An der Einfahrt sieht man jetzt auch eine besondere Variante: Das kaukasische Vergissmeinnicht, welches einzelne, tiefblaue Blüten hat.
Hier finden Sie Neuigkeiten und Infos zum Hof Brune und dem Café im Kräutergarten in Borgholzhausen. Die Homepage befindet sich hier: http://www.hof-brune.de
Samstag, 8. Mai 2010
Jetzt ist der Garten blau
An der Einfahrt sieht man jetzt auch eine besondere Variante: Das kaukasische Vergissmeinnicht, welches einzelne, tiefblaue Blüten hat.
Freitag, 7. Mai 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Die Maiglöckchen
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es auch um unerfüllte Gartenträume:
Eine meiner Lieblingsblumen, neben der Rose, der Königin der Blumen, ist das bezaubernde Maiglöckchen. Die einfachen, bescheidenen Blumen erobern mein Herz mehr, als alle
Superzüchtungen der letzten Jahre.Leider ist unser Boden nicht der absolute Maiglöckchenboden. Seit einiger Zeit kann ich aber bescheidene Bestände vorweisen, sehr bescheidene.
Dann kommen Besucher die mir erzählen, dass sie diese von mir begehrten Pflanzen, schubkarrenweise, in ihrem Garten entsorgt haben. Ich könnte schreien vor Wut.
Aber je knapper etwas ist, umso kostbarer erscheint es uns.
In der Blumensprache sagt das Maiglöckchen: Du bist der/die Einzige, der/die mich glücklich macht. Was für Assiziationen kommen mir beim Maiglöckchen noch?
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- Blume, von Kindern geplückt, zum Muttertag.
- Maiglöckchensträusschen, der Liebsten verehrt, auf dass sie ihn am Busen trage.
- Maiglöckchenparfüm.
- Maiglöckchenseife, beides nicht mehr so gefragt wie früher.
- Maiglöckchen gehören zu den Giftplanzen.
- Maiglöckchen gehören zu den geschützten Pflanzen, das heist, in der freien Natur dürfen sie nicht gepflückt werden.
Maiglöckchen haben herzwirksame Inhaltsstoffe. In der Medizin werden sie weniger verwendet aber in der Homöopathie.
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Vor einigen Tagen sah ich an einem Stand mit antikem Schmuck eine wunderschöne Maiglöckchenbrosche. Der Inhaber bot sie seit einiger Zeit erfolglos an, wollte sie gerne loswerden und kam mir im Preis entgegen, ich konnte nicht wiederstehen.
Übrigens gibt es eine rosablühende Maiglöckchenvariante.
Mittwoch, 5. Mai 2010
Die Birken sind manchmal nervig
In dem kleinen Wäldchen am Hof wachsen auch etliche Birken. Und so sehr uns das frische Grün jetzt im Frühjahr auch erfreut – die Birken können einen manchmal doch etwas auf die Nerven gehen. Das liegt an ihrer umfangreichen und lang andauernden Samenproduktion.
Die Blütenstände der Birken werden als Kätzchen bezeichnet und haben sich zum ersten Mal in diesem Jahr im Massen schon am vergangenen Wochenende auf unserer Caféterrasse abgelagert. Das lag aber nur an den Regenfällen.
Viel penetranter sind die Birkensamen, die später reifen und sich dann vom Wind in alle Ecken treiben lassen. Eigentlich findet man das ganze Jahr über irgendwelche Bestandteile der Birken vor, die man dann zusammenkehren darf. Im Herbst sind die Schichten so dick, dass wir uns immer mal wieder fragen ob man diesen vermutlich energiereichen Ladungen nicht irgendetwas müsste anfangen können. Aber bisher hatten wir keine zündende Idee.
So, dass musste mal gesagt werden. Aber eigentlich lieben wir unsere Birken und das gepunktete grünliche Licht, welches sie auf den Boden werfen.
Merkwürdige Gewächse am Wegesrand
Seit der letzten Woche taucht an den Straßenrändern wieder eines der merkwürdigsten Gewächse auf, das in unserer Gegend wild wächst.
Für kurze Zeit sieht man an den entsprechenden Stellen viele braune Stängel aus dem Boden kommen, mit einer merkwürdig geschuppten Spitze, die sich nach und nach leicht öffnet. Irgendwie erinnern die Pflanzen an Spargel, der ja jetzt auch gerade erhältlich ist, sind aber doch deutlich anders.
Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal auf diese – auch noch recht kurzlebigen – Gewächse aufmerksam wurden stellten sie uns vor ein kleines Rätsel. Die Lösung brachte allerdings die Erinnerung: Wuchsen in den Jahren zuvor nicht an genau der gleichen Stelle immer üppige Schachtelhalm Kolonien?
Und tatsächlich: bei den merkwürdigen Pinökeln (wie der Westfale aus der Umgebung von Gütersloh auch sagen kann) handelt es sich um die Sporenähren des Acker-Schachtelhalms. In der Wikipedia finden sich weitere Abbildung und Beschreibungen zu dieser urtümlichen und auch im Garten nützlichen Pflanze.
Dienstag, 4. Mai 2010
Die Rapsfelder blühen – und bieten Nahrung für viele
Jetzt ist es wieder so weit: Die großen Rapsfelder blühen und verwandeln die Landschaft in ein gelb-grünes Schachbrettmuster. In diesem Jahr ist die Blüte bei uns etwas später dran als im vergangenen Jahr, aber nicht viel.
Überhaupt war es mal wieder sehr beeindruckend zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit sich der Raps in den vergangenen Wochen in die Höhe geschraubt hat.
In der Blütezeit zieht der Raps alle möglichen Insekten an, die sich an ihm nähren. So haben auch die Imker schon ihre in Kästen verpackten Bienenstöcke an den Rändern einiger Äcker aufgestellt. In den Waben sammelt sich leckerer Rapshonig.
Auch Vögel werden vom Raps angezogen oder besser: sie werden von den Insekten angezogen, die der Raps anzieht. So kann man nun immer wieder Rauchschwalben sehen, die im rasanten Tiefflug knapp über die Blüten hinweg schießen und dabei Nahrung sammeln. Im Bild ist so eine Szene zu sehen, klicken Sie es an, um es zu vergrößern.
Montag, 3. Mai 2010
Entwickelt sich das Café zum informellen Oldtimer Treffpunkt?
Am Nachmittag des ersten Mais standen auf unserem Caféparkplatz plötzlich drei Oldtimer. Und zwar waren es ein amerikanisches Packard Cabrio (eine Marke, von der wir vorher noch nichts gehört hatten), ein Triumph Stag und ein MGB aus dem Jahre 1971, der hier im Bild zu sehen ist:
Vielen Dank an Marcus S., der uns das Bild zur Verfügung gestellt hat und auch die Automarken erklärte:)
Freitag, 30. April 2010
Vorschlag für eine Radtour zum Café
Morgen ist der erste Mai. An diesem Tag macht man in unserer Gegend traditionell eine Radtour oder einen Ausflug mit der Familie. Man schmückt dabei sein Rad am Lenker mit einem frischen Birkenzweig und steuert irgendwann ein nettes Lokal an. So wie unseres:)
Und falls Sie von Harsewinkel kommen, so haben sich Unbekannte sogar schon die Mühe gemacht eine Radroute im Internet zu beschreiben, der Sie an Hand einer ausgedruckten Wegbeschreibung oder mit Hilfe eines GPS Empfängers folgen können:
http://www.bikemap.net/route/31346
Also dann: das Rad aufgepumpt und raus in die frische Frühlingsluft!
Donnerstag, 29. April 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Löwenzahn
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um eine Pflanze, die man in der freien Natur und auf den Wiesen sehr gerne sieht, die aber von den meisten wohl eher nicht im Garten oder Rasen geduldet wird:
Der Löwenzahn blüht und wie er blüht! Ganze Wiesen färbt er golden.
Goldenes Licht
auf smaragdener Wiese
Stärke verkündend und Mut.
Kraftvolles Wachstum im frischen Grün,
Gesundheit bringend mit allen Teilen.
Nutze Blatt, Wurzel und Blüte,
alles ist Güte,
alles tut gut.Der Löwenzahn, Taraxacum officinale (Wiesenlöwenzahn), ein Korbblütlergewächs, ist vielgestaltig. Sein Name wird von den stark gezackten (gefiederten) Blättern hergeleitet.
Die Blüten öffnen sich an hellen sonnigen Tagen, um sich an trüben zu schließen. Er gehört zu den Heilpflanzen, regt Nieren und Leber an und fördert die Durchblutung des Bindegewebes. Er eignet sich für Frühlingskuren, alle Teile sind genießbar.
REZEPT Löwenzahnblütenhonig
2 gehäufte Doppelhände Löwenzahnblüten mit 1 Liter kaltem Wasser aufsetzen, langsam zum Kochen bringen, einmal kurz aufkochen. Über Nacht stehen lassen, absieben.
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Entweder mit Zitronensaft und Gelierzucker nach Rezept zubereiten zu Gelee, oder 1 Kg braunen Zucker dazugeben, den Saft einer Zitrone und bei niedrigen Temperaturen eindicken. So werden die Vitamine erhalten.
Meine Mahlfreundin, Katrin Boidol aus Halle/Westf., die Schafferin wunderbarer Blumenbilder, sieht den Löwenzahn so:
Löwenzahn
Fest verwurzelt
zackige Uniform
gelbe Perücke
stramm gestanden
der Zug der Sommerzeit fährt ein
im Fahrtwind verwirbeln die Strahlen
still senken sich Rettungsschirmchen
und tragen die Lebensfreude
ins nächste JahrÜbrigens ist der Löwenzahn ein ausgezeichnetes Kaninchenfutter.
Mittwoch, 28. April 2010
Die großen Vogelfutterautomaten arbeiten wieder
Den lange und schneereichen Winter über haben wir die Vögel in unserem Garten mit Futter versorgt und damit nicht gespart. Trotzdem sehen unsere Bemühungen im Vergleich eher kleinlich aus wenn man sich großen Futterautomaten ansieht, die nun die Vogelwelt ganz natürlich mit Nahrung versorgen: Damit meinen wir die Kiefern, die am Teich entlang an der Caféeinfahrt wachsen.
An den Kiefern öffnen sich an warmen und trockenen Tagen die Zapfen vom letzten Jahr (man kann es dann knistern und knacken hören) und verstreuen ihre Saat. Die Kiefernsamen haben einen kleinem Flügel, der sie kreiselnd zu Boden schweben lässt. Jeder Windhauch trägt sie vom Mutterbaum davon, auch bei schwachem Wind schaffen es einige auf die doch einige Meter entfernte Caféterrasse oder gar in den Hauptgarten.
Wenn so ein Same herabsinkt ist die Stunde der Singvögel gekommen, insbesondere der Buchfinken: Sie hüpfen auf dem Pflaster suchend umher und lesen diese nahrhafte Speise eifrig auf. Sie sind dabei erstaunlich furchtlos und kommen bis auf kurze Distanz an ruhig sitzende Menschen heran.
Vermutlich ist diese energiereiche Kost im Moment genau das Richtige in der anstrengenden Paarungszeit: wie sonst sollten die Buchfinken ihre lautstarken Konzerte durchhalten können?
Montag, 26. April 2010
Schnell noch einmal im Teuto wandern, so lange die Buschwindröschen blühen
Nachdem die ersten Frühblüher wie der Lerchensporn und Waldgoldstern im Wald bereits wieder fast verblüht sind kommt nun die Stunde der etwas späteren Frühlingspflanzen. Allen voran kann man in unserer Umgebung und im nahen Teutoburger Wald nun das Buschwindröschen blühen sehen.
Die Windröschen – oder auch Anemonen – gehören zu Hahnenfußgewächsen und sollen ihren Namen schon in der Antike erhalten: In der Wikipedia findet sich jedenfalls eine Erklärung, welche von dem griechischen Wort für Wind anemos ausgeht. Und wirklich scheinen die Buschwindröschen immer gerade dann zu blühen, wenn auch ein frischer Frühlingswind weht und sie schüttelt.
Dementsprechend kann einen der Versuch ein nicht völlig verwackeltes Bild von den blühenden Pflanzen zu knipsen manchmal an den Rand der Verzweiflung bringen. Inzwischen ist die Blütezeit auch schon dem Ende nah. Also schnell noch einmal in die Wälder gefahren und um die Blütenflecken gestreift.
An einigen wenigen Stellen findet man auch Gesellschaften mit dem Scharbockskraut. Da beide Pflanzen dicke Polster bilden sieht es dann so aus, als ob jemand gelbe und weiße Farbe ausgegossen habe.
Samstag, 24. April 2010
Die Apfelbaum über dem Café beginnt zu blühen
Als wir heute abend noch etwas länger auf der Terrasse saßen viel es uns plötzlich auf: Der Apfelbaum, der sich von der Gartenseite aus über das Dach des Cafés neigt beginnt seine Blüte!
Heute Abend waren erst wenige Blüten komplett geöffnet, aber überall sieht man die roten Knospen. Wenn sie sich öffnen entfalten bleibt daher ein Ton von zartem Rosa. Morgen kann man bestimmt schon viel mehr sehen.
Die Apfelblüte ist eigentlich die schönste der Obstblüten, auch wenn sie meist nicht so ins Auge fällt, gibt es doch in unserer Gegend viel weniger Apfelbäume als etwa Kirschen. Trotzdem sind ist sie für uns mit einer kleinen Melancholie verbunden, erinnern wir uns doch zu dieser Zeit immer besonders daran, dass unsere japanische Zierkirsche (die heute der ‘Affenbaum’ ist) früher oft zusammen mit dem Apfelbaum und dem benachbarten Zierapfel blühte.
Freitag, 23. April 2010
Allmählich werden die Kaninchen frech
Vor einigen Wochen hatten wir zum ersten Mal über die neu in unserem Garten aufgetauchten Kaninchen berichtet, damals hatten sie sich an einigen Krokussen vergriffen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob die kleinen grauen Flitzer – die ja erst nach der Vertreibung durch den Straßenbau aus ihren angestammten Bauten zu uns kamen - nun dauerhaft bei uns sesshaft werden würden.
Als wir aber vor ein paar Tagen noch etwas länger im Café saßen sahen wir ein besonders keckes Exemplare noch am helligten Tag direkt vor unseren Fensterscheiben entlang hoppeln, offenbar auf direktem Weg in unseren Garten. Auch früh morgens sieht man sie nun häufiger in den Büschen verschwinden.
Bis heute haben wir noch keine abgefressenen Pflanzen entdeckt, vermutlich ist das überall sprießende Grün noch attraktiv genug. Hoffen wir, dass das so bleibt! Falls sich die Kaninchen bei uns halten kann man im Sommer vielleicht wieder Szenen beobachten, wie sie sich vor ca. 20 Jahren schon einmal in unserem Garten abgespielt haben:
Damals waren die Kaninchen so vertraut und zahlreich geworden, dass sie sich beim Sonnenbaden auch nicht von Menschen stören ließen und wir so oft zusammen mit 10 Kaninchen auf dem Rasen lagen. Leider wurden die Kaninchen dann offenbar von einer der verschiedenen Kaninchenkrankheiten dahingerafft und waren lange komplett verschwunden.
Donnerstag, 22. April 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Zeckenalarm
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um den Teil der krabbelnden Bevölkerung des Gartens, der eher unwillkommen ist:
Ich lag in meiner Gartenliege, zum ersten Mal in diesem Jahr. Der Jasmin blühte und ich hatte meine Liege unter seine überhängenden, duftenden Zeige
gezogen. Des warmen Wetters wegen, trug ich ein großzügig ausgeschnittenes T-Shirt.Wie gut hast Du es doch, dachte ich und träumte vor mich hin. Ab und zu juckte es unterhalb des Schlüsselbeines ein wenig, fasste ich dorthin fühlte ich ein kleines Hautläppchen und träumte weiter.
Am Abend vor dem Fernseher juckte es wieder an besagter Stelle. Automatisch greife ich dorthin und etwas, dass sich wie ein kleines Kügelchen anfühlte, fiel herunter, eine vollgesogene Zecke. Im Badezimmerspiegel war nur noch ein kleines Loch in der Haut zu sehen.
Sofort betupfe ich es mit Propolis-Tinktur (Apotheke, Imker), eine antibiotisch wirksame Lösung. Propolis wird von Bienen gesammelt.
Anschließend lege ich ein mit Schwedenkräutern getränktes Wattebäuschen auf und fixiere dieses mit einem Steifen Leukoplast. Unruhig gehe ich schlafen. Schwedenkräuter und Propolis-Tinktur habe ich immer im Haus, sie sind gute Allheilmittel.
Am anderen Morgen setze ich mich sofort mit meinem Hausarzt in Verbindung. Die Sprechstundenhilfe beruhigt mich, beobachten sie die Stelle sagt sie. Nur wenn sich ein roter Ring darum herum bildet, müssen wir etwas unternehmen.
Es zeigte sich zum Glück kein roter Ring. Eine spätere Blutuntersuchung ergab kein Anzeichen einer Borreliose-Erkrankung.
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Franziska ist in den Sommerferien zu Besuch bei Onkel und Tante. Diese wandern mit ihr im Bereich Künsebeck in den Teutoburger Wald. Dort gibt es eine Stelle, an der sich die Waldreben zu dicken Strängen gewunden haben. Franziska schaukelt mit Vorliebe an ihnen.
Am Abend ist sie übersäet mit Zecken. 20 Stück entfernt die Mutter, sogar in den Achselhöhlen saßen sie. Auch hier kam es zu keiner Ansteckung.
Vorbeugender Schutz soll möglich seien, durch eine Einreibung mit einem Antizeckenmittel, oder dem Tragen von dem ganzen Körper bedeckender Kleidung. Doch wer kleidet sich schon so im Sommer.
Nach einem Bericht den ich im Autoradio hörte, sollen Zecken nicht auf Sträuchern sitzen und sich herabfallen lassen, sondern eher im hohen Gras auf Beute lauern, so das vor allem ein Schutz der unteren Extremitäten notwendig sei.
Zecken, bei uns auch landläufig Holzböcke genannt, gab es schon immer. Hund und Katze kamen von ihren Streifzügen gelegentlich mit ein, zwei Zecken behaftet, zurück. Wir fanden sie ekelig, mein Vater drehte sie heraus, mehr war nicht.
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Natürlich sollten sie entfernt werden, die Blutsauger, aber von gefährlichen Krankheiten die sie übertragen konnten war nie die Rede. Das tritt erst in den letzten Jahren vermehrt auf.
Von Süddeutschland ausgehend sollen sich die Spinnentiere infiziert haben, sind,somit zu einer
großen Gefahrenquelle geworden.FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis – wird durch Zecken übertragen, grippeähnliche Symptome oder Gehirnhautentzündung können die Folge seien. Dagegen bietet eine spezielle Impfung Schutz.
Lyme-Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, kann den ganzen Körper befallen und wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Da eine Schutzimpfung nicht möglich ist ist bei einer Infektion eine Behandlung mit einer speziellen Antibiotika erforderlich.
Nach einem Zeckenstich die Haut nach Rötungen absuchen und oder einen Arzt aufsuchen. Zecken können ab 7 Grad Celsius aktiv seien, sind also bereits angriffslustig. Unsere zornige rote Katze hat sich bereits eine eingefangen.
Mittwoch, 21. April 2010
In Japan sind die Kirschen schon weiter
In unserem Garten und an den Rändern der umliegenden Wälder sind die Wildkirschen erst am vergangenen Wochenende erblüht und zeigen sich nun im reinsten Weiß. Auch der gerade kalt-stürmisch wehende Frühlingswind kann das leuchtende Bild der Blüten vor dem blauen Himmel nicht trüben.
Zur Zeit der Kirschblüte kann man einen interessanten Vergleich der deutschen mit der japanischen Kultur ziehen: Obwohl es auch bei uns Kirschblütenfeste gibt, so sind solche botanischen Festivitäten doch nicht wirklich verbreitet und haben auch meist keinen besonderen Stellenwert in unseren hiesigen Frühlingsriten.
Ganz anders hingegen in Japan: Dort hat die Zeit der Kirschblüte einen eigenen Namen und wird Sakura genannt. Da in den japanischen Städten laut Wikipedia fast die Hälfte der Bäume Kirschen sind, verwandelt sich die Landschaft in dieser Zeit komplett.
Für die Einwohner ist die kurze Zeit der Blüte ein sehr wichtiges Ereignis, dessen Herannahen über spezielle Seiten im Internet beobachtet und geplant werden kann. Wenn es dann so weit ist gehen ganze Familien und Freundesgruppen abends in die Parks und Gärten und veranstalten unter den Bäumen Picknicks und Feiern.
Woher wir das wissen? Nicht nur aus der Wikipedia! Unser japanischer Freund H. Sumiya in Hitachi hat uns einmal wieder wunderschöne Bilder geschickt, von denen wir hier einige veröffentlichen wollen. In seiner Stadt ist die Kirschblüte inzwischen schon wieder mehr oder weniger vorbei.
Klicken Sie auf eines der Bilder, um es zu vergrößern.
Dienstag, 20. April 2010
Das Aufräumen im Garten wärmt uns
Beim nachwinterlichen Aufräumen im Garten ging es nicht nur darum die umgekommenen Pflanzen zu entfernen und zerzauste Beete wieder zu richtigen. Auch einige alte Rankhilfen aus Holz, die schon längere Zeit in einer abgelegenen Ecke des Gartens auf ihre erneute Verwendung gewartet haben, sind dem Aufräumwahn zum Opfer gefallen.
Da sie trocken gestanden haben dienen sich uns jetzt noch als letzte Füllungen für unseren Kachelofen im Café. Bald müssen wir ja hoffentlich nicht mehr heizen, aber im Moment sind die sonnigen Tage morgens noch ungemütlich kalt und da ist ein warmer Ofen unverzichtbar.
Die zerkleinerten Rankhilfen sind dabei geradezu ein Kickstart für die Raumwärme da sie so schnell verbrennen. Dafür ist das Feuer auch nach kurzer Brandzeit bereits schon wieder erloschen. Jedenfalls macht uns dieses Holz zwei Mal warm: einmal im Ofen, aber vorher schon beim Zerlegen in ofengerechte Stücke:)
Montag, 19. April 2010
Die Buchenwälder ergrünen
In den letzten Tagen hat sich hier viel getan: Sowohl die Rotbuchen wie auch die Hainbuchen (die übrigens botanisch gesehen überhaupt nicht miteinander verwandt sind) haben kräftig ausgeschlagen.
Auch in unserem Teutoburger Wald finden sich zwar nicht mehr so viele Buchen wie zu der Zeit, als die Buchenwälder die vorherrschende Urwaldform in Mitteleuropa waren. Aber es gibt immer noch Stellen, an denen alte Exemplare sich ihren Platz geschaffen haben. Eine Wanderung lohnt sich jetzt also ganz besonders!
Sonntag, 18. April 2010
Frühlingshafte Wegbeschreibung zum Café
Unsere Wegbeschreibung zum Café reicht bisher nur bis zu den Hofeinfahrten. Und von da sind es immer noch fünfzig (!) Meter, die Sie bis zu unserem Parkplatz zurücklegen müssen. Wir wollen daher heute den noch fehlenden Teil ergänzen:
Wenn Sie von der Hesselteicher Straße rechts auf den Hof Brune einbiegen so folgen Sie zunächst dem Weg, wobei sie links die Kastanienreihe mit den frisch geöffneten Blättern passieren lassen. Rechts fliegt der kleine Szilla Weg vorbei, gefolgt von etwas frischem Rasen und beendet durch das Kräuter-Rosen-Rondell.
Hier müssen sie nun eine 90° Linkskehre schaffen, die auf der Ecke von der erst wenige Jahrzehnte jungen, gerade blühenden Eiche symbolisiert wird. Nach ihrem erfolgreichen Turn gleiten sie am Teich entlang unter den knisternden Kiefernzapfen hinab bis vor das Café. Dabei passieren sie den frischen Vorhang der Trauerbirke und steuern die ganze Zeit auf die Forsythien an der Caféterrasse zu.
Aber nicht zu weit! Auf Höhe des Cafés müssen Sie nun zu einer schnellen Links-Rechts-Kombination ansetzen, die sie zwischen den Kastanien und den erste Blütenansätze zeigenden Fliederbüschen direkt auf den Parkplatz führt.
Suchen sie sich nun einen schönen Stellplatz unter den Buchen oder Haselnusssträuchern oder vor den Himbeerreihen. Sie haben Ihr Ziel erreicht.
Samstag, 17. April 2010
Wie ist die Hyazinthe eigentlich der Rechtschreibreform entkommen?
Passend zur in dieser Woche in Ostwestfalen gestarteten Spargelsaison blühen auch die Hyazinthen im Garten. Passend deshalb, weil diese großen Blütenträger laut der Wikipedia auch zur Familie der Spargelgewächse gehören.
Mit diesem Wissen ausgestattet findet man auch sogleich ‘Ähnlichkeiten’ an diesen eigentlich sehr unterschiedlich aussehenden Pflanzen, die einem vorher nie aufgefallen wären.
Aber beim Schreiben über die Hyazinthen und dem wiederholten Eintippen des Namens stellte sich plötzlich eine ganz andere Frage: Wieso ist die Hyazinthe eigentlich den Änderungen in Folge der letzten Rechtschreibreform entgangen?
Wenn schon der Delfin sein ‘ph’ verlor und die Majonäse ihr ‘y’ und ihr ‘ai’, warum schreiben wir dann heute nicht Hüazinte? Sind die Pflanzen komplett verschont worden? Fragen über Fragen:)
Freitag, 16. April 2010
Warum ist die Magnolienblüte nur so kurz
Seit gestern steht der Magnolienbaum im kleinen Vorgarten fast in voller Blüte. Unser Baum hat rein weiße Blüten, die wie schlanke Tulpen wirken. Wenn wir dabei in unser Blog vom letzten Jahr sehen, so scheint es, als habe die Natur inzwischen wieder den gleichen Stand erreicht und den langen Winter aufgeholt.
Leider ist dieses wunderschöne Spektakel immer viel zu kurz. Schon kurz nach dem Aufblühen fangen die Blütenblätter an braun zu werden und fallen schließlich in großer Zahl zu Boden. Unter dem Baum sieht es dann für einige Tage noch einmal so aus wie im Winter.
Bei Youtube findet man übrigens etliche Filme über Magnolien, darunter auch Zeitrafferfilme wie den Folgenden, die das Aufblühen zeigen:
Auch hier hat die Blüte offenbar ungefähr eine Woche gedauert, wobei man die Blüte in der Vase nicht eins-zu-eins auf einen Baum im Garten übertragen kann. Aber trotzdem muss man wohl sagen: Wenn Sie in diesem Jahr die Magnolienblüte bei uns sehen möchten, so sollten Sie uns an diesem Wochenende einen Besuch abstatten.
Donnerstag, 15. April 2010
Elisabeths Gartengeschichten: Winterschäden
Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die nicht immer freudigen Aufräumarbeiten nach dem langen Winter:
Jetzt,wo die Zeit da ist, in der ernsthaft die Gartenarbeit beginnt, entdecke ich erst das volle Ausmass der Winterschäden. Es sind mehr als auf den 1. Blick erkennbar.
Die Rosen haben sehr gelitten, von unten an ist die Rinde aufgeplatzt und der Trieb kann nicht mehr versorgt werden. Die meisten treiben aber ganz ganz unten wieder aus. Einigen Sorten dagegen hat der Winter gar nichts antun können. Am besten weggekommen sind die wurzelechten Rosen.
Manche Hecke musste zurückgeschnitten werden, auch die beiden großen Hortensienflächen. Darüber bin ich fast froh, sie waren zu ausladend geworden im Laufe der Zeit. Immer scheute ich vor dem Rückschnitt, denn sie blühen an den Spitzen. Jetzt aber muss es sein. Blühen sie in diesem Jahr nicht, blühen sie im nächsten Jahr um so stärker.
Die vielen Sommerfliedersträucher scheinen fast ganz vernichtet, ich hoffe aber noch. Die rosablühende Clematis Montana, die sich bereits bis hoch in die Spitze der Eberesche hinauf gearbeitet hatte, ist im oberirdischem Teil ganz zerstört, treibt aber von unten wieder aus.
Der Salbei an ungeschützten Stellen ist komplett abgestorben. Den Schaden hat der zurückkehrende Winter nach der ersten Frostperiode angerichtet. In den warmen Tagen dazwischen stieg der Saft in den Pflanzen hoch. Die erneuten Minusgrade ließen die Zellwände platzen.
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Was aus dem Kirschlorbeer wird, muss ich noch abwarten. Mein Herz wird bang, wie soll ich es nur schaffen, all die Schäden zu beseitigen?
Da kommt mir mein Gartenfreund zur Hilfe. Starke, flinke Männerhände schneiden alles Schlechte fort. Heiner karrt die trockenen Zweige weg und Henning pflanzt neu. So sieht unser Garten im Moment zwar etwas kahl aus, aber neues Wachstum ist in Sicht.
Demnächst werden die zahlreichen Vergissmeinnicht in den Beeten ihre himmelblauen Blütenaugen öffnen.