Mittwoch, 26. Mai 2010

Vogelkonzerte

Das Frühjahr ist zugleich die große Zeit der gefiederten Sänger. Wenn man jetzt im Garten sitzt – aber auch beim frühmorgendlichen Spaziergang im Wald – hört man die vielfältigen und manchmal überraschend lauten Melodien der Singvögel. Im Bild sieht man einen Buchfinken, der am Wochenende auf dem Dach des Cafés seiner Sangesfreude aus voller Brust ihren Lauf lies.

Singender Buchfink © H. Brune

Dienstag, 25. Mai 2010

Die Kastanienfresser sind wieder da

Unsere großen Kastanien an der Hofeinfahrt und am Café stehen gerade in voller Blüte und zeigen ihre frischen grünen Blätter. Die starken Äste ließen sich auch von den sehr Kastanien im Frühlingssturm © H. Brune kräftigen Winden am Abend des Pfingstmontags nicht brechen, selbst wenn die Bäume ziemlich gezaust wurden.

Der Sturm zeigte uns aber auch den seit einigen Jahren bei uns einfallenden Kastanienfeind, von dem wir in jedem Jahr vergeblich hoffen, dass er den Winter nicht überlebt haben möge: Die Rosskastanienminiermotte.

Dieser nur wenige Millimeter große Kleinschmetterling sorgt mit seinen gefräßigen minierenden Larven dafür, Rosskastanienminiermotte © H. Brunedass die prächtigen Kastanien schon ab Ende Juni von braunen Blättern übersät sind. Kein schöner Anblick, auch wenn es die Bäume bisher nicht wirklich zu schädigen zu scheint. Und der Sturm sorgte dafür, dass sich die Miniermotten in den Windschatten der Baumstämme zurück zogen, wo wir sie fotografieren und danach so weit möglich zerquetschen konnten. Leider sind es viel zu viele um ihnen auf diese Weise tatsächlich beikommen zu können.

Weiterhin scheint es keine Kastanienblatt © H. Brunewirklich wirksamen Bekämpfungsmöglichkeiten zu geben, zumindest wenn man wie wir den Einsatz von chemischen Spritzmitteln nicht in Betracht zieht.

Von daher müssen wir uns wohl darauf einstellen, dass auch in diesem Jahr unsere Kastanien wieder leider müssen. Aber im Moment können wir uns noch von den großen Blatthänden im leuchtenden Frühjahrslicht erfreuen. Und das werden wir genießen.

Der erste Schnitt ist im Trockenen

Auch in der Landwirtschaft merkt man den bisher eher kühlen Jahresverlauf: Die Bauern in unserer Gegend haben erst jetzt den ersten Grasschnitt von den Wiesen eingefahren, während es in den vergangenen Jahren oft schon am 1. Mai los ging.

Grasschwade © H. Brune

Sonntag, 23. Mai 2010

Die ersten Rosen erblühen in unserem Garten

Wie in jedem Jahr wird die Rosensaison in unserem Garten wieder von der Dünenrose eröffnet. Die Rosa spinosissima ist laut der Wikipedia eine der ältesten kultivierten Rosen, hat dabei aber ihren Wildcharakter ganz eindeutig behalten.Dünenrose © H. Brune

Die Bibernellrose – wie sie auch genannt wird – verströmt aus ihren kurzlebigen aber zahlreichen Blüten einen intensiven Duft. Leider wird die kurze Lebensdauer der Blüten noch durch kleine schwarze Käfer verkürzt, die offenbar die gleichen sind, die man auch häufig in Narzissen findet, und die wohl schon auf die ersten Rosen gewartet haben.

Gegen die kleinen Tierchen helfen der Rose ihre besonders stacheligen Äste leider auch nicht.

Samstag, 22. Mai 2010

Jetzt ist unser Blog zwei Jahre alt!

In dieser Woche feiert unser Blog seinen zweiten Geburtstag. Und wir sind glücklich, dass wir es auch in den letzten 12 Monaten meist geschafft haben, jeden Tag eine neue Geschichte zu veröffentlichen. Insgesamt finden sich jetzt schon mehr als 600 Einträge in unserem Blog. Zeit ein kleines Fazit zu ziehen:)

Bilder alt und neu

In der folgenden Kollage findet sich eine kleine Auswahl der Bilder, die wir im zweiten Blogjahr veröffentlicht haben:Bilder des Hof-Brune-Blogs © H. Brune

Da die Bilder ein so wesentlicher Bestandteil unserer Internetseite sind war es eine wesentliche Änderung, dass im Laufe des Jahres immer mehr Fotos aus einer neuen Kamera kamen. Diese Kamera eröffnete zwar ganz neue Möglichkeiten zum Beispiel bei der Abbildung von kleinen und schnellen Motiven (wie etwa Vögel), aber wir mussten uns erst an die andere Farbdarstellung gewöhnen, die uns doch im Vergleich viel blasser erschien. Heute kommen alle Bilder aus der neuen Nikon.

Ein Jahr Cafétwitter

Zu unserem einjährigen Bloggeburtstag gründeten wir  ein neues Twitterkonto, über das wir in den letzten Monaten kleine Meldungen und viele Fotos veröffentlichten. Dort haben wir heute schon mehr als 100 sogenannte Followers, die uns immer wieder interessantes Feedback geben. Deutlich mehr als zuvor über die Kommentarfunktion des Blogs hereinkam. Twitter und unser Blog ergänzen sich nach einem Jahr sehr gut.

Alte und neue Blogkategorien

Unser Blog wurde von Anfang an durch verschiedene Kategorien gegliedert, um Beiträge zum gleichen Thema zusammen zu fassen. Hier hat es in den vergangenen Monaten auch ein paar Änderungen gegeben:

So wird die Laden-Kategorie heute nicht mehr verwendet, dafür gibt es als neue Kategorien ‘Aktuell’ um gerade besonders wichtige Hinweise zu bündeln, ‘Vögel’ zur  Kombination der erst seit dem vergangenen Winter mit der neuen Kamera möglichen Beiträge zur heimischen Singvogelwelt und ‘Elisabeths Geschichten’: Hier finden sich alle (Garten-)Geschichten von Elisabeth Brune, eine Serie, die wir im vergangenen Sommer gestartet haben.

Wir sind gespannt, wie sich unser Blog in seinem 3. Jahr entwickeln wird!

Freitag, 21. Mai 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Salomonssiegel

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Seit einiger Zeit wächst in dem lichten Wäldchen bei uns eine Salomonssiegelstaude. Sie scheint sich dort wohl zu fühlen, denn sie gedeiht prächtig.E. Brune © H. Brune

Salomonssiegel sind Maiglöckchen, Liliengewächse. Andere Bezeichnungen für sie: Weißwurz, Springwurz. Sie liebt halbschattige, lichte Trockenwälder und ist hier und da in der freien Natur anzutreffen. Ich weis es nicht, vermute aber, dass sie unter Naturschutz steht.

Auffällig sind die anmutig gebogenen Blattstiele, von denen rechts und links breite Blätter abgehen. Die weißgrünen Blüten sind allgemein unscheinbar und unter den Blättern versteckt.

Es gibt verschiedene Sorten: Die vielblütige Polygonatum multiflora. Diese wächst bei uns, gut 60cm hoch werdend. Die wohlriechende oder echte Weißwurz, Polygonatum odoratum, ist etwas niedriger im Wuchs, ca. 40 cm hoch und die seltenste. Salomonssiegel © H. Brune

Es gibt Sorten mit panaschierten (gestreiften) Blättern, aufrecht stehende mit schmalen Blättern, so dass die Blüten besser sichtbar sind. Für mich liegt der Zauber des Salomonsiegel in seinen geschwungenen Blattrispen.

Die Pflanze enthält herzwirksame Inhaltsstoffe, wird aber nicht in der Herzmedizin verwandet.

Mythos: Dem Volksglauben nach soll es die Springwurz seien, die geheime, verschlossene Türen zu unendlichen, unterirdischen Schätzen öffnet und in Trocken Zeiten Quellen, sogar aus Felsgestein, entspringen lässt.

Namensgeber ist übrigens der sagenhafte, biblische König Salomon. Der abgestorbene Stängel hinterlässt auf dem Wurzelstock eine runde wulstige Narbe, die dem Siegel des Königs ähneln soll.

In der Blumensprache: Das höchste und tiefste Gefühl für mich ist, dass ich von dir weis.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Die gelben Blütenbälle der Ranunkelsträucher

Ein besonders treuer Blüher im Garten ist der Ranunkelstrauch. Nicht nur in seiner jetzt beginnenden Hauptblütezeit zeigt er seinen dicken gelben Blütenbälle, Ranunkelstrauch © H. Bruneauch noch viele weitere Wochen und Monate hindurch kann man immer wieder zumindest mit einzelnen Blüten rechnen und im Spätsommer gibt es noch einmal eine zweite Hauptblüte.

Der Strauch, der auch Goldröschen oder Kerrie genannt wird, gehört zu den Rosengewächsen (wie etwa auch der Apfelbaum) und kommt laut der Wikipedia ursprünglich aus Ostasien. Er breitet sich im Garten über Ausläufer im Boden gerne aus. Wenn man ihn also nicht gerade dazu einsetzt Lücken zu schließen muss man dem Ranunkelstrauch gelegentlich energisch Einhalt gebieten, damit er sich nicht zu viel Fläche aneignet.

Dienstag, 18. Mai 2010

Die Clematis Montana ist angekommen

Jetzt beginnt die Blüte der Clematissorten in unserem Garten. Eine der ersten ist eine Clematis Montana, die an einem eigenen großen Bogen rankt. Clematis © H. Brune

In vergangenen Jahr konnten wir hier von einer schönen Dreifachblüte berichten, die aus der Clematis, der Glyzinie und einer zweiten Clematis in einer nahe stehenden Eberesche bestand.

Leider gehört die zweite Clematis zu den zahlreichen Opfern dieses Winters in unserem Garten. Zwar kommen jetzt doch wieder junge Triebe von unten heran, aber es wird wohl noch einige Jahre dauern, bis sie wieder die ursprüngliche Größe erreicht.

Interessant ist an dieser Stelle auch wieder der Vergleich des Vegetationsfortschritts: Im letzten Jahr war diese Blüte bereits Anfang Mai zu beobachten. Wir sind jetzt also wieder ca. 14 Tage zurück.

Montag, 17. Mai 2010

Vogelnachwuchs

In unserem Garten kann man wie in jedem Frühjahr auch jetzt viele viele Singvögel beobachten. Die Balz- und Paarungszeit ist bei vielen Arten offenbar schon vorbei und es gibt den ersten Nachwuchs!

Kohlmeise mit Raupe © H. BruneGestern bemerkten wir zum Beispiel im Apfelbaum am Café zwei Kohlmeisen, die immer wieder im Baum herum hüpften und dabei offensichtlich meist etwas im Schnabel hatten. Auch kann man nun ein fast ununterbrochenes aufgeregtes Piepsen hören, welches direkt aus der Wand des Cafés zu kommen scheint.

Mit etwas Geduld konnten wir dann die folgenden Beobachtungen machen:

Startende Kohlmeise © H. BruneDas Kohlmeisenpärchen hat offenbar an einem der Fenster eine Lücke im Putz gefunden und in der Dämmschicht sein Nest untergebracht und erfolgreich Junge ausgebrütet. Nun kommen die beiden im Minutentakt (manchmal sogar noch häufiger) zum Nest und liefern Raupen ab. Uns war gar nicht klar, dass wir schon wieder so viele davon im Garten haben.

Auf dem Weg zu ihrem Nest sind die Meisen sehr vorsichtig: nie fliegen sie es direkt an sondern nehmen immer einen Umweg durch den Baum und arbeiten sich dann über viele Zwischenstationen (= Äste) heran. Wenn sie ihre Speisen abgeliefert haben starten sie sofort aus dem Schatten und verschwinden so schnell wie möglich. Hoffentlich lohnt sich ihre Vorsicht und die Hofkatzen werden nicht auf sie aufmerksam.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Nach dem Apfel kommt der Zierapfel

Seit einigen Tagen steht an unserer Caféterrasse auch der Zierapfel in voller Blüte. Wenn wir in unser Blog vom letzten Jahr sehen, so scheint sich die Blüte in diesem Jahr um wenigstens eine Woche verzögert zu haben. Es ist ja auch wirklich kalt und ungemütlich hier in Borgholzhausen.Zierapfelblüte © H. Brune

Der Zierapfel ist auch immer etwas später dran als der Apfelbaum am Café, der ja schon vor zwei Wochen so weit war. Später im Jahr trägt er dann kleine rote Früchte, die uns als Kindern immer verboten wurden, da sie giftig seien. Allerdings findet man im Internet Seite wie botanikus.de, auf denen dies bestritten wird. Da müssen wir uns – wenn die Erntezeit ansteht – doch mal genauer kundig machen!

Mittwoch, 12. Mai 2010

Salat vom Wegesrand

Jetzt ist eine gute Zeit um die tägliche Portion frischen grünen Salats bei Spaziergang aufzupeppen. Es blüht nämlich überall die Knoblauchsrauke. Knoblauchsrauke © H. Brune

Ähnlich wie der gerade blühende Bärlauch hat auch sie ein Knoblaucharoma, allerdings kann sie nicht ganz so vielfältig verarbeiten. Abgesehen von Salaten kann man sie auch gut Gerichten wie den italienischen Tramezzini verwenden.

PS: Die Knoblauchsrauke wird wirklich so geschrieben und nicht etwa Knoblauchrauke:)

Sonntag, 9. Mai 2010

Die Sumpfdotterblume rettet uns über diesen indifferenten Tag

Der heutige Muttertag war in Bezug auf das Wetter nicht wirklich ein Highlight: Den ganzen Tag über schien sich die Natur nicht entscheiden zu können, ob sie jetzt die Sonne richtig scheinen lässt oder ob es gleich Regen oder gar Gewitter geben soll. Sumpfdotterblume © H. Brune

Da ist es gut im Garten – oder in diesem Fall besser im Teich – leuchtende Frühlingsblüten zu haben, die einen an die Farbe der Sonne erinnern.

Vor einigen Jahren haben wir einen Wurzelstock einer Sumpfdotterblume ans Ufer gesetzt und tatsächlich ist die Pflanze in den vergangenen Jahren prächtig gewachsen.

In dem Wikipediaartikel gibt es einiges Interessantes über die Dotterblume zu lesen: so wurde sie trotz einer leichten Giftigkeit früher auch als Lebensmittel verarbeitet und aus den Blütenknospen sogenannte Deutsche Kapern produziert.

Samstag, 8. Mai 2010

Jetzt ist der Garten blau

Eigentlich veranstalten wir unseren Garten in Blau ja immer zur Blüte der Krokusse. Dabei ist unser Garten jetzt noch viel blauer, da das Vergissmeinnicht in dicken Polstern an vielen Stellen blüht.
Vergissmeinnicht mit Narzisse © H. Brune
An der Einfahrt sieht man jetzt auch eine besondere Variante: Das kaukasische Vergissmeinnicht, welches einzelne, tiefblaue Blüten hat.

Freitag, 7. Mai 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Die Maiglöckchen

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es auch um unerfüllte Gartenträume:

Eine meiner Lieblingsblumen, neben der Rose, der Königin der Blumen, ist das bezaubernde Maiglöckchen. Die einfachen, bescheidenen Blumen erobern mein Herz mehr, als alle
Superzüchtungen der letzten Jahre. E. Brune © H. Brune

Leider ist unser Boden nicht der absolute Maiglöckchenboden. Seit einiger Zeit kann ich aber bescheidene Bestände vorweisen, sehr bescheidene.

Dann kommen Besucher die mir erzählen, dass sie diese von mir begehrten Pflanzen, schubkarrenweise, in ihrem Garten entsorgt haben. Ich könnte schreien vor Wut.

Aber je knapper etwas ist, umso kostbarer erscheint es uns.

In der Blumensprache sagt das Maiglöckchen: Du bist der/die Einzige, der/die mich glücklich macht. Was für Assiziationen kommen mir beim Maiglöckchen noch? Maiglöckchen © H. Brune

  • Blume, von Kindern geplückt, zum Muttertag.
  • Maiglöckchensträusschen, der Liebsten verehrt, auf dass sie ihn am Busen trage.
  • Maiglöckchenparfüm.
  • Maiglöckchenseife, beides nicht mehr so gefragt wie früher.
  • Maiglöckchen gehören zu den Giftplanzen.
  • Maiglöckchen gehören zu den geschützten Pflanzen, das heist, in der freien Natur dürfen sie nicht gepflückt werden.

Maiglöckchen haben herzwirksame Inhaltsstoffe. In der Medizin werden sie weniger verwendet aber in der Homöopathie. Schneeglöckchenbrosche © H. Brune

Vor einigen Tagen sah ich an einem Stand mit antikem Schmuck eine wunderschöne Maiglöckchenbrosche. Der Inhaber bot sie seit einiger Zeit erfolglos an, wollte sie gerne loswerden und kam mir im Preis entgegen, ich konnte nicht wiederstehen.

Übrigens gibt es eine rosablühende Maiglöckchenvariante.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Birken sind manchmal nervig

In dem kleinen Wäldchen am Hof wachsen auch etliche Birken. Und so sehr uns das frische Grün jetzt im Frühjahr auch erfreut – die Birken können einen manchmal doch etwas auf die Nerven gehen. Birkensamenschwad © H. Brune Das liegt an ihrer umfangreichen und lang andauernden Samenproduktion.

Die Blütenstände der Birken werden als Kätzchen bezeichnet und haben sich zum ersten Mal in diesem Jahr im Massen schon am vergangenen  Wochenende auf unserer Caféterrasse abgelagert. Das lag aber nur an den Regenfällen.

Viel penetranter sind die Birkensamen, die später reifen und sich dann vom Wind in alle Ecken treiben lassen. Eigentlich findet man das ganze Jahr über irgendwelche Bestandteile der Birken vor, die man dann zusammenkehren darf. Im Herbst sind die Schichten so dick, dass wir uns immer mal wieder fragen ob man diesen vermutlich energiereichen Ladungen nicht irgendetwas müsste anfangen können. Aber bisher hatten wir keine zündende Idee.

So, dass musste mal gesagt werden. Aber eigentlich lieben wir unsere Birken und das gepunktete grünliche Licht, welches sie auf den Boden werfen.

Merkwürdige Gewächse am Wegesrand

Seit der letzten Woche taucht an den Straßenrändern wieder eines der merkwürdigsten Gewächse auf, das in unserer Gegend wild wächst.Sporenähren des Acker-Schachtelhalms © H. Brune

Für kurze Zeit sieht man an den entsprechenden Stellen viele braune Stängel aus dem Boden kommen, mit einer merkwürdig geschuppten Spitze, die sich nach und nach leicht öffnet. Irgendwie erinnern die Pflanzen an Spargel, der ja jetzt auch gerade erhältlich ist, sind aber doch deutlich anders.

Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal auf diese – auch noch recht kurzlebigen – Gewächse aufmerksam wurden stellten sie uns vor ein kleines Rätsel. Die Lösung brachte allerdings die Erinnerung: Wuchsen in den Jahren zuvor nicht an genau der gleichen Stelle immer üppige Schachtelhalm Kolonien?

Und tatsächlich: bei den merkwürdigen Pinökeln (wie der Westfale aus der Umgebung von Gütersloh auch sagen kann) handelt es sich um die Sporenähren des Acker-Schachtelhalms. In der Wikipedia finden sich weitere Abbildung und Beschreibungen zu dieser urtümlichen und auch im Garten nützlichen Pflanze.

Dienstag, 4. Mai 2010

Die Rapsfelder blühen – und bieten Nahrung für viele

Jetzt ist es wieder so weit: Die großen Rapsfelder blühen und verwandeln die Landschaft in ein gelb-grünes Schachbrettmuster. In diesem Jahr ist die Blüte bei uns etwas später dran als im vergangenen Jahr, aber nicht viel.Schwalbe über blühenden Raps © H. Brune

Überhaupt war es mal wieder sehr beeindruckend zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit sich der Raps in den vergangenen Wochen in die Höhe geschraubt hat.

In der Blütezeit zieht der Raps alle möglichen Insekten an, die sich an ihm nähren. So haben auch die Imker schon ihre in Kästen verpackten Bienenstöcke an den Rändern einiger Äcker aufgestellt. In den Waben sammelt sich leckerer Rapshonig.

Auch Vögel werden vom Raps angezogen oder besser: sie werden von den Insekten angezogen, die der Raps anzieht. So kann man nun immer wieder Rauchschwalben sehen, die im rasanten Tiefflug knapp über die Blüten hinweg schießen und dabei Nahrung sammeln. Im Bild ist so eine Szene zu sehen, klicken Sie es an, um es zu vergrößern.

Montag, 3. Mai 2010

Entwickelt sich das Café zum informellen Oldtimer Treffpunkt?

Am Nachmittag des ersten Mais standen auf unserem Caféparkplatz plötzlich drei Oldtimer. Und zwar waren es ein amerikanisches Packard Cabrio (eine Marke, von der wir vorher noch nichts gehört hatten), ein Triumph Stag und ein MGB aus dem Jahre 1971, der hier im Bild zu sehen ist:

MGD © Marcus S.Vielen Dank an Marcus S., der uns das Bild zur Verfügung gestellt hat und auch die Automarken erklärte:)

Freitag, 30. April 2010

Vorschlag für eine Radtour zum Café

Morgen ist der erste Mai. An diesem Tag macht man in unserer Gegend traditionell eine Radtour oder einenBirkengrün © H. Brune Ausflug mit der Familie. Man schmückt dabei sein Rad am Lenker mit einem frischen Birkenzweig und steuert irgendwann ein nettes Lokal an. So wie unseres:)

Und falls Sie von Harsewinkel kommen, so haben sich Unbekannte sogar schon die Mühe gemacht eine Radroute im Internet zu beschreiben, der Sie an Hand einer ausgedruckten Wegbeschreibung oder mit Hilfe eines GPS Empfängers folgen können:

http://www.bikemap.net/route/31346

Also dann: das Rad aufgepumpt und raus in die frische Frühlingsluft!

Donnerstag, 29. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Löwenzahn

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um eine Pflanze, die man in der freien Natur und auf den Wiesen sehr gerne sieht, die aber von den meisten wohl eher nicht im Garten oder Rasen geduldet wird:

Der Löwenzahn blüht und wie er blüht! Ganze Wiesen färbt er golden.

Goldenes Licht
auf smaragdener Wiese
Stärke verkündend und Mut.
Kraftvolles Wachstum im  frischen Grün,
Gesundheit bringend mit allen Teilen.
Nutze Blatt, Wurzel und Blüte,
alles ist Güte,
alles tut gut.

Der Löwenzahn, Taraxacum officinale (Wiesenlöwenzahn), ein Korbblütlergewächs, ist vielgestaltig. Sein Name wird von den stark gezackten (gefiederten) Blättern hergeleitet.E. Brune © H. Brune

Die Blüten öffnen sich an hellen sonnigen Tagen, um sich an trüben zu schließen. Er gehört zu den Heilpflanzen, regt Nieren und Leber an und fördert die Durchblutung des Bindegewebes. Er eignet sich für Frühlingskuren, alle Teile sind genießbar.

REZEPT Löwenzahnblütenhonig

2 gehäufte Doppelhände Löwenzahnblüten mit 1 Liter kaltem Wasser aufsetzen, langsam zum Kochen bringen, einmal kurz aufkochen. Über Nacht stehen lassen, absieben.Wiese mit Löwenzahn und Hund © H. Brune

Entweder mit Zitronensaft und Gelierzucker nach Rezept zubereiten zu Gelee, oder 1 Kg braunen Zucker dazugeben, den Saft einer Zitrone und bei niedrigen Temperaturen eindicken. So werden die Vitamine erhalten.

Meine Mahlfreundin, Katrin Boidol aus Halle/Westf., die Schafferin wunderbarer Blumenbilder, sieht den Löwenzahn so:

Löwenzahn
Fest verwurzelt
zackige Uniform
gelbe Perücke
stramm gestanden
der Zug der Sommerzeit fährt ein
im Fahrtwind verwirbeln die Strahlen
still senken sich Rettungsschirmchen
und tragen die Lebensfreude
ins nächste Jahr

Übrigens ist der Löwenzahn ein ausgezeichnetes Kaninchenfutter.

Mittwoch, 28. April 2010

Die großen Vogelfutterautomaten arbeiten wieder

Den lange und schneereichen Winter über haben wir die Vögel in unserem Garten mit Futter versorgt und damit nicht gespart. Trotzdem sehen unsere Bemühungen im Vergleich eher kleinlich aus wenn man sich großen Futterautomaten ansieht, die nun die Vogelwelt ganz natürlich mit Nahrung versorgen: Damit meinen wir die Kiefern, die am Teich entlang an der Caféeinfahrt wachsen.Kiefernzapfen © H. Brune

An den Kiefern öffnen sich an warmen und trockenen Tagen die Zapfen vom letzten Jahr (man kann es dann knistern und knacken hören) und verstreuen ihre Saat. Die Kiefernsamen haben einen kleinem Flügel, der sie kreiselnd zu Boden schweben lässt. Jeder Windhauch trägt sie vom Mutterbaum davon, auch bei schwachem Wind schaffen es einige auf die doch einige Meter entfernte Caféterrasse oder gar in den Hauptgarten.

Wenn so ein Same herabsinkt ist die Stunde der Singvögel Buchfink © H. Brunegekommen, insbesondere der Buchfinken: Sie hüpfen auf dem Pflaster suchend umher und lesen diese nahrhafte Speise eifrig auf. Sie sind dabei erstaunlich furchtlos und kommen bis auf kurze Distanz an ruhig sitzende Menschen heran.

Vermutlich ist diese energiereiche Kost im Moment genau das Richtige in der anstrengenden Paarungszeit: wie sonst sollten die Buchfinken ihre lautstarken Konzerte durchhalten können?

Montag, 26. April 2010

Schnell noch einmal im Teuto wandern, so lange die Buschwindröschen blühen

Nachdem die ersten Frühblüher wie der Lerchensporn und Waldgoldstern im Wald bereits wieder fast verblüht sind kommt nun die Stunde der etwas späteren Frühlingspflanzen. Allen voran kann man in unserer Umgebung und im nahen Teutoburger Wald nun das Buschwindröschen blühen sehen.Buschwindröschen © H. Brune

Die Windröschen – oder auch Anemonen – gehören zu Hahnenfußgewächsen und sollen ihren Namen schon in der Antike erhalten: In der Wikipedia findet sich jedenfalls eine Erklärung, welche von dem griechischen Wort für Wind anemos ausgeht. Und wirklich scheinen die Buschwindröschen immer gerade dann zu blühen, wenn auch ein frischer Frühlingswind weht und sie schüttelt.

Dementsprechend kann einen der Versuch ein nicht völlig verwackeltes Bild von den blühenden Pflanzen zu knipsen manchmal an den Rand der Verzweiflung bringen. Inzwischen ist die Blütezeit auch schon dem Ende nah. Also schnell noch einmal in die Wälder gefahren und um die Blütenflecken gestreift.

An einigen wenigen Stellen findet man auch Gesellschaften mit dem Scharbockskraut. Da beide Pflanzen dicke Polster bilden sieht es dann so aus, als ob jemand gelbe und weiße Farbe ausgegossen habe.

Samstag, 24. April 2010

Die Apfelbaum über dem Café beginnt zu blühen

Als wir heute abend noch etwas länger auf der Terrasse saßen viel es uns plötzlich auf: Der Apfelbaum, der sich von der Gartenseite aus über das Dach des Cafés neigt beginnt seine Blüte!Apfelblütenknospen © H. Brune

Heute Abend waren erst wenige Blüten komplett geöffnet, aber überall sieht man die roten Knospen. Wenn sie sich öffnen entfalten bleibt daher ein Ton von zartem Rosa. Morgen kann man bestimmt schon viel mehr sehen.

Die Apfelblüte ist eigentlich die schönste der Obstblüten, auch wenn sie meist nicht so ins Auge fällt, gibt es doch in unserer Gegend viel weniger Apfelbäume als etwa Kirschen. Trotzdem sind ist sie für uns mit einer kleinen Melancholie verbunden, erinnern wir uns doch zu dieser Zeit immer besonders daran, dass unsere japanische Zierkirsche (die heute der ‘Affenbaum’ ist) früher oft zusammen mit dem Apfelbaum und dem benachbarten Zierapfel blühte.

Freitag, 23. April 2010

Allmählich werden die Kaninchen frech

Vor einigen Wochen hatten wir zum ersten Mal über die neu in unserem Garten aufgetauchten Kaninchen berichtet, damals hatten sie sich an einigen Krokussen vergriffen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob die kleinen grauen Flitzer – die ja erst nach der Vertreibung durch den Straßenbau aus ihren angestammten Bauten zu uns kamen - nun dauerhaft bei uns sesshaft werden würden.Kaninchen © H. Brune

Als wir aber vor ein paar Tagen noch etwas länger im Café saßen sahen wir ein besonders keckes Exemplare noch am helligten Tag direkt vor unseren Fensterscheiben entlang hoppeln, offenbar auf direktem Weg in unseren Garten. Auch früh morgens sieht man sie nun häufiger in den Büschen verschwinden.

Bis heute haben wir noch keine abgefressenen Pflanzen entdeckt, vermutlich ist das überall sprießende Grün noch attraktiv genug. Hoffen wir, dass das so bleibt! Falls sich die Kaninchen bei uns halten kann man im Sommer vielleicht wieder Szenen beobachten, wie sie sich vor ca. 20 Jahren schon einmal in unserem Garten abgespielt haben:

Damals waren die Kaninchen so vertraut und zahlreich geworden, dass sie sich beim Sonnenbaden auch nicht von Menschen stören ließen und wir so oft zusammen mit 10 Kaninchen auf dem Rasen lagen. Leider wurden die Kaninchen dann offenbar von einer der verschiedenen Kaninchenkrankheiten dahingerafft und waren lange komplett verschwunden.

Donnerstag, 22. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Zeckenalarm

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um den Teil der krabbelnden Bevölkerung des Gartens, der eher unwillkommen ist:

Ich lag in meiner Gartenliege, zum ersten Mal in diesem Jahr. Der Jasmin blühte und ich hatte meine Liege unter seine überhängenden, duftenden Zeige
gezogen. Des warmen Wetters wegen, trug ich ein großzügig ausgeschnittenes T-Shirt.E. Brune © H. Brune

Wie gut hast Du es doch, dachte ich und träumte vor mich hin. Ab und zu juckte es unterhalb des Schlüsselbeines ein wenig, fasste ich dorthin fühlte ich ein kleines Hautläppchen und träumte weiter.

Am Abend vor dem Fernseher juckte es wieder an besagter Stelle. Automatisch greife ich dorthin und etwas, dass sich wie ein kleines Kügelchen anfühlte, fiel herunter, eine vollgesogene Zecke. Im Badezimmerspiegel war nur noch ein kleines Loch in der Haut zu sehen.

Sofort betupfe ich es mit Propolis-Tinktur (Apotheke, Imker), eine antibiotisch wirksame Lösung. Propolis wird von Bienen gesammelt.

Anschließend lege ich ein mit Schwedenkräutern getränktes Wattebäuschen auf und fixiere dieses mit einem Steifen Leukoplast. Unruhig gehe ich schlafen. Schwedenkräuter und Propolis-Tinktur habe ich immer im Haus, sie sind gute Allheilmittel.

Am anderen Morgen setze ich mich sofort mit meinem Hausarzt in Verbindung. Die Sprechstundenhilfe beruhigt mich, beobachten sie die Stelle sagt sie. Nur wenn sich ein roter Ring darum herum bildet, müssen wir etwas unternehmen.

Es zeigte sich zum Glück kein roter Ring. Eine spätere Blutuntersuchung ergab kein Anzeichen einer Borreliose-Erkrankung.Bienen am Flugloch © H. Brune

Franziska ist in den Sommerferien zu Besuch bei Onkel und Tante. Diese wandern mit ihr im Bereich Künsebeck in den Teutoburger Wald. Dort gibt es eine Stelle, an der sich die Waldreben zu dicken  Strängen gewunden haben. Franziska schaukelt mit Vorliebe an ihnen.

Am Abend ist sie übersäet mit Zecken. 20 Stück entfernt die Mutter, sogar in den Achselhöhlen saßen sie. Auch hier kam es zu keiner Ansteckung.

Vorbeugender Schutz soll möglich seien, durch eine Einreibung mit einem Antizeckenmittel, oder dem Tragen von dem ganzen Körper bedeckender Kleidung. Doch wer kleidet sich schon so im Sommer.

Nach einem Bericht den ich im Autoradio hörte, sollen Zecken nicht auf Sträuchern sitzen und sich herabfallen lassen, sondern eher im hohen Gras auf Beute lauern, so das vor allem ein Schutz der unteren Extremitäten notwendig sei.

Zecken, bei uns auch landläufig Holzböcke genannt, gab es schon immer. Hund und Katze kamen von ihren Streifzügen gelegentlich mit ein, zwei Zecken behaftet, zurück. Wir fanden sie ekelig, mein Vater drehte sie heraus, mehr war nicht.Zecke auf der Lauer © H. Brune

Natürlich sollten sie entfernt werden, die Blutsauger, aber von gefährlichen Krankheiten die sie übertragen konnten war nie die Rede. Das tritt erst in den letzten Jahren vermehrt auf.

Von Süddeutschland ausgehend sollen sich die Spinnentiere infiziert haben, sind,somit zu einer
großen Gefahrenquelle geworden.

FSME - Frühsommer-Meningoenzephalitis – wird durch Zecken übertragen, grippeähnliche Symptome oder Gehirnhautentzündung können die Folge seien. Dagegen bietet eine spezielle Impfung Schutz.

Lyme-Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, kann den ganzen Körper befallen und wird ebenfalls durch Zecken übertragen. Da eine Schutzimpfung nicht möglich ist ist bei einer Infektion eine Behandlung mit einer speziellen Antibiotika erforderlich.

Nach einem Zeckenstich die Haut nach Rötungen absuchen und oder einen Arzt aufsuchen. Zecken können ab 7 Grad Celsius aktiv seien, sind also bereits angriffslustig. Unsere zornige rote Katze hat sich bereits eine eingefangen.

Mittwoch, 21. April 2010

In Japan sind die Kirschen schon weiter

In unserem Garten und an den Rändern der umliegenden Wälder sind die Wildkirschen erst am vergangenen Wochenende erblüht und zeigen sich nun im reinsten Weiß. Auch der gerade kalt-stürmisch wehende Frühlingswind kann das leuchtende Bild der Blüten vor dem blauen Himmel nicht trüben.Kirschblüte © H. Brune

Zur Zeit der Kirschblüte kann man einen interessanten Vergleich der deutschen mit der japanischen Kultur ziehen: Obwohl es auch bei uns Kirschblütenfeste gibt, so sind solche botanischen Festivitäten doch nicht wirklich verbreitet und haben auch meist keinen besonderen Stellenwert in unseren hiesigen Frühlingsriten.

Ganz anders hingegen in Japan: Dort hat die Zeit der Kirschblüte einen eigenen Namen und wird Sakura genannt. Da in den japanischen Städten laut Wikipedia fast die Hälfte der Bäume Kirschen sind, verwandelt sich die Landschaft in dieser Zeit komplett.

Für die Einwohner ist die kurze Zeit der Blüte ein sehr wichtiges Ereignis, dessen Herannahen über spezielle Seiten im Internet beobachtet und geplant werden kann. Wenn es dann so weit ist gehen ganze Familien und Freundesgruppen abends in die Parks und Gärten und veranstalten unter den Bäumen Picknicks und Feiern.

Woher wir das wissen? Nicht nur aus der Wikipedia! Unser japanischer Freund H. Sumiya in Hitachi hat uns einmal wieder wunderschöne Bilder geschickt, von denen wir hier einige veröffentlichen wollen. In seiner Stadt ist die Kirschblüte inzwischen schon wieder mehr oder weniger vorbei.

Sakura © H. Sumiya 

Sakura © H. Sumiya 

Sakura © H. Sumiya

Klicken Sie auf eines der Bilder, um es zu vergrößern.

Dienstag, 20. April 2010

Das Aufräumen im Garten wärmt uns

Beim nachwinterlichen Aufräumen im Garten ging es nicht nur darum die umgekommenen Pflanzen zu entfernen und zerzauste Beete wieder zu richtigen. Auch einige alte Rankhilfen aus Holz, die schon längere Zeit in einer abgelegenen Ecke des Gartens auf ihre erneute Verwendung gewartet haben, sind dem Aufräumwahn zum Opfer gefallen.Feuer im Ofen © H. Brune

Da sie trocken gestanden haben dienen sich uns jetzt noch als letzte Füllungen für unseren Kachelofen im Café. Bald müssen wir ja hoffentlich nicht mehr heizen, aber im Moment sind die sonnigen Tage morgens noch ungemütlich kalt und da ist ein warmer Ofen unverzichtbar.

Die zerkleinerten Rankhilfen sind dabei geradezu ein Kickstart für die Raumwärme da sie so schnell verbrennen. Dafür ist das Feuer auch nach kurzer Brandzeit bereits schon wieder erloschen. Jedenfalls macht uns dieses Holz zwei Mal warm: einmal im Ofen, aber vorher schon beim Zerlegen in ofengerechte Stücke:)

Montag, 19. April 2010

Die Buchenwälder ergrünen

Eines der wunderbarsten Ereignisse im Frühjahr ist nicht im Garten zu finden, sondern in den Wäldern. Denn was gibt es schöneres als die warme, aber noch nicht grelle Frühlingssonne durch das frische Blattwerk der Buchen leuchten zu sehen?Junges Buchenlaub © H. Brune
In den letzten Tagen hat sich hier viel getan: Sowohl die Rotbuchen wie auch die Hainbuchen (die übrigens botanisch gesehen überhaupt nicht miteinander verwandt sind) haben kräftig ausgeschlagen. 
Auch in unserem Teutoburger Wald finden sich zwar nicht mehr so viele Buchen wie zu der Zeit, als die Buchenwälder die vorherrschende Urwaldform in Mitteleuropa waren. Aber es gibt immer noch Stellen, an denen alte Exemplare sich ihren Platz geschaffen haben. Eine Wanderung lohnt sich jetzt also ganz besonders!

Sonntag, 18. April 2010

Frühlingshafte Wegbeschreibung zum Café

Unsere Wegbeschreibung zum Café reicht bisher nur bis zu den Hofeinfahrten. Und von da sind es immer noch fünfzig (!) Meter, die Sie bis zu unserem Parkplatz zurücklegen müssen. Wir wollen daher heute den noch fehlenden Teil ergänzen:Forsythien © H. Brune

Wenn Sie von der Hesselteicher Straße rechts auf den Hof Brune einbiegen so folgen Sie zunächst dem Weg, wobei sie links die Kastanienreihe mit den frisch geöffneten Blättern passieren lassen. Rechts fliegt der kleine Szilla Weg vorbei, gefolgt von etwas frischem Rasen und beendet durch das Kräuter-Rosen-Rondell.

Hier müssen sie nun eine 90° Linkskehre schaffen, die auf der Ecke von der erst wenige Jahrzehnte jungen, gerade blühenden Eiche symbolisiert wird. Nach ihrem erfolgreichen Turn gleiten sie am Teich entlang unter den knisternden Kiefernzapfen hinab bis vor das Café. Dabei passieren sie den frischen Vorhang der Trauerbirke und steuern die ganze Zeit auf die Forsythien an der Caféterrasse zu.

Aber nicht zu weit! Auf Höhe des Cafés müssen Sie nun zu einer schnellen Links-Rechts-Kombination ansetzen, die sie zwischen den Kastanien und den erste Blütenansätze zeigenden Fliederbüschen direkt auf den Parkplatz führt.

Suchen sie sich nun einen schönen Stellplatz unter den Buchen oder Haselnusssträuchern oder vor den Himbeerreihen. Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Samstag, 17. April 2010

Wie ist die Hyazinthe eigentlich der Rechtschreibreform entkommen?

Passend zur in dieser Woche in Ostwestfalen gestarteten Spargelsaison blühen auch die Hyazinthen im Garten. Passend deshalb, weil diese großen Blütenträger laut der Wikipedia auch zur Familie der Spargelgewächse gehören. Hyazinthe © H. Brune

Mit diesem Wissen ausgestattet findet man auch sogleich ‘Ähnlichkeiten’ an diesen eigentlich sehr unterschiedlich aussehenden Pflanzen, die einem vorher nie aufgefallen wären.

Aber beim Schreiben über die Hyazinthen und dem wiederholten Eintippen des Namens stellte sich plötzlich eine ganz andere Frage: Wieso ist die Hyazinthe eigentlich den Änderungen in Folge der letzten Rechtschreibreform entgangen?

Wenn schon der Delfin sein ‘ph’ verlor und die Majonäse ihr ‘y’ und ihr ‘ai’, warum schreiben wir dann heute nicht Hüazinte? Sind die Pflanzen komplett verschont worden? Fragen über Fragen:)

Freitag, 16. April 2010

Warum ist die Magnolienblüte nur so kurz

Seit gestern steht der Magnolienbaum im kleinen Vorgarten fast in voller Blüte. Unser Baum hat rein weiße Blüten, die wie schlanke Tulpen wirken. Wenn wir dabei in unser Blog vom letzten Jahr sehen, so scheint es, als habe die Natur inzwischen wieder den gleichen Stand erreicht und den langen Winter aufgeholt.

Magnolie © H. BruneLeider ist dieses wunderschöne Spektakel immer viel zu kurz. Schon kurz nach dem Aufblühen fangen die Blütenblätter an braun zu werden und fallen schließlich in großer Zahl zu Boden. Unter dem Baum sieht es dann für einige Tage noch einmal so aus wie im Winter.

Bei Youtube findet man übrigens etliche Filme über Magnolien, darunter auch Zeitrafferfilme wie den Folgenden, die das Aufblühen zeigen:

Auch hier hat die Blüte offenbar ungefähr eine Woche gedauert, wobei man die Blüte in der Vase nicht eins-zu-eins auf einen Baum im Garten übertragen kann. Aber trotzdem muss man wohl sagen: Wenn Sie in diesem Jahr die Magnolienblüte bei uns sehen möchten, so sollten Sie uns an diesem Wochenende einen Besuch abstatten.

Donnerstag, 15. April 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Winterschäden

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die nicht immer freudigen Aufräumarbeiten nach dem langen Winter:

Jetzt,wo die Zeit da ist, in der ernsthaft die Gartenarbeit beginnt, entdecke ich erst das volle Ausmass der Winterschäden. Es sind mehr als auf den 1. Blick erkennbar.

Die Rosen haben sehr gelitten, von unten an ist die Rinde aufgeplatzt und der Trieb kann nicht mehr versorgt werden. Die meisten treiben aber ganz ganz unten wieder aus. Einigen Sorten dagegen hat der Winter gar nichts antun können. Am besten weggekommen sind die wurzelechten Rosen. E. Brune © H. Brune

Manche Hecke musste zurückgeschnitten werden, auch die beiden großen Hortensienflächen. Darüber bin ich fast froh, sie waren zu ausladend geworden im Laufe der Zeit. Immer scheute ich vor dem Rückschnitt, denn sie blühen an den Spitzen. Jetzt aber muss es sein. Blühen sie in diesem Jahr nicht, blühen sie im nächsten Jahr um so stärker.

Die vielen Sommerfliedersträucher scheinen fast ganz vernichtet, ich hoffe aber noch. Die rosablühende Clematis Montana, die sich bereits bis hoch in die Spitze der Eberesche hinauf gearbeitet hatte, ist im oberirdischem Teil ganz zerstört, treibt aber von unten wieder aus.

Der Salbei an ungeschützten  Stellen ist komplett abgestorben. Den Schaden hat der zurückkehrende Winter nach der ersten Frostperiode angerichtet. In den warmen Tagen dazwischen stieg der Saft in den Pflanzen hoch. Die erneuten Minusgrade ließen die Zellwände platzen. Rosentrieb im Frühjahr © H. Brune

Was aus dem Kirschlorbeer wird, muss ich noch abwarten. Mein Herz wird bang, wie soll ich es nur schaffen, all die Schäden zu beseitigen?

Da kommt mir mein Gartenfreund zur Hilfe. Starke, flinke Männerhände schneiden alles Schlechte fort. Heiner karrt die trockenen Zweige weg und Henning pflanzt neu. So sieht unser Garten im Moment zwar etwas kahl aus, aber neues Wachstum ist in Sicht.

Demnächst werden die zahlreichen Vergissmeinnicht in den Beeten ihre himmelblauen Blütenaugen öffnen.

Mittwoch, 14. April 2010

Auch Narzissen können überzüchtet sein

Unter den verschiedenen Narzissensorten in unserem Garten ist auch eine gefüllte Art. Sie wächst gegenüber dem Café am Teich und steht gerade in voller Blüte. Auch wenn man ganz unterschiedliche Vorlieben bei den Narzissen haben kann, so wird wohl niemand an dieser Art ohne Bewunderung vorbei gehen.Die gefüllten Narzissen © H. Brune

Leider hat sie einen Nachteil: Das große Gewicht der Blüte sorgt dafür, dass fast jeden Abend ein Teil der Pflanzen umgeknickt im Gras liegt. Bei Regen und Wind sind es noch viel mehr.

Auf der einen Seite hat dies einen Vorteil: man kann ohne große Reue immer wieder Narzissen schneiden und ins Haus holen. Aber eigentlich sollten die Narzissen doch vielleicht etwas standfester sein, oder?

Dienstag, 13. April 2010

Jetzt rankt er los

Neben den Kastanien gibt es noch eine andere Pflanze in unserem Garten, die durch besonders rasantes Wachstum auffällt, auch wenn sie im Moment noch leicht zu übersehen ist: Der Hopfen.Hopfentrieb © H. Brune

Diese zu den Hanfgewächsen zählende Rankpflanze treibt in jedem Jahr komplett neu aus, da die Triebe des Vorjahres immer absterben.

Nun schlängeln sich an vielen Stellen im Garten die Hopfenärmchen an jeder erreichbaren Kletterhilfe in die Höhe. Bis zum Spätsommer werden sie dann 5 bis 6 Meter lang sein. Am prominentesten ist dabei sicher der Hopfen an der Caféterrasse, der den Bogen über dem Eingang begrünt. In diesem Bilderalbum findet sich ein Bild davon, wie er ‘auf halbem Weg’ über den Bogen ist.

Angesichts der gerade beginnenden Spargelzeit (gestern konnten wir den ersten heimischen Spargel erwerben) ist es interessant, dass sich die Hopfentriebe auch zu sogenanntem Hopfenspargel verarbeiten lassen. Ob wir einen Teil unseres Hopfens opfern sollen für einen kulinarischen Versuch?

Montag, 12. April 2010

Das gefiederte Aufräumkommando war wieder da

Wenn wir morgens unser Café aufschließen müssen wir oft durch Moosbrocken und altes Laub stapfen, obwohl am Vorabend noch alles ganz sauber war. Woher das Moos und das Laub kommen, können wir uns grundsätzlich denken: Von Dach und aus der Regenrinne des Cafés. Aber wieso liegt es jeden Morgen vor unserer Tür?Mosswürfe vom Dach © H. Brune

Wir haben einen ganz dringenden Verdacht, und der fällt auf die Amseln bzw, Schwarzdrosseln: Die sind sowieso immer dabei zu beobachten, wie sie mit kräftigen Kopfbewegungen unter Büschen und Bäumen das alte Laub wenden. Vermutlich tragen sie so neben den Regenwürmern ganz wesentlich zur Verrottung der abgestorbenen Pflanzenteile bei.

Allerdings konnten wir sie in Bezug auf die Mooswürfe von unserem Dach noch nie in Flagranti erwischen. Ob sie uns durch die Fenster beobachten und nur dann kommen, wenn sich nichts rührt?

Sonntag, 11. April 2010

Das Leuchten der Schlüsselblumen

Der heutige Tag verspricht eher grau zu werden. Aber wenn uns die Sonne im Stich lässt, so haben wir in unserem Frühlingsgarten gerade jetzt jede Menge sonnengelbe Alternativen. Schlüsselblume © H. Brune

Es blühen inzwischen fast alle Narzissensorten, die Forsythien – die bei uns immer etwas später sind – haben sich nun auch geöffnet und am Teich zeigen sich seit ein paar Tagen die Schlüsselblumen.

Diese Primelart verdankt ihren Namen der Ähnlichkeit ihres Blütenstandes mit einem Schlüsselbunde. Die 10 bis 20 Blüten in einer Dolden setzen sich an ihrem langen Stängel vom Blattwerk ab und ragen so deutlich aus altem Blattwerk und ersten Gräsern heraus.

Auch an den Rändern der Bäche und Gräben in der Nachbarschaft sprießen sie nun überall und sind ein Blickfang beim Sonntagsspaziergang.