Samstag, 10. Oktober 2009

Sonnenblumen und Bienen

Vor ca. 2 Wochen hatten wir in unserem Blog von der Rückkehr der Sonnenblumen berichtet, die jetzt auf vielen Äckern als Zwischenfrüchte wachsen.Bienen und Sonnenblumen © H. Brune Gestern kamen wir noch einmal bei schönstem Herbstwetter an dem gleichen Acker an den Hängen des Teutoburger Waldes vorbei.

Zwar hatten die Sonnenblumen ganz offensichtlich auch unter dem schweren Regen gelitten (siehe z. B. die entsprechende Meldung des Mindener Tageblatts) und wirkten im wahrsten Sinne des Wortes etwas geknickt, aber trotzdem machten sie ihrem Namen ‘Sonnen’blume alle Ehre.

Seit unserem letzten Besuch hat ein Imker einige Kisten mit Bienenschwärmen an den Ackerrand gestellt. Bei der Bemalung der Kisten hat man sich offenbar von farbenfrohen Blüten inspirieren lassen und um die Einfluglöcher herum wurde noch ein besonderer Farbkreis gemalt. Ob das den Bienen die Rückkehr erleichtern soll?

Die Honigsammlerinnen waren jedenfalls gestern sehr aktiv und an den Bienenstöcken herrschte reger Verkehr. Auf den Sonnenblumenblüten sah man manchmal dick mit gelben Pollen bestäubte Vertreterinnen, die sich den Nektar friedlich mit einigen viel größeren Hummeln und letzten Schmetterlingen wie den Tagpfauenaugen teilten.

Heute hingegen werden die Bienen wohl nicht fliegen können: zu kalt, grau und regnerisch ist es jetzt. Wer mehr über die Honigbiene erfahren möchte, dem sei der sehr umfangreiche Artikel in der Wikipedia über die Westliche Honigbiene ans Herz gelegt.

Freitag, 9. Oktober 2009

Die Clematis Puschel

Auch die späten Sorten der Clematis (Waldrebe) verblühen allmählich, übrig bleiben die Samenstände, Clematis © H. Brune die bei einigen Sorten wie wild zerwuschelte Haarschöpfe aussehen.

In unserem Garten gibt es neben den Hortensien und Silbertalern eigentlich nicht viele andere Pflanzen, die nach dem Verblühen einen so interessanten Anblick bieten.

Leider kann man die Samen nicht gut in Trockengestecken oder ähnlichem verwenden, da sie schnell zerfallen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichte: Mit Kastanien, Eicheln und Bucheckern basteln

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Für die heutige Geschichte hat sie sich davon inspirieren lassen, das unsere kleine Blogmeldung ‘Basteln mit Kastanien’ zur Zeit unser beliebtester Bloginhalt ist:

Jetzt fallen sie wieder von den Bäumen,die glänzenden Kastanien, die braunen Bucheckern und die gelblichen Eicheln, mit allen lässt sich herrlich basteln. Tierfiguren zum Beispiel:

E. Brune © H. BruneMit einem spitzen Gegenstand Löcher in die Kastanien bohren, so dass ein Streichholz hinein passt. Streichhölzer oder Zahnstocher sind die Verbindungsteile. Wir brauchen sie um Figuren zu basteln. Eine andere Möglichkeit ist, die Früchte mit einer Heißklebepistole aneinander zu kleben. Hier einige Bastelvorschläge:

Basteln mit Kastanien © E. Brune

Auch Bucheckern gibt es in diesem Jahr reichlich. Früher wurden sie gesammelt, zur Ölmühle gebracht und Öl daraus gepresst. Man kann die harte Schale mit den Fingern abknibbeln und den schmackhaften Kern verspeisen. Mit den Bucheckernhülsen, holzige blütenähnliche Teile, lassen sich dekorative Kränze stecken oder kleben. Im Bastelgeschäft Unterlagen besorgen. Diese Kränze halten jahrelang.

Auf dem Lande aufgewachsen, sind mir Kastanienbäume von Kindheit an vertraut. Die mächtigen Baumriesen erregten meine Bewunderung und ich liebe noch heute die weißen Blütenlichter, mit denen sie  sich im Frühjahr schmücken. Für mich waren sie immer etwas Besonderes und so habe ich sie später in meinen Garten geholt. Vier Bäume vor gut 30 Jahren gepflanzt, sind prächtig gewachsen und stehen direkt neben dem Café.

Es gibt Kastanienbäume mit roten Blütenständen, die Esskastanien. Geheimnisvolle Bäume für uns Kinder, denn in unseren Breiten sind sie weitgehend unbekannt, in Süddeutschland dagegen häufiger zu finden.

Die Eltern einer Mitschülerin besaßen nun einen dieser geheimnisvollen Bäume und sie brachte gelegentlich eine Handvoll Esskastanien mit in die Schule. Wir anderen standen stauend darum herum. Einmal bekam ich eine geschenkt. Was für eine Kostbarkeit, bis heute unvergessen.

PS: Es liegen noch Kastanien und Bucheckern unter den Bäumen, wer möchte darf sie aufsammeln.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Im Herbst fallen nicht nur die Nüsse und Kastanien

Neben den Walnüssen und Kastanien fallen nun auch noch andere Dinge von den Bäumen, und zwar Vogelnester! Von den jetzt einsetzenden Herbststürmen aus den Ästen geschüttelt und am Boden weitergerollt finden wir sie morgens manchmal direktVogelnest © H. Brune vor der Haustür oder dem Café. So wie dieses Nest.

Während man sich normalerweise von Nestern fernhält hat man nun eine schöne Gelegenheit sich die Baukünste der Singvögel einmal im Detail anzusehen. Singvogelnester sind meist viel kunstvoller als die einfachen Aststapel, auf welchen etwa Tauben ihre Eier ablegen (manchmal vergebens).

Besonders interessant ist es immer wieder zu sehen, was alles für den Nestbau verwendet wird. Normal ist es auf unserem Bauernhof, dass viele lange Haare von den Kühen und Pferden verwendet werden. In diesem Fall hat der Vogel (den wir leider nicht bestimmen können) aber in den Nestrand auch eine Hortensienblüten vom vergangenen Jahr eingewebt. Dazu kommen Moos zur Polsterung und viele kleine Äste, die zu einem Kranz geflochten wurden. Mal sehen, ob wir noch weitere kleine Kunstwerke finden werden….

Dienstag, 6. Oktober 2009

Die Astern fühlen sich wohl

Trotz des schwindenden Sommers scheinen sich die Herbstastern weiter sehr wohl zu fühlen.Astern im Herbst © H. Brune Die bis zu eineinhalb Meter hohen Pflanzen öffnen munter immer neue weiße Blüten und bieten insbesondere den Bienen noch eine späte Nahrungsquelle im Garten.

Auf Hof und Garten wachsen sie bei uns an mehreren Stellen, so z. B. in dem Rosenbeet an der Einfahrt neben Rose de Resht, The Fairy und Gertrude Jekyll. Insbesondere mit der immer noch blühenden und etwas langsam wuchernden Rose ‘The Fairy’ haben sich dort die Astern verquickt. An einigen Stellen sieht man jetzt die rosa Rosenblüten zwischen den weißen Asternblüten hervorschauen. Vielleicht reichen sie sich die Hand, für die Übergabe vom Sommer zum Herbst?

Montag, 5. Oktober 2009

Der erste Frost nach dem Sommer

Der heutige Morgenspaziergang mit unserem Hund Zorro bot eine Überraschung: Den ersten Frost auf den Gräsern.

Als wir um 6 Uhr das warme  Haus verließen war die Sonne hinter dem Teutoburger Wald noch nicht einmal mit einer zarten Röte zu sehen. Statt dessen traten wir hinaus in eine helle und sternenklare Vollmondnacht. Die Kälte und die Klarheit der Nacht erweckten bereits wieder eine Art Sehnsucht Frost auf Mais © H. Brunenach frostigen Winternächten, in denen die Sterne über dem Schnee blinken.

Im Laufe unserer ca. einstündigen Runde stieg dann aber die Sonne so weit empor, dass der Mond wieder ganz klein und blass wurde und von den Sternen nur mehr der Morgenstern zu sehen war. Am Ende unseres Gangs waren wir nun in der nahen Thielheide, die sich in den letzten Jahren immer wieder als eine Art ‘Kälteloch’ erwiesen hat. Und hier sahen wir tatsächlich die kahlen Maisäcker wie auch die hohen Gräser der Wildflächen dick mit Reif überzogen.

Im Bild oben sieht man einige Maispflanzen, die dem Feldhäcksler offenbar entgangen und nun den Fasanen eine willkommene Speise sind. Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern, dann sehen Sie die kleinen Eisstäbchen, die sich über die Blätter ziehen.

Aber eine der schönen Seiten des Spätsommers bzw. des Herbstes ist es ja, dass man morgens durch Eis stapfen, aber am Nachmittag mit einem Kaffee noch draußen in der Sonne sitzen kann:)

Samstag, 3. Oktober 2009

Stadtführungen mit dem Rad im Borgholzhausener Umland

Gästen unseres Cafés bieten wir ab sofort als Service die Möglichkeit an, über uns eine Führung per Rad im Borgholzhausener Umland zu buchen. Ansichten aus Borgholzhausen © H. Brune Unsere Heimatstadt am und im Teutoburger Wald hat viele interessante Ort auch außerhalb des Stadtkerns, die Sie bei dieser Radwanderung kennen lernen werden. Start der Stadt-, bzw. in diesem Fall eher Landführung, ist der Bahnhof Borgholzhausen. An der Route der ca. 2.5 Stunden langen Tour liegen u. a. eine Wassermühle, ein Schloss und der sogn. ‘Salzpütt’. Die Tour endet mit der Einkehr in unserem Café im Kräutergarten, welches nur wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt liegt.

Alle Daten, wie Sie uns erreichen können, finden Sie in unserer Kontaktseite. Dort finden Sie auch Hinweise zur Anreise mit der Bahn, bitte beachten Sie insbesondere die Hinweise des Bahnunternehmens zur Mitnahme von Fahrrädern.

Freitag, 2. Oktober 2009

Eine reiche Walnussernte bringt der Herbst

Nachdem schon die Kastanien begonnen haben unseren Caféparkplatz mit ihren Früchten zu beregnen hat auch der WalnussbaumWalnuss © H. Brune in den letzten Tagen begonnen seine Last abzuwerfen. Nach ersten einzelnen Nüssen, die oft noch den Autoreifen zermalmt wurden, fallen jetzt richtige Mengen, so dass wir schon ein paar Körbchen voll auf den Kachelofen zum Trocken stellen konnten.

Nach unserem Eindruck fällt die Walnussernte in diesem Jahr recht gut aus. Unser jetzt ca. 25 jähriger Baum scheint die Trockenheit gut überstanden zu haben, auch wenn der Anteil kleiner Nüsse möglicherweise etwas größer ist als in früheren Jahren. Unser Eichhörchenbesucher hat sich übrigens nicht wieder eingestellt, dabei stehen neben der Walnuss auch noch 3 große Haselnusssträucher, die ebenfalls reif und reich besetzt sind.

Im Laufe der Zeit haben wir für das Café einige Rezepte mit Walnüssen gesammelt, damit wir unsere Früchte nutzen  können. Auch wenn diese Torten nicht zu unserem Standardrepertoire gehören sind doch einige Überraschungserfolge darunter: so wurde im Sommer die eher säuerliche Walnuss-Schmand-Torte von vielen unserer Gäste sehr gelobt. Wenn nur das Knacken der Nüsse nicht so mühselig wäre….

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Grundgeschwindigkeit

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Siebte in dieser neuen Reihe, und bei ihr handelt es sich um eine Geschichten von den Märkten, die Elisabeth Brune mit ihrem Oldendorfer Bauernladen besucht:

Haben Sie schon einmal den Begriff “Grundgeschwindigkeit” gehört? Ich noch nicht und wenn, dann hätte ich ihn mit einem mechanischen Gerät in Verbindung gebracht und nicht mit einem Menschen. Mein Mann, den ich später danach fragte, meinte, er käme im Sportbereich vor.

E. Brune © H. BruneZu Ohren kam mir die “Grundgeschwindigkeit” aber auf einem Bäuerinnenmarkt in einem großen Parkgelände. Die Bäuerinnen verkauften dort unter anderen leckere selbstgekochte Marmelade aus den Früchten ihrer Gärten. Dicke fröhliche Kürbisse, wunderschöne selbstgebundene Sträuße und Kränze mit Allem, was der Garten im Moment so hergibt: leuchtend gelbe Sonnenblumen, hellgrüne Hopfenzapfen, altrosa Blüten der fetten Henne, stahlblaue Zierdisteln, knallrote Hagebutten, orangene Lampionblumen, grüne und rote Hortensiendolden saftgrüne Buchsbaumzweige und Lorbeerblätter, dazu duftende Rosenblüten und goldgelbe Schafgarbe.

Diese Sträuße und Kränze haben den Vorteil, dass sie auch nach dem Eintrocknen, mit Haarspray übersprüht, noch sehr dekorativ wirken.

Begeistert tragen die Besucherinnen sie nach Hause und holen sich Herbstgefühl und –stimmung in ihre Wohnungen.

Nach dem ich von den leckeren Torten der Landfrauen gekostet habe, bekomme ich später Hunger auf etwas Herzhaftes und überlege gerade, ob ich von den Kartoffelpüfferchen der Kartoffelbauern essen oder mir lieber eine Bratwurst kaufen solle. Da kommt ein Bekannter auf mich zu mit einer Bratwurst in der Hand. “Schmeckt sie?” frage ich, “Ja, ganz toll”, aber der Bratwurstverkäufer hat eine so niedrige Grundgeschwindigkeit, der hätte lieber einen andern Beruf ergreifen sollen. Ich entscheide mich für Kartoffelpüfferchen, denn der Bauer hat eine wesentlich höhere Grundgeschwindigkeit, wie ich im Vorbeigehen bemerke und geschmeckt haben mir die Püfferchen auch besonders gut.

Dienstag, 29. September 2009

Die Rückkehr der Sonnenblumen

Seit einigen Tagen können wir in unserer Nachbarschaft die Rückkehr der Sonnenblumen feiern, denn die ersten Äcker, Sonnenblumenfeld © H. Brune auf denen diese großen Korbblütler nach der Getreideernte als Zwischenfrüchte gesät wurden, stehen jetzt in voller Blüte.

Das nebenstehende Bild zeigt z. B. einen Acker an den Hängen des nahen Teutoburger Waldes, welcher sich am Wochenende im schönsten Sonnenschein wie ein langes goldenes Band am Hang präsentierte.

Für die Bienen sind die großen Blüten eine sehr willkommene Nahrungsquelle in einer Zeit, in der die Blüten in der freien Natur allmählich verschwinden. Aber man konnte (genau wie im Garten) auch viele Tagpfauenaugen beobachten.

Da die Sonnenblumen nicht geerntet werden sind sie in den kommenden Monaten ebenfalls für allerlei Wildtiere, von überwinternden Singvögeln bis hin zu Rehen, ein besonderer Anziehungspunkt.

Sonntag, 27. September 2009

Wir erleben noch einmal richtige Schmetterlingstage

Das wunderbare Wetter in den letzten Tagen hat uns in unserem Garten noch einmal viele Tagpfauenauge auf Aster © H. Brune Schmetterlingsbesucher beschert. Die Tagpfauenaugen wurden dabei, wie im Bild gut zu sehen, besonders von bestimmten Astern angezogen.

Auch auf den jetzt blühenden Sonnenblumenäckern konnte man sie gestern gut beobachten. Dort saugen sie an den dicken Nektartropfen, die sich - mit bloßen Auge sichtbar - in den Blüten sammeln.

Die Admirale hingegen scheinen besonders gerne die sonnenbeschienen Flecken des Komposthaufens zu suchen, um sich dort an Birnen oder Äpfeln zu nähren.

Und so wie es im Moment aussieht werden wir am heutigen Wahltag nicht nur viele bunte Versprechungen durch die Luft schwirren sehen, sondern auch die schönen Sommervögel.

Samstag, 26. September 2009

Basteln mit Kastanien

Trotz der Miniermottenplage sind unsere Kastanien auch in diesem Jahr voller Früchte. Vor ein paar Tagen nun hat ein stetiger ‘Kastanienhagel’ begonnen, Kastanienkäfer © H. Brune der unseren Caféparkplatz mit den schönen, braun glänzenden, kugeligen Gebilden bedeckt.

Im letzten Jahr hatten wir uns im Blog noch gefragt, was man wohl mit den vielen Kastanien anfangen könne. In diesem Jahr ist unsere ganz persönliche Antwort: Basteln!

Und so haben wir gestern die ersten Vögel, Giraffen, Schlangen, Schnecken und Käfer aus den frisch vom Baum gefallenen Kastanien zusammengebastelt. Viel mehr als ein paar Zahnstocher/Streichhölzer, einen Nagel zum Durchbohren der Schale, eine Rosenschere oder Kneifzange zum Kürzen der Zahnstocher und ggf. etwas Klebstoff braucht man nicht.

In Elisabeths Gartengeschichten haben wir noch mehr Beispiele. Weitere Links zum Basteln mit Kastanien:

Wie man sieht sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, vor allem wenn man noch weitere Materialien (z. B. die jetzt ebenfalls fallenden Eicheln) einsetzt oder mit Schnitzereien an den Kastanien beginnt.

Freitag, 25. September 2009

Zum ‘Tag des Kaffees’ öffnen wir eine neue Espresso Lieferung

Am heutigen 25. September hat der Deutsche Kaffeeverband e. V. den Tag des Kaffees ausgerufen und Kaffeebohnen auf Indisch Blau © H. Bruneveröffentlich auf der dazugehörenden Internetseite viele interessante Informationen, Anekdoten und Veranstaltungshinweise.

Wir nutzen diesen Tag um eine neue Lieferung unseres Manaresi Espressos zu öffnen. Da die Manaresi Rösterei ein eher kleiner Betrieb aus Florenz ist (zumindest klein im Vergleich zu bekannteren Marken wie Lavazza) kann man zwischen den einzelnen Chargen durchaus kleine Unterschiede herausschmecken. Wir sind gespannt, wie die aktuelle Lieferung aufgefallen ist:)

Donnerstag, 24. September 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Altweibersommer

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Sechste in dieser neuen Reihe:

So hässlich der Name ist, so vollkommen schön sind in Wirklichkeit diese sommerlich-herbstlichen Wochen, die im Volksmund unter der Bezeichnung ‘Altweibersommer’ laufen. Woher kommt dieser Name?

E. Brune © H. BruneEr hat mit den vielen, im Morgendunst in allen Größen im Gebüsch und Gras weis leuchtenden Spinnennetzen zu tun und den langen Spinnenfäden, die der Wind hin und her weht, so dass sie sich im Gestrüpp verfangen. Die Netze und Fäden sind aber nur in der Frühe so auffällig, durch tausende von kleinsten Tautropfen, die sich auf ihnen aufgereiht haben, wie Perlen an eine Kette. Die höher steigende Sonne trocknet den Tau dann hinweg und die Netze verschwinden wieder aus unserer Wahrnehmung.

Diese weißen Spinnennetze wurden mit den – pardon – weißen Haaren alter Weiber gleichgesetzt.

So wie eine älter werdende Frau normalerweise weiße Haare bekommt (die Herren der Schöpfung übrigens auch – sofern sie noch welche haben) zeigt auch der ins Alter gekommene Sommer weiße Farbe. “Alte Weiber” mit weißen Haaren gibt es dank der Kunst der Friseure kaum noch. Über Jahre hinweg habe ich eine Bekannte ob ihrer weizenblonden Haarpracht bewundert. Wenn ich mein eigenes Haar färben wollte, bekam es nur einen unangenehmen Stich ins rötlich-orange, also lies ich es sein. Meine Bekannte aber war wohl eines Tages überarbeitet und vernachlässigte ihre Haarpflege und plötzlich entdeckte ich einen breiten weißen Scheitel auf ihrem Kopf.

Die Spinnennetze jedoch verwandeln das bescheidenste, naturbelassene Grundstück in ein wahres Kunstwerk. Unser eigenes, zum Rand hin ansteigend und nicht gemäht, hat unterschiedliche Höhen und auf allen Ebenen spannen sich die kleinen Netze wie die Sonnensegel, die man auf Bildern südlicher Urlaubsländer sich den Berg hinaufziehen sehen kann.

Mittwoch, 23. September 2009

Die Weingirlande vor dem Café wird rot

Ein frühes, aber sicheres Zeichen für den endenden Sommer ist in jedem Jahr die Weingirlande, Wein © H. Brune die sich ca. 10 Meter weit an der Dachrinne des Cafés entlang rankt:

Sobald die Blätter an den Rändern rot werden wissen wir, dass der Sommer nun bald seinen Abschied nimmt. Auch wenn das manchmal schon Mitte August geschieht.

Wenn wir jetzt an einem goldenen Herbstmorgen in unserem eigenen Café sitzen und aus den großen Scheiben sehen, so leuchten die Blätter in der Sonne nicht nur rot, sondern auch noch grün und gelb und einzelne blaue Punkte zeigen die winzigen Früchte. Irgendwann in den kommenden Wochen werden die Blätter dann komplett rot sein und kurze Zeit später endgültig zu Boden fallen.

Noch eine neue Sorte der Clematis

Zu dieser späten Zeit im Jahr blüht noch eine neue Clematissorte zum ersten Mal.Clematis © H. Brune An einem Rosenbogen nahe dem Oldendorfer Ei zeigt sie ihre ungewöhnlichen Blüten, die sich nicht oder nur sehr spät vollständig öffnen.

So haben sie die meiste Zeit eine herzförmige Silhouette, die entfernt an die Früchte der Physalis erinnert. Sehr ungewöhnlich, oder?

Montag, 21. September 2009

Die Früchte der Pfaffenhütchen reifen

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ein Strauch, der die meiste Zeit des Jahres eher unauffällig ist, seinen großen Auftritt hat:Pfaffenhütchen © H. Brune Das Pfaffenhütchen zeigt seine reifen Fruchtstände.

Im Gegensatz zu den sehr unscheinbaren Blüten leuchten die rot-rosa Früchte weithin und machen diesen Strauch für einige Zeit zu einer der auffälligsten Pflanzen in Garten und Flur.

Von den Früchten leitet sich auch der Name des Strauches her, erinnern sie doch mit ihrer viergeteilten Form an Kopfbedeckungen katholischer Geistlicher (wie z. B. dem Barett).

Wichtig ist zu wissen, dass das Pfaffenhütchen und insbesondere seine Samen giftig sind. Trotzdem sind sie bei Vögeln sehr beliebig, laut der Wikipedia gibt es daher auch die Bezeichnung Rotkehlchenbrot. Auch bei uns haben sich die ersten Sträucher im Garten, die eines Tages zwischen den Himbeeren auftauchten, vermutlich durch Vögel gesamt.

Nach unserer Erfahrungen lassen sie sich relativ leicht verpflanzen und kommen auch auf eher trockenen Standorten (bei uns z. B. vor der alten Hofmauer) gut zurecht.

Sonntag, 20. September 2009

Die Wilde Rauke: Treu und lecker

In diesem Jahr hatten wir in einem der Töpfe an der Caféterrasse eine Wilde Rauke gepflanzt, oder genauer gesagt einen Schmalblättrigen Doppelsamen.Wilde Rauke / Rucola © H. Brune Diese Pflanze kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber laut der Wikipedia bereits seit dem 18. Jahrhundert auch in Deutschland nachgewiesen.

Und da sie aus dem Mittelmeerraum kommt, ist die Rauke den meisten wohl eher mit dem Namen bekannt, der in italienischen Lokalen verwendet wird: der Rucola. Und in der Tat sind auch die Blätter unserer Rauke sehr aromatisch und und zunehmend scharf, bis sie schließlich bitter und nur noch schwer genießbar werden.

Neben der Verwendung in der Küche ist die Rauke aber auch ein ausdauernder Blüher im Kräuterbeet: Selbst jetzt ist sie (siehe das Bild, welches wir gestern aufgenommen haben) noch voller Blüten und begrüßte die Gäste. Allerdings ist die auch sehr wüchsig, oder vielleicht sollte man sagen: wucherig. Wenn sie Platz hat bildet sich ein durchaus voluminöses Knäul von Trieben, dass man rechtzeitig bändigen und lenken muss.

Samstag, 19. September 2009

Der Kartoffelmarkt in Borgholzhausen

An diesem Wochenende findet in Borgholzhausen der traditionelle Kartoffelmarkt statt. Auch der Oldendorfer Bauernladen hat dort einen Stand. Hier eine Beschreibung des Marktes von Elisabeth Brune:

Der Kartoffelmarkt in Borgholzhausen – Ein Publikumsmagnet sondergleichen.

Die Landfrauen haben den längsten Kartoffeltisch Deutschlands aufgestellt und geschmückt. Er zieht sich mit seinen herbstlichen Dekorationen, in denen die Kartoffel auf grün-weiß gemusterten Tischdecken im Mittelpunkt steht, durch die gesamte Innenstadt. Rechts und links der Tische stehen Holzbänke, auf denen die Besucherinnen und Besucher Platz nehmen und von den kulinarischen Genüssen der Landfrauen probieren oder einfach das bunte Treiben genießen können.

Fast alle angebotenen Speisen haben mit Kartoffeln zu tun, es gibt Kartoffeltorte (ausgesprochen lecker), Kartoffelgulasch, –suppe, –salat und –pickert, Folienkartoffeln mit Heringsstipp oder Kräuterquark. Kartoffelschnaps zum Hinterherspülen. Am Reibeplätzchenstand ist kein Bein an die Erde zu kriegen.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Stand mit selbstgebackenem Brot. Der örtliche Kartoffelbauer bietet Kostproben der verschiedenen Kartoffelsorten an. Ein junger Mann hat ein Stück Land gepachtet und darauf Kürbisse gezüchtet, die er jetzt in allen Größen zum Verkauf anbietet. Es gibt Zwiebelkuchen und ersten Federweißen, Kartoffeldruck für die Kinder wird ebenfalls von den Landfrauen angeboten. Ohne diese fleißigen Damen wäre die ganze Veranstaltung, trotz vieler Verkaufsstände, nur halb so schön. Nicht zu vergessen der tatkräftige Mann, der die Fäden in der Hand hält.

Die verschiedenen Unterhaltungsprogramme sorgen für Kurzweil, im Grunde ist das ganze Städtchen beteiligt. Wer aber außerhalb des Trubels ein ruhiges Plätzchen sucht, der findet es im Café im Kräutergarten.

Der Kartoffelmarkt findet, genau wieder weithin bekannte Weihnachtsmarkt, mitten in Borgholzhausen statt. Man kann ihn gar nicht verfehlen, wenn man durch Borgholzhausen fährt. Oberhalb der Shell Tankstelle sind wieder immer Parkplätze eingerichtet, von denen man schnell zum Markt gelangt. Die folgende kleine Karte soll Ihnen ggf. die Orientierung noch einmal vereinfachen:

Kartoffelmarkt in Borgholzhausen

Montag, 14. September 2009

Welcher Baum wirft als erstes seine Blätter ab?

In unserem Garten gibt es einen Baum, der bereits jetzt in großer Menge sein Blätter abwirft,  sogar noch vor den miniermottengeschädigten Kastanien: Gefallenes Laub © H. BruneDie kanadische Eiche.

Schon am Wochenende lagen erste Blätterhaufen unter unserem Baum, den die Oldendorfer Nachbarn vor ca. 20 Jahren zum Bau der Elisabethallee für uns gepflanzt haben. Seit dem ist er prächtig gewachsen, wenn auch mit der eichentypischen Langsamkeit.

Obwohl wenn wir diesen Baum immer als kanadische Eiche bezeichnet haben, so ist dies wohl nicht ihr richtiger Name. Korrekt müssten wir sie wohl als Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) ansprechen, aber mit alten Gewohnheiten kann man schwer brechen.