Samstag, 15. August 2009

Hachikō – Bei dieser Geschichte werden nicht nur Hundefreunde ganz sentimental

Bald kommt der Film Hachiko: A Dog's Story mit Richard Gere in die deutschen Kinos. In dem Film geht es um einen Professor (Gere), Zorro am Bahnhof © H. Brune der einen Hund (Hachiko) findet und aufnimmt. Schon bald verbindet die beiden eine unzertrennliche Freundschaft. Hachiko begleitet später sein Herrchen jeden Tag zum Bahnhof und holt es abends wieder ab.

Als aber der Professor eines Tags in der Ferne verstirbt kommt der Hund trotzdem eine ganze Dekade lang immer wieder pünktlich zum Bahnhof um zu warten und erregt nach und nach mit seiner unverbrüchlichen Treue immer mehr Aufmerksamkeit. Filmstart soll am 15.10.2009 sein (weitere Informationen zum Film), den englischen Trailer kann man sich aber schon bei YouTube ansehen:

Tipp: Falls das Fenster zu klein ist, einfach in den Film klicken. Er öffnet sich dann in einem neuen Fenster ist komplett sichtbar.

‘Nach einer wahren Geschichte’

Hört sich der Plot des Filmes zunächst so an, als ob er einem besonders kitschigen Drehbuch entsprungen sei, so beruht die Rahmenhandlung auf einer tatsächlichen Begebenheit, die in Japan zwischen 1923 und 1935 geschah:

Dort wurde Akita-Hund Hachikō von seinem Besitzer, dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, 1924 mit nach Tokio genommen. Der Hund holte dort sein Herrchen tagtäglich vom Bahnhof Shibuya ab. Der Professor starb im Mai 1925 und seine Frau zog aus Tokio fort. Der Hund sollte bei Verwandten bleiben, riss aber aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof. Dies setzte der Hund fast 10 Jahre lang fort, bis er am 8. März 1935 starb.

Die Geschichte von Hachikō ist offenbar auch heute noch in Japan sehr bekannt, wo die Treue des Hundes gut zu den klassischen Tugenden des japanischen Rittertums passt. Sogar in der deutschen Wikipedia findet sich ein eigener Artikel zu Hachikō.

Dort kann man auch nachlesen, wie es dem Hund in den 10 Jahren Wartezeit ergangen ist, wie ihn seine Treue allmählich in ganzen Land bekannt machte und warum ihm im Laufe der Jahre gleich zwei Denkmäler gesetzt wurden, von denen eines heute noch steht. Auch gibt es ein Bild. Der Film mit Richard Gere ist übrigens ein Remake eines älteren japanischen Films mit dem Titel Hachikō Monogatari. Auch von diesem findet man bei YouTube eine Kurzfassung:

Und Zorro?

Auch Zorro wartet abends darauf, dass sein Herrchen von der Arbeit kommt. Allerdings ist das Bild oben gestellt und zwar aus drei Gründen:

  1. Zorros Herrchen fährt nur selten mit der Bahn
  2. Bei dem heutigen Verkehr kann man einen Hund wohl nicht mehr ohne Angst einfach laufen lassen
  3. Bei den vielen Kaninchen am Bahnhof würde Zorro alles andere tun, aber nicht ruhig auf die Ankunft des Zuges warten:)

Freitag, 14. August 2009

Wunderbar stachlig: Die Karde

Eigentlich hatten wir diesen Blogbeitrag mit dem Satz beginnen wollen ‘Nach der nickenden Distel und der Bienen-Kugeldistel folgt nun der 3. Teil unserer kleinen Distelreihe….’.Karde mit Kaisermantel © H. Brune Aber dummerweise gehört die wilde Karde, um die es heute gehen soll, gar nicht zu den Disteln, auch wenn sie mindestens so stachelig aussieht und ähnlich attraktiv ist für unsere Schmetterlinge.

Die wilde Karde wächst an unserem Hof in der Pferdeweide und seit diesem Sommer auch im Garten. Die Karden gehören zu einer eigenen Familie, den Kardengewächsen (Dipsacaceae). Zu dieser Familie gehören in einem anderen Gattungsast interessanterweise auch die Witwenblumen.

In ihrer Blüte, bei der sie zwei, sich in entgegengesetzten Richtungen über den Blütenstand bewegende Blütenkränze bildet, zieht die Karde viele Schmetterlinge an. Im Bild sieht man einen Distelfalter, aber auch andere Arten bekunden großes Interesse.

Wegen ihrer ungewöhnlichen Form ist die Karde des Fotographen zweitliebste Wildpflanze. Auch lange nach der Blüte bleibt der trockene Blütenstand hoch erhoben bis tief in den Winter hinein. Man kann ihn auch gut als etwas bizarr wirkendes Element in Trockengestecken nutzen.

Donnerstag, 13. August 2009

Elisabeth’s Gartengeschichten: Der Lesefehler

Mit dem heutigen Beitrag beginnen wir eine neue Reihe in unserem Blog, in der Elisabeth Brune kleine und große Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

Oft kommen Gruppen in den Garten zu Kräuter- und Rosenführungen. Kürzlich kam eine Seniorengruppe, die in einer Tagespflegeeinrichtung betreut werden.

E. Brune © H. BruneDas Wetter war gut und frohgemut machten sie sich auf, meinen Garten zu erkunden.

In den verschiedenen Beeten habe ich Tafeln mit Sinnsprüchen aufgestellt. Z. B. steht in meinem Lieblingsbeet auf einer roten Dachpfanne mit weißem Stift diese Liedstrophe von Paul Gerhard geschrieben:

“Geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit…”

Eine der Damen entdeckte den Spruch und las laut vor:

“Geh aus mein Herz und such Dir’n Freund!”

Ja, das fand sie aber ganz toll und ich eigentlich auch.

Wenn Sie auch mit einer Gruppe eine Führung in unserem Garten vereinbaren möchten, hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Viele Wespen in diesem Jahr?

In diesem Sommer scheint es nicht nur viele Schmetterlinge zu geben, auch andere Insekten sind nach unserem Eindruck zahlreicher als im vergangenen Jahr. Wespen © H. Brune Darunter sind dann natürlich auch einige Arten, die man nicht so gerne als Gesellschaft hat: z. B. die Wespen.

Dieses Bild haben wir auf einem Waldweg aufgenommen, wo sich gleich ein halbes Dutzend der gelb-schwarz gestreiften Leckermäuler über einen einzelnen fauligen Apfel hermachte. Offenbar sind die Wespen untereinander recht friedlich, zumindest konnten wir keine Rangeleien beobachten, wie man sie z. B. zwischen Hummeln an einer Blüte durchaus zu sehen bekommt.

Da sich laut der Wikipedia im Spätsommer die Nester der Wespen auflösen sieht man nun besonders viele Exemplare, leider auch am Saftglas oder am Pflaumenkuchen (den wir am letzten Wochenende erstmals in dieser Saison wieder im Angebot hatten). In den Medien finden sich nun auch Meldungen wie ’Wespen-Plage im Westen Deutschlands’ (Bild.de)‎ und viele Seiten mit Tipps zum Umgang mit den lästigen Tieren, wie z. B. hier vom NABU.

Auf unserer Caféterrasse stellen sich jetzt ebenfalls einzelne Exemplare ein, was für uns schon viel ist, da in den vergangenen Jahren fast nie Wespen zu sehen waren. Aber letztlich gehört auch das zum Landleben dazu, und die Wespen bleiben ja nicht lange.

Mittwoch, 12. August 2009

Bald ist der Holunder reif – Führungen und Bücher zum Thema

Kaum zwei Monate nach der Blüte sind jetzt bereits die ersten Holunderbeeren schwarz und reif. Holunderbeeren © H. BruneDie Trockenheit der letzten Wochen hat hier wohl für eine Beschleunigung gesorgt. Nach dem Aufsetzen des Holunderblütensekts kann man nun also den Holunder ein zweites Mal nutzen, dieses mal um gesunden Saft oder Gelee einzukochen.

Zwar sind die rohen Früchte leicht giftig (siehe dazu auch den Wikipedia Artikel zum schwarzen Holunder), durch das Erhitzen verliert sich aber das sogenannte Sambunigrin und der Saft kann als probates Mittel z. B. bei Erkältungen eingesetzt werden. In unserem Laden finden Sie das Holunderheft der Anne Sand mit bewährten Beschreibungen und Rezepten, die die Verarbeitung des Holunders einfach machen.

Wenn Sie noch mehr über diese mit vielen Geschichten und Mythen verknüpfte Pflanze erfahren möchten, so kann Elisabeth Brune Ihnen bei einer Führung in ihrem Garten viel über den Holunder berichten. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für Ihre Gruppe (Kontakt).

Veranstaltungstipp Borgholzhausen: Das Piumer Bauerntheater spielt ‘Dat greune Gewand’

Ab heute beginnen wieder die Aufführungen des Piumer Bauerntheaters auf der Natur- und Freilichtbühne im Bönkerschen Steinbruch in BorgholPiumer Bauerntheaterzhausen. Wer Spaß am Plattdeutschen hat sollte das nicht verpassen.

In jedem Jahr übt die Theatergruppe, in der auch einige unserer Nachbarn und Freunde mitwirken, ein neues Stück ein. In diesem Jahr ist es ‘Dat greune Gewand’.

Eine kleine Zusammenfassung des Stücks und die Spielzeiten finden Sie in diesem Artikel auf altkreis-halle.net. Auch ja: falls Sie nicht wissen, wie Sie zur Naturbühne mitten im Teutoburger Wald gelangen sollen, hier eine kleine Karte:

Bönkerscher Steinbruch

Dienstag, 11. August 2009

Die Herbstanemonen blühen prächtig

Zwischen den Stockrosen und Eden 85 blüht jetzt die kräftige HerbstanemoneHerbstanemone © H. Brune (anemone hupehensis). In diesem Jahr ist sie besonders üppig geworden und kann in der Höhe gut mit der Rose mithalten. Ob es am vielen Wässern lag?

Die Herbstanemone stammt ursprünglich aus China. Dies zeigt sich auch in ihrem Artennamen, in dem sich Hupeh, eine Variante des Namens der Provinz Hubei, findet.

Laut der Wikipedia gibt es auf der Welt ca. 150 Arten von Anemonen (Windröschen). Von den heimische Arten ist sicher das Busch-Windröschen am bekanntesten, es lässt sich im hiesigen Teutoburger Wald im Frühjahr in großen Polstern sehen.

Montag, 10. August 2009

Was gibt es Neues zur Miniermottenplage?

Auch in diesem Jahr sind unsere Kastanien, wie auch alle uns bekannten Kastanien in der Umgebung, Kastanienblätter mit Miniermottenbefalle © H. Brunewieder stark von der Rosskastanienminiermotte befallen.

Der kleine  Schädling legt seine Eier auf die Blätter und die daraus entschlüpfenden Larven minieren zwischen den Blattschichten, wodurch die im Bild zu sehenden abgestorbenen Areale resultieren.

Die Miniermotte ist, wie man in dem Wikipediaartikel nachlesen kann, erst vor wenigen Jahrzehnten in Europa aufgetaucht, hat aber inzwischen ganz Deutschland erobert. Noch ist offenbar unklar, in wie weit die Kastanien dauerhaft durch den viel zu frühen Blattverlust geschädigt werden.

Die Bekämpfung der Miniermotte ist auch weiterhin schwierig. Zwar gibt es laut Wikipedia ein chemisches Präparat. Aber wie soll man große Kastanienbäume damit wirksam behandeln? Die natürlichen Feinde der Miniermotte lassen anscheinend noch auf sich warten, so dass hier ebenfalls noch keine Lösung in Sicht ist.

Bleibt also nur das schon praktizierte Sammeln der Blätter, in denen die Larven überwintern. Allerdings ist es laut Wikipedia auch dann gar nicht so einfach, die Larven wirklich  zu abzutöten: der normale Hauskompost ist offenbar nicht warm genug. Es sieht also so aus, als ob wir auch in den kommenden Jahren mit dem verfrühten Herbst der Kastanien leben müssten.

Samstag, 8. August 2009

Sommerflieder und Kaisermantel

Die Sommerflieder (Buddleja davidii) in unserem Garten sind mit ihrer Blüte jetzt sehr weit fortgeschritten. Sommerflieder mit Kaisermantel © H. Brune Die frühesten Exemplare (rosa) sind bereits komplett verblüht, die weißen und die blauen Varianten zeigen aber noch viele blühende Rispen.

Und auch in diesem Jahr konnten die Sträucher beweisen, dass sie ihren landläufigen Namen Schmetterlingsstrauch vollkommen zu Recht tragen. An den wenigen richtigen Sommertagen wurden sie wieder intensiv von Tagpfauenaugen, Distelfaltern, Admiralen und Kohlweißlingen besucht.

Vor einigen Tagen konnten wir aber auch einen eher seltenen Gast beobachten: den Kaisermantel. Laut der Wikipedia ist dieser Schmetterling der größte Perlmutterfalter Mitteleuropas. In unserer Gegend sieht man diesen Falter eigentlich eher an Wanderwegen des Teutoburger Waldes, wo er sich gerne an Wasserdost und Kratzdistel nährt. Eine weitere gute Beschreibung findet man in den Seiten des NABU.

Freitag, 7. August 2009

Die Getreideernte ist schon fast vorbei

Bei uns in Borgholzhausen kann man schon das Ende der diesjährigen Getreidesaison erkennen. Getreideernte © H. Brune Nachdem die Gerste schon lange verschwunden und auch die Triticale weitgehend gedroschen ist geht es nun in aller Eile dem Weizen an die Ähren. Denn schon morgen soll es ja wieder Gewittern. Und da der Hafer, der noch später geerntet würde, in unserer Region selten geworden ist, sind nun fast alle Getreideschläge kahl.

Die Wildtiere, allen voran die Hasen und Rehe, wirken wie in jedem Jahr etwas verwirrt ob dieses Ernteschocks, der ihnen ihn kürzester Zeit die seit Monaten gewohnten Verstecke nimmt. Man hat daher beim morgendlichen Spaziergang den Eindruck plötzlich viel mehr Tiere zu sehen als gewohnt. Aber sobald die Zwischenfrüchte aufgewachsen sind gibt es wieder jede Menge neuer Versteckmöglichkeiten.

Donnerstag, 6. August 2009

William Shakespeare

In unserem Garten wird die Rosenblüte jetzt wieder intensiver und Rosen wie die Westerland zeigen ihre Pracht. Rose William Shakespeare 2000 © H. Brune In diesem Blogeintrag geht es aber erneut um eine David Austin Rose, also um eine englische Rose:

Die Rose William Shakespeare 2000 ist nach dem englischen Dichter und Dramatiker des 16./17. Jahrhunderts benannt. Die Namensgebung kommt möglicherweise daher, dass laut der Webseite der David Austin Roses William Shakespeare zum ‘Mann des Jahrtausends’ gewählt worden sei (was allerdings in dem Wikipediartikel nicht erwähnt wird). Und da diese Rose aus dem Jahre 2000 stammt war es hier für den Züchter offenbar naheliegend seine neue Rosenschöpfung so zu bennen.

Die William Shakespeare Rose hat eine zumindest in unserem Garten einmalig Farbe, die mal als tief karmesinrot, mal als purpurn beschrieben wird (wir würden zu letzterem tendieren). Die Blüten sind sehr duftintensiv, sie können hier fast mit der Rosé de Resht mithalten (blüht auch gerade wieder). Ihr starker Duft macht die Blütenblätter der William Shakespeare durchaus für die Aromatisierung von Rosenspeisen verwendbar.

Dienstag, 4. August 2009

Die Gartengladiole und Monet

In unserem Garten hat sich am Wochenende die erste Gladiole geöffnet und die anderen stehen ebenfalls in den Startlöchern.Gladiole © H. Brune In den nächsten Tagen und Wochen werden uns die prächtigen Blüten in den Sommer begleiten, sofern er sich noch einmal zeigen sollte.

Laut der Wikipedia wurde die Garten-Gladiole mindestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv gezüchtet, so dass in Laufe der Zeit mehr als 10.000 Sorten entstanden sein sollen. Viele davon sind bereits wieder verschwunden oder in Vergessenheit geraten.

Aber schon vor der züchterischen Explosion hat die Gladiole ihren Weg in die Kunst gefunden. So gibt es gleich zwei Bilder des Impressionisten Claude Monet, in denen sich Gladiolen finden: so einmal in dem Werk ‘Garten in Sainte-Adresse’, besonders aber in dem 'Gemälde ‘Gladiolen’. Als Impressionist konnte er das Problem der Darstellung der komplexen Blüten einfach lösen: eine Blüte ist ein einziger Pinseltupfer.

Montag, 3. August 2009

Komische Pinöckel in Wald und Garten

Wie in fast jeden Jahr wurden wir auch diesmal von Gästen gefragt, Aronstab © H. Brune was das für merkwürdige Pflanzen mit den roten Beeren seien, die an der Teichböschung nahe der Zierjohannisbeere wachsen würden. Insbesondere die Form eines Pinöckels (wie man in unserer Gegend sagen kann) irritiert offenbar viele Betrachter, die so eine Pflanze noch nie gesehen haben.

Dabei handelt sich hier um eine sehr häufige Pflanze, die man jetzt im nahen Teutoburger Wald sehr häufig findet: den giftigen Aronstab.

Ein weiteres Bild des Aronstabes, sowie eine Erklärung für seinen Namen, finden Sie in diesem Blogeintrag vom vergangenen Jahr. Damals haben wir ihn zusammen mit einer anderen Giftpflanze, der Wolfsmilch, schon einmal kurz porträtiert.

Sonntag, 2. August 2009

Lang, lang ist es her: Die Schokoladentarte

Vor langer Zeit hatten wir sie schon einmal im Angebot: die Schokoladentarte. Damals wurde sie leider von unseren Gästen nicht so gut angenommen, Schokoladentarte © H. Bruneaber vielleicht ist ja nun ihre Zeit gekommen?

Die Schokotarte besteht, wie bei einer Tarte üblich, nur aus einem dünnen, krossen Boden mit einer Schicht darauf. In diesem Fall ist es ein Kakaoboden mit einer leckeren Schokoladenschicht, die, man muss es wohl so sagen, im wesentlichen aus Kalorien besteht. Aber wir können auf Wunsch auch ganz kleine Stücke schneiden;)

Dazu gibt es einen Zweig Johannisbeeren, die mit ihrer Säure gut zu der Süße der Tarte passen. Und dazu vielleicht einen Espresso mit Milchschaum? Wir sind gespannt, wie es diesmal läuft.….

Die Kugeldistel bietet Schutz und Nahrung (und sieht auch noch gut aus)

Nachdem wir vor ein paar Tagen schon über die Nickende Distel berichtet hatten, die in den Wiesen wächst, Kugeldistel © H. Brune geht es dieses Mal um eine Distel, die in unserer Gegend fast ausschließlich als Gartenpflanze zu finden ist: Die Kugeldistel.

Laut der Wikipedia bilden die Kugeldisteln eine recht große Pflanzengattung mit ca. 120 Arten, wobei aber in Europa nur 12 vorkommen.

Die hier gezeigt Art ist die Drüsenblättrige Kugeldistel. Im Garten sind die golfballgroßen Kugeln, die auf bis zu 2m längen Stängeln thronen, ein schöner sommerlicher Anblick in einer Zeit, in der andere Blumen eher spärlich blühen.

Besonders wichtig ist die Kugeldistel aber (wie eigentlich alle Disteln) wenn man in seinem Garten Hummeln, Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten möchte. Sobald die Sonne scheint sitzen auf jeden Blüte meist gleich mehrere Hummeln, bei Regen suchen sie dann auf der Unterseite der Blüten Schutz. Ihr anderer Name Bienen-Kugeldistel kommt also nicht von ungefähr.

Auch Schmetterlinge suchen diese Pflanze auf, allerdings nicht ganz so häufig, dieses Bild mit den zwei Schmetterlingen ist daher eher ungewöhnlich. Aber es wurde früh am Morgen ausgenommen, die Schmetterlinge waren also nicht auf der Nahrungssuche, sondern haben die Blüte nur als Nachtlager genutzt. Leider ist uns nicht gelungen die Art zu bestimmen. Vielleicht haben Sie einen Tipp für uns?

Samstag, 1. August 2009

Die ‘Pink Lady’ blüht durch

Unter den vielen Rosen in unserem Garten gehört die Pink Lady zu den wenigen,Rose Pink Lady © H. Brune die fast ohne Unterbrechung immer wieder neue Blüten zeigen.

Während sich Rosen wie Westerland oder Moonlight in den vergangenen Wochen eine kleine Pause gegönnt haben und erst jetzt wieder zu einer neuen Blütephase ansetzen war die auffällige Pink Lady die ganze Zeit ein Blickfang von der Caféterrasse, da sie genau gegenüber an der anderen Seite des Gartens blüht.

Dabei lohnt sich auch einmal den Weg durch den Garten bis zu dieser Rose zu gehen, da ihre Blüten sehr intensiv duften.

Freitag, 31. Juli 2009

Kann man grüne Walnüsse ernten?

Das Jahr 2009 scheint ein gutes Jahr für die Ernte im Garten Grüne Walnüsse © H. Brunezu werden: Nicht nur die Apfelbäume sind voll, auch unser Walnussbaum an der Elisabethallee trägt gut. Der Baum ist jetzt ca. 20 Jahre alt und ein markanter Blickfang am Caféparkplatz.

Eigentlich denkt man bei Walnüssen ja eher an die Winter- und Weihnachtszeit, wenn die reifen Nüsse geknackt und für alle möglichen Kuchen- und Plätzchenrezepte gebraucht werden.

Weniger bekannt ist aber vielleicht, dass die grünen Früchte (wie offenbar auch das Laub zu einer bestimmten Zeit) zu den Vitamin-C reichsten Früchten überhaupt gehören. Zumindest kann man dies so in der Wikipedia nachlesen.

Es gibt auch eine Reihe von Möglichkeiten schon die halbreifen Nüsse in der Küche zu nutzen. Im Süddeutschen werden sie zu den sogn. Schwarzen Nüssen verarbeitet, eine Spezialität deren Zubereitung samt schöner Bilder in diesem Blog beschrieben wird. In dieser Seite wird noch etwas mehr zur Geschichte dieser eigenartigen Speise gesagt.

Die Herstellung ist aber ein recht langwieriger Prozess, da man zunächst durch wochenlanges Wässern die Gerbstoffe aus den Nüssen entfernen muss. Wir haben es bisher noch nicht selbst ausprobiert, aber vielleicht kann jemand seine Erfahrungen in einem Kommentar hinterlassen?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Die Marienkäfer fressen unsere Himbeeren!

Bei der Ernte der Himbeeren sind uns in diesem Jahr zum ersten Mal Marienkäfer aufgefallen, Marienkäfer an Himbeeren © H. Brunedie sich offenbar an den Früchten gütlich tun. Und zwar in großer Zahl.

Vermutlich handelt es dabei um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis), der laut Wikipedia eine sehr große Varianz in seiner Färbung und Zeichnung aufweist. Die beiden Exemplare im Bild sind damit, obwohl sie völlig unterschiedlich aussehen, von der gleichen Art.

Auch an Äpfeln kann man jetzt gelegentlich diese Marienkäfer sehen, auch dort hinterlassen sie kleine Fraßspuren. In dem Artikel ‘Vom Nützling zum Schädling’ in FAZ.NET wird dieses Verhalten ebenfalls beschrieben, wobei die Früchte dort als Herbstnahrung bezeichnet werden. Haben wir also schon Herbst und der Sommer ist vorbei, oder sind den Marienkäfern einfach die Blattläuse ausgegangen?

In Spiegel Online findet man übrigens unter dem Titel ‘Norddeutschland erlebt Marienkäfer-Invasion’ einen interessanten Artikel, der viel Wissen über die Lebensweise der Marienkäfer enthält.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Bald gibt es wieder Äpfel aus dem eigenen Garten (und wir machen Kuchen daraus)

Bald ist es so weit und wir können die ersten eigenen Äpfel der Saison ernten. Äpfel © H. BruneBeim Nachbarn fallen bereits die Klaräpfel vom Baum und bei uns ist wie immer der über das Café ragende Baum als Erster reif. Wenn es so weiter geht sind wir in diesem Jahr vermutlich etwas früher dran, als es in 2008 der Fall war.

Im Café verleihen die verschiedenen Apfelsorten in dieser Zeit dann unseren diversen Apfelkuchen und –torten ein ganz individuelles Aroma.

Übrigens: Wenn man bei Google nach Apfelkuchen sucht bekommt man ca. 750.000 Treffer. Für Birnenkuchen hingegen nur ca. 20.000. Selbst wenn man noch die 8.500 Treffer für Birnentorte hinzu rechnet dürfte klar sein, wer hier das Rennen macht:)

Montag, 27. Juli 2009

5 Minuten am Distelacker – und schon einen alten Freund wiedergefunden

In der Kuhweide am Hof wachsen in diesem Jahr besonders viele Nickende Disteln (Carduus nutans), da wir die Wiese Schmetterlinge an Disteln © H. Brunenoch nicht ausgemäht (oder wie die Fachfrau sagt: geschlegelt) haben.

Die bis zu 5cm großen Blüten ziehen nun enorme Mengen, vor allem aber eine beeindruckende Vielfalt von Insekten an, darunter viele unterschiedliche Schmetterlingsarten.

Die nebenstehende Kollage ist das Ergebnis eines nur wenige Minuten langen Fotoshootings. Klicken Sie auf das Bild um es in einer vergrößerten Form zu sehen. Sie können dann Gamma-Eulen, Tagpfauenaugen, Distelfalter und Kohlweißlinge sehen sowie Hummeln und Marienkäfer.

Besonders gefreut haben wir uns aber über den sehr zerfledderten Kleinen Fuchs, der in der Mitte zu sehen ist. Diesen Schmetterling hatten wir schon lange vermisst. Vielleicht sehen wir ihn jetzt wieder häufiger?