Freitag, 5. März 2010

Wir machen uns Sorgen um unsere Krokusspirale

Noch etwas mehr als eine Woche bleibt bis zum unserem Garten in Blau. Eigentlich müssten sich allmählich die Krokusse zeigen, die die große Spirale rund um das zentrale Bett des Ginkgobaums bilden.Krokus mit Katze © H. Brune

Bisher sind aber nur ganz vereinzelt die blauen Spitzen und die harten Blätter zwischen den Grashalmen zu sehen. Hoffentlich liegt es nur daran, dass bis vor kurzem noch Schnee lag. Nicht dass die Wühlmäuse oder sonst etwas sie aufgefressen haben. Wir werden in unserem Blog den weiteren Fortschritt dokumentieren….

Donnerstag, 4. März 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Frühlingserwachen

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die gerade angefangene Jahreszeit:

Wer hätte das gedacht.

Vor einer Woche noch Schnee und Eis. Jetzt Vogelgezwitscher und Blütenfülle.

E. Brune © H. BruneJa, die Schneeglöckchen, sie sind da.

Auch die Besucher, trotz Verschiebung des offiziellen Termins, trotz Sturmböen und Regenschauern.

Mein Garten ist wieder zum Leben erwacht.

Wie traurig sah er aus, nach dem Wegschmelzen des Schnees. Wie erstarrt, wie tot.

Nun atmet er wieder.Sein Herz schlägt wieder.

Auch ich atme auf, mit ihm.

Herr Ekkehard BROERMANN hat seine wunderschönen Skulpturen inzwischen aufgebaut und es lohnt sich zu kommen. Lohnt sich zu betrachten, zu kaufen.

Am Teichrand, gegenüber dem Parkplatz, auf der Frühlingswiese, zeigen die Minialpenveilchen ihre kleinen frühen Blüten, in kräftigen Pink.

Vorsicht, bitte, beim Betreten des Rasens, überall sollen noch Frühlingsblumen kommen.

Auch eine Christrose, die Helleborus niger, weisblühend. niger – schwarz - wegen ihrer schwarzen Wurzeln.

An der Terrasse, im Abendgarten, beginnen einige Lenzrosen, so titulierte, farbige Christrosen, zu blühen.

Durch den andauernden Regen der letzten Tage, ist der Rasen stark aufgeweicht.

Das viele Herumlaufen auf ihm, für die Pflegearbeiten, tat ihm nicht gut.

An einer besonders strapazierten Stelle haben wir deshalb für Sie den grünen Teppich ausgerollt.

Nicht den roten, wie auf der Berlinale, aber immerhin.

Also es ist alles zu ihrem Empfang bereit.

Frühlingsblumen

brechen hervor

mit gewaltiger Kraft

aus dunkler kalter Erde

explodierend in Farbe

bringen Hoffnung

Auferstehung

Dienstag, 2. März 2010

Die Ekkehard-Broermann-Ausstellung in unserem Garten

Seit dem vergangenen Wochenende können Sie in unserem Garten die phantastischen Skulpturen von Ekkehard Broermann sehen:

Ekkehard BroermannEkkehard Broermann Ekkehard Broermann Ekkehard Broermann Ekkehard Broermann

Die Skulpturen sind noch mindestens bis zu unserem ‘Garten in Blau’ am 14. März 2010 bei uns zu sehen und auch zu erwerben. Ihr Wetterfestigkeit haben sie übrigens bereits beim Besuch von Orkantief ‘Xynthia’ bewiesen:)

Weitere Informationen zu dem Ostbeverner Künstler finden Sie auf der KUWECA Seite.

Sonntag, 28. Februar 2010

Sturm im Garten

Warum passt die Wettervorhersage eigentlich immer dann, wenn schlechtes Wetter angekündigt ist?Kirschlorbeer im Sturm © H. Brune Heute Nachmittag setzte jedenfalls pünktlich der angekündigte Sturm ‘Xynthia’ mit heftigen Böen und Regenschauern ein. 

Zur Sicherheit mussten wir einige der erst vor zwei Tagen aufgestellten Broermann Skulpturen wieder abbauen. Es wäre unverzeihlich, wenn diese wunderbaren Werke beim ersten Frühlingssturm gleich durch herabfallende Äste zerdeppert würden.

Aber trotz der Sorge um die Kunstwerke und den Garten generell ist so ein Unwetter auch immer eine Im Wind schwingende Schaukeln © H. BruneGelegenheit zum Sammeln ungewöhnlicher Eindrücke und zum Knipsen  merkwürdiger – im Sinn von ‘des Merkens würdiger’ – Fotografien.

So konnte man während der Böen den Schaukeln auf unserem kleinen Caféspielplatz beim einsamen Schwingen zusehen, manchmal schwangen sie höher als es die meisten Kinder wagen würden.

Besonders gezaust werden die Büsche und Bäume, die im Winter ihre Blätter nicht verlieren. Bei uns sind dies zum Beispiel die Kirschlorbeeren und in gewissen Sinne auch die Hortensien, die immer noch umfangreiche Reste ihrer Blütenstände tragen.Das Schild auf der Terrasse © H. Brune

In das normalen Rauschen der Bäume mischte sich dann auch noch ein manchmal heftiges Knattern, das bis ins Café zu hören war und wir zunächst nicht zuordnen konnten.

Schließlich wurde klar, woher das Geräusch kam: Wir hatten an den Eingang der Terrasse ein laminiertes Hinweisschild für die Schneeglöckchentage an die Metallraben gehängt. Das Terrassentor wirkte offenbar wie ein Windkanal und lies so das Schild heftig schlagen und knattern. Trotz des nach normalen Maßstäben miesen Wetters war es daher ein interessanter Tag.

Samstag, 27. Februar 2010

Die Sonne scheint, die Broermann Ausstellung steht und: Die Schneeglöckchen blühen!

Vor einer Woche hatten wir angesichts des vielen Schnees und der angekündigten fortdauernden Kälte nicht mehr daran geglaubt, dass wir an diesem Wochenende die Schneeglöckchentage sinnvoll veranstalten könnten. Daher auch unser damaliger Entschluss zur Verschiebung.Schneeglöckchen © H. Brune

Nachdem aber in den vergangenen Tagen der Schnee fast komplett geschmolzen und der Boden aufgetaut ist haben die Schneeglöckchen einen Schnellstart hingelegt und plötzlich sind überall im Garten die kleinen weißen Blüten zu sehen. Wenn Sie sich also schon auf einen Besuch bei uns an diesem Wochenende eingestellt haben, so gibt es tatsächlich einiges zu sehen.

Dies gilt insbesondere auch weil seit gestern die Ausstellung der phantastischen Keramiken Ekkehard Broermanns Skulptur Ekkehard Broermanns © H. Brunein unserem Garten installiert ist. Seine Skulpturen von Menschen, Tieren, Pflanzen und Fabelwesen  verleihen unserem Garten jetzt einen ganz anderen Ausdruck als zuvor. Die Ausstellung wird noch bis zum Garten in Blau bei uns zu sehen sein.

Und wenn dann noch wie heute morgen die Sonne scheint stellt sich zumindest für kurze Zeit schon ein echtes Frühlingsgefühl ein.

Freitag, 26. Februar 2010

Elisabeths Geschichten: Im Garten

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die Irrungen und Wirrungen um unseren Schneeglöckchentag:

Der Winter lässt den Garten einfach nicht aus seinen Klauen.

Ich verschiebe die Schneeglöckchentage ein zweites Mal.

Die Sonne leckt wohl hier und da am Eis, aber das reicht nicht.E. Brune © H. Brune

Trotz Schnee und Eis hält es mich nicht mehr im Haus.Ich ziehe meine festen Gartenstiefel an, eine warme Jacke, einen dicken Schal und ebensolche Gartenhandschuhe.

Zuvor hatte ich mich mit Tasse Kaffee und einem extra breiten Stück "Kalter Schnauze", einem Butterkeks-Schokoladenkuchen gestärkt. Schokolade tut in diesen trüben Tagen der Seele gut.

Neulich las ich den netten Spruch: "Süßes macht nicht dick, Süßes formt."

Wir wollen uns lieber nicht darauf verlassen, dass es an den richtigen Stellen formt.

Zurück in den Garten. Auf der großen Rasenfläche lag der Schnee noch 10 cm hoch, mindestens, am letzten Sonntag.

Im Wäldchen ist er bereits verschwunden, unter den dicken Bäumen.

Holundersträucher zeigen an geschützten Stellen bereits grüne Blätter. Leider habe ich sie zurückgeschnitten, so kann ich den Beweis nicht antreten. Ebenso das Geißblatt, es ist sowieso eines der 1. Gewächse das seine Blättchen der rauen Luft aussetzt.

Die Pflanzen wollen ihn also, den Frühling, aber die Nachtfröste halten den Frost im Boden und so kommen sie nicht recht weiter.

Die Schneeglöckchen zeigen inzwischen ihre weißen Knospen, sie sind ja Optimisten.

Läuten aber, läuten tun sie noch nicht.

Weil ich ihnen aber die die optimale Blütenfülle zeigen will, habe ich mir überlegt, dieses Mal.

Schneeglöckchentage und "Garten in Blau", an einem Tag zu veranstalten und zwar am 14. März.Schneeglöckchen © H. Brune

Da ich aber überall meine Flyer verteilt habe, mit dem Termin 27. u. 28. Februar, werde ich auch an diesen Tagen für Sie da sein.

Herr Ekkehard Broermann zeigt seine wirklich sehenswerten, phantastischen Arbeiten: Frostfeste Gartenkeramik.

Bitte honorieren Sie unsere Mühe und das Zittern um die Termine durch Ihren Besuch.

DANKE!!!

Und kommen Sie bitte auch zu dem Vortrag, es gibt Interessantes zu hören.

Bis dann,Elisabeth.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Die Wildgänse ziehen über Borgholzhausen

In den letzten Tagen gab es ein untrügliches Zeichen des Frühlings bei uns: Die Wildgänse zogen über uns hinweg. 

Schon am Sonntag haben wir nur wenige hundert Meter vom Hof entfernt - noch auf einerGraugänse in Borgholzhausen © H. Brune geschlossenen Schneedecke – eine kleine Gruppe von Graugänsen fotografiert. Diese Gruppe machte offenbar eine Rast und lies sich auch nicht von einem Spaziergänger mit Hund vertreiben.

Gestern dann zogen viel größere Gruppen in der für Zugvögel typischen V-Formation vorbei. Und auch wenn man nicht in der Lage ist die verschiedenen Vogelarten an ihren Silhouetten zu unterscheiden, Gänse sind einfach zu erkennen: sie scheinen einfach nicht in der Lage zu sein einmal den Schnabel zu halten, nicht einmal während eines langen Fluges.

Und so dringt das Geschnatter eines vorbeifliegenden Schwarms selbst bei dichter Bewölkung bis zum Boden. Wenn jetzt der Frühling nicht beginnt, dann wissen wir es auch nicht:)

Dienstag, 23. Februar 2010

Nicht nur die Vögel sind hungrig

Der erst jetzt allmählich zu Ende gehende Winter hat offenbar nicht nur die Vögel sehr hungrig gemacht. Jedenfalls mussten wir vor ein paar Tagen entdecken, dass irgendjemand die Zwiebeln unserer Reservekrokusse abgefressen hat. Abgefressene Krokusse © H. Brune Die Reservekrokusse ziehen wir in einer geschützten Ecke des Gartens um für den Garten in Blau im Winter eingegangene Krokusse ersetzen zu können.

Jetzt hat aber jemand die schon ca. einen Zentimeter langen Triebe von vielen Zwiebeln abgenagt. Wir verdächtigen die Kaninchen dieser Übeltat. Schon seit einigen Jahren hatten sie gegenüber dem Hof an der Abzweigung der Hesselteicher Straße ihre Bauten und waren bisher nicht in den Garten gekommen.

Als sie aber im letzten Herbst durch Bauarbeiten von ihrem angestammten Platz vertrieben wurden haben die ‘rübergemacht’ und siedeln seit der Zeit auf dem Hof, nicht weit vom Platz der Hasenglöckchen entfernt. Irgendwie passend, oder?

Die lange geschlossene Schneedecke hat dann offenbar zu einer Ausdehnung der Futtersuche bis in den letzten Ecken unseres Gartens geführt. Wollen wir hoffen, dass mit dem jetzt einsetzenden Tauwetter wieder andere Futterquellen für die kleinen grauen Flitzer verfügbar werden.

Montag, 22. Februar 2010

Die neuen Lampen im Café

Seit zwei Wochen haben wir in unserem Café im Kräutergarten neue Lampen die sich gleich als echter Blickfang erwiesen haben. Fast alle Gäste fragen uns danach und so haben wir Lampe © H. Brune uns entschlossen einen kurzen Text dazu im Blog zu schreiben.

Die Lampen haben wir zuerst an einem kleinen Stand in der Universität Bielefeld gesehen. In der großen Halle unserer lokalen Hochschule gibt es immer mal wieder Stände mit interessanten Angeboten, aber diesen Stand haben wir dort zum ersten Mal gesehen.

Der Trick oder das Besondere an diesen Lampen ist dabei, dass man sie selbst aus völlig identischen Teilen zusammensetzt und dabei zu ganz unterschiedlichen Formen gelangen kann.  Lampenbestandteile © H. Brune Die Idee dazu könnte eigentlich tatsächlich auch an einer Universität entstanden sein, irgendwie erinnert sie an die komplizierten dreidimensionalen Modelle, die in der mathematischen Fakultät in Schaukästen zu sehen sind und die teilweise auch aus lauter Dreiecken, Vierecken oder anderen einfachen geometrischen Figuren zusammengesetzt sind.

Leider konnten wir uns an dem einzigen Tag, an welchem der Stand in der Uni offen hatte, noch nicht zum Kauf entschließen. Zum Glück hatten wir aber einen Flyer und konnten dann einHalbfertige Kugelformlampe © H. Brune paar Tage später über das Internet zwei Lampenbausätze  erstehen. Nach wenigen Tagen traf ein Paket ein, welches zwei Stapel von jeweils 30 identischen, viereckigen Plastikplatten enthielt. Und eine gedruckte ‘Bastelanleitung’, die aber durch Videos auf der Internetseite gut ergänzt wird.

Zuerst versuchten wir uns an einer einfachen Kugelform. Nach zwei Anläufen gelang dann auch der Bau und das Ergebnis war sehr überzeugend. Durch die Rosetten, die sich durch die überlappenden Ecken bilden, Zwei Lampen © H. Bruneentstehen ganz unterschiedliche Helligkeitsverläufe und Schattierungen.  Aus dem zweiten Packen haben wir dann eine kompliziertere Form versucht, die nur 15 Teile braucht.

Auch hier brauchten wir zwei Anläufe, aber am Ende hatten wir zwei weitere Lampen, die jetzt in den Fenstern hängen und noch einmal einen ganz anderen Eindruck erwecken als die Kugellampe, die unter der Decke hängt.

Falls Sie sehen möchten, was sonst noch für Formen möglich sind: Hier der Link zu der Internetseite, auf der wir die Lampen erworben haben: http://www.light-blue.biz/

Sonntag, 21. Februar 2010

Das Wetter spielt einfach nicht mit: Zusammenlegung der Schneeglöckchentage mit dem ‘Garten in Blau’

Schneeglöckchen sind Optimisten – und wir eigentlich auch. Blattdurchbrechendes Schneeglöckchen © H. BruneSo stellte sich bei uns mit dem in dieser Woche einsetzenden Tauwetter wieder die Hoffnung ein, dass wir an unseren bereits einmal verschobenen Schneeglöckchentagen tatsächlich den Garten – wie versprochen – voll tausender kleiner weißer Blüten haben werden.

Und in der Tat sind viele Beete, insbesondere die halb von Bäumen beschatteten, auch schon schneefrei und man sieht an vielen Stellen die blaugrünen Spitzen der Glöckchen, wie sie sich durch Frost, Erdreich und störendes Blattwerk vom Vorjahr bohren.

Aber insgesamt ist der Fortschritt im Garten noch viel zu langsam und die Nachtfröste der letzten Tage, zusammen mit dem für die kommenden Tage angekündigten unerfreulichen Wetter, machen es uns leider unmöglich guten Gewissens unseren Termin am kommenden Wochenende zu halten:

Wettervorhersage Borgholzhausen bei GoogleWir legen daher die Schneeglöckchentage in diesem Jahr zusammen mit unserem anderen Frühlingsgartenevent, dem ‘Garten in Blau’, der am 14. März beginnt.

Der Vortrag zu den Schneeglöckchen findet daher am 14. März statt, um zwar um 15 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 3 Euro. Um Voranmeldung wird gebeten unter der Telefonnummer 05425/304. Auch die Ausstellung der Gartenplastiken von Ekkehard Broermann wird erst zum ‘Garten in Blau’ installiert.

Natürlich können Sie uns gerne am ursprünglich geplanten Termin, dem Wochenende des 27./28. Februar, besuchen. Der Garten ist wie immer zu den Öffnungszeiten des Cafés für Besucher offen. Allerdings werden wohl bei weitem nicht so viele Schneeglöckchen zu sehen sein, wie eigentlich sollten.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Schneeglöckchentage II

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog über ihren Garten. Diese Mal geht es um den Winter, der in diesem Jahr sehr lang, für manche viel zu lang, ist:

So allmählich verlängern sich die Tage wieder.

“Wenn sich die Tage längen, fängt der Winter an zu stengen”, sagt eine alte Bauernregel.

So ist es in der Tat.E. Brune © H. Brune

Es ist recht kalt gewesen im Januar, auch in der ersten Februarhälfte noch. Diese Temperaturen waren wir seit Jahren nicht mehr gewohnt.

Zum Glück lag eine ordentliche Packung Schnee auf den Pflanzen und wärmte sie.

Im Garten unter dem Schnee tat sich etwas.

Einmal, für ein paar Tage, schmolz er weg der Schnee und siehe da, an allen Ecken spitzte etwas aus der Erde.

Die Schneeglöckchen waren es, die lang erwarteten.

Blüten ließen sich noch nicht sehen, doch die lanzettförmigen, blaugrünen Blätter stehen schon da, dicht an dicht stehen sie.

Während ich den Frühling herbeisehnte, kamen neue Wolken die Schnee brachten und alle Frühlingshoffnung zunichte machten.

Starker Frost und Sonnenschein zauberten daraus zwar ein Winterparadies, doch ich wollte nicht mehr. So langsam ist man das Schneeschüppen leid, wirklich leid.

Trotzdem, es ist höchste Zeit, die Schneeglöckchentage vorzubereiten, die seit einigen Jahren in unserm Garten stattfinden.

Am 27. u. 28. Februar sollen sie in diesem Jahr seien.

Unser Garten hat den idealen Schneeglöckchen im Schnee H. Brune Schneeglöckchenboden, durchlässig und kalkhaltig. Sie wachsen in großen Mengen bei uns und vermehren sich weiter.

Schneeglöckchen habe ich schon als Kind geliebt, sie haben so etwas Fröhliches an sich. Verkündet ihr Erscheinen doch das Nahen des Frühlings, das baldige Ende des Winters, Hoffnung auf eine wärmere Jahreszeit.

Zu meinen frühen Kindheitserinnerungen gehört, das mit noch ungelenken Fingern gepflückte Schneeglöckchensträußchen, das meinem Großvater zu seinem Geburtstag, am 14. Februar, auf den Tisch gestellt wurde.

Mein Großvater liebte Blumen und schätzte auch dieses bescheidene Sträußchen, obwohl es neben den üppigen Sträußen anderer Gratulanten fast unterging.

Er wusste mit wie viel Liebe es gepflückt worden war.

Weitere Informationen zu unseren kommenden Schneeglöckchentagen finden Sie auf dieser Seite.

Montag, 15. Februar 2010

Die Vögel hinterlassen Trampelpfade im Schnee

Gestern morgen lag wieder eine frische Schneedecke in unserem Garten und dabei konnten wir eine erstaunliche Beobachtung machen: Die kleinen Singvögel hinterlassen deutliche Spuren im Schnee, ja sie machen geradezu Trampelpfade!Trampelpfade der Singvogel im Schnee © H. Brune

Besonders deutlich wurde dies rund um unseren ‘Affenbaum’ mitten auf der Caféterrasse. An der dort wachsenden Ramblerrose haben wir jetzt etliche Meisenknödel für die hungernde Vogelwelt aufgehängt. Die Meisen picken energisch daran herum und lassen viele Fütterstückchen fallen. Darauf warten all die Vögel, die selbst nicht in der Lage sind sich an den Knödeln festzuhalten. Bei uns sind das vor allem die Buchfinken:

Zusammen mit den Meisen sind sie immer anwesend, sitzen auf den etwas tieferen Ästen um schnell zu Boden in den Schnee gleiten zu können. Buchfink im Schnee © H. Brune Dort kreisen sie immer rund um den Baum und sinken dabei tief in die weichen Flocken.

So entstanden dann offenbar die vielen Spuren und Pfade im Schnee, die man auf den ersten Blick wohl eher deutlich größeren Tieren zutrauen würde.

Samstag, 13. Februar 2010

Elisabeths Gartengeschichten: Schneeglöckchentage

Jede Woche erzählt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten. In dieser Woche geht es um die kommenden Schneeglöckchentage:

Die Schneeglöckchentage sind auch in diesem Jahr wieder geplant in unserem Garten. Am 27. und. 28. Februar 2010 sollen sie stattfinden. Selbstverständlich muss auch geworden werden für dieses Ereignis.E. Brune © H. Brune

So machte ich mich auf den Weg, mit meinen auf frühlingsgrünem Papier gestalteten Flyern. In verschiedenen Geschäften, die ich dafür geeignet hielt, bat ich darum, diese auslegen zu dürfen. Dieser Bitte wurde fast immer entsprochen.

Manches interessante Gespräch ergab sich so nebenbei. Als Dankeschön für das Entgegenkommen kauft ich immer eine Kleinigkeit ein. So kam ich zu Dingen, die ich schon immer einmal haben wollte.

Auf die Suche danach hatte ich mich bis dahin noch nicht begeben.

Ein ganz besonderes Erlebnis kam ebenfalls dabei heraus. In dem letzten Floristikgeschäft, das ich aufsuchte, wusste ich nicht mehr so recht, was ich nehmen sollte. Alles was ich jetzt noch kaufen würde, war zum Überfluss. Da fiel mein Blick auf einen wunderschön gebundenen Frühlingsstrauß.

Er bestand auf gelben Freesien, gelben Rosen und einem Kranz von ganz dunklem Grün. Das dunkle Grün brachte das helle Gelb zum Strahlen. Dieser Strauß leuchtet so fröhlich in den grauen, schneegrieseligen Tag, dass ich ihn einfach nehmen musste. Dann fiel mir ein, Cornelia hat doch in wenigen Tagen Geburtstag, da bekommt sie ihn einfach vorher, denn auch Cornelia ist eine große Blumenfreundin.

Und was stellte sich heraus, als ich zu Hause an kam? Rolf, Cornelias Mann, der seit Tagen mit einer schweren Erkältung kämpfte, nicht im Traum daran dachte sich zu schonen, hatte sich inzwischen eine beginnende Lungenentzündung zugezogen.

Da kam der Mutmacherstrauß doch gerade recht.

Freitag, 12. Februar 2010

Der Pickert wartet schon

Der lange und frostige Winter hat etwas sehr Gutes: er verlängert die Pickertsaison. Zwar gibt es bei uns im Café das ganze Jahr über den hausgemachten westfälischen Kastenpickert. Aber richtig schmecken lassen kann man ihn sich erst sobald es draußen kalt geworden ist.Westfälischer Kastenpickert © H. Brune

Bei uns auf dem Hof war und ist der Pickert daher das typische Gericht, welches zum Kaffeetrinken am Nachmittag in der kalten Jahreszeit gegessen wird:

Wenn man von der Arbeit auf dem Hof eine kurze Auszeit nimmt um sich vor der abendlichen Werke in den Ställen noch einmal zu stärken ist der Pickert eine Speise, die sich schnell zubereiten lässt und mit Rübensirup, Marmelade, Leberwurst oder auch nur mit Butter und Salz gereicht eine leckere und wärmende Mahlzeit bietet.

Bei uns im Café können Sie wie gesagt jederzeit Pickert essen. Für Gruppen bieten wir nach Vereinbarung auch weitere Pickertsorten an. Sprechen Sie uns an, bevor es zu warm wird für diese westfälische Spezialität:)

Mittwoch, 10. Februar 2010

Die Blaumeisen sehen so mager aus

Wir haben am vorvergangenen Wochenende rund um das Café Meisenknödel aufgehängt, damit wir und unsere Gäste auch etwas zum Gucken haben. Und die Vögel haben es auch weiterhin nötig etwas gepäppelt zu werden. Dementsprechend wurden die Knödel auch gut angenommen, allerdings konnte wir sehr große Unterschiede darin beobachten, wie schnell welche Knödel verputzt wurden:Blaumeise am Meisenknödel © H. Brune

Am schnellsten ging es an den Futterstellen in den Ramblerrosen, sowohl auf der Caféterrasse (‘Tisch 8’, wo das Bild der Kohlmeise aufgenommen wurde) wie auch am Teich (siehe dazu das Bild der Schwarzdrossel). Die Meisen, und auch andere kleine Vögel wie die Buchfinken, fühlen sich hier sicher, da sie zwischen den langen dünnen Ästen eine gute Übersicht haben, vor Angriffen von Katzen und Greifvögeln recht sicher sind, aber trotzdem gute Fluchtmöglichkeiten zur Verfügung haben.

An den Meisenknödeln kann man auch sehr gut die Größenunterschiede bei den Meisenarten erkennen: Die Kohlmeisen sind deutlich größer als die Blaumeisen und setzen sich im Zweifelsfall durch. Uns kamen die Blaumeisen dann auch noch ganz besonders mager vor, vor allem, wenn sie mit dem Köpfchen nach hinten ausholen um zu sichern oder um mit Schwung einen Brocken Futter los zu schlagen.

Da allerdings noch lange nicht alle Knödel verzehrt sind und eigentlich immer für alle Meisen eine Ausweichmöglichkeit auf einen anderen Futterplatz besteht hat es wohl keinen Sinn, noch mehr Knödel aufzuhängen.

Übrigens scheinen auch die Buchfinken indirekt von den Meisenknödeln zu profitieren, obwohl sie nicht in der Lage sind sich an ihnen festzuhalten: meist hüpfen ein oder zwei Finken unter den Knödeln im Schnee umher, so lange die Meisen dabei sind sich zu laben. Offenbar fallen immer einzelne Stückchen herunter, die dann vom ‘Fußvolk’ verzehrt werden.

Dienstag, 9. Februar 2010

Was mag das sein?

Beim Fotografieren im schneebedeckten Garten (unsere Twittermeldung vom letzten Freitag war sehr voreilig) können einem nun, nachdem der wochenlange Frost die verbliebenen Pflanzen gegerbt und geradezu abstrahiert hat, ungewöhnliche und fremd wirkende Motive vor die Linse geraten.Trockene Fruchtstände im Winter © H. Brune

Dieses Bild haben wir im Beet direkt an der Café Terrasse aufgenommen. Falls Sie im Sommer bei uns zu Gast waren, so versuchen Sie doch einmal zu erraten, welche der zahlreichen dort blühenden Pflanzen hier gezeigt wird…….

Genug geraten? In der Tat handelt es sich hier um die Fruchtstände der Fetthenne, die wir blühend bereits zwei Mal im Blog gezeigt hatten, nämlich 2008 und 2009 mit Schmetterlingen.

Wenn man genau hinsieht (klicken Sie das Bild an, um es zu vergrößern), kann man auch im trockenen Zustand noch die vielen Einzelblüten erkennen, die die Fetthenne unter den Blumen in unserem Garten recht einzigartig machen.

Montag, 8. Februar 2010

Es blüht schon etwas im Garten!

Am Wochenende haben wir die ersten neuen Blüten im Garten entdeckt: Wie in jedem Jahr ist es das Lungenkraut, welches schon mitten im Winter und im Schnee die ersten knittrigen Blüten zeigt.Lungenkraut Anfang Februar © H. Brune

Im letzten Jahr hatten wir erst Anfang April über das Lungenkraut in unserem Blog geschrieben. Und in der Tat ist die Hauptblütezeit des Lungenkrauts noch etwas entfernt.

Trotzdem sind sie ein willkommenes Zeichen für das unaufhaltsam näher kommende Ende des Winters, diese frischen Blüten.

Sonntag, 7. Februar 2010

Welche Fortschritte machen die Schneeglöckchen

Das Tauwetter der letzten Tage hat die Schneedecke im Garten zwar noch nicht komplett abgeschmolzen, aber an einigen Stellen schon sehr dünn werden lassen. Schneeglöckchen im Schnee © H. Brune Die Schneeglöckchen haben die Plustemperaturen sofort für einen ersten kleinen Wachstumsschub genutzt.

Wie man sieht sind zwischen den Blattspitzen schon Triebe mit weißen Stellen zu erkennen. Aus diesen werden sich später die Blüten entwickeln. Trotzdem war es richtig, dass wir unsere Schneeglöckchentage 2010 um zwei Wochen verschoben haben:

Selbst wenn die Temperaturen jetzt nicht schon wieder tief unter den Gefrierpunkte gefallen wären (im Moment sind wir bereits bei –4 Grad angekommen), wo sie nach der Wettervorhersage auch die kommenden Tage bleiben sollen, wären bis zum kommenden Wochenende die Schneeglöckchen noch nicht in wirklich großer Zahl erblüht.

Allerdings zeigen die Fortschritte, die die Schneeglöckchen in den vergangenen Tagen gemacht haben, dass es mit ein wenig wärmeren Temperaturen dann plötzlich ganz schnell gehen kann. Wir sind daher zuversichtlich, dass es an unserem neuen Termin wirklich etwas im Garten zu sehen gibt. In unserem Blog werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Samstag, 6. Februar 2010

Elisabeths Geschichten: Der Igel Herkules

Jede Woche schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine Geschichte aus ihrem Garten:

Zur Zeit hält er Winterschlaf der Igel Herkules, der in unserem Garten wohnt. Er heißt Herkules, weil er so groß und stark geworden ist in diesem Sommer und Herbst.E. Brune © H. Brune

Warum ist er so groß und stark? Weil es es gut hat in unserem Garten.

Hinten zwischen den Birken liegt ein Reisighaufen. Er wird  im Laufe des Jahes immer höher und darunter hat der Igel seine Wohnung. Sie ist schön warm und unzugänglich für seine Feinde. Seine Feinde, das sind Hunde und Füchse.

Unsere Hunde verbellen ihn höchstens, wenn sie ihn sehen und stechen sich ihre Nasen blutig an seinen Stacheln. Da der Igel ein nachtaktives Tier ist kreuzen sich ihre Wege kaum.

Füchse, die ihm vielleicht etwas antun könnten, in dem sie ihn auf den Rücken rollen und somit in seine ungeschützte Bauchseite kommen, gibt es in unserem Garten nicht.

Im Herbst konnte sich der Igel richtig dick und satt fressen an den vielen Früchten in unserer Streuobstwiese. Da gab es Mirabellen, Pflaumen, Äpfel, Birnen und Quitten in Hülle und Fülle. So konnte er leicht das nötige Gewicht erreichen um den Winter unbeschadet durchschlafen zu können.

Igel mit zu geringem Gewicht überleben den Winter nicht. Auf Igelauffangstationen päppelt man sie auf. Unser Igel läuft weite Wege um an Futter zu kommen, das ihm besonders gut schmeckt. So besucht er die Terrasse in unserem Abendgarten, wo immer ein Schälchen mit Futter für die zornige rote Katze wartet. Am späten Abend, dann wenn es bereits dunkelt, kommt der Igel und nascht.

Halten wir uns dann auch noch dort auf, grunzt er laut und ärgerlich, lässt sich aber von seinem Vorhaben nicht abbringen. Lieber nimmt er einen Umweg in Kauf. Leider zog die Futterquelle nicht nur den willkommenen Igel an, sondern auch unwillkommene Schädlinge.Zorro ärgert sich über einen Igel © H. Brune

So bekommt die Katze am Morgen ihr Schälchen Milch, das schnell leergeschlabbert ist und wird ansonsten von Cornelia im Stall versorgt und dann gibt es ja noch Mäuse im Garten.

Als Kind sah ich zum ersten Mal einen Igel in der elterlichen Scheune. Der Herbstwind hatte in einer Ecke ein Häuflein Blätter zusammengeweht. Das schien dem Igel als Winterquartier gerade recht zu sein. Mein Vater entdeckte ihn, als er die Blätter wegfegen wollte.

Schnell rief er uns Kinder herbei. Psst, den Zeigefinger auf dem Mund gelegt, mahnt der Vater zum Leise sein. Vorsichtig, auf Zehenspitzen, kamen wir näher. Wir wollten das Igelchen ja nicht wecken. Staunend sahen wir eine braune, geheimnisvolle Stachelkugel, die sich kaum von der Farbe des Herbstlaubes unterschied. Die hellen Spitzen der Stacheln machten die Igel kenntlich.

Mein Vater deckte wieder sorgsam Laub über ihn und schickte uns weg. Eines Tages im Frühjahr war der Igel verschwunden, er ging seiner Arbeit nach, der Schneckenjagd.

Hinweise und Links zum Umgang mit schwachen Igeln finden Sie z. B. auf dieser Seite des Kreises Gütersloh. Der Igel wurde in 2009 auch zum ‘Wildtier des Jahres’ erklärt. Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des NABU.

Montag, 1. Februar 2010

Ungewöhnlicher Vogelbesuch am Hof

Am Wochenende tauchte in der Wiese am Garten, in der wir gestern die im Schnee tobenden Pferde gezeigt hatten, ungewöhnlicher Besuch auf: Eine ganze Kette von Rebhühnern!

Zwar gibt es im Umkreis von ca. 1.000 Meter um unseren Hof  mindestens zwei Rebhuhnpaare, Rebhühner im Schnee © H. Brunedie in den letzten Jahren immer wieder Jungvögel hochgebracht haben.

Normalerweise sieht man sie aber nie so nahe an Häusern, sondern eher auf abgelegenen Feldwegen oder im Herbst mitten auf den Äckern. Auch dort sind sie aber eigentlich nur zu bemerken, wenn sie von irgendetwas aufgeschreckt wurden und als komplette Kette unglaublich synchron in den Himmel aufsteigen.

Um so überraschter waren wir, als uns am Sonntag die zwölf aufgeplusterten Vögel in Schnee und Sonnenschein vor die Kamera liefen. Übrigens kann man Rebhühner auch auf große Entfernung recht sicher von Fasanen unterscheiden, Rebhühner im Schnee © H. Brune weil man eigentlich nie so viele Fasane in einer Gruppe zu sehen bekommt. Auch sind die Rebhühner kleiner, irgendwie rundlicher und das Gefieder etwas rötlicher.

Dem Rebhuhn ist in der Wikipedia ein recht langer Artikel gewidmet. Leider ist seine Verbreitung in den letzten Jahrzehnten in Deutschland, aber auch in weiten Teilen Europas, sehr zurück gegangen. Eine wesentliche Ursache sind offenbar die starken Veränderungen, die es in der Landwirtschaft gegeben hat: Immer größere Flächen verringern die Anzahl der Feldwege, Hecken und Ackerränder, die der bevorzugte Lebensraum des Rebhuhns sind.