Freitag, 2. Oktober 2009

Eine reiche Walnussernte bringt der Herbst

Nachdem schon die Kastanien begonnen haben unseren Caféparkplatz mit ihren Früchten zu beregnen hat auch der WalnussbaumWalnuss © H. Brune in den letzten Tagen begonnen seine Last abzuwerfen. Nach ersten einzelnen Nüssen, die oft noch den Autoreifen zermalmt wurden, fallen jetzt richtige Mengen, so dass wir schon ein paar Körbchen voll auf den Kachelofen zum Trocken stellen konnten.

Nach unserem Eindruck fällt die Walnussernte in diesem Jahr recht gut aus. Unser jetzt ca. 25 jähriger Baum scheint die Trockenheit gut überstanden zu haben, auch wenn der Anteil kleiner Nüsse möglicherweise etwas größer ist als in früheren Jahren. Unser Eichhörchenbesucher hat sich übrigens nicht wieder eingestellt, dabei stehen neben der Walnuss auch noch 3 große Haselnusssträucher, die ebenfalls reif und reich besetzt sind.

Im Laufe der Zeit haben wir für das Café einige Rezepte mit Walnüssen gesammelt, damit wir unsere Früchte nutzen  können. Auch wenn diese Torten nicht zu unserem Standardrepertoire gehören sind doch einige Überraschungserfolge darunter: so wurde im Sommer die eher säuerliche Walnuss-Schmand-Torte von vielen unserer Gäste sehr gelobt. Wenn nur das Knacken der Nüsse nicht so mühselig wäre….

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Grundgeschwindigkeit

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Siebte in dieser neuen Reihe, und bei ihr handelt es sich um eine Geschichten von den Märkten, die Elisabeth Brune mit ihrem Oldendorfer Bauernladen besucht:

Haben Sie schon einmal den Begriff “Grundgeschwindigkeit” gehört? Ich noch nicht und wenn, dann hätte ich ihn mit einem mechanischen Gerät in Verbindung gebracht und nicht mit einem Menschen. Mein Mann, den ich später danach fragte, meinte, er käme im Sportbereich vor.

E. Brune © H. BruneZu Ohren kam mir die “Grundgeschwindigkeit” aber auf einem Bäuerinnenmarkt in einem großen Parkgelände. Die Bäuerinnen verkauften dort unter anderen leckere selbstgekochte Marmelade aus den Früchten ihrer Gärten. Dicke fröhliche Kürbisse, wunderschöne selbstgebundene Sträuße und Kränze mit Allem, was der Garten im Moment so hergibt: leuchtend gelbe Sonnenblumen, hellgrüne Hopfenzapfen, altrosa Blüten der fetten Henne, stahlblaue Zierdisteln, knallrote Hagebutten, orangene Lampionblumen, grüne und rote Hortensiendolden saftgrüne Buchsbaumzweige und Lorbeerblätter, dazu duftende Rosenblüten und goldgelbe Schafgarbe.

Diese Sträuße und Kränze haben den Vorteil, dass sie auch nach dem Eintrocknen, mit Haarspray übersprüht, noch sehr dekorativ wirken.

Begeistert tragen die Besucherinnen sie nach Hause und holen sich Herbstgefühl und –stimmung in ihre Wohnungen.

Nach dem ich von den leckeren Torten der Landfrauen gekostet habe, bekomme ich später Hunger auf etwas Herzhaftes und überlege gerade, ob ich von den Kartoffelpüfferchen der Kartoffelbauern essen oder mir lieber eine Bratwurst kaufen solle. Da kommt ein Bekannter auf mich zu mit einer Bratwurst in der Hand. “Schmeckt sie?” frage ich, “Ja, ganz toll”, aber der Bratwurstverkäufer hat eine so niedrige Grundgeschwindigkeit, der hätte lieber einen andern Beruf ergreifen sollen. Ich entscheide mich für Kartoffelpüfferchen, denn der Bauer hat eine wesentlich höhere Grundgeschwindigkeit, wie ich im Vorbeigehen bemerke und geschmeckt haben mir die Püfferchen auch besonders gut.

Dienstag, 29. September 2009

Die Rückkehr der Sonnenblumen

Seit einigen Tagen können wir in unserer Nachbarschaft die Rückkehr der Sonnenblumen feiern, denn die ersten Äcker, Sonnenblumenfeld © H. Brune auf denen diese großen Korbblütler nach der Getreideernte als Zwischenfrüchte gesät wurden, stehen jetzt in voller Blüte.

Das nebenstehende Bild zeigt z. B. einen Acker an den Hängen des nahen Teutoburger Waldes, welcher sich am Wochenende im schönsten Sonnenschein wie ein langes goldenes Band am Hang präsentierte.

Für die Bienen sind die großen Blüten eine sehr willkommene Nahrungsquelle in einer Zeit, in der die Blüten in der freien Natur allmählich verschwinden. Aber man konnte (genau wie im Garten) auch viele Tagpfauenaugen beobachten.

Da die Sonnenblumen nicht geerntet werden sind sie in den kommenden Monaten ebenfalls für allerlei Wildtiere, von überwinternden Singvögeln bis hin zu Rehen, ein besonderer Anziehungspunkt.

Sonntag, 27. September 2009

Wir erleben noch einmal richtige Schmetterlingstage

Das wunderbare Wetter in den letzten Tagen hat uns in unserem Garten noch einmal viele Tagpfauenauge auf Aster © H. Brune Schmetterlingsbesucher beschert. Die Tagpfauenaugen wurden dabei, wie im Bild gut zu sehen, besonders von bestimmten Astern angezogen.

Auch auf den jetzt blühenden Sonnenblumenäckern konnte man sie gestern gut beobachten. Dort saugen sie an den dicken Nektartropfen, die sich - mit bloßen Auge sichtbar - in den Blüten sammeln.

Die Admirale hingegen scheinen besonders gerne die sonnenbeschienen Flecken des Komposthaufens zu suchen, um sich dort an Birnen oder Äpfeln zu nähren.

Und so wie es im Moment aussieht werden wir am heutigen Wahltag nicht nur viele bunte Versprechungen durch die Luft schwirren sehen, sondern auch die schönen Sommervögel.

Samstag, 26. September 2009

Basteln mit Kastanien

Trotz der Miniermottenplage sind unsere Kastanien auch in diesem Jahr voller Früchte. Vor ein paar Tagen nun hat ein stetiger ‘Kastanienhagel’ begonnen, Kastanienkäfer © H. Brune der unseren Caféparkplatz mit den schönen, braun glänzenden, kugeligen Gebilden bedeckt.

Im letzten Jahr hatten wir uns im Blog noch gefragt, was man wohl mit den vielen Kastanien anfangen könne. In diesem Jahr ist unsere ganz persönliche Antwort: Basteln!

Und so haben wir gestern die ersten Vögel, Giraffen, Schlangen, Schnecken und Käfer aus den frisch vom Baum gefallenen Kastanien zusammengebastelt. Viel mehr als ein paar Zahnstocher/Streichhölzer, einen Nagel zum Durchbohren der Schale, eine Rosenschere oder Kneifzange zum Kürzen der Zahnstocher und ggf. etwas Klebstoff braucht man nicht.

In Elisabeths Gartengeschichten haben wir noch mehr Beispiele. Weitere Links zum Basteln mit Kastanien:

Wie man sieht sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, vor allem wenn man noch weitere Materialien (z. B. die jetzt ebenfalls fallenden Eicheln) einsetzt oder mit Schnitzereien an den Kastanien beginnt.

Freitag, 25. September 2009

Zum ‘Tag des Kaffees’ öffnen wir eine neue Espresso Lieferung

Am heutigen 25. September hat der Deutsche Kaffeeverband e. V. den Tag des Kaffees ausgerufen und Kaffeebohnen auf Indisch Blau © H. Bruneveröffentlich auf der dazugehörenden Internetseite viele interessante Informationen, Anekdoten und Veranstaltungshinweise.

Wir nutzen diesen Tag um eine neue Lieferung unseres Manaresi Espressos zu öffnen. Da die Manaresi Rösterei ein eher kleiner Betrieb aus Florenz ist (zumindest klein im Vergleich zu bekannteren Marken wie Lavazza) kann man zwischen den einzelnen Chargen durchaus kleine Unterschiede herausschmecken. Wir sind gespannt, wie die aktuelle Lieferung aufgefallen ist:)

Donnerstag, 24. September 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Altweibersommer

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Sechste in dieser neuen Reihe:

So hässlich der Name ist, so vollkommen schön sind in Wirklichkeit diese sommerlich-herbstlichen Wochen, die im Volksmund unter der Bezeichnung ‘Altweibersommer’ laufen. Woher kommt dieser Name?

E. Brune © H. BruneEr hat mit den vielen, im Morgendunst in allen Größen im Gebüsch und Gras weis leuchtenden Spinnennetzen zu tun und den langen Spinnenfäden, die der Wind hin und her weht, so dass sie sich im Gestrüpp verfangen. Die Netze und Fäden sind aber nur in der Frühe so auffällig, durch tausende von kleinsten Tautropfen, die sich auf ihnen aufgereiht haben, wie Perlen an eine Kette. Die höher steigende Sonne trocknet den Tau dann hinweg und die Netze verschwinden wieder aus unserer Wahrnehmung.

Diese weißen Spinnennetze wurden mit den – pardon – weißen Haaren alter Weiber gleichgesetzt.

So wie eine älter werdende Frau normalerweise weiße Haare bekommt (die Herren der Schöpfung übrigens auch – sofern sie noch welche haben) zeigt auch der ins Alter gekommene Sommer weiße Farbe. “Alte Weiber” mit weißen Haaren gibt es dank der Kunst der Friseure kaum noch. Über Jahre hinweg habe ich eine Bekannte ob ihrer weizenblonden Haarpracht bewundert. Wenn ich mein eigenes Haar färben wollte, bekam es nur einen unangenehmen Stich ins rötlich-orange, also lies ich es sein. Meine Bekannte aber war wohl eines Tages überarbeitet und vernachlässigte ihre Haarpflege und plötzlich entdeckte ich einen breiten weißen Scheitel auf ihrem Kopf.

Die Spinnennetze jedoch verwandeln das bescheidenste, naturbelassene Grundstück in ein wahres Kunstwerk. Unser eigenes, zum Rand hin ansteigend und nicht gemäht, hat unterschiedliche Höhen und auf allen Ebenen spannen sich die kleinen Netze wie die Sonnensegel, die man auf Bildern südlicher Urlaubsländer sich den Berg hinaufziehen sehen kann.

Mittwoch, 23. September 2009

Die Weingirlande vor dem Café wird rot

Ein frühes, aber sicheres Zeichen für den endenden Sommer ist in jedem Jahr die Weingirlande, Wein © H. Brune die sich ca. 10 Meter weit an der Dachrinne des Cafés entlang rankt:

Sobald die Blätter an den Rändern rot werden wissen wir, dass der Sommer nun bald seinen Abschied nimmt. Auch wenn das manchmal schon Mitte August geschieht.

Wenn wir jetzt an einem goldenen Herbstmorgen in unserem eigenen Café sitzen und aus den großen Scheiben sehen, so leuchten die Blätter in der Sonne nicht nur rot, sondern auch noch grün und gelb und einzelne blaue Punkte zeigen die winzigen Früchte. Irgendwann in den kommenden Wochen werden die Blätter dann komplett rot sein und kurze Zeit später endgültig zu Boden fallen.

Noch eine neue Sorte der Clematis

Zu dieser späten Zeit im Jahr blüht noch eine neue Clematissorte zum ersten Mal.Clematis © H. Brune An einem Rosenbogen nahe dem Oldendorfer Ei zeigt sie ihre ungewöhnlichen Blüten, die sich nicht oder nur sehr spät vollständig öffnen.

So haben sie die meiste Zeit eine herzförmige Silhouette, die entfernt an die Früchte der Physalis erinnert. Sehr ungewöhnlich, oder?

Montag, 21. September 2009

Die Früchte der Pfaffenhütchen reifen

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ein Strauch, der die meiste Zeit des Jahres eher unauffällig ist, seinen großen Auftritt hat:Pfaffenhütchen © H. Brune Das Pfaffenhütchen zeigt seine reifen Fruchtstände.

Im Gegensatz zu den sehr unscheinbaren Blüten leuchten die rot-rosa Früchte weithin und machen diesen Strauch für einige Zeit zu einer der auffälligsten Pflanzen in Garten und Flur.

Von den Früchten leitet sich auch der Name des Strauches her, erinnern sie doch mit ihrer viergeteilten Form an Kopfbedeckungen katholischer Geistlicher (wie z. B. dem Barett).

Wichtig ist zu wissen, dass das Pfaffenhütchen und insbesondere seine Samen giftig sind. Trotzdem sind sie bei Vögeln sehr beliebig, laut der Wikipedia gibt es daher auch die Bezeichnung Rotkehlchenbrot. Auch bei uns haben sich die ersten Sträucher im Garten, die eines Tages zwischen den Himbeeren auftauchten, vermutlich durch Vögel gesamt.

Nach unserer Erfahrungen lassen sie sich relativ leicht verpflanzen und kommen auch auf eher trockenen Standorten (bei uns z. B. vor der alten Hofmauer) gut zurecht.

Sonntag, 20. September 2009

Die Wilde Rauke: Treu und lecker

In diesem Jahr hatten wir in einem der Töpfe an der Caféterrasse eine Wilde Rauke gepflanzt, oder genauer gesagt einen Schmalblättrigen Doppelsamen.Wilde Rauke / Rucola © H. Brune Diese Pflanze kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber laut der Wikipedia bereits seit dem 18. Jahrhundert auch in Deutschland nachgewiesen.

Und da sie aus dem Mittelmeerraum kommt, ist die Rauke den meisten wohl eher mit dem Namen bekannt, der in italienischen Lokalen verwendet wird: der Rucola. Und in der Tat sind auch die Blätter unserer Rauke sehr aromatisch und und zunehmend scharf, bis sie schließlich bitter und nur noch schwer genießbar werden.

Neben der Verwendung in der Küche ist die Rauke aber auch ein ausdauernder Blüher im Kräuterbeet: Selbst jetzt ist sie (siehe das Bild, welches wir gestern aufgenommen haben) noch voller Blüten und begrüßte die Gäste. Allerdings ist die auch sehr wüchsig, oder vielleicht sollte man sagen: wucherig. Wenn sie Platz hat bildet sich ein durchaus voluminöses Knäul von Trieben, dass man rechtzeitig bändigen und lenken muss.

Samstag, 19. September 2009

Der Kartoffelmarkt in Borgholzhausen

An diesem Wochenende findet in Borgholzhausen der traditionelle Kartoffelmarkt statt. Auch der Oldendorfer Bauernladen hat dort einen Stand. Hier eine Beschreibung des Marktes von Elisabeth Brune:

Der Kartoffelmarkt in Borgholzhausen – Ein Publikumsmagnet sondergleichen.

Die Landfrauen haben den längsten Kartoffeltisch Deutschlands aufgestellt und geschmückt. Er zieht sich mit seinen herbstlichen Dekorationen, in denen die Kartoffel auf grün-weiß gemusterten Tischdecken im Mittelpunkt steht, durch die gesamte Innenstadt. Rechts und links der Tische stehen Holzbänke, auf denen die Besucherinnen und Besucher Platz nehmen und von den kulinarischen Genüssen der Landfrauen probieren oder einfach das bunte Treiben genießen können.

Fast alle angebotenen Speisen haben mit Kartoffeln zu tun, es gibt Kartoffeltorte (ausgesprochen lecker), Kartoffelgulasch, –suppe, –salat und –pickert, Folienkartoffeln mit Heringsstipp oder Kräuterquark. Kartoffelschnaps zum Hinterherspülen. Am Reibeplätzchenstand ist kein Bein an die Erde zu kriegen.

Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Stand mit selbstgebackenem Brot. Der örtliche Kartoffelbauer bietet Kostproben der verschiedenen Kartoffelsorten an. Ein junger Mann hat ein Stück Land gepachtet und darauf Kürbisse gezüchtet, die er jetzt in allen Größen zum Verkauf anbietet. Es gibt Zwiebelkuchen und ersten Federweißen, Kartoffeldruck für die Kinder wird ebenfalls von den Landfrauen angeboten. Ohne diese fleißigen Damen wäre die ganze Veranstaltung, trotz vieler Verkaufsstände, nur halb so schön. Nicht zu vergessen der tatkräftige Mann, der die Fäden in der Hand hält.

Die verschiedenen Unterhaltungsprogramme sorgen für Kurzweil, im Grunde ist das ganze Städtchen beteiligt. Wer aber außerhalb des Trubels ein ruhiges Plätzchen sucht, der findet es im Café im Kräutergarten.

Der Kartoffelmarkt findet, genau wieder weithin bekannte Weihnachtsmarkt, mitten in Borgholzhausen statt. Man kann ihn gar nicht verfehlen, wenn man durch Borgholzhausen fährt. Oberhalb der Shell Tankstelle sind wieder immer Parkplätze eingerichtet, von denen man schnell zum Markt gelangt. Die folgende kleine Karte soll Ihnen ggf. die Orientierung noch einmal vereinfachen:

Kartoffelmarkt in Borgholzhausen

Montag, 14. September 2009

Welcher Baum wirft als erstes seine Blätter ab?

In unserem Garten gibt es einen Baum, der bereits jetzt in großer Menge sein Blätter abwirft,  sogar noch vor den miniermottengeschädigten Kastanien: Gefallenes Laub © H. BruneDie kanadische Eiche.

Schon am Wochenende lagen erste Blätterhaufen unter unserem Baum, den die Oldendorfer Nachbarn vor ca. 20 Jahren zum Bau der Elisabethallee für uns gepflanzt haben. Seit dem ist er prächtig gewachsen, wenn auch mit der eichentypischen Langsamkeit.

Obwohl wenn wir diesen Baum immer als kanadische Eiche bezeichnet haben, so ist dies wohl nicht ihr richtiger Name. Korrekt müssten wir sie wohl als Amerikanische Roteiche (Quercus rubra) ansprechen, aber mit alten Gewohnheiten kann man schwer brechen.

Sonntag, 13. September 2009

Die erste Blüte am ‘Langen Heinrich’

Unsere Staudensonnenblume, wegen ihres hohen schlanken Wuchses auch ‘Langer Heinrich’ Staudensonnenblume © H. Brune genannt, hat jetzt ihre erste Blüte entwickelt.

Im Gegensatz zur normalen Sonnenblume hat der ‘Heinrich’ viel kleinere Blüten und ist auch viel später mit seiner Blüte. Im Sommer hatten wir schon einmal ein Bild von dieser Pflanze gebloggt, damals als Schattenspender für Zorro.

Wenn man genau hinsieht kann man in diesem Bild übrigens ein kleines Insekt auf einem der Blütenblätter erkennen. Dabei handelt es sich um eine der Miniermotten, die unseren Kastanien so zusetzen. Vermutlich ist das schon die neue Generation, die im kommenden Jahr unsere Bäume plündern wird.

Samstag, 12. September 2009

Es ist doch noch einiges los in unseren Rosenbeeten

Unsere Rosen setzen noch einmal zu einem EndspurtRose 'Banquet' © H. Brune im Spätsommer an. Zwar blühen nicht mehr alle Exemplare, aber noch viele Sorten.  Darunter sind:

Westerland, Wiliam Shakespeare, Dornröschenschloss Sababurg, Eden 85, die im Bild gezeigte Banquet und etliche andere.

Es lohnt sich also unserem Garten noch einmal einen Besuch abzustatten, bevor der Herbst endgültig einkehrt.

Der Oldendorfer Bauernladen unterwegs: Bäuerinnenmarkt in Gütersloh

An diesem Wochenende können Sie den Oldendorfer Bauernladen auf dem Bäuerninnen Markt in Gütersloh treffen. Weitere Informationen zum Markt (Öffnungszeiten, Eintritt) finden Sie auf dieser Seite der Stadt Güterloh. Den Weg zum Parkbad, in welchem der Markt traditionell veranstaltet wird, können Sie am einfachsten über eine Google Suche nach ‘parkbad gütersloh’ finden: Dort wird Ihnen ganz am Anfang eine Karte angezeigt.

Donnerstag, 10. September 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Fahrt zur BUGA 2009

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Fünfte in dieser neuen Reihe:

Es ist mir gelungen meinen Mann zur Fahrt zur Bundesgartenschau in Schwerin zu überreden. Endlich.

Seit ich im Frühjahr einen Zeitungsartikel mit einer großen farbigen Anzeige des Schweriner Schlosses gelesen hatte, möchte ich dorthin. Es lockten auch die erwähnte schwimmenden Gärten, wunderschön in der Wirklichkeit, ein sichtbar gewordener Blumentraum.

E. Brune © H. Brune

Nach herrlichen Sommermonaten erwischten wir zur Fahrt den ersten richtigen Regentag. Heftige Schauer auf der Autobahn ließen uns das Tempo drosseln und wir quälten uns durch den zähfließenden Verkehr von Baustelle zu Baustelle. Schließlich erreichten wir doch noch über die B321 Schwerin, folgten den Hinweisschildern zur BUGA – das Wetter hatte sich inzwischen gebessert – und durch die Graf Schack Allee fahrend sehen wir plötzlich das Schweriner Schloss vor uns auftauchen.

Heiter und filigran steht es da im Sonnenschein, wie einem Märchenbuch für Prinzessinnen entstiegen mit seinen vergoldeten Türmen und Türmchen. Heiter und fröhlich auch die große Blumenrabatte zum Schloss hin, Ton in Ton in gelb und cremefarben gehalten , die Anlagen rund um das Schloss und die entzückenden kleinen Schlossgärten.

Bei sehr gutem Wetter erleben wir einen Tag später die sieben Themengärten mit ihrer überbordenden Blumenfülle und einem Farbenrausch sondergleichen. Einer schöner als der andere. Über allem liegt eine sanfte, gelassene, glücklich machende Stimmung.

Überall finden sich  Ruhebänke und Sitzgelegenheiten, so dass man die Atmosphäre des jeweiligen Gartens in Ruhe in sich aufnehmen kann. Ich bin dankbar, dass ich so etwas Schönes erleben durfte. Es lohnt sich auch in den letzten Tagen noch, dorthin zu fahren!

Die Internetseite der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin finden Sie hier. Dort gibt es auch einige Bildgalerien, die einen kleinen Einblick in das Geschehen auf der BUGA selbst ohne Besuch ermöglichen.

Alle früheren Gartengeschichten in unserem Blog finden Sie einfach über die Gartenkategorie.

Mittwoch, 9. September 2009

Was macht man eigentlich mit Quitten?

An unserem Caféparkplatz haben die Früchte der Apfelquitte jetzt schon eine stattliche Größe erreicht, Quitte © H. Brune auch wenn sie noch lange nicht reif sind.

Der Quittenbaum ist oft Anlass zu folgendem Dialog mit unseren Gästen:

‘Was sind das für interessante Äpfel, die an Ihrem Parkplatz wachsen?’

‘Das sind Quitten.’

‘Ach, Quitten!…..Was macht man denn mit Quitten?’

Eine gute Frage, der wir in diesem Blogeintrag nachgehen wollen.

Quitten essen

Wer schon einmal versucht hat in eine Quitte zu beißen weis, das man sie nicht wirklich gut in rohem Zustand essen kann. Aber wenn man sie kocht lassen sie sich sehr gut zu Marmelade, Kompott oder Mus verarbeiten. Auch entsaften und zu Gelee verarbeiten lässt sie sich gut.

Wichtig ist es vor der Verarbeitung den Flaum von der Schale zu entfernen, da dieser vergleichsweise bitter ist. Interessanterweise gibt es in der Wikipedia recht ausführliche Hinweise dazu, wann man Quitten am besten erntet und wie die Weiterverarbeitung erfolgen kann.

Quitten trinken

Die Firma Bionade hat in diesem Jahr eine neue Sorte herausgebracht: Bionade Quitte.  Es gibt sogar eine eigene Marketingseite zu der neuen Sorte mit witzigen Marktforschungsfilmen, bei denen die ProbandInnen ihr Wissen und ihre Einschätzung über Quitten kundtun (wir empfehlen ‘Oliver, 33 Jahre’).

Wenn man selbst Quitten zu Getränken verarbeiten will, so kann man am einfachsten Aufgesetzten daraus machen. Dazu raspelt man die Früchte (auch hier vorher den bitteren Flaum entfernen), übergisst die Raspeln mit Korn oder Weinbrand und lässt das Ganze in verschlossenen Gläsern oder Flaschen einige Wochen an einem lichtlosen Ort ziehen.

Der Duft

Die einfachste Nutzung der Quitte ist es aber, sie einfach als Duftspender zu nutzen. Reife Quitten verströmen ein schönes Obstaroma, welches wir als sehr angenehm empfinden.

Montag, 7. September 2009

Du bist, was Du isst – 6. Termin am 06.10.2009 zum Thema ‘Ernährung bei ADS/AHDS-Syndrom’ und VHS Veranstaltung ‘Rheuma’ am 5.10.2009

Am Dienstag, dem 06.10.2009, findet im Café im © Petra LinnenbrüggerKräutergarten die sechste Veranstaltung der neuen regelmäßigen Informationsabende zum Thema Ernährung statt. Heilpraktikerin Petra Linnenbrügger wird dabei zum Thema

‘Ernährung bei ADS/AHDS-Syndrom’

vortragen. Es besteht dabei ausreichend Zeit für allgemeine und persönlichen Fragen. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und dauert ca. 1.5 – 2 Stunden. Begleitend bieten wir Ihnen ‘kleine Kräuterleckereien’ zum Probieren an.

Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag von 5,00€ erhoben. Wir bitten um eine rechtzeitige verbindliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0 52 01/66 93 67, per Fax an 0 52 01/66 93 68 oder per E-Mail an PeLinn@web.de.

Ab April 2009 wird jeden 1. Dienstag im Monat eine Veranstaltung im Rahmen dieser Reihe stattfinden. Die Themen werden in unserem Blog und auf der Homepage von Frau Linnenbrügger jeweils rechtzeitig angekündigt:

http://www.energie-in-fotografie.de/

VHS Veranstaltung ‘Mit Rheuma gut leben?!’

Schon am Montag, dem 5.10. 2009, findet zum Welt-Rheuma-Tag diese weitere Veranstaltung von Petra Linnenbrügger im Café statt, die von der Volkshochschule Ravensberg organisiert wird. Aus dem Katalog der VHS kommt diese Kursbeschreibung:

Die Ursachen können vielschichtig sein, die Beschwerden auch. Der Vortrag bietet eine Reise durch die Vielzahl der rheumatischen Erkrankungen und die mögliche Unterstützung in der naturheilkundlichen Praxis. Informationen von den unterschiedlichen Entstehungsmöglichkeiten, den Symptomen sowie verschiedenen Therapiemöglichkeiten sollen den schmerzgeplagten Betroffenen Perspektiven zeigen. Ein wichtiger Punkt ist der Ernährung gewidmet und zeigt, welchen Einfluss Übersäuerung und der vermehrte Konsum von tierischem Eiweiß, Alkohol, Zigaretten etc. auf die Symptome der Erkrankung Rheuma hat.

Die Anmeldung muss hier über die VHS erfolgen! Eine Telefonnummer sowie die genauen Kosten und Organisationshinweise finden Sie in dieser Seite der VHS zum Kurs.

Übrigens: am 16.11.2009 findet eine weitere VHS Veranstaltung im Café im Kräutergarten statt, diesmal zum Thema Diabetes.

Sonntag, 6. September 2009

Die Ernte geht weiter: Bald kommt der Mais dran

Schon seit mehr als einer Woche kann man in unserem Oldendorf (der Name ist ja leider nicht ganz einzigartig) vereinzelt die Maishäcksler hören. Mais und Himmel © H. Brune Obwohl der Mais als ursprünglich aus Mexiko kommende Süßgrasart die Hitze der vergangenen Wochen (erinnert sich noch jemand daran?) eigentlich ganz gut überstanden hat, haben einige Landwirte offenbar Sorge, weil die äußeren Blätter an manchen Stellen bereits braun sind. Die Kolben sind allerdings meist noch sehr grün und weich.

Auf dem Hof Brune hat die Maisernte noch nicht begonnen, auch im vergangenen Jahr begann sie erst Mitte September, leider damals direkt gefolgt von einem sehr unschönen Ereignis auf dem Hof.

Samstag, 5. September 2009

Die ersten Teile der Herbstkollektion sind im Laden

Es hat keinen Zweck mehr sich vor dem Gedanken zu verschließen:Mantel © H. Brune auch wenn uns für die kommende Woche noch ein paar warme Tage versprochen sind und laut Kalender der Sommer erst in einigen Wochen endet, so zeigen uns die aktuellen Temperaturen ganz klar, wohin die Reise geht: Es wird Herbst.

Aber das ist kein Grund Trübsal zu blasen! Endlich lassen es die Temperaturen zu, dass man sich mit mehr schmückt als nur den allerdünnsten Teilen im Kleiderschrank, endlich kann man wieder vielfältig kombinieren:)

Und passend dazu haben wir in unserem Laden die ersten Teile der neuen Herbstkollektion. Z. B. den im Bild gezeigten schönen Kurzmantel. Und noch einiges mehr, dass wir in den kommenden Tagen auch im Blog zeigen werden. Aber da wir keinen Onlineshop haben müssten Sie uns schon persönlich besuchen. Der Laden hat die gleichen Öffnungszeiten wie das Café.

Freitag, 4. September 2009

Die kahlen Äcker erblühen wieder

Schon wenige Wochen nach dem Ende der Getreideernte, die die meisten Äcker leergeräumt hinterlassen hat, Ölrettich © H. Brune erblühen jetzt bereits wieder die ersten Flächen mit den Zwischenfrüchten Senf und Ölrettich.

Zwischenfrüchte werden in den meisten Fällen nicht geerntet, sondern sollen die Regeneration des Bodens für die nächsten Nutzpflanzen verbessern.

Auch schützen die Zwischenfrüchte den Boden vor Erosion und fördern Bodenorganismen. Und falls es noch einmal warm wird haben auch die Bienen eine ganze Menge davon.

Donnerstag, 3. September 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Warten auf den Regen

Jeden Donnerstag schreibt Elisabeth Brune in unserem Blog eine kleine Geschichte aus ihrem Garten. Die heutige Geschichte ist die Vierte in dieser neuen Reihe:

Heiß war dieser Sommer und trocken, sehr trocken. Sogar der kleine Bach, der durch unser Gelände fließt, ist ausgetrocknet.

‘Der Boden zieht keinen Regen mehr an’ – sagte früher unser alter Kötter - ‘er ist zu trocken.’

‘Wenn der Kalkstein erst einmal ausgetrocknet ist, zieht er keinen Regen mehr an’ – sagt auch meine Gartenfreundin. Dazu muss man wissen wir wohnen an den Ausläufern des Teutoburger Waldes, einem Kalksandstein Mittelgebirgszug.

E. Brune © H. Brune Schließlich regnet es doch, ein leichter, gleichmäßiger Landregen kommt herunter. Vorsichtig weicht er den steinharten  Boden auf, so sanft, dass die Rosenblüten keinen Schaden nehmen und alle matten Pflanzen sich wieder aufrichten.

Endlich ist auch der Rasen so gut durchfeuchtet, dass die Regenwürmer nach oben kommen und ihre Köpfe herausstrecken um ein Hälmchen oder Blättchen in ihre Röhre zu ziehen.

Das ruft sofort die Amseln auf den Plan!

Sie hüpfen auf dem Rasen hin und her und sobald sie einen Wurm erspähen haben sie ihn schon im Schnabel und versuchen ihn herauszuziehen.

Die Würmer wehren sich natürlich, doch die Amseln lassen nicht locker und tragen der Sieg davon. Eine der Amseln sieht sehr merkwürdig aus. Ich sehe genau hin: Ihr fehlen die Schwanzfedern.

Da ist sie wohl noch einmal der zornigen, roten Katze, die im Abendgarten wohnt, entwischt.

Wenn Sie mehr zum Thema Regenwürmer lesen möchten, so können wir den interessanten Artikel in der Wikipedia empfehlen. Dort finden Sie sogar ein Bild von Blättern, die Regenwürmer halb in den Boden gezogen haben.

Alle früheren Gartengeschichten in unserem Blog finden Sie einfach über die Gartenkategorie.

Mittwoch, 2. September 2009

Ein kleines Bilderrätsel

Heute möchten wir Ihnen in unserem Blog eine kleine Rätselaufgabe stellen: Was ist in diesem Bild zu sehen?Rätsel © H. Brune

Auch wenn man es auf den ersten Blick vielleicht für ein Maschinenteil halten könnte, so haben wir das Bild doch in den letzten Tagen in unserem Garten gemacht. Klicken Sie das Bild an, um es noch größer zu sehen.

Wenn Sie die Lösung wissen oder raten wollen, so hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar bei diesem Blogeintrag, schreiben Sie uns eine eMail oder antworten Sie uns über Twitter.

Die Auflösung geben wir in den kommenden Tagen über einen Kommentar bei diesem Blogeintrag bekannt.

Dienstag, 1. September 2009

Die Brennnessel – eine ideale Schmetterlingspflanze im Garten

Viele Gartenfreunde werden ob unseres heutigen Blogtitels vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen Raupen des Taupfauenauges an Brennnessel © H. Brune und uns glaubhaft versichern, dass sie noch niemals, niemals einen Schmetterling auf einer Brennnessel gesehen haben.

Aber heute geht es auch gar nicht um die entwickelten Falter, sondern um ihre erste Form: die Raupe. Gerade die Raupen müssen jede Menge Nahrung zu sich nehmen (wer kann sich noch an ‘Die kleine Raupe Nimmersatt’ erinnern?) damit sie sich später verpuppen und zu einem der wunderschönen Sommervögel werden können, die uns so erfreuen.

Zwar fressen einige Raupen durchaus auch Gartenpflanzen an, aber eine Pflanze ist für besonders viele Schmetterlingsraupen wichtig: Die (große) Brennnessel. Laut der Wikipedia sind es fast 50 Schmetterlingsarten, die die Brennnessel als Futterpflanze nutzen, darunter einige der größten und farbenprächtigsten Arten wie Admiral, kleiner Fuchs und, wie im Bild zu sehen, die Tagpfauenaugen.

Wer also etwas Platz im Garten für eine ‘wilde Ecke’ erübrigen kann, der sollte ruhig auch ein paar Brennnessel stehen lassen. Die Schmetterlinge werden es danken!

Montag, 31. August 2009

Die Erntezeit der Hagebutten ist gekommen – Die neue Landlust ist im Laden

Die verschiedenen Rosensorten in Garten und Natur, allen voran die Kartoffelrosen, Reife Hagebutten © H. Brune haben inzwischen reife Hagebutten. Und die kann man nicht nur verwenden um daraus Juckpulver für Kinderstreiche zu machen.

In der Herbstküche (wir müssen uns jetzt der Realität beugen: der Sommer ist bald vorbei) gibt es neben der Hagebuttenmarmelade noch eine ganze Reihe weiterer spannender Möglichkeiten, diese Rosenfrüchte einzusetzen. Allerdings muss man meist eine gewisse Zeit in die Vorbereitung der Früchte investieren.

Hatten wir im vergangenen Jahr schon in unserem Blog ein Rezept für Hagebutten süß-sauer beschrieben, so finden Sie in der neuen Ausgabe der ‘Landlust’, die Sie in unserem Laden erwerben können, eine kleine Sammlung von interessanten Zubereitungsmöglichkeiten. Aber die Zeit drängt: Die reifen Früchte werden gerne von den Vögeln geplündert.

Samstag, 29. August 2009

Rosen: Je kleiner – desto ausdauernder?

Im Beet an der Caféeinfahrt blüht jetzt eine kleinblütige namenlose Rose wieder sehr üppig, Rose © H. Brune während die meisten Edelrosen es inzwischen eher ruhig angehen lassen.

Auch die unter dem Apfelbaum an der Terrasse wachsenden Sedana, ebenfalls eher kleinblütig, haben jetzt noch einmal losgelegt und zeigen ihre aprikosenen Blüten. Kann man aus diesem Zusammentreffen schließen, dass je kleiner die Blüten um so länger die Blühzeit ist? Vermutlich nicht wirklich, aber interessant ist diese Beobachtung schon.

Allerdings sei der Vollständigkeit halber (und zur Ehrenrettung) auch erwähnt, dass die Dornröschenschloss Sababurg, die William Shakespeare und insbesondere die David Austin Rose an der Terrasse auch noch bzw. wieder blühen. Auch wenn die Hauptblütezeit der Rosen jetzt unwiderruflich vorbei ist: bis in den Winter werden uns immer noch einzelne Blüten im Garten erfreuen, in den letzten Jahren wurden besonders späte Exemplare sogar vom ersten Schnee überrascht (siehe dazu z. B. das letzte Bild auf unserer Gartenseite).

Freitag, 28. August 2009

‘Brauen Sie Bier?’

Am vergangenen Wochenende waren wir zunächst etwas irritiert, als uns Gäste mit der Frage konfrontierten ob wir eigenes Bier brauen würden:Reifer Hopfen © H. Brune Das von uns ausgeschenkte Pils hat schließlich deutlich erkennbare Etiketten einer heimische Brauerei.

Hintergrund der Frage war aber, wie sich schnell herausstellte, die üppige Hopfengirlande, die den Eingang zu unserer Caféterrasse überspannt, und die jetzt viele reife Dolden trägt. Und Hopfen ist schließlich eine der drei Grundzutaten des Biers.

Bei uns ist der Hopfen, der zu der Gattung der Hanfgewächse gehört, jedoch eine reine Gartenzierde. In der Wikipedia findet man hingegen einen sehr umfangreichen Artikel über den Echten Hopfen, seinen Anbau und seine Verarbeitung. Demnach wären wir vermutlich schon zu spät dran für eine Ernte der Dolden, diese schmecken jedenfalls schon äußerst bitter.

In unserem Cafébilderalbum finden Sie übrigens auch ein Bild der fast kompletten Hopfengirlande aus diesem Jahr. Es ist in jedem Frühjahr wunderbar zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit die Triebe sich ihre Rankhilfe wieder neu erobern. Auch scheint die Länge der Triebe mit steigendem Alter der Pflanze noch zuzunehmen. Inzwischen müssen es wohl mindestens 6 Meter sein.

Donnerstag, 27. August 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Wann beginnt der Herbst?

Dies ist der dritte Beitrag in unserer neuen Reihe, in der Elisabeth Brune in unserem Blog Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

In dieser Geschichte möchte ich der Frage nachgehen, die mich immer wieder zum Ausgang des Sommers beschäftigt: Wann beginnt der Herbst, und zwar nicht der Kalendarische, sondern der Gefühlte.

E. Brune © H. Brune‘Wenn die letzten Getreidefelder gemäht sind, dann beginnt für mich der Herbst’ – sagte eine Bekannte. Ich erschrak, das war mir eindeutig zu früh.

Ich schaute lieber nach den Früchten der Eberesche. Leuchteten sie orangerot von den Bäumen zog eine, mit leiser Wehmut verbundene, Ahnung vom kommenden Herbst in mein Herz ein. Doch in den letzten Jahren reifen sie immer früher und ich mag im Juli noch nicht an den Herbst denken.

Für meine Gartenfreundin beginnt der Herbst, sobald die Blütenstände der ‘Fetten Henne’ (Sedum) anfangen sich mit einem Hauch von Rosa zu überziehen. Diese Zeit ist jetzt da.

Es ist noch heiß und es gibt wunderschöne Tage, aber die Luft und das Licht verändern sich bereits: Das Licht bekommt einen goldenen Farbton, die Luft ist ganz leicht verhangen und all die jetzt kommenden prächtigen Herbstfarben leuchten etwas gedämpft.

Diese Zeit dauert ungefähr vier Wochen und ist für mich die schönste im Jahr.

In unserem Blog haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen schon über das Ende der Getreideernte, die Früchte der Eberesche und die Blüte der Fetthenne berichtet.

Mittwoch, 26. August 2009

Auch die ‘fette Henne’ lockt Schmetterlinge an

In unserem Garten wachsen verschiedene Arten der Fetthenne (Sedum). Fetthenne mit Landkärtchen © H. Brune Im Bild sieht man eine Blüte der Großen Fetthenne, die Dolden (?) erreichen bis zu 20cm im Durchmesser und blühen meist über mehrere Wochen.

Wenn man die Blüten aus ganz kurzer Entfernung betrachtet (klicken Sie auf das Bild) kann man den Eindruck gewinnen, dass man auf eine blühende Wiese sieht. Denn die Blüte besteht aus vielen komplexen Einzelblüten, die ganz eigenständig wirken.

Wie auf einer Wiese fühlen sich vermutlich die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die eifrig mit der Nahrungssammlung beschäftigt sind. Am vergangenen Wochenende waren es insbesondere die Landkärtchen, die in großer Zahl auftraten und sich gerne an den Fetthennen labten.

Dienstag, 25. August 2009

Die große Kapuzinerkresse streckt ihre Ranken aus

Die vor einigen Wochen oberhalb des Teiches gesäten großen Kapuzinerkressen Kapuzinerkresse © H. Brunezeigen inzwischen ein prächtiges Blattwerk und erste Blüten. Dabei steht ihr Wachstum noch ganz am Anfang: Bis zum Spätherbst und in den frühen Winter hinein werden sie ihre Ranken weiter und weiter ausstrecken und falls sie niedrige Äste zu fassen bekommen mehrere Meter lang werden.

Die immer wieder neue Blüten hervorbringenden Triebe sind ein schöner Schmuck im Garten in einer Zeit, in der die anderen Blütenpflanzen sich bereits nach und nach in die Winterruhe zurückziehen. Das Wachstum der Kapuzinerkressen ist dabei so stark, dass es sich auch von gelegentlichem Raupenfraß nicht aufhalten lässt.

Neben den Blüten mit ihrem scharf-süßen Geschmack lassen sich dabei laut der Wikipedia auch die unreifen Samen verwenden: eingelegt in Essig und Salz sollen sie als Kapernersatz Verwendung finden können. Das haben wir allerdings bisher noch nicht selbst ausprobiert.

Montag, 24. August 2009

Zorro: Der vierte Geburtstag

Gestern wurde unser Caféhund Zorro vier Jahre alt. Er ist damit jetzt richtig ausgewachsenZorro H. Brune und kann sich daher bei dem Unfug, den er manchmal anrichtet, nicht mehr auf seinen jugendlichen Ungestüm berufen.

Nach unserem Eindruck ist Zorro in seinem vierten Lebensjahr das Erwachsenwerden deutlich anzumerken. Natürlich ist er weiterhin begeistert bei der Sache wenn es um das Stöbern in Feld und Flur geht, manchmal, wenn es um die Kaninchen geht, übertreibt er es sogar. Auch begrüßt er ‘seinen’ ständig wachsenden Kreis an Stammgästen freudig und nimmt seine Rolle als Concierge gerne wahr.

Aber gelegentlich vermittelt er uns den Eindruck einer gewissen Langeweile nach dem Motto ‘Das habe ich doch alles schon mal gesehen!’. Dabei kann sich unser Hund nun wirklich nicht über Abwechslung beklagen. Wir sind jedenfalls gespannt, wie Zorro sich in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Übrigens finden Sie Bilder von Zorro aus allen seinen Jahren in diesem Onlinebilderalbum.

Sonntag, 23. August 2009

Einmal im Jahr besucht uns der Eichkater

Gestern war es wieder so weit: ein Eichhörnchen turnte durch die Lärchenbäume am Teich, Eichhörnchen © H. Bruneoffenbar auf der Suche nach reifen Früchten.  Leider halten sich die Kletterkünstler nicht lange bei uns auf, dafür haben wir dann doch wohl zu wenige Bäume rund um unseren Hof, auch wenn darunter ein Walnussbaum, mehrere Haselnusssträucher und einige Nadelbäume mit Zapfen sind.

Trotzdem können wir zuverlässig wenigstens einmal im Jahr einzelne Eichhörnchen beobachten, die vermutlich ‘auf der Durchreise’ sind und dabei unseren Hof mit seiner kleinen Waldinsel als Zwischenstation nehmen.Eichhörnchen © H. Brune

Zorro ist dann immer gleich sehr aufgeregt, sobald er die Fährte wittert und kann sich sehr ärgern,  wenn er tatsächlich einmal das Eichhörnchen weit außerhalb seiner Reichweite in den Ästen sieht. Bei Bäumen mit tiefen Ästen scheint er ernsthaft zu überlegen, ob er nicht auch einen Aufstiegsversuch wagen sollte. Besser nicht!

Die hier gezeigte kleine Bildserie konnten wir gestern Eichhörnchen © H. Brune aufnehmen, weil uns ein Kollege zufällig sein starkes Zoomobjektiv geliehen hatte. Ohne entsprechende Ausstattung wäre die Entfernung bis zu dem Spitzen unserer ca. 25 Jahre alten Lärchen doch zu groß gewesen.

Die Bilder zeigen, wie unser Besucher eine Lücke zwischen den Bäumen überwindet: erst sucht das Eichhörnchen einen relativ frei liegenden Ast und zeigt dabei sein weißes Bauchfell. Eichhörnchen © H. Brune Dann es geht es in Sprungposition, wobei es seinen buschigen Schwarz zum Ausbalancieren nutzt und schließlich folgt der Sprung, den die Kamera fast nicht mehr erwischt hätte. Klicken Sie auf die Bilder, um sie in groß zu sehen.

In der Wikipedia finden sich übrigens noch weitere schöne Bilder von Eichhörnchen und viel Lesenswertes zur Lebensweise.

Samstag, 22. August 2009

Elisabeths Gartengeschichten: Der Sommerflieder am Fenster

Dies ist der zweite Beitrag in unserer neuen Reihe, in der Elisabeth Brune in unserem Blog Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

Ich sitze im Wohnzimmer auf meinem kleinen Sofa und sehe durch das große Fenster in den Garten.

E. Brune © H. BruneDicht vor fast allen Fenstern habe ich hohe Sträucher gepflanzt, und es ranken sich Efeu und wilder Wein heran, so dass man beim Hinausschauen das Gefühl hat mitten im Garten zu sitzen.

Vielleicht in Erinnerung an meine Kindheit. Dort stand ein großer Pfundsbirnenbaum vor meinem Fenster und im Traum hörte ich die schweren gelben Birnen ins Gras plumpsen.

In meinem Garten nun sehe ich in die lichten Zweige des Schmetterlingsstrauches. Seine fliederfarbenen Blütenrispen locken unzählige Schmetterlinge aller Arten an.

Oben auf den Blüten sitzen die Falter und saugen den Nektar. Unter den Blüten hängen die Hummeln, oft ganz besonders dicke, und arbeiten sich langsam hoch, bis unter die Flügel der Schmetterlinge. Diese weichen ärgerlich aus, lassen sich aber nicht vertreiben. Und ich erlebe die Fülle der Natur.

In unseren Blog finden Sie mehrere Beiträge mit Bildern der Sommerflieder in unserem Garten: Sommerflieder und Kaisermantel, Der weiße Sommerflieder, Tagpfauenaugen

Der Oldendorfer Bauernladen unterwegs: 24. Gimbter Kleinkunstmarkt

Heute und morgen finden treffen Sie den Oldendorfer Bauernladen auf dem Gimbter Kleinkunstmarkt. Hier sind wir mit über 100 weiteren Ausstellern zu sehen.

Gimbte ist ein Ortsteil von Greven im Münsterland. Informationen zu Programm und Öffnungszeiten des Marktes finden Sie auf dieser Seite.

Freitag, 21. August 2009

Buchempfehlung für Rosenfreunde: Gerda Nissens ‘Alte Rosen’

Neu in unserem Oldendorfer Bauernladen: Das Buch Alte Rosen von Gerda Nissen. Buch 'Alte Rosen' Es bietet zunächst eine kompakte Einführung in die Geschichte der europäischen Rosen, sein besonderer Schwerpunkt ist es aber (bei dem Titel naheliegend:) einen wunderbaren Überblick über die sogenannten alten Rosen zu geben. Mit dem Thema der Alten Rosen hatten wir uns im Blog schon einmal bei der Beschreibung der Cantaloop Rose befaßt, kurz gesagt handelt es sich hier um Sorten, die schon vor dem Jahre 1867 kultiviert wurden.

Die 1999 verstorbene Gerda Nissen, der z. B. auf der Webseite des Museums Albersdorf eine kurze Beschreibung gewidmet ist, hatte es zu Ihrer Aufgabe gemacht im Norden von Deutschland, insbesondere in der Umgebung von Dithmarschen, nach alten Rosen zu suchen, die vergessen in halb verwilderter Gärten und auf stillen Friedhöfen wuchsen.

In ihrem Buch beschreibt sie die ‘Beute’ ihrer Streifzüge, die heute im Garten des Museums Mehldorf wachsen. Gerda Nissens Buch vereint viel interessantes Wissen über Rosen mit der überall spürbaren Begeisterung der Autorin für ihr Thema.

Donnerstag, 20. August 2009

Hundstage

Die Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August wird gemeinhin als die Zeit der Hundstage bezeichnet.Zorro © H. Brune Als Kinder hatten wir uns das immer damit erklärt, dass die Hofhunde in der Sommerhitze ganz besonders litten und meist nur in einer kühlen Ecke liegen wollten.

Auch Zorro ist trotz seines kurzen Fells an Tagen mit 30° Celsius und mehr nicht wirklich zu gebrauchen. Ganz gegen seine sonstige Abneigung geht er dann sogar manchmal in der Teich (natürlich nur bis zum Bauch).

Dabei haben die Hundstage laut der Erklärung, die man in der Wikipedia nachlesen kann, überhaupt nichts mit irdischen Hunden zu tun. Es geht vielmehr um einen Himmelhund, nämlich das Sternbild Canis Major, den Großen Hund.

Dieses Sternbild braucht von seinem ersten Erscheinen bis zur vollständigen Sichtbarkeit am Himmel einen Monat. Interessanterweise kommt der Zeitraum zwischen Ende Juli und Ende August noch aus antiken Kalendern. Nach unseren heutigen Kalendern beginnt der Aufgang des Großen Hunds erst Ende August, wenn die Hundstage bereits lange vorbei sind.

Von daher ist für uns unsere Deutung aus Kindheitstagen doch wieder näher liegend. Vor allem, wenn sich Zorro in irgendeinen kühlen Winkel verdrückt.

PS: Die Zunge von Zorro ist übrigens wirklich so groß und nicht digital nachbearbeitet oder so:)

Mittwoch, 19. August 2009

Immer gut für eine Mutprobe: Das Springkraut

Entlang des Baches, der an unserem Hof vorbei fließt, wachsen wie auch an vielen anderen feuchten Stellen in unserer Umgebung Exemplare des drüsigen Springkrauts. Drüsiges Springkraut © H. Brune Die Pflanze wird auch indisches Springkraut genannt, da sie erst im 19. Jahrhundert aus dem Kaschmir zunächst nach England, später dann auch auf den europäischen Kontinent, als Gartenzierpflanze eingeführt wurde.

Sie gilt daher bei uns als Einwandererpflanze, die aber enorm erfolgreich und in der Lage ist einheimische Arten zu verdrängen. Insbesondere kommen ihr dabei wohl die häufige Überdüngung unserer Gewässer zu Gute, die ihr erst das rapide Wachstum bis auf mehr als 2 Meter Höhe ermöglicht.

Trotz der ökologischen Bedenken ist diese Pflanze aber durchaus  schön. Ihre gondelartigen Blüten sind groß, farbenprächtig und locken viele Insekten an. Insbesondere Kinder haben auch viel Spaß damit an den reifen Schoten der bei uns ‘Kräutchen-Rühr-Mich-Nicht-An’ genannten Pflanze Mutproben auszuführen: und in der Tat fällt es auch manchem Erwachsenen nicht leicht eine reife Frucht mit den Fingern vorsichtig zu drücken, so dass sie in der Hand ‘explodiert’. Wer das noch nie gemacht hat kann sich auf der Wikipediaseite zum Springkraut einen kleinen Film ansehen. Aber selbst ausprobieren ist natürlich viel spannender!

Montag, 17. August 2009

5 Rosa ‘Ambiente’ ergänzen unsere Moonlight

Das im vergangenen Jahr angelegte Beet mit der wunderbaren Moonlight Rose erschien uns,Rosa Ambiente © H. Brune nachdem die Moonlight nun schon fast 3 Meter Höhe erreicht hat, noch etwas unausgewogen: Zu groß war einfach die Kluft zu den roten Bodendeckerrosen.

Daher haben wir vor einigen Wochen noch 5 Hochstämme der Sorte Rosa ‘Ambiente’ dazu gesetzt und das Beet noch um ein Geringes erweitert. Im nächsten Jahr können wir dann vielleicht ein Bild des Gesamtensembles bloggen.

Die 5 Rosen blühen auch in diesem Jahr schon prächtig, jedoch werden die cremeweißen, in der Mitte leicht gelben Blüten in dieser Saison schnell braun. Sie scheinen z. B. Regen ähnlich schlecht vertragen zu können wie die Eden 85. Diese Bild, mit einer von Regentropfen über und über bedeckten Blüte, kann daher nur während einer kurzen Zeit bewundert werden, bevor die Schönheit zerfällt.

Sonntag, 16. August 2009

Quiche mit…

Heute gibt es in unserem Café mal wieder eine Quiche, also einen Lauchkuchen. Quiche © H. BruneZur Zeit des Federweißens haben wir diese leckere Speise immer mal wieder auf der Tageskarte.

In diesem Fall bieten wir Ihnen aber als Getränk einen Holunderblütensekt an. Das Rezept dazu hatten wir schon früher in unserem Blog veröffentlicht. Nach mehrwöchiger Lagerzeit kann der Sekt aus diesem Jahr jetzt getrunken werden, er ist gerade im Übergang von der sehr süßen Form zum eher herben endgültigen Geschmack. Jedenfalls passt er zur Quiche mindestens so gut wie ein Federweißer.

Dazu gibt es Tomatenscheiben aus unserem eigenen Garten.

Samstag, 15. August 2009

Hachikō – Bei dieser Geschichte werden nicht nur Hundefreunde ganz sentimental

Bald kommt der Film Hachiko: A Dog's Story mit Richard Gere in die deutschen Kinos. In dem Film geht es um einen Professor (Gere), Zorro am Bahnhof © H. Brune der einen Hund (Hachiko) findet und aufnimmt. Schon bald verbindet die beiden eine unzertrennliche Freundschaft. Hachiko begleitet später sein Herrchen jeden Tag zum Bahnhof und holt es abends wieder ab.

Als aber der Professor eines Tags in der Ferne verstirbt kommt der Hund trotzdem eine ganze Dekade lang immer wieder pünktlich zum Bahnhof um zu warten und erregt nach und nach mit seiner unverbrüchlichen Treue immer mehr Aufmerksamkeit. Filmstart soll am 15.10.2009 sein (weitere Informationen zum Film), den englischen Trailer kann man sich aber schon bei YouTube ansehen:

Tipp: Falls das Fenster zu klein ist, einfach in den Film klicken. Er öffnet sich dann in einem neuen Fenster ist komplett sichtbar.

‘Nach einer wahren Geschichte’

Hört sich der Plot des Filmes zunächst so an, als ob er einem besonders kitschigen Drehbuch entsprungen sei, so beruht die Rahmenhandlung auf einer tatsächlichen Begebenheit, die in Japan zwischen 1923 und 1935 geschah:

Dort wurde Akita-Hund Hachikō von seinem Besitzer, dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, 1924 mit nach Tokio genommen. Der Hund holte dort sein Herrchen tagtäglich vom Bahnhof Shibuya ab. Der Professor starb im Mai 1925 und seine Frau zog aus Tokio fort. Der Hund sollte bei Verwandten bleiben, riss aber aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof. Dies setzte der Hund fast 10 Jahre lang fort, bis er am 8. März 1935 starb.

Die Geschichte von Hachikō ist offenbar auch heute noch in Japan sehr bekannt, wo die Treue des Hundes gut zu den klassischen Tugenden des japanischen Rittertums passt. Sogar in der deutschen Wikipedia findet sich ein eigener Artikel zu Hachikō.

Dort kann man auch nachlesen, wie es dem Hund in den 10 Jahren Wartezeit ergangen ist, wie ihn seine Treue allmählich in ganzen Land bekannt machte und warum ihm im Laufe der Jahre gleich zwei Denkmäler gesetzt wurden, von denen eines heute noch steht. Auch gibt es ein Bild. Der Film mit Richard Gere ist übrigens ein Remake eines älteren japanischen Films mit dem Titel Hachikō Monogatari. Auch von diesem findet man bei YouTube eine Kurzfassung:

Und Zorro?

Auch Zorro wartet abends darauf, dass sein Herrchen von der Arbeit kommt. Allerdings ist das Bild oben gestellt und zwar aus drei Gründen:

  1. Zorros Herrchen fährt nur selten mit der Bahn
  2. Bei dem heutigen Verkehr kann man einen Hund wohl nicht mehr ohne Angst einfach laufen lassen
  3. Bei den vielen Kaninchen am Bahnhof würde Zorro alles andere tun, aber nicht ruhig auf die Ankunft des Zuges warten:)

Freitag, 14. August 2009

Wunderbar stachlig: Die Karde

Eigentlich hatten wir diesen Blogbeitrag mit dem Satz beginnen wollen ‘Nach der nickenden Distel und der Bienen-Kugeldistel folgt nun der 3. Teil unserer kleinen Distelreihe….’.Karde mit Kaisermantel © H. Brune Aber dummerweise gehört die wilde Karde, um die es heute gehen soll, gar nicht zu den Disteln, auch wenn sie mindestens so stachelig aussieht und ähnlich attraktiv ist für unsere Schmetterlinge.

Die wilde Karde wächst an unserem Hof in der Pferdeweide und seit diesem Sommer auch im Garten. Die Karden gehören zu einer eigenen Familie, den Kardengewächsen (Dipsacaceae). Zu dieser Familie gehören in einem anderen Gattungsast interessanterweise auch die Witwenblumen.

In ihrer Blüte, bei der sie zwei, sich in entgegengesetzten Richtungen über den Blütenstand bewegende Blütenkränze bildet, zieht die Karde viele Schmetterlinge an. Im Bild sieht man einen Distelfalter, aber auch andere Arten bekunden großes Interesse.

Wegen ihrer ungewöhnlichen Form ist die Karde des Fotographen zweitliebste Wildpflanze. Auch lange nach der Blüte bleibt der trockene Blütenstand hoch erhoben bis tief in den Winter hinein. Man kann ihn auch gut als etwas bizarr wirkendes Element in Trockengestecken nutzen.

Donnerstag, 13. August 2009

Elisabeth’s Gartengeschichten: Der Lesefehler

Mit dem heutigen Beitrag beginnen wir eine neue Reihe in unserem Blog, in der Elisabeth Brune kleine und große Geschichten aus ihrem Garten erzählt:

Oft kommen Gruppen in den Garten zu Kräuter- und Rosenführungen. Kürzlich kam eine Seniorengruppe, die in einer Tagespflegeeinrichtung betreut werden.

E. Brune © H. BruneDas Wetter war gut und frohgemut machten sie sich auf, meinen Garten zu erkunden.

In den verschiedenen Beeten habe ich Tafeln mit Sinnsprüchen aufgestellt. Z. B. steht in meinem Lieblingsbeet auf einer roten Dachpfanne mit weißem Stift diese Liedstrophe von Paul Gerhard geschrieben:

“Geh aus mein Herz und suche Freud, in dieser schönen Sommerzeit…”

Eine der Damen entdeckte den Spruch und las laut vor:

“Geh aus mein Herz und such Dir’n Freund!”

Ja, das fand sie aber ganz toll und ich eigentlich auch.

Wenn Sie auch mit einer Gruppe eine Führung in unserem Garten vereinbaren möchten, hier finden Sie unsere Kontaktdaten.

Viele Wespen in diesem Jahr?

In diesem Sommer scheint es nicht nur viele Schmetterlinge zu geben, auch andere Insekten sind nach unserem Eindruck zahlreicher als im vergangenen Jahr. Wespen © H. Brune Darunter sind dann natürlich auch einige Arten, die man nicht so gerne als Gesellschaft hat: z. B. die Wespen.

Dieses Bild haben wir auf einem Waldweg aufgenommen, wo sich gleich ein halbes Dutzend der gelb-schwarz gestreiften Leckermäuler über einen einzelnen fauligen Apfel hermachte. Offenbar sind die Wespen untereinander recht friedlich, zumindest konnten wir keine Rangeleien beobachten, wie man sie z. B. zwischen Hummeln an einer Blüte durchaus zu sehen bekommt.

Da sich laut der Wikipedia im Spätsommer die Nester der Wespen auflösen sieht man nun besonders viele Exemplare, leider auch am Saftglas oder am Pflaumenkuchen (den wir am letzten Wochenende erstmals in dieser Saison wieder im Angebot hatten). In den Medien finden sich nun auch Meldungen wie ’Wespen-Plage im Westen Deutschlands’ (Bild.de)‎ und viele Seiten mit Tipps zum Umgang mit den lästigen Tieren, wie z. B. hier vom NABU.

Auf unserer Caféterrasse stellen sich jetzt ebenfalls einzelne Exemplare ein, was für uns schon viel ist, da in den vergangenen Jahren fast nie Wespen zu sehen waren. Aber letztlich gehört auch das zum Landleben dazu, und die Wespen bleiben ja nicht lange.

Mittwoch, 12. August 2009

Bald ist der Holunder reif – Führungen und Bücher zum Thema

Kaum zwei Monate nach der Blüte sind jetzt bereits die ersten Holunderbeeren schwarz und reif. Holunderbeeren © H. BruneDie Trockenheit der letzten Wochen hat hier wohl für eine Beschleunigung gesorgt. Nach dem Aufsetzen des Holunderblütensekts kann man nun also den Holunder ein zweites Mal nutzen, dieses mal um gesunden Saft oder Gelee einzukochen.

Zwar sind die rohen Früchte leicht giftig (siehe dazu auch den Wikipedia Artikel zum schwarzen Holunder), durch das Erhitzen verliert sich aber das sogenannte Sambunigrin und der Saft kann als probates Mittel z. B. bei Erkältungen eingesetzt werden. In unserem Laden finden Sie das Holunderheft der Anne Sand mit bewährten Beschreibungen und Rezepten, die die Verarbeitung des Holunders einfach machen.

Wenn Sie noch mehr über diese mit vielen Geschichten und Mythen verknüpfte Pflanze erfahren möchten, so kann Elisabeth Brune Ihnen bei einer Führung in ihrem Garten viel über den Holunder berichten. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für Ihre Gruppe (Kontakt).

Veranstaltungstipp Borgholzhausen: Das Piumer Bauerntheater spielt ‘Dat greune Gewand’

Ab heute beginnen wieder die Aufführungen des Piumer Bauerntheaters auf der Natur- und Freilichtbühne im Bönkerschen Steinbruch in BorgholPiumer Bauerntheaterzhausen. Wer Spaß am Plattdeutschen hat sollte das nicht verpassen.

In jedem Jahr übt die Theatergruppe, in der auch einige unserer Nachbarn und Freunde mitwirken, ein neues Stück ein. In diesem Jahr ist es ‘Dat greune Gewand’.

Eine kleine Zusammenfassung des Stücks und die Spielzeiten finden Sie in diesem Artikel auf altkreis-halle.net. Auch ja: falls Sie nicht wissen, wie Sie zur Naturbühne mitten im Teutoburger Wald gelangen sollen, hier eine kleine Karte:

Bönkerscher Steinbruch

Dienstag, 11. August 2009

Die Herbstanemonen blühen prächtig

Zwischen den Stockrosen und Eden 85 blüht jetzt die kräftige HerbstanemoneHerbstanemone © H. Brune (anemone hupehensis). In diesem Jahr ist sie besonders üppig geworden und kann in der Höhe gut mit der Rose mithalten. Ob es am vielen Wässern lag?

Die Herbstanemone stammt ursprünglich aus China. Dies zeigt sich auch in ihrem Artennamen, in dem sich Hupeh, eine Variante des Namens der Provinz Hubei, findet.

Laut der Wikipedia gibt es auf der Welt ca. 150 Arten von Anemonen (Windröschen). Von den heimische Arten ist sicher das Busch-Windröschen am bekanntesten, es lässt sich im hiesigen Teutoburger Wald im Frühjahr in großen Polstern sehen.

Montag, 10. August 2009

Was gibt es Neues zur Miniermottenplage?

Auch in diesem Jahr sind unsere Kastanien, wie auch alle uns bekannten Kastanien in der Umgebung, Kastanienblätter mit Miniermottenbefalle © H. Brunewieder stark von der Rosskastanienminiermotte befallen.

Der kleine  Schädling legt seine Eier auf die Blätter und die daraus entschlüpfenden Larven minieren zwischen den Blattschichten, wodurch die im Bild zu sehenden abgestorbenen Areale resultieren.

Die Miniermotte ist, wie man in dem Wikipediaartikel nachlesen kann, erst vor wenigen Jahrzehnten in Europa aufgetaucht, hat aber inzwischen ganz Deutschland erobert. Noch ist offenbar unklar, in wie weit die Kastanien dauerhaft durch den viel zu frühen Blattverlust geschädigt werden.

Die Bekämpfung der Miniermotte ist auch weiterhin schwierig. Zwar gibt es laut Wikipedia ein chemisches Präparat. Aber wie soll man große Kastanienbäume damit wirksam behandeln? Die natürlichen Feinde der Miniermotte lassen anscheinend noch auf sich warten, so dass hier ebenfalls noch keine Lösung in Sicht ist.

Bleibt also nur das schon praktizierte Sammeln der Blätter, in denen die Larven überwintern. Allerdings ist es laut Wikipedia auch dann gar nicht so einfach, die Larven wirklich  zu abzutöten: der normale Hauskompost ist offenbar nicht warm genug. Es sieht also so aus, als ob wir auch in den kommenden Jahren mit dem verfrühten Herbst der Kastanien leben müssten.