Donnerstag, 8. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Ostern

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es noch einmal um die gerade beendete Osterzeit:

Ostern, das Fest der Auferstehung, fällt im Gegensatz zu Weihnachten nicht auf einen festen Termin, sondern richtet sich nach dem Mondzyklus. Wir feiern es immer am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. In diesem Jahr konnten wir es relativ früh, bereits Anfang April, begehen.E. Brune © H. Brune

Das Osterwetter wurde wesentlich besser, als im Wetterbericht angesagt, und der Osterhase bekam kein nasses Fell bei seiner Arbeit. Florian, Franziska und Fabian brauchten allerdings warme Jacken bei ihrer Suche nach den Ostereiern.

Als fast alle Eier gefunden waren, mit etwas Schwund muss mann rechnen, ging es zum festlichen Osterfrühstück, an den mit duftenden Veilchen geschmückten Tisch. Da denke ich an die Osterfeste meiner Kindheit zurück, die, in der Erinnerung jedenfalls, immer mit schönem Wetter gesegnet waren.

Von uns Kindern erforderten sie größere Vorbereitungen, der ganze Ostersamstag ging damit hin. Zuerst holten wir aus der nahen Sandkuhle mit Hilfe von Eimern und einem Bollerwagen, ganz hellen und feinen Sand. Daraus formten wir, auf der überdachten Veranda, Mulden mit erhöhtem Rand, für jedes Kind eine.

Anschließend zogen wir mit Körben in den Wald, Moos holen. Es gibt viele verschiedene Moosarten. Wir brauchten für unsere Zwecke das ganz dichte, weiche,fast samtartige, dunkelgrüne Polstermoos. Dieses Moos ließ sich besonders schwer finden, denn es gehört zu den seltenen Sorten. Manchmal behalfen wir uns mit einem hellerem flächig wachsendem Moos, aber so schön fanden wir es nicht. Mit dem Moos kleideten wir die Sandmulden innen und außen aus. Kein helles Fleckchen durfte mehr zu sehen seien, erst dann war das Nest vollkommen.Osterei zwischen Laub und Narzissen © H. Brune

Die Wurzelmulden der hohen Buchen im  Park liessen sich ebenfalls gut zu Osternestern umfunktionieren. Das dachte sich auch der Osterhase, immer wieder nutzte er sie als Versteck. Waren wir mit dem Nesterbau fertig, musste noch die ganze Hoffläche geharkt werden, um dem Osterhasen einen gebührendem Empfang zu bereiten. Dieser sollte am Ostersonntagmorgen seine Arbeit früh getan haben, denn wir Kinder standen ebenfalls früh auf.

Einmal fanden wir ausgeblasene Hühnereier, mit einer Schokoladen-Keks-Masse gefüllt, in unsern Nestern, sehr lecker übrigens. Da hatte meine allzeit sparsame Mutter sich etwas einfallen lassen. Von Salmonellen sprach damals noch keiner. Ein Pappmasche Hase, mit einer Möhre in den Vorderpfoten, war einmal mein größter Osterwunsch.

Schon Wochen vor dem Fest stand er im Schaufenster des winzigen Kolonialwarenladens gegenüber dem elterlichem Hof. Ich hatte mein Herz an ihn verloren und plagte täglich meine Mutter damit, ihn mir kaufen zu dürfen, sie lehnte jedes Mal ab. Eines Tages war er aus der Auslage verschwunden und meine Trauer groß, war doch jede Hoffnung dahin, ihn jemals mein Eigen nennen zu können. Zu Ostern aber, ja wirklich, da saß er fröhlich lächelnd in meinem Nest. Meine Freude kannte keine Grenzen.

Mein Vater nahm uns Kinder in den Tagen vor Ostern regelmäßig zu einem Waldspaziergang mit. Wir gingen gerne mit ihm, denn er wusste immer allerhand zu erklären und zu erzählen. Wir hatten viel Spaß miteinander.

Plötzlich entdeckten wir in buntes Stanniolpapier verpackte Schokoladeneier auf dem Waldboden. Sie leuchteten uns aus dem jungen Grün entgegen. Welche Überraschung und welches Glück, Süßigkeiten bekamen wir damals selten. Mein Vater hatte sie immer als Erster entdeckt. Gingen wir allein in den Wald, fanden wir niemals Eier soviel wir auch schauten. Mein Vater hatte wohl bessere Augen als wir.

Zum Ostersonntag gehörte natürlich der Gottesdienstbesuch, in der kleinen, alten Dorfkapelle. So bescheiden sie auch war, wurde sie an der Stirnseite doch geschmückt von einem großem buntem Glasfenster, gestiftet von einer alteingesessenen Bauernfamilie.

Mittwoch, 7. April 2010

Wir nennen ihn ‘Stefan’

Der Besuch der Rebhühner am Hof im vergangenen Winter war ein eher seltenes Ereignis und für uns eine große Überraschung. Hingegen bekommen wir einen Fasanenhahn viel häufiger zu sehen. So häufig, dass wir ihm schon einen Namen gegeben haben: Stefan.

Unser Hahn kommt schon seit einigen Jahren regelmäßig vorbei, wobei es natürlich sein kann, dass es sich nicht immer um das selbe Exemplar handelt. Und manchmal, wenn Stefan gleich mehrfach am Tag vorbei schaute, hatten wir auch schon den Verdacht es könnte vielleicht mehr als einen Fasan bei uns geben.Fasan 'Stefan' © H. Brune

Den ganzen letzten Winter jedenfalls konnte man ihn regelmäßig am Vormittag aus Richtung Berghausen kommen sehen.

Seine Fährte war im Schnee leicht bis zum Kuhtunnel unter der Versmolderstraße zurück zu verfolgen, verlief dann am Teich entlang (mal rechts und mal links) und führte in einigen Fällen direkt unter den großen Caféfenstern entlang. Möglicherweise angelockt von den Vogelfutterstellen, die wir dort für die Singvögel eingerichtet hatten.

Wenn Stefan so nah heran kam war dies immer eine Herausforderung für unseren Caféhund Zorro. Als Jagdhund kann er einen frechen Fasan eigentlich nicht so ohne weiteres passieren lassen, aber mit fortschreitendem Alter und bei ungemütlichem Wetter war es dann oft seine Lösung so zu tun, als habe er nichts gesehen.

Jetzt im Frühjahr verhält sich Stefan noch auffälliger: mit lautem Gackeln versucht er Hennen auf sich einzuschwören, und scheint damit auch allmählich Erfolg zu haben. Vermutlich wird er dann in der Brutzeit verschwinden und sich erst wieder im Herbst bei uns einstellen.

Und warum nennen wir den Fasan Stefan? Weil er uns an einen guten Freund mit diesem Namen erinnert, der auch immer kommt und geht, gerade wie es ihm gefällt:)

Dienstag, 6. April 2010

Die Kastanie – das Frühlingssuperlativ

Das Grünen und Knospen der Bäume und Sträucher im Garten schreitet gut voran, wohin man blickt erfreut einen der Anblick zarten Blattwerks im Licht der Frühlingssonne.Kastanienknospe © H. Brune Eine kleine Auswahl der jungen Triebe rund um unseren Hof hatten wir schon am vergangenen Montag gezeigt.

Etwas verspätet – wie immer – sind jetzt auch die Kastanien so weit: die dicken klebrigen Knospen öffnen sich und mit enormer Geschwindigkeit entwickeln sich nun die Fruchtstände und Blätter. Das Wachstum der Kastanien ist in unserem Garten ohne jeden Vergleich, keine andere Pflanzen entwickelt so rasch so viel Grün. Und wenn es heute – wie angekündigt – wirklich sehr warm wird, haben sie bis zum Abend bestimmt wieder ein paar Zentimeter zugelegt.

Wollen wir nur hoffen, dass der lange Winter auch den Miniermotten ordentlich zugesetzt hat, damit diese umgekehrt unseren Kastanien nicht so zusetzen können.

Sonntag, 4. April 2010

Frohe Ostern 2010

Und schon wieder ist ein Jahr vergangen und ein neues Frühjahr hat begonnen. Wie wünschen allen unseren Gästen und Freunden ein schönes Osterfest.

Das typische Aprilwetter wird neben Regen sicher immer auch mal wieder einen Sonnenstrahl durchlassen, und die Suche nach den Ostereiern macht den Kindern in jedem Fall viel Spaß.

Hase © H. BruneDer Osterhase hat uns übrigens schon vor einigen Tagen besucht. Das Bild soll der Beweis sein. Es wäre ja auch zu viel verlangt, wenn der arme gestresste Mümmelmann die ganze Arbeit an einem einzigen Tag erledigen sollte:)

Unser Café hat Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Samstag, 3. April 2010

Die Feldlerchen singen wieder

Neben den pflanzlichen Frühlingsboten in Garten und Natur, von denen hier schon mehrfach die Rede war, gibt es auch Frühlingsboten der Lüfte: Die Singvögel. Dabei soll es heute einmal nicht um die üblichen Verdächtigen wie Buchfink, Meise und Amsel gehen, die man jetzt täglich im Garten sehen und vor allem hören kann, sondern um die Feldlerche.Feldlechte im Flug © H. Brune

Die Feldlerche ist ein Bewohner der offenen Landschaft und lässt sich am besten beim Spaziergang über die Felder beobachten. Dieser zu den meisten Zeiten des Jahres nur beim Auffliegen auffällige Vogel zeigt jetzt warum insbesondere er vor all den anderen heimischen Vögeln als fliegender Frühlingsbote gilt:

Die männlichen Feldlerchen starten nun nämlich zu ihren außergewöhnlichen Sangesflügen, bei denen sie vom Erdboden starten und sich viele Minuten lang ununterbrochen singend immer höher und höher schrauben. Ein Verhalten, welches in diesem Gedichtsfragment treffend beschrieben wird:

An ihren bunten Liedern klettert
Die Lerche selig in die Luft

(aus Nikolas Lenau, Liebesfeier)

Das Bild zeigt eine Kollage von Einzelaufnahmen eines solchen Fluges, der oft mit einem Sturzflug der Lerche beendet wird. Die Lerchen sind in den vergangenen Jahren in Deutschland weniger geworden, auch wenn sie, wie man zum Beispiel in der Wikipedia nachlesen kann, weltweit nicht als gefährdet gilt. In unserer Gegend wird versucht diesen Rückgang mit den Lerchenfenstern aufzuhalten, über die wir im vergangen Jahr schon einmal berichtet hatten.

Freitag, 2. April 2010

Die Krokusspirale ist tot – Es lebe die Narzissenspirale!

Nach dem großen Entsetzen über das nahezu vollständige Eingehen unserer großen Krokusspirale haben wir in den vergangenen Tagen einen kleinen Trost für uns entdeckt:Mininarzissen im Garten © H. Brune

Die Mininarzissen, die wir in den vergangenen Jahren nachträglich zwischen die Krokusse gesetzt hatten, sind vollständig wieder erschienen und haben sich sogar vermehrt.

Auf diese Weise werden die Konturen der Spirale jetzt von den Narzissen nachgezeichnet und sind plötzlich wieder erkennbar:)

Die Mininarzissen sind bei uns im Garten immer die erste von allen Narzissensorten, die im Frühjahr erblühen. Inzwischen blühen aber auch einige der großen Arten und wenn das Wetter am heutigen Karfreitag so sonnig wird wie angekündigt, so sollten wir an Ostern jede Menge blühender Osterglocken im Garten haben.

Donnerstag, 1. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Misteln

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche wird das Rätsel aufgelöst, welches sich einigen unserer Gäste möglicherweise beim Anblick von Bäumen mit Verbänden gestellt hat:

Wer jetzt meint, Misteln gehören als Schmuckpflanze in die Weihnachtszeit und hätten in einer Frühjahrsgeschichte nichts zu suchen, den darf ich eines Besseren belehren.E. Brune © H. Brune

Ich habe nämlich Mistelsamen geschenkt bekommen, Herr Biermann, von der Landwirtschaftsbehörde Gütersloh des Kreises Gütersloh, bot welchen an. Trotz der vielen Interessenten – ich war die 150. Anruferin – habe ich welchen bekommen.

Misteln, das geheimnisvolle Gewächs, das die Druiden der Kelten mit goldenen Sicheln von den Bäumen geschnitten haben sollen.

Sie werden als blutdruckregulierendes Heilkraut und in der Krebstherapie verwendet. Wir haben die nach Anleitung vorgenommene Plfanzaktion mit Fotos dokumentiert.

Das Fruchtfleisch der weißen Mistelbeeren, gerne verzehrt von Mistel- und Wacholderdrosseln, ist außerordentlich klebrig. Die Vögel putzen ihre Schnäbel gerne an Astgabeln sauber.

Der Samen, einer kleiner grüner Pflanzenembryo, bleibt dabei danke des Klebstoffes am Holz kleben. Mit etwas Glück entwickelt er sich zu einem neuen Mistelgewächs.Mistelsamen mit Bindenfixierung © H. Brune

Beim eigenen Pflanzversuch ist es hilfreich an trockenen Tagen Wasser an einer Astgabel herunterlaufen zu lassen. Dort wo der Tropfen hängen bleibt dann den Samen andrücken. Mit einer Mullbinde kann man ihn zur Unterstützung leicht fixieren.

Zum Pflanzzeitpunkt habe ich mich nach dem Mondkalender gerichtet. Mit ihm habe ich bereits früher gute Erfahrungen gemacht. Nun hoffe ich auf ein Gelingen der Aktion. Zu gegebener Zeit wird weiter berichtet.

Mistelkugeln, auch Hexenbesen genannt, befinden sich in großer Zahl längs der A2, in der Umgebung von Hamm, kilometerweit in den hohen Pappeln.

Jetzt sind die Bäume noch unbelaubt und lassen einen ungehinderten Blick zu.

Weitere Informationen zu den Misteln finden Sie auch in der Wikipedia und auf den Seiten des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Mittwoch, 31. März 2010

Endlich wieder in der Sonne liegen

Unser Caféhund Zorro kann es nicht mehr abwarten, endlich wieder draußen in der Sonne liegen zu können. Nach dem langen Winter nutzt er jetzt jeden Sonnenstrahl Zorro auf seinen Decken © H. Bruneum eine seiner Decken zu packen und nach draußen zu schleppen. Denn auch mit Sonne will man ja weich liegen.

Und wenn er erstmal draußen liegt treibt ihn so schnell nichts wieder rein. Manchmal bibbert er dann so sehr in der immer noch kalten Luft, dass wir ihm aus Mitleid auch noch seine anderen Decken nachtragen und damit wärmen.

So lange die Bäume noch kein Laub tragen ist es ja auch besonders interessant draußen, da der Hund von bestimmten Stellen aus jeden Spaziergänger und Radfahrer auf dem am Hof vorbeiführenden Radweg beobachten kann um sie dann nach nicht ganz klaren Kriterien gelegentlich zu melden.

Dienstag, 30. März 2010

Die Weidekätzchen blühen

Gemeinsam mit den übrigen Sträuchern sind auch die Weiden an unserem Hofteich und an den Bächen in Borgholzhausen kräftig ausgeschlagen. Bei den Weiden kommen allerdings zuerst die Blüten in Form der Weidekätzchen zum Vorschein und das Blattwerk stellt sich hinten an.Weidekätzchen © H. Brune

Seit ein paar Tagen sind die männlichen Blüten nun mit fettem gelben Pollen bedeckt, der für die Bienen nach dem Winter eine erste wichtige Nahrungsquelle darstellt.

In Publikationen wie diese Pressemitteilung der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wird der Anteil der Weiden am jährlichen Pollenbedarf der Bienen auf 10% geschätzt, oder sogar noch mehr. Insbesondere für die Aufzucht des Bienennachwuchses ist dieses “Bienenbrot” offenbar besonders wichtig.

Montag, 29. März 2010

Vorsicht, die Bäume schlagen aus

Kaum ist es noch zu glauben, aber vor weniger als drei Wochen haben wir noch über (oder unter) den Schnee geächzt. Aber gerade die letzte Woche mit ihren Temperaturen von mehr als 20 Grad hat die Pflanzen in Garten und Umland einen ordentlichen Sprung machen lassen.Collage Frühlingsblätter © H. Brune

Während die Schneeglöckchen verblühen und die Krokusse wie darnieder gestreckt ihre verblassenden Kelche am Boden ausbreiten schlagen bereits überall die Bäume und Sträucher aus. Und da dieses frische Grün so schön ist haben wie hier eine kleine Sammlung von Sträuchern und Pflanzen angefertigt, die den gestern erreichten Stand dokumentiert.

Wenn Sie möchten können Sie auch gerne einmal ihre Pflanzenkompetenz testen. In dem Bild sehen diese Arten:

  • Birke
  • Dünenrose/Bibernellrose
  • Duftender Schneeball
  • Flieder
  • Forsythie
  • Geißblatt
  • Hasel
  • Kartoffelrose
  • Zierjohannisbeere
  • Zierquitte

Aber welches Blatt gehört zu welchem Gesträuch?

Sonntag, 28. März 2010

Bärlauchführungen im Teutoburger Wald

Bald blühen sie wieder, die großen Bärlauchfelder im nahen Teutoburger Wald. Schon schieben sich die ersten Blätter des Bären Lauchs durch das Laub und bedecken nach und nach hektargroße Flächen des Waldbodens.Bärlauchfeld im Teutoburger Wald © H. Brune
Wenn dann die Blüte beginnt ist der sonst so dunkle Forst plötzlich leuchtend hell. Für eine kurze Zeit.
Auch in diesem Jahr bietet Elisabeth Brune wieder Führungen zum Bärlauch an, der in den letzten Jahren eine immer noch wachsende Aufmerksamkeit als heimische Gewürzpflanze mit vielfältigen Verwendungen erfahren hat.
Wenn Sie Interesse an einer Führung haben können Sie uns unter 05425/304 erreichen. Wir veranstalten die Führung für Gruppen ab 10 Personen, pro Person betragen die Kosten 3 Euro. Gerne bieten wir im Anschluss auch einen dazu passenden Kräuterimbiss in unserem Café an.

Samstag, 27. März 2010

Ein Platycercus elegans im Garten

Vorgestern hatten wir ungewöhnlichen Besuch im Garten: einen sogenannten Pennantsittich (Platycercus elegans). Das farbenprächtige Exemplar tauchte plötzlich in den Bäumen auf uns lies sich gerne mit einigen Körnern anlocken.Pennantsittich H. Brune

In den vergangenen Jahren haben sich auf unserem Hof immer mal wieder entflogene Sittiche eingefunden, vermutlich weil sie an den Silagen und Getreidespeichern immer etwas Nahrung finden können. Meist sind sie aber schnell weiter gezogen in ihr ungewisses Schicksal, ohne das wir sie näher betrachten konnten.

Auch der Pennantsittich ist kein heimischer Vogel. Er stammt – wie man zum Beispiel in der Wikipedia nachlesen kann – aus den östlichen Küstenregionen Australiens und wird hier als Volierenvogel gehalten. Sein kräftiger Schnabel macht es notwendig ihm vorsichtig – am besten mit Handschuhen – zu begegnen.

Nachdem wir ihn überlisten und einfangen konnten hat er nun bei einem Vogelfreund ein artgerechnetes Heim gefunden, in dem er auch besser vor dem heute doch wieder recht unfreundlichen Wetter geschützt ist.

Donnerstag, 25. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Das Scharbockskraut

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Nun kommt es wieder, Anfang, Mitte März.

Kleine, dunkelgrüne, rundliche Blätter erscheinen. Noch flach auf den Boden gedrückt.E. Brune © H. Brune

Später werden sie etwas grösser, herzförmig, mit breiten Spalt in der Mitte, erheben sie sich über den Boden und schmücken sich noch später  mit unzähligen goldenen Blütensternen.

Wie ein auf die Erde gefallener Sternenhimmel bieten sie sich dem Auge dar.

Nochmals später, nach dem Vergilben, verschwindet die ganze Pflanze wieder, kleine weizenfarbene Brutknöllchen, in grosser Menge hinterlassend.

Dadurch verteilt sie sich rasch auf dem ganzen Gelände. In unserem naturnahem Garten durchaus erwünscht, andere Gärtner zur Verzweiflung treibend.

Das Scharbockskraut ist ein Hahnenfußgewächs. Genießbar sind die Blätter, vor der Blütezeit.Scharbockskraut © H. Brune

Es gehört zum ersten Frühjahrsgrün und hilft durch seinen Vitamin C Gehalt die Frühjahrsmüdigkeit zu Vertreiben. Es soll früher als Heilmittel gegen Skorbut eingesetzt worden seien, wird heute zur Frühjahrskur, zur sogenannten Blutreinigung verwendet. In Salaten oder als Presssaft mit Milch vermischt, vorsichtig dosiert genießen.

Seine Scharfstoffe können Magen-, Darm- und Nierenreizungen verursachen. Bitte Kräuter aus der Natur daher nur sammeln und verzehren, wenn Sie genaueste Pflanzenkenntnisse besitzen.

Montag, 22. März 2010

Jeder Sonnenstrahl lockt die Bienen

Am gestrigen Sonntag war es so weit: zum ersten Mal in diesem Jahr konnten wir in unserem Garten wieder die Bienen bei ihrer emsigen Arbeit beobachten: Biene im Krokus © H. Brune Obwohl es gestern lange und viel geregnet hatte reichte der trockene und sonnige Nachmittag um die Immen aus ihren Verstecken zu locken.

Und so konnte man an den blühenden Krokussen immer wieder einzelne Bienen sehen, die sich in die nur zaghaft geöffneten Blüten zwängten um den Pollen zu sammeln. Beim ‘Kampf’ in der Blüte wurde oft lautes Gebrumme  hörbar, wenn ein Bienchen in Platznot geriet. Über und über bedeckt mit gelbem Staub kamen sie dann wieder heraus. Auch einzelne dicke Hummeln schossen schon durch den Garten.

Es ist schön zu sehen, dass auch diese Lebewesen den langen Winter offenbar gut überstanden haben.

Sonntag, 21. März 2010

Öffnungszeiten des Cafés an den Osterfeiertagen

An den Osterfeiertagen 2010 hat unser Café im Kräutergarten wieder die selben Öffnungszeiten wie in früheren Jahren auch:Ostern ©H. Brune Am Karfreitag, dem 02.04.2010, öffnen wir um 14 Uhr.

Am Ostersonntag und am Ostermontag haben wir jeweils ab 11 Uhr geöffnet.

Wenn das Wetter weiterhin so warm bleibt, so könnten auch in diesem Jahr zum Osterfest vielleicht bereits die Narzissen blühen. In 2009 war es jedenfalls so.

Samstag, 20. März 2010

Die Krokusse blühen

Die wenigen warmen Tage in dieser Woche haben ausgereicht um die Krokusse in unserem Garten endgültig aus dem Boden zu treiben. Zwar ist unsere große Krokusspirale wie befürchtet tatsächlich in weiteren Teilen eingegangen und nur noch in Fragmenten vorhanden.Krokus © H. Brune

Aber an anderen Stellen blühen verschiedene Sorten jetzt in gelb, weiß, himmelblau, blau-weiß gestreift und tintenblau. Sie bohren sich durch Laub und altes Moos unaufhaltsam ans Licht um für eine kurzlebige Farbexplosion im Garten zu sorgen.

Die Schneeglöckchen sind auch noch in voller Blüte und noch einmal dichter geworden als am vergangenen Wochenende. Wenn die Sonne herauskommt klappen sie ihre Blüten auf und einige unserer Beete sind dann wieder fast so weiß wie zu der Zeit, als noch alles unter Schnee bedeckt war.

Freitag, 19. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Freund und Leid der Gartenarbeit

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Am 17. März geht der 1. Gärtner in den Garten, sagte meine Schwimmfreundin gestern zu mir. Also tun wir es ihm nach und treffen die Winterlinge. Diese kleinen, fröhlichen Blumenzwerge. Sie lachen uns oft schon voll erblüht entgegen, wenn sie unter dem Schnee hervorkommen. E. Brune © H. Brune

Winterlinge, die Begleiter der Schneeglöckchen, sind Hahnenfußgewächse und kommen aus Südeuropa zu uns. Ihre dottergelben Blüten bringen die erste kräftige Farbe in den Garten, neben den frühen Krokussen. Sie benötigen frischen Boden, nach meiner Erfahrung, wobei ‘frisch’ leicht feucht bedeutet.

Sonne und Halbschatten wird vertragen. Ist der Standort richtig vermehren sie sich prächtig. Auch unter laubabwerfenden Bäumen und Sträuchern, wo man sie, genau wie die Schneeglöckchen, in Ruhe lässt, ist ihr Platz. Dazu sind sie absolut frosthart.

Wir gehen weiter und kommen zu den Krokussen. Der Krokus ist der Paukenschlag des Frühlings. Auf einmal ist er da, mit all seiner Pracht und genauso schnell auch wieder verblüht.

Aber die Tage an denen er blüht sind unbezahlbar schön. Wir hatten jahrelang eine Spirale von blau blühenden Krokussen im Garten, um das Ginkgo Rondell herum. Im vergangenen Jahr entfaltete sie ihre größte Pracht. Das kann ja nur besser werden, dachte ich.

In diesem Jahr ist sie fast verschwunden.

Wochenlang lag der Teil des Gartens unter Eis. Hat das geschadet oder waren wieder einmal die Wühlmäuse allzu gefräßig? Ich bin schon sehr traurig.

Im Herbst pflanze ich Krokuszwiebeln, immer drei Stück auf einmal, in Töpfe, um damit im Frühjahr entstandene Lücken zu füllen. Diese hatte gut ausgetrieben, vor Weihnachten schon. Als ich vor einigen Wochen nach ihnen sah fehlte an allen Trieben die Spitze. Abgeknabbert von den Wildkaninchen, die ja auch irgendwie die Schneewochen überstehen mussten.

Freund und Leid liegen nah beieinander im Gärtnerleben. Ich kann ehrenamtliche Helfer brauchen bei der Gartenarbeit, wer immer schon mal an frischer Luft tätig sein wollte, bitte melden.

Mittwoch, 17. März 2010

Die Skulpturenausstellung im Garten ist zu Ende

In dieser Woche werden die Skulpturen von Ekkehard Broermann, die für ca. drei Wochen in unserem Garten zu betrachten waren, wieder abgebaut. Zur Erinnerung – auch an das in dieser Zeit herrschende Wetter – wollen wir hier noch eine kleine Kollage zur Ausstellung zeigen:

Broermann Skulpturen im Schnee © H. BruneBilder von einigen weiteren Ausstellungsstücken finden Sie in der ursprünglichen Meldung zur Ausstellung vom 2. März 2010.

Für den Fall, dass Ihnen bei Ihrem Besuch auf unserem Gelände eine Skulptur gefallen haben sollte, sie sich aber nicht schnell genug entschließen konnten, finden Sie hier die Kontaktdaten des Künstlers:

http://brentrup.net/projekte/kuweca/index.php

Montag, 15. März 2010

Neue Bilder fürs Café

Nachdem das Café jetzt mehr Raum hat sind auch viele freie Flächen an den Wänden entstanden, die wir bisher nicht gefüllt hatten. Das wird sich bald ändern:)Bilder fürs Café © H. Brune

Wir haben aus unseren unzähligen Gartenbildern ein paar ausgewählt und entwickeln lassen. Hauptsächlich natürlich Bilder mit Kräutern.

Jetzt müssen wir uns nur noch darüber einig werden, welche Bilder es tatsächlich in die letzte Auswahlrunde schaffen und wie wir sie arrangieren. Wir sind selbst auf das Ergebnis gespannt….

Sonntag, 14. März 2010

Zum heutigen ‘Garten in Blau’ ist der Garten eher weiß

Heute findet unser ‘Garten in Blau’ statt! Den Termin hatten wir schon im vergangenen Jahr angesetzt und gehofft, dass zu diesem Zeitpunkt die große Krokusspirale in voller Blüte stehen würde. Aber da hat uns die Witterung ja bekanntlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hellblaue Krokusse © H. Brune

Zwar ist der Schnee im Garten in der letzten Nacht endgültig geschmolzen, aber Krokusse sieht man bisher nur ganz vereinzelt. Die drei nebenstehenden Exemplare haben wir gestern fotografiert, aber sie sind echte Vorreiter.

Sehr zahlreich sind dafür die Schneeglöckchen, die jetzt überall aus dem Boden gesprossen sind und ihre weißen Köpfchen zeigen. Unser Garten ist also heute auch ohne Schnee weiß:)

Um 15 Uhr hält Elisabeth Brune ihren angekündigten Schneeglöckchenvortrag und im Garten ist weiterhin die Skulpturenausstellung zu sehen.