Donnerstag, 1. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Misteln

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche wird das Rätsel aufgelöst, welches sich einigen unserer Gäste möglicherweise beim Anblick von Bäumen mit Verbänden gestellt hat:

Wer jetzt meint, Misteln gehören als Schmuckpflanze in die Weihnachtszeit und hätten in einer Frühjahrsgeschichte nichts zu suchen, den darf ich eines Besseren belehren.E. Brune © H. Brune

Ich habe nämlich Mistelsamen geschenkt bekommen, Herr Biermann, von der Landwirtschaftsbehörde Gütersloh des Kreises Gütersloh, bot welchen an. Trotz der vielen Interessenten – ich war die 150. Anruferin – habe ich welchen bekommen.

Misteln, das geheimnisvolle Gewächs, das die Druiden der Kelten mit goldenen Sicheln von den Bäumen geschnitten haben sollen.

Sie werden als blutdruckregulierendes Heilkraut und in der Krebstherapie verwendet. Wir haben die nach Anleitung vorgenommene Plfanzaktion mit Fotos dokumentiert.

Das Fruchtfleisch der weißen Mistelbeeren, gerne verzehrt von Mistel- und Wacholderdrosseln, ist außerordentlich klebrig. Die Vögel putzen ihre Schnäbel gerne an Astgabeln sauber.

Der Samen, einer kleiner grüner Pflanzenembryo, bleibt dabei danke des Klebstoffes am Holz kleben. Mit etwas Glück entwickelt er sich zu einem neuen Mistelgewächs.Mistelsamen mit Bindenfixierung © H. Brune

Beim eigenen Pflanzversuch ist es hilfreich an trockenen Tagen Wasser an einer Astgabel herunterlaufen zu lassen. Dort wo der Tropfen hängen bleibt dann den Samen andrücken. Mit einer Mullbinde kann man ihn zur Unterstützung leicht fixieren.

Zum Pflanzzeitpunkt habe ich mich nach dem Mondkalender gerichtet. Mit ihm habe ich bereits früher gute Erfahrungen gemacht. Nun hoffe ich auf ein Gelingen der Aktion. Zu gegebener Zeit wird weiter berichtet.

Mistelkugeln, auch Hexenbesen genannt, befinden sich in großer Zahl längs der A2, in der Umgebung von Hamm, kilometerweit in den hohen Pappeln.

Jetzt sind die Bäume noch unbelaubt und lassen einen ungehinderten Blick zu.

Weitere Informationen zu den Misteln finden Sie auch in der Wikipedia und auf den Seiten des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Mittwoch, 31. März 2010

Endlich wieder in der Sonne liegen

Unser Caféhund Zorro kann es nicht mehr abwarten, endlich wieder draußen in der Sonne liegen zu können. Nach dem langen Winter nutzt er jetzt jeden Sonnenstrahl Zorro auf seinen Decken © H. Bruneum eine seiner Decken zu packen und nach draußen zu schleppen. Denn auch mit Sonne will man ja weich liegen.

Und wenn er erstmal draußen liegt treibt ihn so schnell nichts wieder rein. Manchmal bibbert er dann so sehr in der immer noch kalten Luft, dass wir ihm aus Mitleid auch noch seine anderen Decken nachtragen und damit wärmen.

So lange die Bäume noch kein Laub tragen ist es ja auch besonders interessant draußen, da der Hund von bestimmten Stellen aus jeden Spaziergänger und Radfahrer auf dem am Hof vorbeiführenden Radweg beobachten kann um sie dann nach nicht ganz klaren Kriterien gelegentlich zu melden.

Dienstag, 30. März 2010

Die Weidekätzchen blühen

Gemeinsam mit den übrigen Sträuchern sind auch die Weiden an unserem Hofteich und an den Bächen in Borgholzhausen kräftig ausgeschlagen. Bei den Weiden kommen allerdings zuerst die Blüten in Form der Weidekätzchen zum Vorschein und das Blattwerk stellt sich hinten an.Weidekätzchen © H. Brune

Seit ein paar Tagen sind die männlichen Blüten nun mit fettem gelben Pollen bedeckt, der für die Bienen nach dem Winter eine erste wichtige Nahrungsquelle darstellt.

In Publikationen wie diese Pressemitteilung der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wird der Anteil der Weiden am jährlichen Pollenbedarf der Bienen auf 10% geschätzt, oder sogar noch mehr. Insbesondere für die Aufzucht des Bienennachwuchses ist dieses “Bienenbrot” offenbar besonders wichtig.

Montag, 29. März 2010

Vorsicht, die Bäume schlagen aus

Kaum ist es noch zu glauben, aber vor weniger als drei Wochen haben wir noch über (oder unter) den Schnee geächzt. Aber gerade die letzte Woche mit ihren Temperaturen von mehr als 20 Grad hat die Pflanzen in Garten und Umland einen ordentlichen Sprung machen lassen.Collage Frühlingsblätter © H. Brune

Während die Schneeglöckchen verblühen und die Krokusse wie darnieder gestreckt ihre verblassenden Kelche am Boden ausbreiten schlagen bereits überall die Bäume und Sträucher aus. Und da dieses frische Grün so schön ist haben wie hier eine kleine Sammlung von Sträuchern und Pflanzen angefertigt, die den gestern erreichten Stand dokumentiert.

Wenn Sie möchten können Sie auch gerne einmal ihre Pflanzenkompetenz testen. In dem Bild sehen diese Arten:

  • Birke
  • Dünenrose/Bibernellrose
  • Duftender Schneeball
  • Flieder
  • Forsythie
  • Geißblatt
  • Hasel
  • Kartoffelrose
  • Zierjohannisbeere
  • Zierquitte

Aber welches Blatt gehört zu welchem Gesträuch?

Sonntag, 28. März 2010

Bärlauchführungen im Teutoburger Wald

Bald blühen sie wieder, die großen Bärlauchfelder im nahen Teutoburger Wald. Schon schieben sich die ersten Blätter des Bären Lauchs durch das Laub und bedecken nach und nach hektargroße Flächen des Waldbodens.Bärlauchfeld im Teutoburger Wald © H. Brune
Wenn dann die Blüte beginnt ist der sonst so dunkle Forst plötzlich leuchtend hell. Für eine kurze Zeit.
Auch in diesem Jahr bietet Elisabeth Brune wieder Führungen zum Bärlauch an, der in den letzten Jahren eine immer noch wachsende Aufmerksamkeit als heimische Gewürzpflanze mit vielfältigen Verwendungen erfahren hat.
Wenn Sie Interesse an einer Führung haben können Sie uns unter 05425/304 erreichen. Wir veranstalten die Führung für Gruppen ab 10 Personen, pro Person betragen die Kosten 3 Euro. Gerne bieten wir im Anschluss auch einen dazu passenden Kräuterimbiss in unserem Café an.

Samstag, 27. März 2010

Ein Platycercus elegans im Garten

Vorgestern hatten wir ungewöhnlichen Besuch im Garten: einen sogenannten Pennantsittich (Platycercus elegans). Das farbenprächtige Exemplar tauchte plötzlich in den Bäumen auf uns lies sich gerne mit einigen Körnern anlocken.Pennantsittich H. Brune

In den vergangenen Jahren haben sich auf unserem Hof immer mal wieder entflogene Sittiche eingefunden, vermutlich weil sie an den Silagen und Getreidespeichern immer etwas Nahrung finden können. Meist sind sie aber schnell weiter gezogen in ihr ungewisses Schicksal, ohne das wir sie näher betrachten konnten.

Auch der Pennantsittich ist kein heimischer Vogel. Er stammt – wie man zum Beispiel in der Wikipedia nachlesen kann – aus den östlichen Küstenregionen Australiens und wird hier als Volierenvogel gehalten. Sein kräftiger Schnabel macht es notwendig ihm vorsichtig – am besten mit Handschuhen – zu begegnen.

Nachdem wir ihn überlisten und einfangen konnten hat er nun bei einem Vogelfreund ein artgerechnetes Heim gefunden, in dem er auch besser vor dem heute doch wieder recht unfreundlichen Wetter geschützt ist.

Donnerstag, 25. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Das Scharbockskraut

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Nun kommt es wieder, Anfang, Mitte März.

Kleine, dunkelgrüne, rundliche Blätter erscheinen. Noch flach auf den Boden gedrückt.E. Brune © H. Brune

Später werden sie etwas grösser, herzförmig, mit breiten Spalt in der Mitte, erheben sie sich über den Boden und schmücken sich noch später  mit unzähligen goldenen Blütensternen.

Wie ein auf die Erde gefallener Sternenhimmel bieten sie sich dem Auge dar.

Nochmals später, nach dem Vergilben, verschwindet die ganze Pflanze wieder, kleine weizenfarbene Brutknöllchen, in grosser Menge hinterlassend.

Dadurch verteilt sie sich rasch auf dem ganzen Gelände. In unserem naturnahem Garten durchaus erwünscht, andere Gärtner zur Verzweiflung treibend.

Das Scharbockskraut ist ein Hahnenfußgewächs. Genießbar sind die Blätter, vor der Blütezeit.Scharbockskraut © H. Brune

Es gehört zum ersten Frühjahrsgrün und hilft durch seinen Vitamin C Gehalt die Frühjahrsmüdigkeit zu Vertreiben. Es soll früher als Heilmittel gegen Skorbut eingesetzt worden seien, wird heute zur Frühjahrskur, zur sogenannten Blutreinigung verwendet. In Salaten oder als Presssaft mit Milch vermischt, vorsichtig dosiert genießen.

Seine Scharfstoffe können Magen-, Darm- und Nierenreizungen verursachen. Bitte Kräuter aus der Natur daher nur sammeln und verzehren, wenn Sie genaueste Pflanzenkenntnisse besitzen.

Montag, 22. März 2010

Jeder Sonnenstrahl lockt die Bienen

Am gestrigen Sonntag war es so weit: zum ersten Mal in diesem Jahr konnten wir in unserem Garten wieder die Bienen bei ihrer emsigen Arbeit beobachten: Biene im Krokus © H. Brune Obwohl es gestern lange und viel geregnet hatte reichte der trockene und sonnige Nachmittag um die Immen aus ihren Verstecken zu locken.

Und so konnte man an den blühenden Krokussen immer wieder einzelne Bienen sehen, die sich in die nur zaghaft geöffneten Blüten zwängten um den Pollen zu sammeln. Beim ‘Kampf’ in der Blüte wurde oft lautes Gebrumme  hörbar, wenn ein Bienchen in Platznot geriet. Über und über bedeckt mit gelbem Staub kamen sie dann wieder heraus. Auch einzelne dicke Hummeln schossen schon durch den Garten.

Es ist schön zu sehen, dass auch diese Lebewesen den langen Winter offenbar gut überstanden haben.

Sonntag, 21. März 2010

Öffnungszeiten des Cafés an den Osterfeiertagen

An den Osterfeiertagen 2010 hat unser Café im Kräutergarten wieder die selben Öffnungszeiten wie in früheren Jahren auch:Ostern ©H. Brune Am Karfreitag, dem 02.04.2010, öffnen wir um 14 Uhr.

Am Ostersonntag und am Ostermontag haben wir jeweils ab 11 Uhr geöffnet.

Wenn das Wetter weiterhin so warm bleibt, so könnten auch in diesem Jahr zum Osterfest vielleicht bereits die Narzissen blühen. In 2009 war es jedenfalls so.

Samstag, 20. März 2010

Die Krokusse blühen

Die wenigen warmen Tage in dieser Woche haben ausgereicht um die Krokusse in unserem Garten endgültig aus dem Boden zu treiben. Zwar ist unsere große Krokusspirale wie befürchtet tatsächlich in weiteren Teilen eingegangen und nur noch in Fragmenten vorhanden.Krokus © H. Brune

Aber an anderen Stellen blühen verschiedene Sorten jetzt in gelb, weiß, himmelblau, blau-weiß gestreift und tintenblau. Sie bohren sich durch Laub und altes Moos unaufhaltsam ans Licht um für eine kurzlebige Farbexplosion im Garten zu sorgen.

Die Schneeglöckchen sind auch noch in voller Blüte und noch einmal dichter geworden als am vergangenen Wochenende. Wenn die Sonne herauskommt klappen sie ihre Blüten auf und einige unserer Beete sind dann wieder fast so weiß wie zu der Zeit, als noch alles unter Schnee bedeckt war.

Freitag, 19. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Freund und Leid der Gartenarbeit

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Am 17. März geht der 1. Gärtner in den Garten, sagte meine Schwimmfreundin gestern zu mir. Also tun wir es ihm nach und treffen die Winterlinge. Diese kleinen, fröhlichen Blumenzwerge. Sie lachen uns oft schon voll erblüht entgegen, wenn sie unter dem Schnee hervorkommen. E. Brune © H. Brune

Winterlinge, die Begleiter der Schneeglöckchen, sind Hahnenfußgewächse und kommen aus Südeuropa zu uns. Ihre dottergelben Blüten bringen die erste kräftige Farbe in den Garten, neben den frühen Krokussen. Sie benötigen frischen Boden, nach meiner Erfahrung, wobei ‘frisch’ leicht feucht bedeutet.

Sonne und Halbschatten wird vertragen. Ist der Standort richtig vermehren sie sich prächtig. Auch unter laubabwerfenden Bäumen und Sträuchern, wo man sie, genau wie die Schneeglöckchen, in Ruhe lässt, ist ihr Platz. Dazu sind sie absolut frosthart.

Wir gehen weiter und kommen zu den Krokussen. Der Krokus ist der Paukenschlag des Frühlings. Auf einmal ist er da, mit all seiner Pracht und genauso schnell auch wieder verblüht.

Aber die Tage an denen er blüht sind unbezahlbar schön. Wir hatten jahrelang eine Spirale von blau blühenden Krokussen im Garten, um das Ginkgo Rondell herum. Im vergangenen Jahr entfaltete sie ihre größte Pracht. Das kann ja nur besser werden, dachte ich.

In diesem Jahr ist sie fast verschwunden.

Wochenlang lag der Teil des Gartens unter Eis. Hat das geschadet oder waren wieder einmal die Wühlmäuse allzu gefräßig? Ich bin schon sehr traurig.

Im Herbst pflanze ich Krokuszwiebeln, immer drei Stück auf einmal, in Töpfe, um damit im Frühjahr entstandene Lücken zu füllen. Diese hatte gut ausgetrieben, vor Weihnachten schon. Als ich vor einigen Wochen nach ihnen sah fehlte an allen Trieben die Spitze. Abgeknabbert von den Wildkaninchen, die ja auch irgendwie die Schneewochen überstehen mussten.

Freund und Leid liegen nah beieinander im Gärtnerleben. Ich kann ehrenamtliche Helfer brauchen bei der Gartenarbeit, wer immer schon mal an frischer Luft tätig sein wollte, bitte melden.

Mittwoch, 17. März 2010

Die Skulpturenausstellung im Garten ist zu Ende

In dieser Woche werden die Skulpturen von Ekkehard Broermann, die für ca. drei Wochen in unserem Garten zu betrachten waren, wieder abgebaut. Zur Erinnerung – auch an das in dieser Zeit herrschende Wetter – wollen wir hier noch eine kleine Kollage zur Ausstellung zeigen:

Broermann Skulpturen im Schnee © H. BruneBilder von einigen weiteren Ausstellungsstücken finden Sie in der ursprünglichen Meldung zur Ausstellung vom 2. März 2010.

Für den Fall, dass Ihnen bei Ihrem Besuch auf unserem Gelände eine Skulptur gefallen haben sollte, sie sich aber nicht schnell genug entschließen konnten, finden Sie hier die Kontaktdaten des Künstlers:

http://brentrup.net/projekte/kuweca/index.php

Montag, 15. März 2010

Neue Bilder fürs Café

Nachdem das Café jetzt mehr Raum hat sind auch viele freie Flächen an den Wänden entstanden, die wir bisher nicht gefüllt hatten. Das wird sich bald ändern:)Bilder fürs Café © H. Brune

Wir haben aus unseren unzähligen Gartenbildern ein paar ausgewählt und entwickeln lassen. Hauptsächlich natürlich Bilder mit Kräutern.

Jetzt müssen wir uns nur noch darüber einig werden, welche Bilder es tatsächlich in die letzte Auswahlrunde schaffen und wie wir sie arrangieren. Wir sind selbst auf das Ergebnis gespannt….

Sonntag, 14. März 2010

Zum heutigen ‘Garten in Blau’ ist der Garten eher weiß

Heute findet unser ‘Garten in Blau’ statt! Den Termin hatten wir schon im vergangenen Jahr angesetzt und gehofft, dass zu diesem Zeitpunkt die große Krokusspirale in voller Blüte stehen würde. Aber da hat uns die Witterung ja bekanntlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hellblaue Krokusse © H. Brune

Zwar ist der Schnee im Garten in der letzten Nacht endgültig geschmolzen, aber Krokusse sieht man bisher nur ganz vereinzelt. Die drei nebenstehenden Exemplare haben wir gestern fotografiert, aber sie sind echte Vorreiter.

Sehr zahlreich sind dafür die Schneeglöckchen, die jetzt überall aus dem Boden gesprossen sind und ihre weißen Köpfchen zeigen. Unser Garten ist also heute auch ohne Schnee weiß:)

Um 15 Uhr hält Elisabeth Brune ihren angekündigten Schneeglöckchenvortrag und im Garten ist weiterhin die Skulpturenausstellung zu sehen.

Freitag, 12. März 2010

Eine kleine Schneeretrospektive aus Sicht des Hundes

Nun, wo der Winter scheinbar endlich dem Frühling Platz machen möchte (obwohl: das hatten wir vor 14 Tagen auch schon gedacht) ist es an der Zeit mal wieder einen Blogeintrag über unsere Caféhund Zorro zu machen. Schließlich fragen die Stammgäste oft nach ihm und er soll sich nicht benachteiligt fühlen:)

Was bietet sich als Thema dieses Blogeintrages an? Natürlich der viele Schnee der letzten Monate und die Freunde, mit welcher Zorro ihm begegnet. Von gelegentlichen Reinfällen einmal abgesehen.Zorro im Schnee © H. Brune

Irgendetwas am Schnee scheint die Stöberlust, die bei einem Jagdhund wie Zorro natürlich angeboren ist, noch zu verstärken. Tief muss die Nase in die Schneedecke gesteckt werden, ausdauernd werden Mäusegänge aufgedeckt und umgearbeitet.

So lange Schnee liegt scheint der Hund auch fast kein flüssiges Wasser zu sich zu nehmen: dann schon lieber eine ordentliche Schnauze voll mit Schnee oder einen letzten harten Eisbrocken, den man schön zerkauen kann.

Aber auch Zorro wird die ersten Sonnenstrahlen im Frühling genießen und sobald es warm genug ist wieder sein Kissen nach draußen zerren um sich richtig durchwärmen zu lassen.

Weitere Schneebilder von Zorro finden sich übrigens in seinem Onlinefotoalbum.

Donnerstag, 11. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Schon wieder Schnee!!!

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die Wetterkapriolen, die uns in Atem halten:

Schon wieder Schnee!!!

Es ist kaum zu glauben, heute am 6. März 2010, liegen ca. 15 cm Neuschnee, eine unglaubliche Pracht im Sonnenschein. E. Brune © H. BruneDoch gleichzeitig ein Unglück, am Montag kommen die Vertreter der heimischen Tageszeitungen.

Sie wollen die Schneeglöckchen fotografieren und über den anstehenden Schneeglöckchentag berichten. Da muss ich die Blumen wohl förmlich aus den Schnee kratzen.

Aber unseren Spatzen gefällt der Schnee. Ganz offensichtlich genießen sie ihn.

Die schwere Schneemasse hat die Zweige des Sauerdorns vor dem Fenster zusammengedrückt. Obendrauf liegt eine Schneeplatte im schönsten Sonnenschein und was machen die Spatzen?

Sie nehmen ein Sonnenbad.

Dick und breit legen sie sich bäuchlings in den Schnee, nachdem sie sich vorher am wieder aktivierten Futterhäuschen gütlich getan haben.

Ab und zu picken sie mit ihrem Schnäbelchen etwas Schnee auf, gegen den Durst, Wasser gibt es momentan ja nicht.

Wird es ihnen zu langweilig, schlüpfen sie in die Höhlen und Nischen die die zusammengedrückten Zweige gebildet haben, ganz offensichtlich genießen sie ihr Spiel.Spatz im Anflug auf das Futterhaus © H. Brune

Eine ganze Handvoll ist es, die sich auf diese Weise vergnügt.

Überhaupt ist unser Hof zu einem wahren Vogelparadies geworden, wie schon bei ‘Vögel am Futterhaus’ beschrieben. Inzwischen sind noch die scheuen Rebhühner dazu gekommen.

Ein Komoran macht dem Fischreiher die Rotfedern im nur halb zugefrorenem Teich streitig. Auch die Bergfinken, zugewandert aus dem Hohen Norden, ließen sich blicken.

Trauerweiden

Hängende Zeige

Bewegung im Wind

Schwingen fort,kommen zurück

Mit sattem Gelb gefärbte Rinde

Noch ganz ohne schmückendes Grün

Tanzend Ballet am Uferrand

Rufend die Sylphen

Die Luftgeister

Herbei.

Mittwoch, 10. März 2010

Das HK berichtete über unseren kommenden Schneeglöckchenvortrag

In der heutigen (Mittwoch) Ausgabe des Haller Kreisblatts findet sich im Borgholzhausener Lokalteil eine schöner Artikel zum Schneeglöckchenvortrag, Abbildung des Artikel 'Schneeglöckcken sind Optimisten' aus dem Haller Kreisblatt vom 10.03.2010 den Elisabeth Brune am kommenden Wochenende halten wird.

Eigentlich hatten wir diesen Tag ja als ‘Garten in Blau’ angekündigt, aber nach den schweren Schneefällen und dem anhaltenden Frost wird es wohl eher ein Garten in Weiß werden. Und zwar nicht nur weiß vom Schnee, sondern auch von den Schneeglöckchen.

Die Krokusse, die wir eigentlich schon für diese Jahreszeit Krokus im Schnee © H. Bruneerhofft hatten, sind hingegen noch tief in Schnee und Erdreich versteckt, nur ganz wenige Exemplare schieben bisher ihre leuchtenden Spitzen zaghaft in die Kälte.

Internetseiten:

Dienstag, 9. März 2010

Es gibt tatsächlich Schneeschäden im Garten!

Die Rückkehr des Winters am Wochenende hat nicht nur wunderbare Impressionen in Garten und Landschaft sowie ungewöhnliche Vogelgäste gebracht, sondern leider auch einige Schäden verursacht.Schneeburch an Kiefer © H. Brune

Schon vor dem letzten Wintereinbruch hatten wir einen alten Jasmin und eine Berberitze stark zurück schneiden müssen, weil sie von großen Schneeladungen ganz zu Boden gedrückt worden waren und sich einfach nicht mehr erheben konnten.

Diese Schneemassen kamen von ‘Dachlawinen’, die eine ganz unerwartete Folge der neuen Ziegel auf einigen Stallungen sind. Diese neuen Ziegel hatten wir vor zwei Jahren aufgelegt und sie sind offenbar viel glatter als die früher verwendeten. Irgendwann hatten sich jedenfalls auf diesen Dächern die Schneeplatten in Bewegung gesetzt und alles unter sich begraben.

Am letzten Wochenende hingegen hat schon der normal fallende Schnee ausgereicht um Schneebruch zu verursachen: So zum Beispiel an der im Bild gezeigten Kiefer, die genau gegenüber dem Café wächst. Vermutlich hat auch der starke Wind am Samstag noch dazu beitragen. Da müssen wir wohl die gaaaaanz lange Säge aufbieten, um diesen Ast zu beseitigen.

Montag, 8. März 2010

Die Bergfinken - seltene Besucher am Vogelhäuschen

Der überraschende Schneeeinbruch am Wochenende hat uns noch einmal eine neue Vogelart am Futterhäuschen beschert: Den Bergfinken.Bergfink im Schnee © H. Brune

Die kleine Gruppe mit den auffällig gelben Brustgefiedern mischte sich am Sonntag unter die viel zahlreicheren Buchfinken und eroberte sich ihren Anteil vom Vogelfutter.

Die Bergfinken sind laut der Wikipedia Zugvögel, die ihre Brutreviere im hohen Norden im Winter verlassen und die Zeit im milderen und futterreicheren Mitteleuropa verbringen. Dabei kommt es stellenweise bei uns zu einem massenhaften Auftreten wie Mitte Februar in Rheinfelden.

Solche Massen haben uns zum Glück bisher noch nicht heimgesucht, auch im letzten Jahr hatten wir einen nur wenige Exemplare starken Schwarm zu Gast.

Sonntag, 7. März 2010

Gestern kehrte der Winter zurück

Als am Freitag Abend die ersten Schneeflocken fielen und gleich auf dem Erdboden schmolzen konnte man noch gar nicht glauben was der Wetterbericht vorhergesagt hatte: Schnee © H. Brunedas wir nämlich noch einmal richtig viel Schnee bekommen würden.

Aber schon bei der letzten Runde mit dem Hund stapften wir durch einige Zentimeter frischen Schnees, der auch nicht so aussah, als ob er so bald wieder verschwinden würde. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde es dann auch noch mal richtig kalt und der Samstag Morgen erwartet uns mit viel Sonne, viel Schnee und einen harten Nordostwind. Schnee © H. Brune

Bei uns sind insgesamt sicher mehr als 5 Zentimeter Schnee gefallen, auf dem Kamm des nahen Teutoburger Waldes, den wir noch vor Sonnenaufgang besuchten, war es wohl noch ein bisschen mehr. So viel Schnee in einem Rutsch haben wir in diesem nicht gerade schneearmen Winter noch nicht gehabt.

Und der Garten, in dem wir ja schon sehnsüchtig auf das Erscheinen der Krokusse gewartet hatten, hat sich wieder in eine echte Winterlandschaft verwendet! Schnee © H. Brune Dicke Schneehüte haben nun die Broermann-Skulpturen erhalten, aber auch das dicke Engelchen im Rosenbeet. Die Schneeglöckchen, die sich in den vergangenen Tagen so rasant ans Licht gearbeitet hatten, sind teilweise komplett verschüttet.

Die Singvögel sind wieder zahlreich am Futterhäuschen versammelt, nachdem sie in den vergangenen Tagen schon wieder etwas stärker angefangen hatten sich auf ihre natürlichen Nahrungsquellen zu besinnen.Schnee © H. Brune Nun geht es hier wieder zu wie im ‘Taubenschlag’, vor allem die Finken und Amseln tun sich beim Kampf um das Futter hervor.

Der Wintereinbruch hat uns auch noch eine Vogelart beschert, die wir zwar schon früher gelegentlich beobachtet hatten, die aber in diese Winter bisher nicht aufgetaucht war: die Bergfinken. Wir werden in den kommenden Tagen über sie noch einen eigenen Blogeintrag anfertigen.

Nun ist die spannende Frage – auch in Hinblick auf unseren Garten in Blau – wie lange die weiße Pracht wohl erhalten bleiben wird? Heute morgen gab es noch einmal tiefen Frost bei uns, das Thermometer hat –8 Grad angezeigt. Schneeglöckchen © H. BruneDafür scheint aber die Sonne sehr intensiv,  wir können also einen wunderbaren Wintertag erwarten. Und schon gestern hat die Sonne dem Schnee an einigen Stellen sehr zugesetzt.

Die Wettervorhersage für die kommenden Tage spricht auch wieder von Plustemperaturen. Vielleicht bekommen wir so von beidem das Beste: Ein unerwartetes Sonnenwinterwochenende und blühende Krokusse am kommenden Wochenende?