachen, bescheidenen Blumen erobern mein Herz mehr, als alle
Superzüchtungen der letzten Jahre. E. Brune © H. Brune

Leider ist unser Boden nicht der absolute Maiglöckchenboden. Seit einiger Zeit kann ich aber bescheidene Bestände vorweisen, sehr bescheidene.

Dann kommen Besucher die mir erzählen, dass sie diese von mir begehrten Pflanzen, schubkarrenweise, in ihrem Garten entsorgt haben. Ich könnte schreien vor Wut.

Aber je knapper etwas ist, umso kostbarer erscheint es uns.

In der Blumensprache sagt das Maiglöckchen: Du bist der/die Einzige, der/die mich glücklich macht. Was für Assiziationen kommen mir beim Maiglöckchen noch? Maiglöckchen © H. Brune

  • Blume, von Kindern geplückt, zum Muttertag.
  • Maiglöckchensträusschen, der Liebsten verehrt, auf dass sie ihn am Busen trage.
  • Maiglöckchenparfüm.
  • Maiglöckchenseife, beides nicht mehr so gefragt wie früher.
  • Maiglöckchen gehören zu den Giftplanzen.
  • Maiglöckchen gehören zu den geschützten Pflanzen, das heist, in der freien Natur dürfen sie nicht gepflückt werden.

Maiglöckchen haben herzwirksame Inhaltsstoffe. In der Medizin werden sie weniger verwendet aber in der Homöopathie. Schneeglöckchenbrosche © H. Brune

Vor einigen Tagen sah ich an einem Stand mit antikem Schmuck eine wunderschöne Maiglöckchenbrosche. Der Inhaber bot sie seit einiger Zeit erfolglos an, wollte sie gerne loswerden und kam mir im Preis entgegen, ich konnte nicht wiederstehen.

Übrigens gibt es eine rosablühende Maiglöckchenvariante.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Birken sind manchmal nervig

In dem kleinen Wäldchen am Hof wachsen auch etliche Birken. Und so sehr uns das frische Grün jetzt im Frühjahr auch erfreut – die Birken können einen manchmal doch etwas auf die Nerven gehen. Birkensamenschwad © H. Brune Das liegt an ihrer umfangreichen und lang andauernden Samenproduktion.

Die Blütenstände der Birken werden als Kätzchen bezeichnet und haben sich zum ersten Mal in diesem Jahr im Massen schon am vergangenen  Wochenende auf unserer Caféterrasse abgelagert. Das lag aber nur an den Regenfällen.

Viel penetranter sind die Birkensamen, die später reifen und sich dann vom Wind in alle Ecken treiben lassen. Eigentlich findet man das ganze Jahr über irgendwelche Bestandteile der Birken vor, die man dann zusammenkehren darf. Im Herbst sind die Schichten so dick, dass wir uns immer mal wieder fragen ob man diesen vermutlich energiereichen Ladungen nicht irgendetwas müsste anfangen können. Aber bisher hatten wir keine zündende Idee.

So, dass musste mal gesagt werden. Aber eigentlich lieben wir unsere Birken und das gepunktete grünliche Licht, welches sie auf den Boden werfen.

Merkwürdige Gewächse am Wegesrand

Seit der letzten Woche taucht an den Straßenrändern wieder eines der merkwürdigsten Gewächse auf, das in unserer Gegend wild wächst.Sporenähren des Acker-Schachtelhalms © H. Brune

Für kurze Zeit sieht man an den entsprechenden Stellen viele braune Stängel aus dem Boden kommen, mit einer merkwürdig geschuppten Spitze, die sich nach und nach leicht öffnet. Irgendwie erinnern die Pflanzen an Spargel, der ja jetzt auch gerade erhältlich ist, sind aber doch deutlich anders.

Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal auf diese – auch noch recht kurzlebigen – Gewächse aufmerksam wurden stellten sie uns vor ein kleines Rätsel. Die Lösung brachte allerdings die Erinnerung: Wuchsen in den Jahren zuvor nicht an genau der gleichen Stelle immer üppige Schachtelhalm Kolonien?

Und tatsächlich: bei den merkwürdigen Pinökeln (wie der Westfale aus der Umgebung von Gütersloh auch sagen kann) handelt es sich um die Sporenähren des Acker-Schachtelhalms. In der Wikipedia finden sich weitere Abbildung und Beschreibungen zu dieser urtümlichen und auch im Garten nützlichen Pflanze.

Dienstag, 4. Mai 2010

Die Rapsfelder blühen – und bieten Nahrung für viele

Jetzt ist es wieder so weit: Die großen Rapsfelder blühen und verwandeln die Landschaft in ein gelb-grünes Schachbrettmuster. In diesem Jahr ist die Blüte bei uns etwas später dran als im vergangenen Jahr, aber nicht viel.Schwalbe über blühenden Raps © H. Brune

Überhaupt war es mal wieder sehr beeindruckend zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit sich der Raps in den vergangenen Wochen in die Höhe geschraubt hat.

In der Blütezeit zieht der Raps alle möglichen Insekten an, die sich an ihm nähren. So haben auch die Imker schon ihre in Kästen verpackten Bienenstöcke an den Rändern einiger Äcker aufgestellt. In den Waben sammelt sich leckerer Rapshonig.

Auch Vögel werden vom Raps angezogen oder besser: sie werden von den Insekten angezogen, die der Raps anzieht. So kann man nun immer wieder Rauchschwalben sehen, die im rasanten Tiefflug knapp über die Blüten hinweg schießen und dabei Nahrung sammeln. Im Bild ist so eine Szene zu sehen, klicken Sie es an, um es zu vergrößern.