Sonntag, 23. August 2009

Einmal im Jahr besucht uns der Eichkater

Gestern war es wieder so weit: ein Eichhörnchen turnte durch die Lärchenbäume am Teich, Eichhörnchen © H. Bruneoffenbar auf der Suche nach reifen Früchten.  Leider halten sich die Kletterkünstler nicht lange bei uns auf, dafür haben wir dann doch wohl zu wenige Bäume rund um unseren Hof, auch wenn darunter ein Walnussbaum, mehrere Haselnusssträucher und einige Nadelbäume mit Zapfen sind.

Trotzdem können wir zuverlässig wenigstens einmal im Jahr einzelne Eichhörnchen beobachten, die vermutlich ‘auf der Durchreise’ sind und dabei unseren Hof mit seiner kleinen Waldinsel als Zwischenstation nehmen.Eichhörnchen © H. Brune

Zorro ist dann immer gleich sehr aufgeregt, sobald er die Fährte wittert und kann sich sehr ärgern,  wenn er tatsächlich einmal das Eichhörnchen weit außerhalb seiner Reichweite in den Ästen sieht. Bei Bäumen mit tiefen Ästen scheint er ernsthaft zu überlegen, ob er nicht auch einen Aufstiegsversuch wagen sollte. Besser nicht!

Die hier gezeigte kleine Bildserie konnten wir gestern Eichhörnchen © H. Brune aufnehmen, weil uns ein Kollege zufällig sein starkes Zoomobjektiv geliehen hatte. Ohne entsprechende Ausstattung wäre die Entfernung bis zu dem Spitzen unserer ca. 25 Jahre alten Lärchen doch zu groß gewesen.

Die Bilder zeigen, wie unser Besucher eine Lücke zwischen den Bäumen überwindet: erst sucht das Eichhörnchen einen relativ frei liegenden Ast und zeigt dabei sein weißes Bauchfell. Eichhörnchen © H. Brune Dann es geht es in Sprungposition, wobei es seinen buschigen Schwarz zum Ausbalancieren nutzt und schließlich folgt der Sprung, den die Kamera fast nicht mehr erwischt hätte. Klicken Sie auf die Bilder, um sie in groß zu sehen.

In der Wikipedia finden sich übrigens noch weitere schöne Bilder von Eichhörnchen und viel Lesenswertes zur Lebensweise.

Samstag, 22. August 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Der Sommerflieder am Fenster

Dies ist der zweite Beitrag in unserer neuen Reihe, in der Elisabeth Brune in unserem Blog Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

Ich sitze im Wohnzimmer auf meinem kleinen Sofa und sehe durch das große Fenster in den Garten.

E. Brune © H. BruneDicht vor fast allen Fenstern habe ich hohe Sträucher gepflanzt, und es ranken sich Efeu und wilder Wein heran, so dass man beim Hinausschauen das Gefühl hat mitten im Garten zu sitzen.

Vielleicht in Erinnerung an meine Kindheit. Dort stand ein großer Pfundsbirnenbaum vor meinem Fenster und im Traum hörte ich die schweren gelben Birnen ins Gras plumpsen.

In meinem Garten nun sehe ich in die lichten Zweige des Schmetterlingsstrauches. Seine fliederfarbenen Blütenrispen locken unzählige Schmetterlinge aller Arten an.

Oben auf den Blüten sitzen die Falter und saugen den Nektar. Unter den Blüten hängen die Hummeln, oft ganz besonders dicke, und arbeiten sich langsam hoch, bis unter die Flügel der Schmetterlinge. Diese weichen ärgerlich aus, lassen sich aber nicht vertreiben. Und ich erlebe die Fülle der Natur.

In unseren Blog finden Sie mehrere Beiträge mit Bildern der Sommerflieder in unserem Garten: Sommerflieder und Kaisermantel, Der weiße Sommerflieder, Tagpfauenaugen

Der Oldendorfer Bauernladen unterwegs: 24. Gimbter Kleinkunstmarkt

Heute und morgen finden treffen Sie den Oldendorfer Bauernladen auf dem Gimbter Kleinkunstmarkt. Hier sind wir mit über 100 weiteren Ausstellern zu sehen.

Gimbte ist ein Ortsteil von Greven im Münsterland. Informationen zu Programm und Öffnungszeiten des Marktes finden Sie auf dieser Seite.

Freitag, 21. August 2009

Buchempfehlung für Rosenfreunde: Gerda Nissens ‘Alte Rosen’

Neu in unserem Oldendorfer Bauernladen: Das Buch Alte Rosen von Gerda Nissen. Buch 'Alte Rosen' Es bietet zunächst eine kompakte Einführung in die Geschichte der europäischen Rosen, sein besonderer Schwerpunkt ist es aber (bei dem Titel naheliegend:) einen wunderbaren Überblick über die sogenannten alten Rosen zu geben. Mit dem Thema der Alten Rosen hatten wir uns im Blog schon einmal bei der Beschreibung der Cantaloop Rose befaßt, kurz gesagt handelt es sich hier um Sorten, die schon vor dem Jahre 1867 kultiviert wurden.

Die 1999 verstorbene Gerda Nissen, der z. B. auf der Webseite des Museums Albersdorf eine kurze Beschreibung gewidmet ist, hatte es zu Ihrer Aufgabe gemacht im Norden von Deutschland, insbesondere in der Umgebung von Dithmarschen, nach alten Rosen zu suchen, die vergessen in halb verwilderter Gärten und auf stillen Friedhöfen wuchsen.

In ihrem Buch beschreibt sie die ‘Beute’ ihrer Streifzüge, die heute im Garten des Museums Mehldorf wachsen. Gerda Nissens Buch vereint viel interessantes Wissen über Rosen mit der überall spürbaren Begeisterung der Autorin für ihr Thema.

Donnerstag, 20. August 2009

Hundstage

Die Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August wird gemeinhin als die Zeit der Hundstage bezeichnet.Zorro © H. Brune Als Kinder hatten wir uns das immer damit erklärt, dass die Hofhunde in der Sommerhitze ganz besonders litten und meist nur in einer kühlen Ecke liegen wollten.

Auch Zorro ist trotz seines kurzen Fells an Tagen mit 30° Celsius und mehr nicht wirklich zu gebrauchen. Ganz gegen seine sonstige Abneigung geht er dann sogar manchmal in der Teich (natürlich nur bis zum Bauch).

Dabei haben die Hundstage laut der Erklärung, die man in der Wikipedia nachlesen kann, überhaupt nichts mit irdischen Hunden zu tun. Es geht vielmehr um einen Himmelhund, nämlich das Sternbild Canis Major, den Großen Hund.

Dieses Sternbild braucht von seinem ersten Erscheinen bis zur vollständigen Sichtbarkeit am Himmel einen Monat. Interessanterweise kommt der Zeitraum zwischen Ende Juli und Ende August noch aus antiken Kalendern. Nach unseren heutigen Kalendern beginnt der Aufgang des Großen Hunds erst Ende August, wenn die Hundstage bereits lange vorbei sind.

Von daher ist für uns unsere Deutung aus Kindheitstagen doch wieder näher liegend. Vor allem, wenn sich Zorro in irgendeinen kühlen Winkel verdrückt.

PS: Die Zunge von Zorro ist übrigens wirklich so groß und nicht digital nachbearbeitet oder so:)

Mittwoch, 19. August 2009

Immer gut für eine Mutprobe: Das Springkraut

Entlang des Baches, der an unserem Hof vorbei fließt, wachsen wie auch an vielen anderen feuchten Stellen in unserer Umgebung Exemplare des drüsigen Springkrauts. Drüsiges Springkraut © H. Brune Die Pflanze wird auch indisches Springkraut genannt, da sie erst im 19. Jahrhundert aus dem Kaschmir zunächst nach England, später dann auch auf den europäischen Kontinent, als Gartenzierpflanze eingeführt wurde.

Sie gilt daher bei uns als Einwandererpflanze, die aber enorm erfolgreich und in der Lage ist einheimische Arten zu verdrängen. Insbesondere kommen ihr dabei wohl die häufige Überdüngung unserer Gewässer zu Gute, die ihr erst das rapide Wachstum bis auf mehr als 2 Meter Höhe ermöglicht.

Trotz der ökologischen Bedenken ist diese Pflanze aber durchaus  schön. Ihre gondelartigen Blüten sind groß, farbenprächtig und locken viele Insekten an. Insbesondere Kinder haben auch viel Spaß damit an den reifen Schoten der bei uns ‘Kräutchen-Rühr-Mich-Nicht-An’ genannten Pflanze Mutproben auszuführen: und in der Tat fällt es auch manchem Erwachsenen nicht leicht eine reife Frucht mit den Fingern vorsichtig zu drücken, so dass sie in der Hand ‘explodiert’. Wer das noch nie gemacht hat kann sich auf der Wikipediaseite zum Springkraut einen kleinen Film ansehen. Aber selbst ausprobieren ist natürlich viel spannender!

Montag, 17. August 2009

5 Rosa ‘Ambiente’ ergänzen unsere Moonlight

Das im vergangenen Jahr angelegte Beet mit der wunderbaren Moonlight Rose erschien uns,Rosa Ambiente © H. Brune nachdem die Moonlight nun schon fast 3 Meter Höhe erreicht hat, noch etwas unausgewogen: Zu groß war einfach die Kluft zu den roten Bodendeckerrosen.

Daher haben wir vor einigen Wochen noch 5 Hochstämme der Sorte Rosa ‘Ambiente’ dazu gesetzt und das Beet noch um ein Geringes erweitert. Im nächsten Jahr können wir dann vielleicht ein Bild des Gesamtensembles bloggen.

Die 5 Rosen blühen auch in diesem Jahr schon prächtig, jedoch werden die cremeweißen, in der Mitte leicht gelben Blüten in dieser Saison schnell braun. Sie scheinen z. B. Regen ähnlich schlecht vertragen zu können wie die Eden 85. Diese Bild, mit einer von Regentropfen über und über bedeckten Blüte, kann daher nur während einer kurzen Zeit bewundert werden, bevor die Schönheit zerfällt.

Sonntag, 16. August 2009

Quiche mit…

Heute gibt es in unserem Café mal wieder eine Quiche, also einen Lauchkuchen. Quiche © H. BruneZur Zeit des Federweißens haben wir diese leckere Speise immer mal wieder auf der Tageskarte.

In diesem Fall bieten wir Ihnen aber als Getränk einen Holunderblütensekt an. Das Rezept dazu hatten wir schon früher in unserem Blog veröffentlicht. Nach mehrwöchiger Lagerzeit kann der Sekt aus diesem Jahr jetzt getrunken werden, er ist gerade im Übergang von der sehr süßen Form zum eher herben endgültigen Geschmack. Jedenfalls passt er zur Quiche mindestens so gut wie ein Federweißer.

Dazu gibt es Tomatenscheiben aus unserem eigenen Garten.

Samstag, 15. August 2009

Hachikō – Bei dieser Geschichte werden nicht nur Hundefreunde ganz sentimental

Bald kommt der Film Hachiko: A Dog's Story mit Richard Gere in die deutschen Kinos. In dem Film geht es um einen Professor (Gere), Zorro am Bahnhof © H. Brune der einen Hund (Hachiko) findet und aufnimmt. Schon bald verbindet die beiden eine unzertrennliche Freundschaft. Hachiko begleitet später sein Herrchen jeden Tag zum Bahnhof und holt es abends wieder ab.

Als aber der Professor eines Tags in der Ferne verstirbt kommt der Hund trotzdem eine ganze Dekade lang immer wieder pünktlich zum Bahnhof um zu warten und erregt nach und nach mit seiner unverbrüchlichen Treue immer mehr Aufmerksamkeit. Filmstart soll am 15.10.2009 sein (weitere Informationen zum Film), den englischen Trailer kann man sich aber schon bei YouTube ansehen:

Tipp: Falls das Fenster zu klein ist, einfach in den Film klicken. Er öffnet sich dann in einem neuen Fenster ist komplett sichtbar.

‘Nach einer wahren Geschichte’

Hört sich der Plot des Filmes zunächst so an, als ob er einem besonders kitschigen Drehbuch entsprungen sei, so beruht die Rahmenhandlung auf einer tatsächlichen Begebenheit, die in Japan zwischen 1923 und 1935 geschah:

Dort wurde Akita-Hund Hachikō von seinem Besitzer, dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, 1924 mit nach Tokio genommen. Der Hund holte dort sein Herrchen tagtäglich vom Bahnhof Shibuya ab. Der Professor starb im Mai 1925 und seine Frau zog aus Tokio fort. Der Hund sollte bei Verwandten bleiben, riss aber aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof. Dies setzte der Hund fast 10 Jahre lang fort, bis er am 8. März 1935 starb.

Die Geschichte von Hachikō ist offenbar auch heute noch in Japan sehr bekannt, wo die Treue des Hundes gut zu den klassischen Tugenden des japanischen Rittertums passt. Sogar in der deutschen Wikipedia findet sich ein eigener Artikel zu Hachikō.

Dort kann man auch nachlesen, wie es dem Hund in den 10 Jahren Wartezeit ergangen ist, wie ihn seine Treue allmählich in ganzen Land bekannt machte und warum ihm im Laufe der Jahre gleich zwei Denkmäler gesetzt wurden, von denen eines heute noch steht. Auch gibt es ein Bild. Der Film mit Richard Gere ist übrigens ein Remake eines älteren japanischen Films mit dem Titel Hachikō Monogatari. Auch von diesem findet man bei YouTube eine Kurzfassung:

Und Zorro?

Auch Zorro wartet abends darauf, dass sein Herrchen von der Arbeit kommt. Allerdings ist das Bild oben gestellt und zwar aus drei Gründen:

  1. Zorros Herrchen fährt nur selten mit der Bahn
  2. Bei dem heutigen Verkehr kann man einen Hund wohl nicht mehr ohne Angst einfach laufen lassen
  3. Bei den vielen Kaninchen am Bahnhof würde Zorro alles andere tun, aber nicht ruhig auf die Ankunft des Zuges warten:)

Freitag, 14. August 2009

Wunderbar stachlig: Die Karde

Eigentlich hatten wir diesen Blogbeitrag mit dem Satz beginnen wollen ‘Nach der nickenden Distel und der Bienen-Kugeldistel folgt nun der 3. Teil unserer kleinen Distelreihe….’.Karde mit Kaisermantel © H. Brune Aber dummerweise gehört die wilde Karde, um die es heute gehen soll, gar nicht zu den Disteln, auch wenn sie mindestens so stachelig aussieht und ähnlich attraktiv ist für unsere Schmetterlinge.

Die wilde Karde wächst an unserem Hof in der Pferdeweide und seit diesem Sommer auch im Garten. Die Karden gehören zu einer eigenen Familie, den Kardengewächsen (Dipsacaceae). Zu dieser Familie gehören in einem anderen Gattungsast interessanterweise auch die Witwenblumen.

In ihrer Blüte, bei der sie zwei, sich in entgegengesetzten Richtungen über den Blütenstand bewegende Blütenkränze bildet, zieht die Karde viele Schmetterlinge an. Im Bild sieht man einen Distelfalter, aber auch andere Arten bekunden großes Interesse.

Wegen ihrer ungewöhnlichen Form ist die Karde des Fotographen zweitliebste Wildpflanze. Auch lange nach der Blüte bleibt der trockene Blütenstand hoch erhoben bis tief in den Winter hinein. Man kann ihn auch gut als etwas bizarr wirkendes Element in Trockengestecken nutzen.

Donnerstag, 13. August 2009

Elisabeth’s Gartengeschichten: Der Lesefehler

Mit dem heutigen Beitrag beginnen wir eine neue Reihe in unserem Blog, in der Elisabeth Brune kleine und große Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

Oft kommen Gruppen in den Garten zu Kräuter- und Rosenführungen. Kürzlich kam eine Seniorengruppe, die in einer Tagespflegeeinrichtung betreut werden.

E. Brune © H. BruneDas Wetter war gut und frohgemut machten sie sich auf, meinen Garten zu erkunden.

In den verschiedenen Beeten habe ich Tafeln mit Sinnsprüchen aufgestellt. Z. B. steht in meinem Lieblingsbeet auf einer roten Dachpfanne mit weißem Stift diese Liedstrophe von Paul Gerhard geschrieben:

“Geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit…”

Eine der Damen entdeckte den Spruch und las laut vor:

“Geh aus mein Herz und such Dir’n Freund!”

Ja, das fand sie aber ganz toll und ich eigentlich auch.

Wenn Sie auch mit einer Gruppe eine Führung in unserem Garten vereinbaren möchten, hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Viele Wespen in diesem Jahr?

In diesem Sommer scheint es nicht nur viele Schmetterlinge zu geben, auch andere Insekten sind nach unserem Eindruck zahlreicher als im vergangenen Jahr. Wespen © H. Brune Darunter sind dann natürlich auch einige Arten, die man nicht so gerne als Gesellschaft hat: z. B. die Wespen.

Dieses Bild haben wir auf einem Waldweg aufgenommen, wo sich gleich ein halbes Dutzend der gelb-schwarz gestreiften Leckermäuler über einen einzelnen fauligen Apfel hermachte. Offenbar sind die Wespen untereinander recht friedlich, zumindest konnten wir keine Rangeleien beobachten, wie man sie z. B. zwischen Hummeln an einer Blüte durchaus zu sehen bekommt.

Da sich laut der Wikipedia im Spätsommer die Nester der Wespen auflösen sieht man nun besonders viele Exemplare, leider auch am Saftglas oder am Pflaumenkuchen (den wir am letzten Wochenende erstmals in dieser Saison wieder im Angebot hatten). In den Medien finden sich nun auch Meldungen wie ’Wespen-Plage im Westen Deutschlands’ (Bild.de)‎ und viele Seiten mit Tipps zum Umgang mit den lästigen Tieren, wie z. B. hier vom NABU.

Auf unserer Caféterrasse stellen sich jetzt ebenfalls einzelne Exemplare ein, was für uns schon viel ist, da in den vergangenen Jahren fast nie Wespen zu sehen waren. Aber letztlich gehört auch das zum Landleben dazu, und die Wespen bleiben ja nicht lange.

Mittwoch, 12. August 2009

Bald ist der Holunder reif – Führungen und Bücher zum Thema

Kaum zwei Monate nach der Blüte sind jetzt bereits die ersten Holunderbeeren schwarz und reif. Holunderbeeren © H. BruneDie Trockenheit der letzten Wochen hat hier wohl für eine Beschleunigung gesorgt. Nach dem Aufsetzen des Holunderblütensekts kann man nun also den Holunder ein zweites Mal nutzen, dieses mal um gesunden Saft oder Gelee einzukochen.

Zwar sind die rohen Früchte leicht giftig (siehe dazu auch den Wikipedia Artikel zum schwarzen Holunder), durch das Erhitzen verliert sich aber das sogenannte Sambunigrin und der Saft kann als probates Mittel z. B. bei Erkältungen eingesetzt werden. In unserem Laden finden Sie das Holunderheft der Anne Sand mit bewährten Beschreibungen und Rezepten, die die Verarbeitung des Holunders einfach machen.

Wenn Sie noch mehr über diese mit vielen Geschichten und Mythen verknüpfte Pflanze erfahren möchten, so kann Elisabeth Brune Ihnen bei einer Führung in ihrem Garten viel über den Holunder berichten. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für Ihre Gruppe (Kontakt).

Veranstaltungstipp Borgholzhausen: Das Piumer Bauerntheater spielt ‘Dat greune Gewand’

Ab heute beginnen wieder die Aufführungen des Piumer Bauerntheaters auf der Natur- und Freilichtbühne im Bönkerschen Steinbruch in BorgholPiumer Bauerntheaterzhausen. Wer Spaß am Plattdeutschen hat sollte das nicht verpassen.

In jedem Jahr übt die Theatergruppe, in der auch einige unserer Nachbarn und Freunde mitwirken, ein neues Stück ein. In diesem Jahr ist es ‘Dat greune Gewand’.

Eine kleine Zusammenfassung des Stücks und die Spielzeiten finden Sie in diesem Artikel auf altkreis-halle.net. Auch ja: falls Sie nicht wissen, wie Sie zur Naturbühne mitten im Teutoburger Wald gelangen sollen, hier eine kleine Karte:

Bönkerscher Steinbruch

Dienstag, 11. August 2009

Die Herbstanemonen blühen prächtig

Zwischen den Stockrosen und Eden 85 blüht jetzt die kräftige HerbstanemoneHerbstanemone © H. Brune (anemone hupehensis). In diesem Jahr ist sie besonders üppig geworden und kann in der Höhe gut mit der Rose mithalten. Ob es am vielen Wässern lag?

Die Herbstanemone stammt ursprünglich aus China. Dies zeigt sich auch in ihrem Artennamen, in dem sich Hupeh, eine Variante des Namens der Provinz Hubei, findet.

Laut der Wikipedia gibt es auf der Welt ca. 150 Arten von Anemonen (Windröschen). Von den heimische Arten ist sicher das Busch-Windröschen am bekanntesten, es lässt sich im hiesigen Teutoburger Wald im Frühjahr in großen Polstern sehen.

Montag, 10. August 2009

Was gibt es Neues zur Miniermottenplage?

Auch in diesem Jahr sind unsere Kastanien, wie auch alle uns bekannten Kastanien in der Umgebung, Kastanienblätter mit Miniermottenbefalle © H. Brunewieder stark von der Rosskastanienminiermotte befallen.

Der kleine  Schädling legt seine Eier auf die Blätter und die daraus entschlüpfenden Larven minieren zwischen den Blattschichten, wodurch die im Bild zu sehenden abgestorbenen Areale resultieren.

Die Miniermotte ist, wie man in dem Wikipediaartikel nachlesen kann, erst vor wenigen Jahrzehnten in Europa aufgetaucht, hat aber inzwischen ganz Deutschland erobert. Noch ist offenbar unklar, in wie weit die Kastanien dauerhaft durch den viel zu frühen Blattverlust geschädigt werden.

Die Bekämpfung der Miniermotte ist auch weiterhin schwierig. Zwar gibt es laut Wikipedia ein chemisches Präparat. Aber wie soll man große Kastanienbäume damit wirksam behandeln? Die natürlichen Feinde der Miniermotte lassen anscheinend noch auf sich warten, so dass hier ebenfalls noch keine Lösung in Sicht ist.

Bleibt also nur das schon praktizierte Sammeln der Blätter, in denen die Larven überwintern. Allerdings ist es laut Wikipedia auch dann gar nicht so einfach, die Larven wirklich  zu abzutöten: der normale Hauskompost ist offenbar nicht warm genug. Es sieht also so aus, als ob wir auch in den kommenden Jahren mit dem verfrühten Herbst der Kastanien leben müssten.

Samstag, 8. August 2009

Sommerflieder und Kaisermantel

Die Sommerflieder (Buddleja davidii) in unserem Garten sind mit ihrer Blüte jetzt sehr weit fortgeschritten. Sommerflieder mit Kaisermantel © H. Brune Die frühesten Exemplare (rosa) sind bereits komplett verblüht, die weißen und die blauen Varianten zeigen aber noch viele blühende Rispen.

Und auch in diesem Jahr konnten die Sträucher beweisen, dass sie ihren landläufigen Namen Schmetterlingsstrauch vollkommen zu Recht tragen. An den wenigen richtigen Sommertagen wurden sie wieder intensiv von Tagpfauenaugen, Distelfaltern, Admiralen und Kohlweißlingen besucht.

Vor einigen Tagen konnten wir aber auch einen eher seltenen Gast beobachten: den Kaisermantel. Laut der Wikipedia ist dieser Schmetterling der größte Perlmutterfalter Mitteleuropas. In unserer Gegend sieht man diesen Falter eigentlich eher an Wanderwegen des Teutoburger Waldes, wo er sich gerne an Wasserdost und Kratzdistel nährt. Eine weitere gute Beschreibung findet man in den Seiten des NABU.

Freitag, 7. August 2009

Die Getreideernte ist schon fast vorbei

Bei uns in Borgholzhausen kann man schon das Ende der diesjährigen Getreidesaison erkennen. Getreideernte © H. Brune Nachdem die Gerste schon lange verschwunden und auch die Triticale weitgehend gedroschen ist geht es nun in aller Eile dem Weizen an die Ähren. Denn schon morgen soll es ja wieder Gewittern. Und da der Hafer, der noch später geerntet würde, in unserer Region selten geworden ist, sind nun fast alle Getreideschläge kahl.

Die Wildtiere, allen voran die Hasen und Rehe, wirken wie in jedem Jahr etwas verwirrt ob dieses Ernteschocks, der ihnen ihn kürzester Zeit die seit Monaten gewohnten Verstecke nimmt. Man hat daher beim morgendlichen Spaziergang den Eindruck plötzlich viel mehr Tiere zu sehen als gewohnt. Aber sobald die Zwischenfrüchte aufgewachsen sind gibt es wieder jede Menge neuer Versteckmöglichkeiten.

Donnerstag, 6. August 2009

William Shakespeare

In unserem Garten wird die Rosenblüte jetzt wieder intensiver und Rosen wie die Westerland zeigen ihre Pracht. Rose William Shakespeare 2000 © H. Brune In diesem Blogeintrag geht es aber erneut um eine David Austin Rose, also um eine englische Rose:

Die Rose William Shakespeare 2000 ist nach dem englischen Dichter und Dramatiker des 16./17. Jahrhunderts benannt. Die Namensgebung kommt möglicherweise daher, dass laut der Webseite der David Austin Roses William Shakespeare zum ‘Mann des Jahrtausends’ gewählt worden sei (was allerdings in dem Wikipediartikel nicht erwähnt wird). Und da diese Rose aus dem Jahre 2000 stammt war es hier für den Züchter offenbar naheliegend seine neue Rosenschöpfung so zu bennen.

Die William Shakespeare Rose hat eine zumindest in unserem Garten einmalig Farbe, die mal als tief karmesinrot, mal als purpurn beschrieben wird (wir würden zu letzterem tendieren). Die Blüten sind sehr duftintensiv, sie können hier fast mit der Rosé de Resht mithalten (blüht auch gerade wieder). Ihr starker Duft macht die Blütenblätter der William Shakespeare durchaus für die Aromatisierung von Rosenspeisen verwendbar.

Dienstag, 4. August 2009

Die Gartengladiole und Monet

In unserem Garten hat sich am Wochenende die erste Gladiole geöffnet und die anderen stehen ebenfalls in den Startlöchern.Gladiole © H. Brune In den nächsten Tagen und Wochen werden uns die prächtigen Blüten in den Sommer begleiten, sofern er sich noch einmal zeigen sollte.

Laut der Wikipedia wurde die Garten-Gladiole mindestens seit Beginn des 20. Jahrhunderts intensiv gezüchtet, so dass in Laufe der Zeit mehr als 10.000 Sorten entstanden sein sollen. Viele davon sind bereits wieder verschwunden oder in Vergessenheit geraten.

Aber schon vor der züchterischen Explosion hat die Gladiole ihren Weg in die Kunst gefunden. So gibt es gleich zwei Bilder des Impressionisten Claude Monet, in denen sich Gladiolen finden: so einmal in dem Werk ‘Garten in Sainte-Adresse’, besonders aber in dem 'Gemälde ‘Gladiolen’. Als Impressionist konnte er das Problem der Darstellung der komplexen Blüten einfach lösen: eine Blüte ist ein einziger Pinseltupfer.

Montag, 3. August 2009

Komische Pinöckel in Wald und Garten

Wie in fast jeden Jahr wurden wir auch diesmal von Gästen gefragt, Aronstab © H. Brune was das für merkwürdige Pflanzen mit den roten Beeren seien, die an der Teichböschung nahe der Zierjohannisbeere wachsen würden. Insbesondere die Form eines Pinöckels (wie man in unserer Gegend sagen kann) irritiert offenbar viele Betrachter, die so eine Pflanze noch nie gesehen haben.

Dabei handelt sich hier um eine sehr häufige Pflanze, die man jetzt im nahen Teutoburger Wald sehr häufig findet: den giftigen Aronstab.

Ein weiteres Bild des Aronstabes, sowie eine Erklärung für seinen Namen, finden Sie in diesem Blogeintrag vom vergangenen Jahr. Damals haben wir ihn zusammen mit einer anderen Giftpflanze, der Wolfsmilch, schon einmal kurz porträtiert.

Sonntag, 2. August 2009

Lang, lang ist es her: Die Schokoladentarte

Vor langer Zeit hatten wir sie schon einmal im Angebot: die Schokoladentarte. Damals wurde sie leider von unseren Gästen nicht so gut angenommen, Schokoladentarte © H. Bruneaber vielleicht ist ja nun ihre Zeit gekommen?

Die Schokotarte besteht, wie bei einer Tarte üblich, nur aus einem dünnen, krossen Boden mit einer Schicht darauf. In diesem Fall ist es ein Kakaoboden mit einer leckeren Schokoladenschicht, die, man muss es wohl so sagen, im wesentlichen aus Kalorien besteht. Aber wir können auf Wunsch auch ganz kleine Stücke schneiden;)

Dazu gibt es einen Zweig Johannisbeeren, die mit ihrer Säure gut zu der Süße der Tarte passen. Und dazu vielleicht einen Espresso mit Milchschaum? Wir sind gespannt, wie es diesmal läuft.….

Die Kugeldistel bietet Schutz und Nahrung (und sieht auch noch gut aus)

Nachdem wir vor ein paar Tagen schon über die Nickende Distel berichtet hatten, die in den Wiesen wächst, Kugeldistel © H. Brune geht es dieses Mal um eine Distel, die in unserer Gegend fast ausschließlich als Gartenpflanze zu finden ist: Die Kugeldistel.

Laut der Wikipedia bilden die Kugeldisteln eine recht große Pflanzengattung mit ca. 120 Arten, wobei aber in Europa nur 12 vorkommen.

Die hier gezeigt Art ist die Drüsenblättrige Kugeldistel. Im Garten sind die golfballgroßen Kugeln, die auf bis zu 2m längen Stängeln thronen, ein schöner sommerlicher Anblick in einer Zeit, in der andere Blumen eher spärlich blühen.

Besonders wichtig ist die Kugeldistel aber (wie eigentlich alle Disteln) wenn man in seinem Garten Hummeln, Bienen und Schmetterlingen Nahrung bieten möchte. Sobald die Sonne scheint sitzen auf jeden Blüte meist gleich mehrere Hummeln, bei Regen suchen sie dann auf der Unterseite der Blüten Schutz. Ihr anderer Name Bienen-Kugeldistel kommt also nicht von ungefähr.

Auch Schmetterlinge suchen diese Pflanze auf, allerdings nicht ganz so häufig, dieses Bild mit den zwei Schmetterlingen ist daher eher ungewöhnlich. Aber es wurde früh am Morgen ausgenommen, die Schmetterlinge waren also nicht auf der Nahrungssuche, sondern haben die Blüte nur als Nachtlager genutzt. Leider ist uns nicht gelungen die Art zu bestimmen. Vielleicht haben Sie einen Tipp für uns?

Samstag, 1. August 2009

Die ‘Pink Lady’ blüht durch

Unter den vielen Rosen in unserem Garten gehört die Pink Lady zu den wenigen,Rose Pink Lady © H. Brune die fast ohne Unterbrechung immer wieder neue Blüten zeigen.

Während sich Rosen wie Westerland oder Moonlight in den vergangenen Wochen eine kleine Pause gegönnt haben und erst jetzt wieder zu einer neuen Blütephase ansetzen war die auffällige Pink Lady die ganze Zeit ein Blickfang von der Caféterrasse, da sie genau gegenüber an der anderen Seite des Gartens blüht.

Dabei lohnt sich auch einmal den Weg durch den Garten bis zu dieser Rose zu gehen, da ihre Blüten sehr intensiv duften.

Freitag, 31. Juli 2009

Kann man grüne Walnüsse ernten?

Das Jahr 2009 scheint ein gutes Jahr für die Ernte im Garten Grüne Walnüsse © H. Brunezu werden: Nicht nur die Apfelbäume sind voll, auch unser Walnussbaum an der Elisabethallee trägt gut. Der Baum ist jetzt ca. 20 Jahre alt und ein markanter Blickfang am Caféparkplatz.

Eigentlich denkt man bei Walnüssen ja eher an die Winter- und Weihnachtszeit, wenn die reifen Nüsse geknackt und für alle möglichen Kuchen- und Plätzchenrezepte gebraucht werden.

Weniger bekannt ist aber vielleicht, dass die grünen Früchte (wie offenbar auch das Laub zu einer bestimmten Zeit) zu den Vitamin-C reichsten Früchten überhaupt gehören. Zumindest kann man dies so in der Wikipedia nachlesen.

Es gibt auch eine Reihe von Möglichkeiten schon die halbreifen Nüsse in der Küche zu nutzen. Im Süddeutschen werden sie zu den sogn. Schwarzen Nüssen verarbeitet, eine Spezialität deren Zubereitung samt schöner Bilder in diesem Blog beschrieben wird. In dieser Seite wird noch etwas mehr zur Geschichte dieser eigenartigen Speise gesagt.

Die Herstellung ist aber ein recht langwieriger Prozess, da man zunächst durch wochenlanges Wässern die Gerbstoffe aus den Nüssen entfernen muss. Wir haben es bisher noch nicht selbst ausprobiert, aber vielleicht kann jemand seine Erfahrungen in einem Kommentar hinterlassen?

Donnerstag, 30. Juli 2009

Die Marienkäfer fressen unsere Himbeeren!

Bei der Ernte der Himbeeren sind uns in diesem Jahr zum ersten Mal Marienkäfer aufgefallen, Marienkäfer an Himbeeren © H. Brunedie sich offenbar an den Früchten gütlich tun. Und zwar in großer Zahl.

Vermutlich handelt es dabei um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis), der laut Wikipedia eine sehr große Varianz in seiner Färbung und Zeichnung aufweist. Die beiden Exemplare im Bild sind damit, obwohl sie völlig unterschiedlich aussehen, von der gleichen Art.

Auch an Äpfeln kann man jetzt gelegentlich diese Marienkäfer sehen, auch dort hinterlassen sie kleine Fraßspuren. In dem Artikel ‘Vom Nützling zum Schädling’ in FAZ.NET wird dieses Verhalten ebenfalls beschrieben, wobei die Früchte dort als Herbstnahrung bezeichnet werden. Haben wir also schon Herbst und der Sommer ist vorbei, oder sind den Marienkäfern einfach die Blattläuse ausgegangen?

In Spiegel Online findet man übrigens unter dem Titel ‘Norddeutschland erlebt Marienkäfer-Invasion’ einen interessanten Artikel, der viel Wissen über die Lebensweise der Marienkäfer enthält.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Bald gibt es wieder Äpfel aus dem eigenen Garten (und wir machen Kuchen daraus)

Bald ist es so weit und wir können die ersten eigenen Äpfel der Saison ernten. Äpfel © H. BruneBeim Nachbarn fallen bereits die Klaräpfel vom Baum und bei uns ist wie immer der über das Café ragende Baum als Erster reif. Wenn es so weiter geht sind wir in diesem Jahr vermutlich etwas früher dran, als es in 2008 der Fall war.

Im Café verleihen die verschiedenen Apfelsorten in dieser Zeit dann unseren diversen Apfelkuchen und –torten ein ganz individuelles Aroma.

Übrigens: Wenn man bei Google nach Apfelkuchen sucht bekommt man ca. 750.000 Treffer. Für Birnenkuchen hingegen nur ca. 20.000. Selbst wenn man noch die 8.500 Treffer für Birnentorte hinzu rechnet dürfte klar sein, wer hier das Rennen macht:)

Montag, 27. Juli 2009

5 Minuten am Distelacker – und schon einen alten Freund wiedergefunden

In der Kuhweide am Hof wachsen in diesem Jahr besonders viele Nickende Disteln (Carduus nutans), da wir die Wiese Schmetterlinge an Disteln © H. Brunenoch nicht ausgemäht (oder wie die Fachfrau sagt: geschlegelt) haben.

Die bis zu 5cm großen Blüten ziehen nun enorme Mengen, vor allem aber eine beeindruckende Vielfalt von Insekten an, darunter viele unterschiedliche Schmetterlingsarten.

Die nebenstehende Kollage ist das Ergebnis eines nur wenige Minuten langen Fotoshootings. Klicken Sie auf das Bild um es in einer vergrößerten Form zu sehen. Sie können dann Gamma-Eulen, Tagpfauenaugen, Distelfalter und Kohlweißlinge sehen sowie Hummeln und Marienkäfer.

Besonders gefreut haben wir uns aber über den sehr zerfledderten Kleinen Fuchs, der in der Mitte zu sehen ist. Diesen Schmetterling hatten wir schon lange vermisst. Vielleicht sehen wir ihn jetzt wieder häufiger?

Samstag, 25. Juli 2009

Bei Nacht sind alle Schmetterlinge grau

Bei dem eher trüben Wetter in dieser Woche machte dasSommerflieder mit Gammaeule © H. Brune Fotografieren im Garten am Tage wenig Freude. Dafür haben wir die Kamera mal wieder Nachts ausgeführt um die dann aktiven Schmetterlinge zu beobachten.

Auch wenn man es vielleicht nicht erwartet: Nachts sind fast noch mehr Falter unterwegs als beim schönsten Sonnenschein! In unserem Garten sieht man neben vielen kleinen Arten, die nur schwer bestimmbar sind, hauptsächlich die Gammaeule. Von seltenen Besuchern wie dem Nachkerzen-Schwärmer einmal abgesehen.

Die Nachtfalter, die übrigens keineswegs nur in der Dunkelheit unterwegs sind, unterscheiden sich von den Tagfaltern meist durch ihr viel unscheinbareres Flügelmuster. Hier herrschen grau und braun vor, wodurch sich die Falter tagsüber hervorragend tarnen können.

Umschwärmt werden aber die gleichen Pflanzen wie am Tage: so sieht meist gleich ein halbes Dutzend Gammaeulen an den schon beschriebenen Lichtnelken oder wie im Bild an den jetzt aufblühenden Sommerfliedern.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Die Eberesche ist zu 2 Zeiten ein Blickfang im Garten

Ca. 2 Monate nach ihrer Blüte trägt unsere Eberesche jetzt reiche Frucht. Eberesche mit Beeren © H. Brune Über und über ist sie in diesen Jahr mit den typischen orange-roten Beeren besetzt, die bei unseren Gartenvögeln so beliebt sind. Daher hat die Eberesche ja auch ihren landläufigen Namen Vogelbeere. Laut der Wikipedia sind die Früchte aber auch für mehr als 30 Säugetierarten und viele Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. So ein Baum trägt also deutlich zur Belebung des Gartens bei!

Auch sind die weithin und lange leuchtenden Beeren ein sehr schöner Anblick, eigentlich noch schöner als die Blüte. Und manchmal, wenn sich die Blätter früh verfärben, ist der ganze Baum im Spätsommer feuerrot.

So überreich tragen die Bäume aber in diesem Jahr, dass wir den Vögeln ruhig etwas wegnehmen können. Die Beeren sind nämlich essbar und lassen sich gut zu Konfitüren, aber auch für Aufgesetzten verwenden. Rezepte findet man an vielen Stellen im Internet, aber auch in unserem Oldendorfer Bauernladen.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Die Gartenhortensien blühen fast komplett

Schon vor ein paar Tagen hatten wir ein Bild der Hortensien in Hortensie © H. Bruneunserem Vorgarten gebloggt, die der Wildform recht ähnlich sehen. Jetzt blühen auch die Gartenhortensien, die an unserem Parkplatz eine Art Hecke bilden.

Diese Hortensien sind offenbar für Insekten attraktiver, da sie nicht nur sterile Scheinblüten besitzen. Neben Bienen und Hummeln besuchen sie auch gelegentlich die Schmetterlinge.

Dienstag, 21. Juli 2009

Ob wir in diesem Jahr etwas Eibisch für selbstgemachte Marchmallows opfern sollen?

Auch in diesem Jahr blüht die große Eibischpflanze prächtig Eibisch mit Hummel © H. Brunezwischen den David Austin Rosen und Dornröschenschloss Sababurg. Das gefräßige Heupferd hat also wie erwartet keinen wirklichen Schaden angerichtet.

Schon im letzten Jahr hatten wir darüber gebloggt, dass die Süßigkeit Marchmallow ursprünglich aus Eibisch hergestellt wurde. Marsh Mallow ist der englische Name für den echten Eibisch und bedeutet übersetzt Salzwiesen-Malve.

Eigentlich würden wir ja gerne einmal ausprobieren, ob das wirklich so funktioniert. Aber dafür müssten wir unsere Pflanzen wohl doch zu sehr stutzen. Also bleiben sie stehen und die Hummeln und Bienen können sich weiter an ihnen nähren. Der Eibisch gehört schließlich zu den Bienenfutterpflanzen in unserem Garten.

Montag, 20. Juli 2009

Was die Lilienhähnchen übrig gelassen haben

..ist eigentlich gar nicht so wenig! Offenbar haben unsereLilie © H. Brune Absammelaktionen doch etwas gebracht und wir können uns nun an immer neuen Lilien erfreuen.

Darunter sind auch diese fast einen Meter hohen Exemplare, die  im Oldendorfer Ei zur Zeit erblühen.

In der Wikipedia ist den Lilien ein besonders langer Artikel gewidmet. Allein die Auflistung der unterschiedlichen Lilienarten, die auf allen Kontinenten der nördlichen Hemisphäre vorkommen, nimmt mehr als eine Seite ein.

Ein anderes Zeichen dafür, welch’ große Rolle die Lilie schon seit Jahrhunderten für die Menschen spielt, ist auch die Heraldik der Lilie. In der Wikipedia sind allein mehr als ein Dutzend Wappen mit Liliensymbolik aufgeführt.

Sonntag, 19. Juli 2009

Ein Experiment: Die Mädesüßtorte

Kennen Sie eigentlich das Mädesüß? Diese weißblühendeMädesüß mit Blutweiderich © H. Brune Pflanze sieht man im Moment an allen Wegrändern, oft, wie im Bild gezeigt, gemeinsam mit dem Blutweiderich. Das Mädesüß gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae).

Für den Namen werden in den verschiedenen Bestimmungsbüchern, aber auch in der Wikipedia, gleich mehrere Erklärungsmöglichkeiten geboten: Entweder soll er sich von der Verwendung des Krauts zum Würzen bzw. Süßen von Wein und Met (=Mede) herleiten. Oder von der Mahd, also dem Mähen der Wiesen, bei dem die welkenden Blätter einen süßen Duft verströmen.

Wie auch immer: Tatsache ist, dass das Mädesüß einen intensiven, süßen Duft verströmt, der sich gut in Milch oder Sahne binden lässt. Diese gewinnt dadurch einen Geschmack, der an Honig und Mandeln erinnert.

Wir haben daher gestern schon eine Mädesüßcreme hergestellt, die wir gleich zu einer wie wir hoffen sehr leckeren Torte machen können. Wir sind auf das Ergebnis gespannt, und ob das Experiment bei unseren Gästen Anklang findet.

Freitag, 17. Juli 2009

Der Hund schätzt seinen Heinrich

Kaum scheint mal ein bisschen die Sonne ist es unserem Caféhund Zorro gleich wieder zu warm. Trotz seines kurzen Hund vor Heinrich © H. Brune Fells ist er dann ruhelos und tigert von einer schattigen Stelle zur nächsten.

Er hat dabei das Problem, dass er es auf der einen Seite nicht zu warm haben will, gleichzeitig aber auch weich liegen möchte und, ganz wichtig, auch nichts verpassen darf.

Gestern hatte er dann am späten Nachmittag endlich die optimale Stelle gefunden: An der Ecke, an der es auf unseren Parkplatz geht, ist ein kleines Rasenfleckchen (schön weich), auf das der lange Heinrich seinen Schatten wirft (schön kühl). Gleichzeitig hat er hier alles im Blick und kann sich entspannen (schön involviert). Dort wird er dann auch die kommenden Hundstage verbringen.

Übrigens: falls es Ihnen im Blog zu wenig Neues von Zorro gibt, in seinem Fotoalbum gibt es meist alle paar Tage ein aktuelles Bild.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Noch sind die Tomaten grün

In unserem Kräuterbeet an der Caféterrasse sind in diesem Jahr auch Grüne Tomaten © H. BruneTomatenpflanzen zu finden. Es handelt sich dabei um eine ‘ganz normale’ Sorte, von der wir uns schöne rote Paradeiser versprechen (wie der Österreicher sagen würde).

Die interessanten Sorten, die man in diesem Jahr bei einer nahen Gärtnerei erstehen konnte, haben wir leider verpasst, aber da es seit einiger Zeit einen Trend zu Rückbesinnung auf alte oder ungewöhnliche Tomatensorten gibt haben wir bestimmt mal wieder so eine Gelegenheit.

Im Moment sind unsere Früchte noch komplett grün. Und wir werden geduldig abwarten, bis sie reif sind. Auch wenn man, sofern man den Film Grüne Tomaten kennt, schon jetzt stark in Versuchung gerät sich an den Pflanzen zu bedienen…

Mittwoch, 15. Juli 2009

Sonne und Sonnenblume

Gestern konnte man es trotz des einmaligen Platzregens Sonnenblue mit Hummel © H. Brunegut im Garten aushalten und sich betätigen: z. B. müssen die vielen vom Regen verdorbenen Rosenblüten entfernt und die große Hopfengirlande, die  in diesem Jahr immer von ihrer Rankhilfe fällt, gerichtet werden.

Passend zur wiedergewonnenen Sonne schaut jetzt eine große Sonnenblumenblüte zur Caféterrasse und strahlt uns an. Wie man in der Wikipedia nachlesen kann haben zwar die Knospen und die Blätter der Sonnenblume die interessante Eigenschaft dem Lauf der Sonne zu folgen (sie sind in der Fachsprache heliotrop), die geöffneten Blüten hingegen zeigen meist immer noch Osten, also in Richtung des Sonnenaufgangs. So ist es auch bei uns!

Die Sonnenblumen sind auch ein wertvolles Element in einem insektenreichen Garten. Gestern wurde die Blüte, so wie im Bild gezeigt, fast permanent von Hummeln besucht.

Dienstag, 14. Juli 2009

Dem Mais gefällt es schwül und warm

Gestern war es nach der Regenwoche zum ersten Mal wieder sonnig und warm in Borgholzhausen, so warm, dass es gleich wieder Mais © H. Bruneschwül wurde (man kann es uns nicht recht machen:)

Der Mais, der in den Wochen vorher schon etwas unter der Trockenheit gelitten hatte, liebt aber dieses Wetter und kann jetzt richtig durchstarten. An vielen Äckern sieht man wie im Bild die Fahnen blühen und die ersten Kolben zeigen sich.

PS: Wer genau hinsieht kann Zorro erkennen, der sich mal wieder in das Bild gemogelt hat.

Montag, 13. Juli 2009

Die Rotkäppchentorte wurde angenommen

Am vergangenen Wochenende hatten wir zum ersten Mal dieRotkäppchentorte © H. Brune Rotkäppchentorte im Angebot. Mit Sauerkirschen im Boden und in der roten Kappe.

Bei einer Torte, die man erstmals anbietet, ist es ja immer die spannende Frage, ob sie von unseren Gästen angenommen wird.

Nach anfänglicher Zurückhaltung ging es dann aber ganz schnell und das letzte Stück landete auf dem Teller. So soll es sein. Das ‘Rotkäppchen’ gibt es in Zukunft bestimmt häufiger:)

Sonntag, 12. Juli 2009

Die Schmetterlinge leiden im Regen

Das kalte und regnerische Wetter der letzten Tage ist eine echte Prüfung für Kohlweißling auf Hortensie © H. Brune unsere Schmetterlinge, aber auch für die Bienen und Hummeln.

Nachdem jetzt schon mehrere Tage Regen fällt sind die Falter offenbar richtig ausgehungert und nutzen jede noch zu kleine Regenpause für Futterflüge zu Kräutern wie KatzenminzeLavendel und Oregano. Nur die Hummeln sind auch während des Regens unterwegs, so lange er nicht zu stark wird. Dann suchen sie Schutz unter Blättern.

Der im Bild zu sehende Kohlweißling sitzt auf einer der jetzt blühenden Hortensien. Normalerweise sind Schmetterlinge nicht besonders interessiert an diesen meist sterilen Blüten, aber gestern wurden die hoch empor ragenden Blütenstände sehr gerne als Sonnenplätze zum Trocknen genutzt.

Samstag, 11. Juli 2009

Zimbelkraut – Der kleinere Wucherer

Heute möchten wir in unserem Blog ein kleines und leicht zu übersehendes Pflänzchen zeigen: DasZimbelkraut © H. Brune Zimbelkraut.

Laut der Wikipedia stammt es ursprünglich aus den Gebirgsregionen des Mittelmeerraums. Ab dem 16. Jahrhundert soll es demnach in Mitteleuropa als Heil- und Zierpflanze angesalbt worden sein.

Das Zimbelkraut gehört zu den Wegerichgewächsen, auch wenn es völlig anders aussieht als bekanntere Wegericharten wie z. B. der Spitzwegerich. Auf Grund seiner Herkunft aus felsigen Regionen kann es gut mit wenig Erde und Wasser auskommen. Es lässt sich daher als schöne Begrünung  von Steinmauern einsetzten oder als pflegeleichte Bepflanzung von Töpfen. Mit seinen Ranken breitet es sich langsam, aber zielstrebig in dem ihm gegebenen Areal aus.

Bei uns finden Sie das Zimbelkraut gleich an mehreren Stellen, z. B. an der Hofeinfahrt nahe bei den rosa Ramblerrosen, vor dem Café in einigen Töpfen und im Hauptgarten nahe bei den jetzt blühenden Stockrosen.

Freitag, 10. Juli 2009

Eine Morgendämmerung am Abend

In unserem Hauptgarten blüht in diesem Jahr ‘New Dawn’ Rose New Dawn © H. Bruneetwas später, während die Cantaloop Rose, mit der sie sich einen Rosenbogen teilt, länger ihre einmalige Blüte durchgehalten hat als in 2008. Da verstehe einer die Rosen…

New Dawn bedeutet übersetzt neue Morgenröte oder Morgendämmerung. Warum der Name gewählt wurde ist uns nicht bekannt (laut der Wikipedia wurde New Dawn 1930 in der Somerset Rose Nursery entdeckt, also offenbar nicht gezielt gezüchtet).

Aber das zarte Weiß-Rosa der Blüten kann einen leicht an die rosenfingerige Eos erinnern, die am frühen Morgen den Himmel im Osten färbt. Dieses Bild ist jedoch in der Abenddämmerung entstanden, bei genauem Hinsehen kann man vielleicht die leichten Orangetöne des Abendlichtes erkennen.

Ein weiteres Bild von New Dawn haben wir schon im vergangenen Jahr gebloggt. Damals mit dem stolzen Hund. Dieses Bild hat es auch auf die Rückseite unserer neuen Speisekarten geschafft.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Du bist, was Du isst – 5. Termin am 01.09.09 zum Thema ‘Ernährung bei Herz-/Kreislauferkrankungen’

Am Dienstag, dem 01.09.2009, findet im Café im © H. BruneKräutergarten die fünfte Veranstaltung der neuen regelmäßigen Informationsabende zum Thema Ernährung statt (der ursprünglich für den 04.08.09 angekündigte Termin zum Thema Fasten fällt auf Grund der Urlaubszeit aus). Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger wird dabei zum Thema

Ernährung bei Herz-/Kreislauferkrankungen

vortragen. Es besteht dabei ausreichend Zeit für allgemeine und persönlichen Fragen. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und dauert ca. 1.5 – 2 Stunden. Begleitend bieten wir Ihnen ‘kleine Kräuterleckereien’ zum Probieren an.

Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag von 5,00€ erhoben. Wir bitten um eine rechtzeitige verbindliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0 52 01/66 93 67, per Fax an 0 52 01/66 93 68 oder per E-Mail an PeLinn@web.de.

Ab April 2009 wird jeden 1. Dienstag im Monat eine Veranstaltung im Rahmen dieser Reihe stattfinden. Die Themen werden in unserem Blog und auf der Homepage von Frau Linnenbrügger jeweils rechtzeitig angekündigt:

http://www.energie-in-fotografie.de/

Der 6. Termin unserer Reihe findet am 06.10.2009 statt und hat das Thema ‘Ernährung bei ADS/AHDS-Syndrom’.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Die Stockrosen zwischen den Rosenstöcken

Zusätzlich zu den vielen Rosen entfalten sich seit ein paar Tagen auch die Stockrosen (Alcea). Die Stockrosen gehören zu den Malvengewächsen, wie auch der Eibisch, der in unseren Kräuterbeeten wächst.

Stockrose © H. BruneFür viele sind die bis zu 3 Meter langen Stängel ein typischer Bestandteil der hiesigen Bauerngärten, obwohl in der Wikipedia die Vermutung angestellt wird, dass diese Pflanze möglicherweise vom Balkan oder aus Süditalien stamme.

Aber was gibt es Schöneres als den Anblick der vielfarbigen Blütengirlanden vor einer schwarz-weißen Fachwerkfassade? Heute kann man Stockrosen in einer Vielzahl von Farbvarianten erhalten.

Wir haben in unserem Garten auch eine kleine Auswahl, von fast schwarzen Exemplaren über tiefrote bis hin zu diesem hellen Rosa. Diese Stockrose steht dabei genau neben der Eden 85 Rose, die eine ganz ähnliche Farbe zeigt.

Dienstag, 7. Juli 2009

In diesem Jahr gibt es keine Sommerpause im Café

Im vergangenen Jahr hatten wir eine kurze Sommerpause Kuchen mit Sahne © H. Bruneeingelegt. In diesem Jahr werden wir aber ‘rund um die Uhr’ zu unseren normalen Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Auch unser Oldendorfer Bauernladen ist geöffnet.

Wenn Sie also zu den Daheimgebliebenen zählen, die ihren Urlaub lieber in Bad Meingarten, Balkonien oder Terrassinien verbringen, so freuen wir uns auf Ihren Besuch:)

Erst im Januar werden wir unsere übliche Winterpause einlegen. Sie finden dann wie immer auf unserer Internetseite entsprechenden Hinweise.

Ein Plädoyer für die rote Lichtnelke

In unserem Beet an der Caféterrasse wachsen in diesem Jahr besonders prächtige Exemplare der roten Lichtnelke. Rote Lichtnelke mit Zitronenfalter © H. Brune Da uns einige Gäste ‘durch die Blume’ gefragt haben, warum wir dieses ‘Unkraut’ nicht entfernen würden, möchten wir an dieser Stelle ein kleines Plädoyer für diese blütenreiche Pflanze halten:

Die rote Lichtnelke (Silene dioica) gehört zu den Nelkengewächsen und wird auch rotes Leimkraut genannt. Sie lässt sich sehr einfach aus Samen ziehen, die man von den reifen Blüten am Wegesrand sammeln kann. Sie ist mehrjährig und zeigt fast bis zum Winter immer wieder neue Blüten. Im Gegensatz zum ihrer nahen Verwandten, der weißen Lichtnelke, blüht sie auch am Tage und nicht nur in der Nacht.

Für uns besonders wichtig ist aber die große Anziehungskraft, die diese Pflanze auf Schmetterlinge entfaltet. Neben dem im Bild gezeigten Zitronenfalter sieht man Kohlweißlinge und Landkärtchen, aber auch ungewöhnliche Sorten, die sich erst mit der Abenddämmerung einstellen: Gammaeulen und sogar einmal einen Nachtkerzen-Schwärmer. Bei den Lichtnelken ist daher an sonnigen Tagen immer etwas los.

Vielleicht aber noch eine Warnung zum Schluss: Die Lichtnelke verteilt ihre Saat als Selbstausstreuer und kann sich im Garten schnell ausbreiten. Wer hier die Kontrolle behalten möchte kann die reifen Blütenkapseln abschneiden und vielleicht einfach am Rand seines bevorzugten Spazierweges verteilen.

Sonntag, 5. Juli 2009

Minze, Minze, Du sollst wandern (von einem Beet zum anderen)

Wir hatten in den vergangenen Wochen schon darüber getwittert, dass wir das Beet an der Caféterrasse etwas ‘entBlühende Minze © H. Bruneminzten’. Die verschiedenen Minzen hatten sich doch etwas zu sehr ausgebreitet.

Jetzt gedeihen die ausgegrabenen Pflanzen am Teich und wir sind gespannt, ob sie sich dort ausbreiten und den Brennnesseln Paroli bieten können.

Die im Beet verbliebenen Exemplare zeigen jetzt die ersten Blüten: feine Gespinste aus lichtblauen Blütenblättern. Im Hintergrund sehen Sie übrigens die italienische Strohblume. Auch an den Wegesrändern in den nahen Fluren sieht man jetzt großen Flecken blühender Minze. Wenn man mit den Fingern durch die Blätter streift umgibt einen sofort der typische Duft.